Herbst – Deine verschiedenen Gesichter

Gerade mal eineinhalb Wochen ist es her, wo der Herbst noch mit großer sommerlicher Wärme überraschte. Zwischenzeitlich hat er nahezu alle Register seines Könnens gezeigt.

Ein erster kuzer Sturm brachte ganz bei mir in der Nähe eine mächtige 150-jährige Eiche zu Fall, die mit noch voller Krone im regendurchweichten Boden den Böen nicht trotzen konnte. Es hat viel geregnet in den letzten Tagen.

Die Bornhorster Wiesen, im Sommer Grün- und Weideland, beginnen sich wieder langsam in eine Seenlandschaft zu verwandeln. Bis ins Frühjahr werden sie wieder abertausenden von Vögeln Rückzugsgebiet sein.

Ein erster zarter Frost frühmorgens überraschte Anfang der Woche, während es sonst überwiegend mild aber halt sehr naß gewesen ist.

Heute wiederum strahlender Sonnenschein. So beendete ich heute meinen Dienst, in dem ich direkt vom Büro aus mit dem Fahrrad zu einer kurzen Tour aufgebrochen bin, um die Sonne zu geniessen, nocheinmal die Hosenbeine beim Radeln hochzukrempeln, den Blick über das weite Land schweifen zu lassen, sich das Gesicht von den Sonnenstrahlen wärmen zu lassen und in der viel zu warmen Jacke mächtig zu schwitzen.

Über Tag hatte ich einmal am Computer die Sonnenaufgangs- und untergangszeiten für Oldenburg nachgeschaut, ungefähr sieben Stunden fehlen uns nun schon zum längsten Tag des Jahres. Somit nähern wir uns immer mehr der Zeit um es sich bei Kerzenschein, heißen dampfenden Tee und einem guten Buch (oder doch eher am Computer 😉 ) gemütlich zu machen. Natürlich aber erst nachdem wir unsere Laufrunde absolviert haben!

Und wieder kam mir ein Lied in den Sinn, das so wunderbar die Herbststimmung wiedergibt. Es ist auch wieder ein plattdeutsches Stück. Ich verzichte diesmal auf die Übersetzung und hoffe das es jeder versteht. Wenn nicht, leiste ich allerdings gerne Übersetzungshilfe.

Etwas Geduld, der Titel startet erst nach zehn Sekunden.

Macht es Euch gemütlich 🙂

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8 Kommentare zu “Herbst – Deine verschiedenen Gesichter

  1. Ach ja, hier sitze ich und lausche Knut Kiesewetter, recht gut verständlich für einen, der ganz woanders herkommt – Recht hat er, der Knut.

    Und du hast genau beobachtet, was in deiner nahe liegenden Natur in diesen Tagen passiert, und ich finde es richtig schön, eine wundervolle Jahreszeit, besonders jetzt, wo die Sonne scheint – wie bei uns, auch wenn es morgens nur 0,9 Grad kalt ist.

    Danke für diese Worte, lieber Volker ! 8)

  2. Wir hatten leichten Frost heute morgen, aber Windstille, So war die Fahrradfahrt zur Arbeit heute um 6.30 Uhr ein Genuss in herrlich klarer Luft.

    Gesungenes Plattdeutsch ist ja eh noch schwerer zu verstehen als gesprochenes. Freut mich, dass Du dem Text folgen konntest 🙂
    Ich komme immer mehr zur Erkenntnis, dass der Herbst fast noch schöner ist als der Frühling. Zumindestens ein Unentschieden.
    Ich bin ein Freund der sogenannten Übergangsjahreszeiten.

    Lieben Gruß an die Ostsee, an Euch zwei Beide
    Volker

  3. Aaaach, der Knut … er zaubert mich direkt „nach Hause“ in die karge norddeutsche Herbstlandschaft … ich könnte glatt Heimweh bekommen. Einfach wunderschön!
    Genau wie der Tag heute: In der Frühe knackig kalt mit Raureif, aber schon strahlender Sonne um kurz nach Acht. Leuchtend gelbe, braune und rote Blätter, blauer Himmel, das Ganze am Abend gekrönt durch einen Sonnenuntergang, der mich mit offenem Mund vor der Uni stehen und in den rot marmorierten Himmel staunen ließ. Whow! 8) Ich bin Herbstfan, erwähnte ich das schon? 😉

    Liebe Grüße
    Anne

    • Heimweh möchte ich ja keines auslösen, weil Heimweh im schlimmsten Fall sogar krank machen kann. Aber ich denke so schlimm wird es bei Dir wohl nicht sein.

      Ja, die leuchtenden Farben des Herbstes und dazu sein typischer Geruch, über allem die Himmelsfarben. Wer da nicht zum Herbstfan wird, versteht es nicht die Natur zu geniessen.

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,
    der Knut weckt immer ein etwas unangenehmes Gefühl in mir, muss wohl an der Kindheit liegen, deshalb äußer ich mich mal nicht dazu 😉
    Der Herbst ist fast so schön wie der Winter, ich mag die herrlichen Erdfarben, die er über die starke Sommernatur malt und v.a. hier in den Wäldern und Weinbergen ist jeden Tag ein neuer schöner Eindruck zu gewinnen, wie schön der Wandel der Jahreszeiten sein kann. Im Herbst vollzieht sich der Wandel auch meist etwas langsamer, der Frühling „ploppt“ einfach so raus, zack ist er da, allerdings kann man sich dann wenigstens die Klamotten vom Leib reissen, hat auch was 😉

    Salut und genieß das Wochenende bei Bodenfrost

  5. Lieber Christian,

    ein Kindheitstrauma durch Knut Kiesewetter? Gibt es da etwas aufzuarbeiten? 😉 Ich ziehe den Herbst dem Winter vor, der hier im Norden meist nur trüb und grau und eher selten frostig und sonnig ist. So, die Klamotten vom Leib reissen hat was? Da äußer ich mich jetzt mal nicht zu. 😉 Also ich gehe jetzt noch in kurzen Hosen Brötchen holen, schließlich scheint hier die Sonne vom strahlend blauen Himmel.

    Den Morgenfrost habe ich heute verschlafen!
    Dir auch ein wunderbares goldenes Oktoberwochenende

    Moin moin
    Volker

  6. Die älteste Eiche in Deutschland soll 1500 Jahre alt sein, hab ich gerade gegoogelt. Naja, egal. Ob 150 oder 1500. Auf jeden Fall älter als ich 😉

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