Die Freiheit nehm ich mir…

bzw. nahm ich mir und habe heute mein Überstundenkonto etwas entlastet und meine Mittagspause gnadenlos für einen Lauf bei Tageslicht überzogen. Hell war es auch, so halbwegs wenigstens, und neblig.  Die Klamottenfrage ist zur Zeit in aller Munde. Angesichts des feuchten Nebels bei Temperaturen knapp unter Null hieß es für mich heute erstmals lange Tight, dazu Kurzarmunterhemd, Langarmlaufshirt, Softshelllaufjacke, Mütze und auch erstmals Handschuhe.

So brach ich auf ins weiße Nichts. Um die 100 m weit konnte man gucken, in der flachen Landschaft verlor man sich auf den langen geraden Strecken. Mein Garmin gab mir durch die Entfernungsangaben etwas Orientierung auf der mir sonst so vertrauten Strecke.

Fazinierend die Stille, die mich im Nebel umgab. Befremdlich die Straße, die ich nur hören aber nicht sehen konnte, als ich auf sie zulief. Ein Genuss die Einsamkeit, auf gut acht Kilometern nur ein einsamer Spaziergänger mit…. Sonnenbrille! Hmmmm, nun ja, er wird wohl seine Gründe gehabt haben.

Unheimlich die frostige Landschaft, die Anwesenheit und das Krächzen von Krähen (Raben? Dohlen? keine Ahnung!)

So hat ein Lauf im Nebel seine ganz eigene Faszination. Das schöne ist, das ich die Natur schon wieder geniessen kann ohne ausschließlich in meinen Fuß hinein zuhorchen. So langsam kehrt das Selbstvertrauen zurück, wenn auch es noch nicht wieder vollständig hergestellt ist. In Prozenten ausgedrückt würde ich sagen, der Fuß ist zwischen 90 un 95 % wieder in Ordnung. Vorsicht bleibt deshalb geboten und so werde weiter ich ganz sutsche an der Rückkehr zu alten Laufgewohnheiten arbeiten.

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8 Kommentare zu “Die Freiheit nehm ich mir…

  1. Da sind wir schon zwei die das Laufen im Nebel, in dem „Nichtsehen“ genießen. Wie doch die anderen Sinne dabei geschärft werden!
    Irgendwie ist es doch als ob Christo die Natur verhüllt, nur um sie nachher wieder deutlicher wahrnehmen zu können.

    • Ja, so einen Nebellauf hat man in dieser Intensität nicht so häufig. Schon faszinierend wie die anderen Sinne einspringen, wenn das Auge nicht mehr weiterkommt. Der Lauf war wirklich ein Genuss.

      Die Natur verhüllt allerdings nicht nur, sie benutzt auch Weichzeichner, das hat sie Christo voraus. Ich freu mich aber auch schon, wieder alles deutlicher wahrnehmen zu dürfen.

      Danke für Deinen Besuch auf meinem Blog 🙂

  2. Das liest sich doch toll, lieber Volker – und sieht auch toll aus! Besonders die Rindviecher …

    Ich freu mich, dass es auch bei dir wieder läuft. Das mit den „zu 90-95% in Ordnung“ kommt mir bekannt vor. Entsprechend vorsichtig bin ich, immer hoffend, dass das alles gut gehen möge.

    Liebe Grüße
    Anne

  3. Die Rindviecher wirkten irgendwie bedröppelt. Ich glaube denen war kalt. Da bekommt der Begriff „Frischmilch“ doch eine ganz ander Bedeutung 😉

    Die Vorsicht und die Hoffnung eint uns. Drücken wir uns die Daumen, dass es weiter gut gehen möge!

    Liebe Grüße nochmal an die Mosel
    Volker

  4. Nee, Martin, da sind wir schon drei !! Faszination Nebel – am schönsten, wenn er durch die Sonne langsam vertrieben wird. Ach , lieber Volker, schön, dich auf der Piste wieder zu finden !

    Und was ist sutsche ❓

  5. Die Sonne hat es hier gestern nicht geschafft, der Nebel blieb den ganzen Tag. Ich freue mich auch sehr, habe aber immer noch leichtes Herzklopfen vor jedem Lauf.

    Etwas sutsche angegen heißt etwas sinnig angehen, oder sachte oder entspannt 🙂

    Lieben Gruß an die Ostsee

  6. Nebelläufe. Die zähle ich mit zu den schönsten überhaupt – das ist purer Genuß darin zu verschwinden, um zu laufen, laufen… Ich führe eine eigene Nebelstatistik, von daher kann ich sagen, daß ich noch nie so viele Nebelläufe absolvierte – wie in diesem Jahr. Genieße sie, lieber Volker.

    Besonders freut mich natürlich, daß Dein Fuß wieder fast in Ordnung ist. Die vollständige Genesung wird erfolgen und dann hoffe ich für Dich, daß die Gesundheit Dein steter Begleiter sein wird.

    Liebe Grüße

    Marcus

  7. So richtig im dichten Nebel war ich bislang noch garnicht gelaufen, vielleicht kann ich das Donnerstag noch mal wiederholen, dann laufe ich allerdings auch im Dunkeln, Das wäre dann aber wirklich unheimlich 🙂

    Eine eigene Nebelstatistik, damit könnte ich ja jetzt anfangen. Aber ich will es mal nicht übertreiben, so richtig füllen würde sie sich wohl nicht.

    Danke für Deine lieben Wünsche.
    Liebe Grüße
    Volker

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