Ohne Mampf kein Kampf

Dieser Spruch aus längst vergessen geglaubten Bundeswehrzeiten kommt mir bei meinem derzeitigen Essverhalten in den Sinn.

Nein, ich möchte hier ganz bestimmt keinen Kontrapunkt zu den beiden Artikeln von Margitta in Sachen Salat und Nachtisch setzen. Im Gegenteil, frische Salate und leckerer selbstgemachter Nachtisch sind jeweils für sich ein Hochgenuss.

Aber so richtig satt macht mich ein Salat nicht und deshalb gelüstet es mich regelmäßig nach etwas „Handfestem“. Es ist zwar nicht so, dass ein Schlachter von mir leben könnte und ganz ehrlich gesagt esse ich auch garnicht sooooo viel Fleisch. Aber ohne Schnitzel, Kotelett, Bratwurst, Frikadellen oder auch mal Hackepeter auf dem Brötchen komme ich einfach nicht klar. Pommes oder Bratkartoffeln dürfen diese Gerichte gerne vervollständigen. Auch Currywurst oder ein oder zweimal im Jahr ein Mc Donald-Menü sind durchaus etwas feines. Auf die Stulle für die Arbeit darf gerne mal Wurstaufschnitt oder Schinken.

Aber ich setze noch einen drauf: Produkte eines gewissen Süßwarenherstellers aus dem schönen Bonn sowie seines Mitbewerbers mit der Katze im Logo dürfen an einem entspannten Fernsehabend nicht fehlen. Und auch Cola kann so lecker sein!!!

Nun rutsche ich ja jeden Tag zwischen acht und neun Stunden mit dem Bürostuhl vor dem Schreibtisch hin und her, fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit und laufe noch so ganz nebenbei. Bei soviel körperlicher Aktivität bedarf es also auch einer entsprechenden Energiezufuhr.

Außerdem tröste ich mich über mein frevelhaftes Essverhalten damit hinweg, dass ich ja auch keine anderen Laster habe. Ich rauche nicht und trinke nur sehr selten mal Alkohol.

Auch das Argument, dass diese Ernäherung bessere Leistungen im (Lauf-)Sport verhindert, tue ich achselzuckend ab. Auch mit der ausgewogensten Ernährung würde ich beim Marathon  nicht mit den Gazellen vom schwarzen Kontinent oder irgendwelchen halbwegs ambitionierten Hobbyläufern mithalten können.

Allerdings geniesse ich auch etwas den genetischen Glücksfall auch bei übermäßiger Ernährung nicht unbedingt aus dem Anzug zu quellen. Das Laufen tut ein übriges und so kann ich es mir schlichtweg „leisten“.

So esse ich was mir schmeckt, ohne übermäßig unvernünftig zu sein. Halte es wie mit allem im Leben: Jedem das seine. Ich lege keinen missionarischen Eifer an den Tag. Habe Verständnis und auch Symphatie für Vegetarier, bedingt auch für Veganer.  Auch wenn ich manchmal den Verdacht habe, dass diese beiden Spezies meinem Essen das Essen wegessen 😉

Bevor ich jetzt wieder Hunger bekomme, komme ich noch kurz zu meinem heutigen Lauf.

Irgendwie kann ja Laufen bei so schwülem Wetter auch richtig g..l sein. In der muckeligen Wärme ist die ganze Muskulatur locker und so läuft es sich auch. Auch wenn ich heute vor lauter Schwitzen getropft habe wie ein Kieslaster. An der Hunte war es dann aber schon garnicht mehr so schlimm, dort wehte noch ein halbwegs erfrischendes Lüftchen.

Es boten sich die interessantesten Wolkenspiele, es blieb aber trocken. Unwetter und Gewitter machten um Oldenburg einen Bogen. Gut so. Außerdem bin ich mal wieder gaaanz vorsichtig und gaaanz langsam die Treppe zur Huntebrücke hochgejoggt. So langsam, dass mich jeder Opa überholt hätte, wenn es dort einen Treppenlift gäbe 😉 Ich pfeif auf die schnellen Opas, das Knie hat es verkraftet, alleine das zählt.

So lief ich die 14 km im 5:53iger Schnitt und für einen anschließenden Spaziergang mit dem Liebsten hat es auch noch gereicht.

Ein Blick auf die Uhr sagt mir gerade, dass das „Heute“ schon wieder „Gestern“ ist. So werde ich jetzt mal schlafen gehen. Und das ganz ohne Betthupferl 😉

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12 Kommentare zu “Ohne Mampf kein Kampf

  1. Ohne Mampf kein Kampf, das höre ich das erste Mal in meinem Leben !!

    Wie heißt es so schön, jeder ist seines Glückes Schmied ! Da du sowieso nichts auf den Knochen hast und es dir bekommt, hau rein !

    14 Kilometer und anschließend noch einen Spaziergang – das sind sehr gute Zeichen, dass dein Knie mithält und dein Körper zufrieden ist !!

    Genieße das Wochenende – im übrigen bei uns gab es Gewitter, aber es war maßvoll !! 😉

    • Ja, beim Bund hat man so seine Ausdrucksweisen 🙂

      Dem Knie geht es gut, der Körper ist zufrieden, ich bin es auch! 😀

      Ich werde das Wochenende geniessen, Jens hat morgen Geburtstag und wir feiern rein. Morgen haben wir dann noch die Familie zum Kaffee und Abendbrot. Paßt irgendwie zum Thema 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Passt doch alles. Ich halte es genauso wie Du.
    Bei mir ist es eher sogar so, dass ich Laufe damit ich genießen kann! 😉
    Lass uns Leben! Und zwar genauso wie wir es wollen!

    • Wie sagte mal eine liebe ehemalige Nachbarin? „Man hat ja sonst nichts vom Leben außer das bisschen Essen“ Man hat es ihr angesehen 😉

      Lass uns Leben, das ist es! Manchmal ist schon das schwer genug. Also geniessen wir, da wo es geht! 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Tja, die alten Haudegen von der Bundeswehr haben doch immer einen flotten Spruch parat! 😆

    Wenn ich das mal so sagen darf: Deine Ernährungs“sünden“ sieht man dir nicht an. „Gute Gene“ eben …! Wenn ich so dünn sein wollte wie du, müsste ich meine Ernährung so weit zurückfahren, dass ich chronisch hungrig und unzufrieden wäre. Und wenn ich meine Eltern so anschaue, die beide ihr Leben lang hart körperlich arbeiten, nicht übermäßig viel und fett essen, aber trotzdem eher stämmig sind, dann fürchte ich, dass aus mir niemals ein Strich in der der Landschaft wird.

    In diesem Sinne: Wir essen alles – außer Tofu (bäääh! 😉 )

    Liebe Grüße
    Anne

    • *Hüstel Haudegen beim Bund? Ich? Das war leider damals ein notwendiges Übel. Wohlgefühlt habe ich mich dort nicht.

      Ich habe da wirklich Glück, dafür muß ich andersrum auch aktzeptieren, dass ich nicht muskulös werde und wohl nie breite Schultern bekommen werde. Auch das muß man akzeptieren. Kann ich auch.

      Liebe Anne, solange wir uns annehmen können wie wir sind, wo eh nichts zu ändern ist, ist alles gut. Sonst würden wir uns selbst das Leben vergällen und dafür ist es zu kurz.

      Wir achten auf uns und werden niemals so aussehen, wie Margitta kürzlich die Strandurlauber beschrieben hat 😉 Das ist doch schon viel! 😀

      In diesem Sinne: Wir essen alles!

      Tofu? Igitt, bääh, würg 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Ich muss zugeben dass ich dieses Jahr mit der Hitze so meine Probleme habe. Letztes Jahr ging das echt besser. Aber diese Schwüle raubt einem die Luft zum atmen.

    • Ehrlich gesagt hatten wir dieses Jahr noch so gut wie keine Hitze und es waren auch die ersten schwülen Tage. So kann ich bislang da noch ganz gut mit leben.

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