Laufen mal „andersrum“

Diesen Kalauer kann ich mir angesichts des heutigen Citylaufs der besonderen Art nicht verkneifen. Heute war CSD in Oldenburg. Für alle Nichteingeweihten: Christopher Street Day. So zog heute wieder der Demonstrationszug durch die Straßen Oldenburgs. Statt im Laufschritt ging es allerdings im Stop and Go per Pedes durch die Stadt. Viele tausend Menschen nahmen an dem mehrere hundert Meter langen Demonstrationszug teil und noch viel mehr sahen sich ihn als Zuschauer am Straßenrand an.

Der CSD in Oldenburg hat für mich eine besondere Bedeutung, deshalb habe ich ihn auch schon vier Jahre mitorganisiert. In den vergangenen Jahren fehlte mir, auch aufgrund meiner ausgedehnten Lauferei, die Zeit. Allerdings stelle ich mich am CSD-Tag selber immer noch als Ordner zur Verfügung.

Inzwischen schon nahezu traditionell führt unser Oberbürgermeister die Demonstration an, die zum Teil auch durch die Fußgängerzone führt und nach gut zwei Stunden am  frühen Nachmittag auf dem Schloßplatz endet.

Auf dem Schloßplatz findet vor der eindrucksvollen Kulisse des Oldenburger Schlosses dann noch bis 21 Uhr ein Kulturfest statt. Wer dann immer noch nicht müde ist, kann anschließend auf der „Night of the Pride“ noch bis in die Morgenstunden feiern.

Was das Organisationsteam in ausschließlich ehrenamtlicher Arbeit in einem Dreivierteljahr so gut wie ohne Sponsoring auf die Beine stellt, ist enorm. Der Oldenburger CSD, genauer gesagt der CSD Nordwest, ist im Verhältnis zur Einwohnerzahl mit regelmäßigen Teilnehmerzahlen zwischen 10.000 und 20.000 Menschen sehr groß.

Der CSD ist neben Demonstration für die Rechte von uns Homosexuellen auch der Tag an dem wir uns selber feiern. So köpften wir auf dem Kulturfest zu viert neun Flaschen Sekt 😯

Während mein Schatz noch zur „Night of the Pride“ aufgebrochen ist, schreibe ich diese Zeilen trotz des üppigen Sektkonsums und großer Müdigkeit hoffentlich noch einigermaßen fehlerfrei, um noch runterzufahren 😉

Ich bin stolz auf diese Veranstaltung und hoffe, dass ich mich für den CSD Nordwest 2013 wieder mehr in die Organisation einbringen kann.

Kilometermäßig war zwar das heutige Laufpensum nicht allzu umfangreich, aber das Tempo ist schon anstrengend 😉

* Die Bilder habe ich heute mit dem Handy gemacht, deshalb ist die Qualität nicht so die beste*

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10 Kommentare zu “Laufen mal „andersrum“

  1. Tja, langsam laufen kann anstrengender sein als richtige Rennerei. Und dass Sekt – im Gegensatz zu Erdinger alkfrei – nicht das optimale Sportgetränk ist, wirst du vermutlich heute merken. 😆

    Klasse, dass der CSD in OL auf so große Resonanz stößt! In Trier ist er leider komplett verregnet! 😦

    LG,
    Anne

    • Das finde ich schade für den Trierer CSD 😦 In Oldenburg hat es nur auf dem Kulturfest mehrere teilweise auch kräftige Schauer gegeben, Aber damit lies es sich so gerade eben noch mit leben.

      Sekt ist als Sportgetränk in der Tat nicht die erste Wahl. Aber ich merke heute davon nichts, obwohl die neun Flaschen teilweise auch noch unterschiedliche Marken waren. Man ist halt kampferprobt 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Super Bericht (und ich hab keinen einzigen Tippfehler gefunden 😉 )!
    Ich finde es immer bewundernswert, was Menschen mit Engagement, Ausdauer und dem richtigen Maß an Hartnäckigkeit auf die Beine stellen können. Und die tollen Teilnehmerzahlen sind dann der schönste Lohn dafür :).

    LG Doris

    • Danke Doris 🙂 Ich war trotz Sekt und Müdigkeit hochkonzentriert 😉

      Ausdauer und Hartnäckigkeit, das trifft es sehr gut. So wurde über viele Jahre schon einiges erreicht. Aber es gibt noch genügend Gründe weiterzumachen.

      Die Teilnehmerzahlen sind der schönste Lohn. Das kann man nicht schöner ausdrücken. In den Jahren, wo ich noch ganz aktiv mitorganisiert habe, stand ich mit dem Orga-Team immer kurz auf der Bühne auf dem Schloßplatz um kurz zu zeigen, wer die Veranstaltung auf die Beine gestellt hat. Dann über tausende Köpfe zu schauen und Applaus zu ernten, das machte jedes Mal Gänsehaut.

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Im Bezug auf das Schreiben solltest Du vielleicht häufiger mal ne Flasche leeren. Hemingway hat das schließlich auch getan 😉 ….

    Eine beeindruckende Veranstaltung, wie mir scheint. Dass Du gut mit Katzen umgehen kannst weiß ich ja. Da wirst Du das mit dem Kater auch schaffen.

    Liebe Grüße aus dem heute wieder trockenen Trier

    Rainer 8)

    • Ich habe mich selbst gewundert, wie flüssig ich das noch hinbekommen habe 😀

      Kater? Ich doch nicht! Im Ernst es geht mir blendend heute morgen, etwas müde vielleicht noch 😉

      Liebe Grüße aus dem windigen und recht frischen, aber auch trockenen Oldenburg

      Volker

  4. Neun Flaschen Sekt – oweia – da man heute morgen noch nichts von dir lesen kann, hat er wohl doch seine Wirkung gehabt, aber man muss die Fest feiern, wie sie kommen – Prost.

    Gut dass es immer wieder Menschen gibt, die für ihre Rechte auf die Straße gehen, wie sonst würden wir weiterkommen. Bin stolz auf dich, lieber Volker – Prost !!

    • Ich bin heute um 10:20 Uhr aufgestanden, das ist für einen Sonntagmorgen nahezu rekordverdächtig früh, da ich am Wochenende zu den absoluten Längschläfern gehöre 🙂

      Unsere Übernachtungsgäste zum CSD haben noch kein Lebenszeichen von sich gegeben. Dabei ist der Frühstückstisch gedeckt und der Kaffeeduft dürfte sie bald wecken 🙂

      Ja, Margitta, leider gibt es heute in vielen Bereichen zu wenig Engagement. Ich bin stolz auf das schon erreichte und meinen kleinen Beitrag wie abertausende andere auch dazu beigetragen zu haben. Danke, liebe Margitta 😀

      Frische Grüße an die Ostsee
      Volker

  5. Ich finde es super, dass Du dich für die Sache so einsetzt und wie Du sagst: Leider tun das viel zu wenige, aber über etwas zu schimpfen geht immer sehr schnell.
    Nach soviel Sekt wäre ich allerdings eine gute Weile tot. 😀

    Und ich freue mich, dass Du so eine schöne Zeit mit Anne und Rainer hattest! Ich denke Trier ist wirklich ne tolle Gegend.

    Liebe Grüße Elke

    • Danke, Elke. Wie gesagt ich hoffe mich für die kommende Planungssaison wieder stärker engagieren zu können. Tja, schimpfen geht immer sehr schnell, selber mitarbeiten ist dann aber zu mühsam. Vorallem steht man dann ja selber in der Kritik. Das geht ja garnicht 😉

      Man muß sich mit dem Trinken nur ein paar Stunden Zeit lassen, dann geht das schon.
      Du merkst ja, ich lebe noch 😀

      Mit Anne und Rainer war es wirklich super. Die Gegend um Trier ist sicher eine der schönsten Regionen Deutschlands.

      Wenn wir uns kennenlernen wird das genauso super!

      Liebe Grüße
      Volker

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