Kreidebleich!

Heute habe ich mich nach Feierabend auf meine 17 km-Laufrunde gemacht. Der Arbeitstag war anstrengend, bin viel gelaufen und gestanden. So lief ich heute mit Blei in den Beinen. Gerade als ein Blick auf meinen Garmin verriet, dass ich schon einen ganzen Kilometer der Strecke geschafft habe wurde ich von einem Fahrradfahrer überholt. Dieser grüßte mit „Moin“. Ich gab ein „Moin“ zurück, als er mich fragte ob er mir einen Tip geben dürfte. Ich dachte was kommt nun, sowas geistreiches wie „Lauf mal locker“ oder „Versuchs mal mit Vorderfußlaufen“? Ich sagte also „man zu…“  Er erwiderte „Ess mal nur noch rohes Gemüse, vor drei Wochen war ich auch noch so kreidebleich wie du….“ „Also nur rohes Gemüse essen“ rief er mir noch über die Schulter zu und radelte von dannen.

Ahhhhh jaaa, ich überlegte in Windeseile was ich erwidern könnte. So wollte ich rufen“ Ich werde nur nicht braun, deshalb bin ich noch lange nicht kreidebleich, außerdem bräunt die Sonne nicht unter Lichtschutzfaktor 30″ oder „Rohes Gemüse? Hör ma, Meister, ich esse doch meinem Essen nicht das Essen weg“

Aber ich belies es bei einem freundlichen Danke. Was rohes Gemüse in den letzten drei Wochen bei ihm bewirkt hatte, konnte ich nicht erkennen, da er in Jacke und lange Hose gewandet war. Außerdem hegte ich den Verdacht, dass er unter rohem Gemüse wohl eher die Produkte der Hanfpflanze verstand;-)

Tze, kreidebleich, ich, Frechheit!

Der Rest des Laufes war insgesamt auch irgendwie merkwürdig, die vier Läufer die mir noch begegnet sind haben genauso wenig gegrüßt wie alle anderen Walker, Skater und Radler.  So trabte ich meine Runde und die einzige Freude war, das ein Binnenschiff das  mit ein paar Metern Abstand hinter mir die Hunte flußabwärts fuhr, mich auf gut 5 km nicht eingeholt hat.

Immerhin etwas!:-)

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9 Kommentare zu “Kreidebleich!

  1. Ach, lieber Volker, das sind mir die liebsten, die , die an der Peripherie stehen und alles besser wissen und dann noch ihr Wissen an jeden, der vorbei läuft, weitergeben müssen.

    Stehe einfach darüber, lächle und denke dir deinen Teil, das habe ich in den vielen Jahren auch gelernt, wenn ich mir dumme Kommentare anhören musste und auch immer wieder muss.

    Genieße die Natur, dass du Laufen kannst/darfst, und dass es genügend Gleichgesinnte gibt, die auf der gleichen Welle sind wie du ! 8)

  2. Och, geärgert hat mich das auch nicht, eher amüsiert. Ich wollte nur mal zum Ausdruck bringen, was einem so alles widerfährt beim laufen:-)

  3. Schräge Figuren gibt es da bei euch im hohen Norden … 😉

    Herzlichen Glückwunsch zum „Schiff zersägen“. Ich habe auch immer meine Freude daran, mich mit den Moselkähnen zu messen. Gegen die neuen Motorschiffe habe ich keine Chance. Aber die älteren Pötte hänge sogar ich ab! 8)

    LG,
    Anne

  4. Flußabwärts ist es ungewöhnlich, das ich bei normalen Lauftempo mithalten kann. Wenn die Schiffe flussaufwärts fahren gelingt mir das schon mal öfter, da „asten“ die Schiffe dann ja gegen die Strömung an.

  5. …Typen gibts!
    Naja, außer Karotten läßt sich ja eigentlich kaum ein anderes Gemüse roh verzehren. Nach drei Wochen Möhren ist es dann auch nicht verwunderlich wenn man eine andere Farbe angenommen hat. Oder?

    Grüße vom -timekiller-

    • Neben der orangenen Farbe hätte der Verzehr von Karotten allerdings auch noch den Vorteil, dass man angeblich sieben Jahre später gut kucken können soll. Aber irgendwie wäre mir diese Ernährung dann trotzdem zu einseitig…

  6. Besserwisser die dir Tipps beim Laufen geben! So was liebe ich. 😉
    Was die „Grußfaulheit“ einiger Sportskollegen betrifft lässt sich gründlich diskutieren. Stinkstiefel gibt´s halt überall!
    Rohes Gemüse?? Wenn´s ihm hilft.
    Gräme dich nicht. Im Notfall bleibt Dir echt noch immer das Schiff! 😉

  7. Och, über Grußfaulheit lohnt es sich nicht zu diskutieren. Wer nicht will der hat. Das gleich sämtliche Läuferbegegnungen eines Laufes nicht grüßen ist schon die Ausnahme.

    Jaaa! Das Schiff, netter Wettlauf war das. Nur gut das es kein Motorsportboot war;-)

  8. Pingback: Streckenposten | ultra ist gut

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