Moin Moin!

Dreieinhalb Wochen Schweigen auf diesem Blog müssen reichen. Da die Pause auch den für mich gewünschten Effekt hatte, halte ich es nicht mehr länger aus.

So lege ich einfach mal los mit meinem heutigen Lauf. Lauf zwei nach dem ich mir meine Knie und die Achillessehne im linken Fuß bei meiner dreitägigen Fahrradtour lädiert hatte.

Gelöst, entspannt und guter Laune wie schon ewig nicht mehr bin ich heute gestartet. Dazu Prachtwetter: Teils sonnig, teils wolkig, klare kalte Luft, frischer Wind, sprich norddeutsches Bilderbuchwetter. Die Luft sogar so klar, das man die Strommasten sehen konnte, die in 20 km Entfernung die Weser überspannen.

Der Schäfer hatte ein Einsehen und hat angesichts der diesjährigen fiesen Schafskälte die Schafe noch nicht geschoren.

Ideale Bedingungen für die neuen Windräder, die seit dem Winter meinen Weitblick stören.

Reichlich Schiffsverkehr heute auf der Hunte.

Die links ins Bild fahrrende „Fahrwohl“ begleitete mich auf ca. vier Kilometern Strecke in exakt meinem Lauftempo.

Teilweise sind die Wiesen noch ein einziger Blütenteppich in prächtigen Gelb.

Nach einer gefühlten Ewigkeit bin ich so heute mal wieder meine Lieblingsrunde gelaufen. 14 km im 6:12er Tempo. Herrlich war es und ich weiß, was ich vermisst habe. Nicht nur das Laufen, auch das Bloggen.

Ein kurzen Rückblick möche ich noch auf die Fahrradtour in Richtung Harz geben. Schließlich war die Schuld daran, das ich wieder mal eine längere Laufpause machen mußte.

Am ersten Tag hatte es nahezu nur geregnet, es war eiskalt, so dass ich sogar Handschuhe getragen habe. Irrsinnig viel Gepäck mußte ich wegen des Wetters mitschleppen, da ich für jede Wetterlage was zum Anziehen brauchte, und so war der Anhänger viel voller als geplant.

Am zweiten Tage schauerte es nur noch dreimal, dafür bremste mich Sturm mächtig ein. Deshalb war ich am Ende des Tages nach 100 km fertig mit Jack und Büx.

Bild 1: Weserradweg, Bild 2: kleine Weserfähre, Bild 3: Steinhuder Meer, Bild 4: Pension Helene in Bad Nenndorf, mit 22 Zimmern und ich war der einzige Übernachtungsgast 🙂

Am dritten Tag erreichte ich Bad Gandersheim, wo ich vor siebeneinhalb Jahren während einer Kur mit dem Laufen begann. Auf dem Bild die Roswitha-Klinik, in der ich damals gewesen bin.

Den vierten Tag habe ich mir gespart, da Knie und Achillessehne im linken Fuß nicht mehr wollten. Darüberhinaus hätte ich die langen Steigungen im Harz mit dem viel zu bepackten Anhänger auch nicht mehr geschafft hätte. So ließ ich mich die letzte Etappe von Jens chauffieren, das Fahrrad auf dem Träger, der Anhänger im Kofferraum. Bei Bilderbuchwetter verbrachten wir dann gemeinsam ein wunderschönes Wochenende in Braunlage.

Den Brocken haben wir dann auch noch erklommen.

Der Bob Yak, also der Anhänger, hat sich bewährt. Beim normalen Radler merkt man ihn überhaupt nicht. An den langen Steigungen wurde er schon zum Bremsschuh, allerdings war er auch wirklich voll beladen. Bergab wurde er ab ca. 40km/h etwas unruhig. Auch das ist sicher dem Gewicht geschuldet.

Ich werde so ein Tour sicher wiederholen, mit etwas kürzeren Tagesetappen, besserem Wetter 😉 und etwas weniger Gepäck. Und mit einem Navi für Radler!, weil die Radwege teilweise grottig schlecht ausgeschildert sind.

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20 Kommentare zu “Moin Moin!

    • Hallo Heimo!

      Du hast mich vermisst? Das macht mich ja ganz verlegen 😳

      Es waren 264 km, 88, 100, 76 im Einzelnen.

      Grüße nach München
      Volker

  1. Da isser ja wieder 🙂

    Laufen macht mehr Spaß als Rad fahren. Die Bestätigung hast Du nun. Ich hoffe, Knie und Achillessehne sind nicht zu sehr lädiert. Deine Zeilen lesen sich jedenfalls so wie in vergangenen Tagen. Schön! Es geht aufwärts, wenn auch nicht mit Rad und schwerem Anhänger.

    Liebe Grüße
    Rainer 😀

    • Jo, da bin ich wieder 🙂

      In der Tat laufe ich lieber. Radfahren als Sport wäre definitiv nichts für mich. Was beim Laufen reizvoll ist, ist beim Radeln tödlich: Wind.

      Aber so eine Radtour ist trotzdem mal eine schöne Abwechselung.

      Es geht wieder aufwärts, länger hätte ich das auch nicht mehr ertragen. Den Anhänger werde ich nie wieder so vollpacken, das meiste habe ich eh nicht gebraucht. 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Ich freu mich! Schön, dass Du wieder bloggst! 😀

    Was hast Du denn alles eingepackt? 😀 Ich hatte nur zwei Aldi-Gepäcktaschen dabei, die vollkommen ausreichten und sogar noch soviel Luft war, dass ich noch ein paar Mitbringsel einkaufen konnte.
    Schade dass Du Knieprobleme bekommen hast, denn eigentlich ist Radfahren ja wesentlich schonender als Laufen. Bist Du sicher, dass Dein Fahrrad richtig auf Dich eingestellt ist? Knie in waagrechter Position auf Pedalhöhe usw.? Das könnte evtl. der Grund für Knieprobleme sein.
    Hoffentlich hat Dir das Radeln trotzdem Spaß gemacht? Ich fand meine Radtour auf jedenfall klasse (von meinem kapitalen Sturz mal abgesehen) und träume schon von weiteren Touren, was bei meiner besseren Hälfte tiefe Sorgenfalten hervorruft.

    Das Problem mit der Beschilderung kenne ich leider auch. Zum Glück hatten wir eine gute Karte dabei und die Einheimischen waren sogar ungewöhnlich freundlich und gaben uns Tipps.
    Wie lang waren denn Deine Tagesetappen? Wir hatten immer 90-100 km und das ging wirklich gut.

    Liebe Grüße Elke

    • Danke liebe Elke, schön auch gleich wieder von Dir zu lesen, das freut mich sehr.

      Die Fahrradeinstellung ist korrekt, in der Hauptsache wird mir wohl das Geaste gegen den Sturm auf die Knie gegangen sein, anschließend dann noch die Steigungen, das war dann wohl zu viel für mich Flachlandtiroler. Man kann halt einfach nichts mehr ab 😦

      Ich hatte viel zu viel Gepäck, das passiert mir nicht nochmal. Obwohl das Wetter wirklich nicht einzuschätzen war.

      Doch das Radeln hat natürlich auch Spaß gemacht. Ich werde auch künftig solche Touren machen. Allerdings würde ich das nächste Mal doch lieber in Begleitung radeln, das ist doch kurzweiliger.

      Ich habe auch nur positive Erfahrungen mit den Einheimischen gemacht. Die waren alle nett und auskunftswillig.

      Meine Etappen waren ähnlich lang. Allerdings würde ich die das nächste Mal gerne etwas verkürzen um mehr Zeit für spontanes Sightseeing zu haben.

      Du bist gestürzt? Hoffentlich ist Dir nichts passiert. Was macht Dein Knie, was macht das Laufen?

      Liebe Grüße
      Volker

      • Kennst Du Forrest Gump und seinen Spruch: „Meine Ma hat immer gesagt, dumm ist der, der dummes tut?“ Das passt genau auf mich, denn ich habe recht flott unterwegs (gute 25 km/h) auf dem Radweg spazieren gekuckt und einen Poller übersehen.;-) Passiert ist das übliche halt, Abschürfungen, Prellungen und eine anständige Aduktorenzerrung. Aber es hat mich nicht vom Radfahren abgehalten 😉

        Achja und mein Knie bleibt leider auch spannend. Das MRT meinte ich hätte in meinem Alter „normale“ Abnutzungserscheinungen. Allerdings steht meine Patella wohl nicht ganz so wie sie sollte und daher gibt es einen weißen Fleck, der wohl eine Entzündung ist und diese schmerzt.
        Jetzt gibt es nochmal Krankengymnastik, diesmal allerdings an den Geräten und ich schlucke so Enzymkapseln. Der Arzt rät vom Laufen ab, meint aber wenn ich denn unbedingt will, dann nur mit der Manschette (die ist doof!) und ganz wenig und ganz langsam.
        Ich gebe zu, ich bin hin und hergerissen. Einerseits macht mir das Laufen sehr viel Spaß und ich vermisse es sehr, andererseits hatte ich nun plötzlich auch Schmerzen beim Skifahren und beim Motorradfahren. So was kannte ich bis jetzt überhaupt nicht und ich möchte mir nicht wegen der Lauferei dieses wohl etwas schiefe Knie nicht ganz versauen. Ich warte also erstmal ab, fahre dafür sehr viel Rad und sobald mein rechter Aduktor nicht mehr Aua sagt, gehe wieder walken. Mal sehen was der neue Physiotherapeut meint.

        Soviel neues zu mir und ich bin schon sehr neidisch wenn ich Eure Laufberichte lese.

        Ich hoffe Dir geht es auch sonst wieder besser! 🙂

        Liebe Grüße Elke

      • Auweia, 25 km/h sind für eine Bruchlandung mit dem Fahrrad nicht gerade wenig, da hast insgesamt wirklich nochmal Glück gehabt.

        Das mit Deinem Knie tut mir leid. Wobei was sind denn bei einem Küken wie Dir normale Abnutzungserscheinungen? Leider kann ich Dir da auch keinen schlauen Tip geben. Hör Dir erstmal an was der neue Physiotherapeut sagt. Du mußt auch erstmal schmerzfrei werden, sonst hat das Laufen eh keinen Zweck und es bleibt immer ein ungutes Gefühl. Ich kann Dir nur die Daumen drücken, das es bald besser wird.

        Insgesamt geht es mir besser, trete am 18.06. eine andere Stelle an und hoffe, dass damit endlich wieder normale Zeiten anbrechen.

        Liebe Grüße
        Volker

    • Danke Daniel! Es wurde auch Zeit, bin froh wieder da zu sein 🙂

      Liebe Grüße in die Schweiz
      Volker

  3. Fein, dass du wieder da bist, lieber Volker! Schöne Bilder hast du mitgebracht – ich hoffe, in dir sieht es wieder ähnlich licht aus!
    Liebe Grüße
    Anne

    • Danke, liebe Anne. Es besteht die berechtigte Hoffnung, das der Tunnel so gut wie durchschritten ist 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Hallo Volker,

    auch von mir ein „schön, wieder von dir zu lesen“.
    Ich bin schon seit einiger Zeit „stille Mitleserin“ in deinem Blog und freu mich, dass dir die Regenerationspause gut getan hat!

    Lg Doris

    • Hallo Doris!

      Ganz lieben Dank und ich heiße Dich hiermit ganz offiziell herzlich willkommen auf meinem Blog. Schön, dass Du Dich zu einem Kommentar entschlossen hast. Ich werde heute mal auf Deinem Blog einwenig stöbern.

      Lieben Gruß
      Volker

    • Ja, ich glaube, der will sich künftig von seinem Zivi in so einem Ding ziehen lassen 😉

      Aber er hat nur geguckt, nicht angefasst 😉

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