Das ganze Repertoire in einem Lauf

Hunte, Deich, Moor, Bornhorster Seen, Bahndamm. Sonne, Schwüle, Wolken, Regen, Wind, Frische. Das alles bot sich mir heute.

Der adipöse, qualmende Gewohnheitstrinker vom Freitag war vergessen und wieder zum ganz normalen Volker geworden 🙂 Trotz Muskelkater in den Waden, die ich mir gestern im Fitnessstudio an einem neuen Gerät eingefangen habe. Bewußt ruhig ging ich den Lauf an und es lief von Anfang an gut und locker.

Das unstete Wetter sorgte für angenehme Leere auf den ansonsten sommerlich, wochendlich beliebten Wegen. Nach anfänglicher, sonniger Schwüle, sorgte ein kurzer Schauer mit auffrischenden Wind für angenehme Laufbedingungen.

Meine mentale Stärke konnte ich mal wieder auf der knapp drei Kilometer langen Geraden unterm Deich testen 😉

Teststrecke für mentale Stärke 🙂

Der Pfad durch das Moor war stark zugewuchert. Speziell Brombeeren bereiteten sich dort aus, so dass ich dort teilweise kurz gehen mußte, um mir nicht die komplett die Beine aufzureissen.

Fünfundzwanzig KM, im mit einem 6:09er Schnitt immer ähnlichen Tempo. Leicht und locker lief es über die gesamte Strecke und ein paar Kilometerchen mehr wären ohne Probleme möglich gewesen 🙂

Auf den letzten paar hundert Metern setzte wieder Regen ein. Schade, hätte ruhig schon etwas früher sein können.

Aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben 🙂

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25 Kommentare zu “Das ganze Repertoire in einem Lauf

  1. Leicht und locker über 25 km – Frankfurt, ich hör dich rufen! 😉 Wer seine mentale Härte auf so schnurgerader Strecke schult, den wird auch die Mainzer Landstraße nicht schrecken. :lol:_

    Liebe Grüße
    Anne

    • Ich glaub, ich liege zur Zeit ganz gut im Training 🙂 Hoffentlich geht es so weiter.

      Die Mainzer Landstr. unterscheidet sich sicher nur in einem von der Strecke unterm Deich: Ich werde dort wohl nicht so alleine unterwegs sein 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Welcome back! Dieser rauchende Biertrinker vom Freitag, war mir eh etwas unheimlich (einfach schwer vorzustellen, nach deinen Bildern 😉 ).
    Ein schöner Lauf, so locker mal 25 km und das trotz Wadenmuskelkater – du bist ja wirklich schon sehr gut vorbereitet. Eine Frage hätte ich aber noch – trägt die Kuh eine Fußfessel? Wenn ja, was hat sie denn angestellt?

    LG und einen guten Wochenstart, Doris

    • Ab und zu ein Bier, eher Weizen, trinke ich aber 😉

      Die modische Kuh von heute trägt sowas 😎 Eine Fußfessel ist das nicht, sondern irgendein Sender. Keine Ahnung was der moderne Landwirt von heute damit bezweckt.

      Dir ebenfalls einen guten Wochenstart

      Liebe Grüße
      Volker

      • Wenn ich da aufklären darf: Es handelt sich vermutlich um einen „Ernährungscomputer“. Der Kuh von heute wird automatisiert nur eine individuelle Menge Kraftfutter zugeteilt, die sie portionsweise in ihrem Futterstand im Stall abrufen kann. In der gelben Box ist m.W. Chip, der dem System mitteilt, um welches Tier es sich handelt. 🙂

      • Ein wenig hatte ich mir das schon gedacht. Wußte es aber nicht genau und wollte mich nicht mit irgendeiner Klugscheißerei hier blamieren 😉

        Danke für die Aufklärung, liebe Anne.

      • Da sag ich auch gleich noch danke Anne!
        Das muss ich mal meinen Nachbarskühen erzählen – mit Bild, sonst glauben die mir nicht! ;D
        LG Doris

  3. Ganz kurz hatte ich bei der Überschrift von Deinem letzten Post gedacht, Du wärst versumpft. 😉 Und ja das Gefühl kennt wohl jeder, egal ob beim Laufen oder auch beim Radfahren, wenn sich das „Fahrgestell“ zu weigern versucht. Es ist für mich immer wieder interessant andere Läufer zu beobachten, manche laufen wirklich total locker und fluffig, andere kämpfen im Schneckentempo und kommen irgendwie nicht vorwärts.
    25 km locker – meine absolute Hochachtung! 😀
    Zur Kuh: Ich finde es so schade, dass man den Kühen mittlerweile alle die Hörner wegäzt. Davon abgesehen, dass dies den Kälbern sehr weh tut, schauen die Tiere danach einfach doof aus.
    Liebe Grüße Elke

    • 25 km sollten so langsam auch schon gut drinsitzen. In ein paar Wochen „muß“ ich ja noch ein paar mehr schaffen 😉

      Stimmt, früher hatten Kühe mal Hörner. Das sich heute bietende Bild nimmt man schon so als selbstverständlich hin, dass man garnicht mehr drüber nachdenkt.
      Warum macht man das? Vielleicht weiß das auch die liebe Anne.

      Liebe Grüße
      Volker

      • Ja, die liebe Anne weiß das: Die Hörner werden weggeätzt, damit die Tiere sich damit nicht gegenseitig verletzen können. Früher wurde das nicht für nötig gehalten. Aber bei der jetzigen Haltungsform leben die Tiere in offenen Laufställen und konkurrieren da um das Futterangebot, da kommt es angeblich häufiger zu Auseinandersetzungen. Keine Ahnung, ob das sein muss – ich finde es auch nicht schön! 😦

      • P.S.: Clevere und skrupellose Kühe machen das mit dem Futterautomaten z.B. so: Sie schicken eine andere Kuh vor, die per Chiperfassung ihre Portion Kraftfutter erhält. Dann vertreiben sie die Konkurrentin mit Kopfstößen und machen sich über deren Futter her. 😆 So war es zumindest in den Anfängen der Automatenfütterung. Ich glaube, inzwischen hat man sich bauliche Maßnahmen einfallen lassen, mit denen man solche Tricks verhindert.

      • Danke nochmal für die fachlichen Informationen. So so clevere und skruperllose Kühe, typisch weiblich würde ich sagen :mrgreen: *in Deckung geh*

      • Hm, da gebe ich doch auch noch kurz meinen Senf dazu 🙂
        Grundsätzlich gebe ich Anne Recht, früher wurden die Kühe in Anbindeställen gehalten und durften dafür normalerweise tagsüber auf die Weide. Nur selten sah man zumindest bei uns Ställe, wo die Tiere immer im Stall waren und das Gras gemäht verfüttert wurde. Aber auch hier wurden schon Hörner weggeätzt, der Hauptgrund lag/liegt am gefahrenloseren Umgang für den Menschen mit den Tieren. Ich meine, dann müsste man auch den Hunden die Fangzähne ziehen, denn diese könnten mich ja ebenso beissen.
        Auch im Laufstall müsste man die Hörner nicht wegätzen, normalerweise ist die Hierachie in einer Kuhherde schon geordnet, man muss den schwächeren Tieren aber Rückzugsmöglichkeiten, sprich mehr Platz bieten. Und größere Ställe kosten mehr Geld.
        Bei uns im Süden wird eingehend diskutiert, wie schwerwiegend die Folgen des Hörnerwegätzens für die Kühe sind, da das Horn wohl eine direkte Nervenverbindung ins Gehirn hat. Es gibt bei uns extra Käse von Kühen mit Hörnern und auch die Biobetriebe verzichten bei uns auf den Eingriff. Ich persönlich finde das gut und bin auch bereit mehr dafür zu bezahlen. Eine Kuh wird übrigens eigentlich ca. 20 Jahre alt, die normale Hochleistungsmilchkuh landet meistens mit 5 Jahren beim Metzer. Das wäre so, als wenn man uns mit 20 Jahren „ausmustern“ würde! Huxley lässt grüssen 😉

        So genug völliges „Lauf-off-Topic“, sorry :-D.

        Liebe Grüße Elke

      • Ach liebe Elke,

        wo will man da anfangen und wo will man aufhören. Es gibt so viele Missstände, nicht nur in der Landwirtschaft. Bei uns sind z. B. immer die industriellen Geflügelmastbetriebe in der Kritik. Da kann nur jeder für sich selber gucken, ob er als Verbraucher über sein Kopfverhalten versucht Einfluß zu nehmen.

        Lauf-Off darf auch mal sein 🙂

        Liebe Grüße
        Volker

  4. Die Gerade unterm Deich wäre ja mal richtig was für mich……. nicht.

    Anscheinend muß ich an meiner mentalen Stärke noch arbeiten, denn solche Wege meide ich wie der Teufel das Weihwasser. Irgendwie gibt es nicht viel Demotivierenderes als so eine lange Gerade. Da hat man immer das Gefühl, gar nicht von der Stelle zu kommen.

    Aber zum Glück gibt es bei uns nicht so viele von solchen Wegen und dann sind die keine 3 Km lang.

    Lieben Gruß
    Carsten

    • Das hätte ich wissen sollen, dann wäre ja wohl klar gewesen, wo wir gemeinsam langgelaufen wären 😈

      Ich muß da nicht täglich laufen, aber so viel macht es mir nicht aus. Dauert ja nur eine gute Viertelstunde, dann ist man da auch schon durch 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  5. auf solchen langen geraden verrecke ich, dass halt ich kaum aus. andererseits kann man so auch mal lässig dahintraben und den gedanken freien lauf lassen. im winter wirds halt ekelhaft sein, wenn dir da der kalte wird ins gesicht bläst.

    • Naja, so schlimm ist es nicht. Lässig dahintraben und den Gedanken freien Lauf lassen, das ist genau das richtige für so eine Strecke. Kalter Wind im Winter ist nicht so schlimm wie brütende Hitze im Sommer, wenn der Deich den Wind abhält.

  6. Das nenne ich doch mal eine Gerade! Mein lieber Scholli. Wenn da der Wind von hinten kommt gehts ab! 🙂
    Der Gewohnheitstrinker hat sich auch wieder verabschiedet. Toller Lauf! Klasse!

    • Da würdest Du in Deinen neuen Schuhen nur so langfliegen 😀

      Jau, der Gewohnheitstrinker hat sich vom Acker gemacht, darauf gönne ich mir gleich erstmal ein Weizen, alkoholfrei versteht sich 🙂

  7. Du bist ja gut in Form, wenn Du nach 25 Kilometern noch weiterlaufen könntest. Gut so! Auf der langen Geraden nach Frankfurt, würde ich sagen 😉

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Ich bin im Moment wirklich ganz zufrieden. Frankfurt ist nch recht weit weg und ich bin ganz gut dabei. Hoffentlich bleibt es so 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

    • Ja, so könnte jeder Lauf „laufen“ 🙂

      Ich hoffe der adipöse Gewohnheitstrinker kommt so schnell nicht wieder.
      Was schrieb ich bei Dir? Darauf ein Prosit 😉

      Liebe Grüße ins schöne Österreich
      Volker

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