Deichläufer

Diesen „Blogger“-Namen habe ich mir sinnigerweise gegeben, weil ich es hier in meinen heimatlichen Gefilden beim Laufen irgendwie fast immer mit Deichen zu tun habe. Obwohl ca. 60 km von der Küste entfernt sind auch im Oldenburger Umland Deiche allgegenwärtig. So laufe ich häufig vorm Deich, hinterm Deich und auf dem Deich. Manche Deiche sind flach, sogenannte Sommerdeiche, andere höher. Auf manchen Deichen laufen Wege und auf manchen nicht. Auf so einem Deich war ich heute ein Stück weit unterwegs. Dazu bin ich doch tatsächlich mal von meiner Standardtroute abgewichen. Dazu lief ich erstmal unter dem Hauptdeich. Gute 2,5 km schnurgerade aus.

Verlaufen kann man sich hier nicht

Am Ende des Weges bin ich dann Richtung Hunte abgebogen. Dort konnte ich dann ca. 1,4 km direkt auf der Deichkrone zurück auf meine normale Strecke laufen.

Rückweg

Im Hintergrund ganz weit weg die Huntebrücke

Idylle hinterm Deich

Auf dem Deich pfiff ganz schön der Wind, der immer noch nichts frühlingshaftes hat. Kurze Zeit bereute ich deshalb den Windbreaker nicht angehabt zu haben.

Vier Kilometer später als üblich trabte ich die 100 Stufen zur Huntebrücke hinauf. Verschaffte mir von oben einen Überblick, auf der Suche nach frischem Frühlingsgrün. Aber: Ein Satz mit X, das war wohl (noch) nix.

Immernoch farblos

18 km waren es heute, mit stark wechselndem Tempo zwischen um die 5.30 und 6:30, summa summarum 6:05. Alles gut, es fehlte nur einwenig Sonne. Aber die soll ja bald kommen 😎

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20 Kommentare zu “Deichläufer

  1. Das Grün kommt, ganz bestimmt. Und dann wird die Welt wieder bunter und schöner. Wir wissen das und freuen uns darauf!
    Nichts für ungut, aber angesichts dieser langen Geraden freue ich mich über die kurvigen Weinbergspfade bei uns an der Mosel.

    Liebe Grüße
    Rainer 😉

    • Es läßt sich ja schon blicken, das Grün. Es fällt nur leider im Gesamtbild noch nicht auf. Aber wenn erstmal das warme Wetter in den kommenden Tagen da ist, wird die Natur explodieren 😀

      Tja, für die langen Geraden muß man schon ganz schön kopffest sein *hüstel*

      *Seufz* Auf romantischen Weinbergspfaden würde ich auch gerne mal laufen.

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Schöne Bilder! Und was die Sonne betrifft: ich hörte, zum Wochenende soll es sogar hier im Norden warm und frühlingshaft werden. Drücken wir uns die Daumen dafür 🙂

  3. Ja, es sieht alles noch ein wenig trist aus, aber die Natur wird explodieren, das garantiere ich dir, spätestens zum Ende der Woche – ich glaube daran und warte ungeduldig darauf.

    Ich mag die langen Deiche, auch wenn sie lästig werden können, wenn man sehr lange Läufe macht, weil man nie das Ende sieht, es geht immer weiter und weiter.

    So bin ich am Nordostsee-Kanal 100 km immer nur geradeaus gelaufen, das ist hart, ich würde es nicht wieder machen wollen ! 😉

    • Ja, liebe Margitta, auch bei mir wird die Ungeduld größer. Hoffen wir auf das Wochenende.

      Im Prinzip stören mich die langen Geraden nicht, das wäre auch fatal, denn lieblich gewundene Laufpfade durch romantische Landschaften suche ich hier a nun leider vergebens.

      100 km geradeaus stelle ich mir durchaus auch grenzwertig vor. Sowohl das Geradeaus als auch die 100 km 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Ich bin und bleibe wohl ein Bergkind. Meine Bewunderung für diese Geradeausläufe, denn ich hätte bestimmt das Gefühl gar nicht vom Fleck zu kommen. Und dann noch Wind dazu? Ohje, das ist nur was für robuste „Nordlichter“. 😉 Ich lobe mir da meine verschlungene Iller sammt Radler und Hunde 😀
    Im Moment freut sich Mensch und Tier auf den Frühling und er scheint zu kommen, denn die Meisen vor meinem Fenster singen nicht nur 😉

    LG Elke

    • Wer kann es Dir verdenken, liebe Elke, Du bist dort aufgewachsen. Für Dich sind die Berge Heimat wie für mich das flache Land.

      Hmm, robuste Nordlichter brauchen dafür keine Steigungen erklimmen, so hat jedes Laufrevier so seine Besonderheiten 😉

      Der Frühling in aller Munde, hoffentlich kommt er wirklich zum Wochenende.

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Ich bin auch kein Freund von diesen langen Geraden.
    Wir haben hier eine sehr beliebte Läuferstrecke den „Kreuzweg“ – der geht 2,5 KM schnurgerade – dann eine 90 Grad Kurve und wieder 2,5 KM bis zum Endpunkt. Hin und zurück gelaufen kommt man dann ja pratischerweise auf genau 10KM.
    Die Strecke liegt direkt vor meiner Haustür – Zum Startpunkt sind es vielleicht 2KM.
    Aber gelaufen bin ich da nur einmal – das ist mir irgendwie zu eintönig.

    • Die langen Geraden sind in gewisserweise eintönig, andererseits aber auch wieder nicht, weil der Blick weit schweifen und die Gedanken fliessen können.

      Mich stört zur warmen Jahreszeit eher, wenn der Deich den Wind abhält und man kilometerlang in der Windstille schmort. Ja, als Läufer hat man es schon nicht leicht 🙂

  6. Singen denn die Lerchen über der braunen Ebene? Das fand ich immer so schön, wenn man bei fast noch winterlicher Stimmung am Deich spaziert, und irgendwo aus dem Himmel zwitschert’s und singt’s mit Macht! Man sieht den Vogel ja fast nie, hört nur die Stimme. Schei… kalt, eisiger Wind, alles braun – aber die Lerche singt, der Frühling wird kommen.

    • Hallo Ulrike, willkommen auf meinem Blog.

      Nein, von der Lerche war leider überhaupt nichts zu hören. Allerdings ist sie mir zu dieser Jahreszeit noch nie aufgefallen. Ich verbinde ihren Gesang immer mit Sommer 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

      • Komisch, in Butjadingen oder auf Harriersand habe ich sie im März immer gehört. Bin übrigens in Brake aufgewachsen, das kennste sicher.

      • Dann hast Du schonmal bei mir kommentiert, das mit Brake kommt mir so bekannt vor. Hast Du dort nicht nochmal einen Lauf mitgemacht? Heute habe ich sie gehört! Und das obwohl Massen von Graugänsen gegenan geschnattert haben 🙂

  7. So geradeaus durchs grüne „Nichts“, das würde mir auch schwer fallen – in dieser Marsch- und Wiesenlandschaft stehen ja kaum Bäume und Sträucher. Aber irgendwie hat die Vorstellung auch was Heroisches: Ein Läufer allein und ungeschützt im Kampf mit den Elementen! Außerdem sind bestimmt bald die schwarzweisen muhenden oder die grauen blökenden Tupfen wieder da, dann sind die Weiden gleich viel bunter!

    Liebe Grüße
    Anne

    • Ach, wenn das „Nichts“ wenigstens richtig grün wäre 😉

      Was Heroisches? So habe ich das noch garnicht gesehen. Hm, die Vorstellung gefällt mir 😀

      Die ersten Wollknäuel sind schon auf dem Deich. Die Schwarzbunten sind ja leider nicht mehr so häufig auf den Wiesen. Die heutigen Hochleistungskühe werden ja fast nur noch im Stall gehalten 😦

      Heute scheint hier endlich mal wieder die Sonne durchzukommen,

      Liebe Grüße an die Mosel. Dir ist ja in den kommenden Tagen perfektes Urlaubswetter vorgesagt 🙂

      Volker

  8. Rein landschaftlich gar nicht sooo schlecht. Jedenfalls wenn man mal Nachdenken muss und wenig Ablenkung braucht! 😉
    Störend finde ich ein wenig die Windanfälligkeit. Die bräuchte ich nicht unbedingt.
    Dafür ist das Meer in der Nähe. Das wäre natürlich ein Segen für meine geplagten Bronchien.
    Aber man kann nicht alles haben! 😉

    Gruß Gerd
    PS: Kann es sein das Du keinen Feed hast?? Oder habe ich den einfach nicht?
    Irgendwie fehlst Du immer in meiner Blogroll!

    • Na, da bist Du der erste der dies landschaftlich garnicht so schlecht findet 😉 Nachdenken will ich eigentlich garnicht immer so viel. Auf Abwechselung legt mein stumpfes Gemüt offensichtlich nicht so viel wert 😉

      Was den Vorteil für Deine Bronchien anbelangt, da mußt Du doch noch dichter an die Küste, der positive Effekt stellt sich hier leider noch nicht so ein. Und an den Tagen, wo die Landwirte auf den ausgedehnten Feldern und Wiesen ihre Gülle ausbringen, bleibt sogar mir die Luft weg 😦

      Puh, frag mich, ob ich einen Feed habe. Kann Dir nur sagen, dass ich im Blogroll von Eddy auftauche.

      Gruß Volker

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