Sirtaki und 35 km

Freitag abend: Wir waren mal wieder im Mykonos im Wiesenkieker essen. Tolles griechisches Restaurant, dessen Inhaber voll griechisch Erwin heißt 😉

Dort haben wir dann noch Bekannte und Freunde getroffen und wie es dann so ist: Es wurde spät, der Ouzo floß reichlich und zum Schluß sangen wir mit den letzten Gästen „Ja ja, der Chiantiwein…“ und tanzten anschließend mit der Bedienung zusammen Sirtaki. Naja, ich nur ganz kurz, ich bin da ja nicht so talentiert 😉

Aus Rücksichtnahme auf mein heutiges Tagesprogramm sind wir dann doch irgendwann gegangen. Schließlich stand der erste so richtig lange Lauf auf dem Programm. Nach einem späten Frühstück wartete ich noch einen starken Regenschauer ab, ich hatte keine Lust von Anbeginn klitschnass auf Strecke zu gehen, zumal es in dem Moment mit 10° ausgesprochen schattig war.

Als es halbwegs trocken war, ging es los. Anfänglich noch mit Regenjacke, die bald um meine Hüften baumelte um mich schlußendlich doch noch vor dem Kältetod zu bewahren. Es wurde bei erneuten Schauern mit heftigen Wind saukalt.

Statt schlechten Wetter hab ich heute mal nur ein paar schräge Vögel fotografiert, die an meiner Laufstrecke Aufstellung genommen hatten. Ein wenig Zuschauer hatte ich mir schon verdient, schließlich bin ich heute 35 km gelaufen. Über das Tempo rede ich nicht. Nur wenn ich noch etwas mehr Zeit gehabt hätte, dann hätte ich heute aus reinem Schandudel die 42 km vollgemacht.

Aber wir waren noch zum Grillen eingeladen, so mußte ich es doch mit den 35 km bewenden  lassen. Ich gebe zu, auch die waren nicht nur locker, aber es hat insgesamt gut geklappt. Somit bin ich in dieser Woche 80 km gelaufen. Kommende Woche werde ich etwas kürzer treten.

Auf den Frankfurt-Marathon bereite ich mich erstmals ohne Trainingsplan vor. Ein Experiment mit dessen Verlauf ich bislang ganz zufrieden bin.

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22 Kommentare zu “Sirtaki und 35 km

  1. 35km nach Ouzo und Sirtaki, das gilt wie 42 ausgeschlafen!!!
    Gratuliere! Und wenn schon auf deinen Trainingsstrecken die Zuschauer auf dich warten, kann in Frankfurt ja gar nichts mehr schief gehen. 😉
    Lieben Gruß, Doris

    • Ja doch, das war schon Laufen unter erschwerten Bedingungen 😉

      Ganz ehrlich: Die „Zuschauer“ haben mir eigentlich den Hintern zugedreht, aber ich seh das nicht so eng 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Genau ohne Trainingsplan, das unterstütze ich voll, sehen, was dabei herauskommt, und dein Fleiß und deine Ausdauer werden sicherlich belohnt, auch wenn du am Abend vorher beim Griechen essen und trinken und nicht tanzen “ musstest „, ich bin immer ohne Plan gelaufen und war schneller als ich von mir erwartet hätte.

    Im übrigen sollte man vor einem Marathon nie 42,195 km laufen, sagt man !! 😉

    • Es wird ja erst mein dritter Marathon, aber die ersten beiden haben mir gezeigt, dass die Tempoläufe für mich nicht den gewünschten Effekt hatten. Beim letzten Mal habe ich komplett alle Trainingsheiten des Steffny-Traingsplan für unter 4:00 Std eingehalten und dann doch über 4:20 Std gebraucht. Deswegen habe ich zu solchen Plänen keine Lust mehr. Zumal mir nach den Tempoeinheiten immer irgendetwas weh tat, während mir nur die Länge der Läufe nichts ausgemacht hat.

      Somit ist dieses Jahr schlicht und ergreifend mein Ziel den Marathon durchlaufen zu können und nicht im Ziel tot umfallen 🙂

      Das man im Training keinen Marathon läuft habe ich auch schon gehört. Das hätte ich selbstverständlich auch nicht gemacht. Ich hätte bei KM 42,000 aufgehört 😉

  3. Soso, griechischer Wein (Chianti ist doch italienisch??!!), Ouzo und Sirtaki – das scheint ja ein prächtiges Aufwärmprogramm für deinen langen Lauf gewesen zu sein! 😆

    35 km sind wirklich aller Ehren wert. Noch längere Läufe brauchst nach meiner (marathonunerfahrenen) Meinung aber nicht. Die letzten 7,195 km sind dann ja nur noch ein lockeres Trainingsläufchne, kein Problem also. Ich könnte wetten, dass du „planlos“ deinen bisher schönsten M erleben wirst! Auf jeden Fall bist du trainingsmäßig super dabei! 😎

    Liebe Grüße
    Anne
    (die Zeit würde mich allerdings schon interessieren, v.a. der Verlauf über die 35 km. Ich schau mir bei langen Läufen im Nachhinein gern an, ob ich das Tempo halten konnte oder nach hinten raus eingebrochen bin, um zu entscheiden, ob ich beim nächsten Mal vielleicht bewusst etwas ruhiger loslege)

    • Naja, wenn der Inhaber eines griechischen Restaurants schon Erwin heißt, dann kann man auch den Chianti besingen 😉

      Nein, man läuft in der Vorbereitung nicht die komplette Marathondistanz, geplant war und ist das auch nicht. Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, wäre das aus einer Laune heraus passiert und danach ich wäre fix und fertig gewesen 😉

      Der Schnitt lag über die 35 km bei 6:32. Das Tempo lag über die meisten Kilometer irgendwo zwischen 6:10 und 6:45, auf den letzten Kilometern lag es dann relativ konstant bei um die 6:30. Ein Einbruch war da nicht, im Gegenteil gegen Km 28 hatte ich das Gefühl erst so richtig eingelaufen gewesen zu sein um dann auf den letzten 2 km.dann doch so langsam ziemlich kaputt gewesen zu sein.

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Volker beim Sirtaki-Tanzen, das hätte ich gerne gesehen 😉

    Und am Tag danach locker mal 35 Kilometer laufen. Du scheinst ja wirklich schon jetzt topfit zu sein. Den weisen Worten der Damen schließe ich mich an. Länger als 35 Kilometer musst Du definitiv nicht vor einem Marathon laufen. Dann lieber ein wenig am Tempo arbeiten. Aber auch das muss nicht sein, wenn Du einen Genusslauf planst.

    Übrigens: Auch wenn Du keinen konkreten Trianingsplan hast. Eine Idee von der richtigen Vorbereitung hast du sehr wohl. Und das ist gut so.

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Filmen und Fotografieren waren beim Sirtakitanzen ausdrücklich verboten 😎

      35 ja, nur locker wäre geprallt, ich war recht langsam unterwegs und hätte an dem Tag auch einfach nicht schneller gekonnt.

      Geplant ist auch definitiv kein längerer Lauf, das war gestern nur so ein Splin. Was das Tempo angeht, da fehlt mir einfach das „Quäl-Gen“. Ich glaube kaum, dass der Marathon mein schnellster werden wird. Sauber stehen reicht mir.

      An Trainingskilometern soll es nicht fehlen, das ist meine Idee. Alles andere sehe ich dann in Frankfurt.

      Liebe Grüße
      Volker

  5. So wie du halte ich es schon seit Jahren. Ohne Trainingsplan! Wenn man sich gut genug kennt und man weiß worauf es ankommt brauch man diese „Hilfen“ nicht! Kein Trainingsplan der Welt weiß wie man sich am Tag vor einem , z.B. Intervalltraining, fühlt. Schon gar nicht wenn man Tags zuvor einen gehoben hat! 😉

    • Wie ich schon bei Margitta als Antwort schrieb, meine Hoffnungen bezüglich Traingspläne haben sich nicht erfühlt. Deshalb lasse ich das einfach. Ich sammel fleißig Trainingskilometer und dann werde ich sehen wie es in Frankfurt „läuft“.

      Intervalltraining ist die größte Schwäche von mir, ich mag es einfach nicht und mache es deswegen auch so gut wie nie.

      Wenn man Tags vorher einen gehoben hat, ist wenigstens der „Tank voll“ für einen langen Lauf 😉

  6. Nach so einem Abend bist du dann aber nicht direkt morgens gestartet, oder?
    Wenn ich am Vorabend ein paar Bierchen gehabt habe, was manchmal vorkommen soll, merk ich immer direkt, dass das nicht gerade förderlich fürs Laufen ist.
    Bier macht schwere Beine 😉
    … und dann mit der „Vorbelastung“ 35km abspulen…. nicht schlecht, nicht schlecht

    • Ne, wir haben erst spät gefrühstückt, so gegen 11 Uhr. Dann habe ich noch den Regen abgewartet und dann war es zum Start kurz nach Eins.

      An Bier hatte ich nur zwei Weizen getrunken, das hielt sich noch in Grenzen 😉

      Da kannst Du mal sehen, was ich für ein harter Kerl bin 😯

      😉

  7. „Tolles griechisches Restaurant, dessen Inhaber voll griechisch Erwin heißt“
    Ich kannte mal einen Chinesen, der auch Erwin hieß. Ist ja lustig, dass dieser Name so weit rumgekommen ist 🙂

    • Nun ist der Inhaber aber kein Grieche, sondern tatsächlich Deutscher, von daher paßt das noch 😉

      Ein Chinese namens Erwin? Den sprechen seine Landsleute dann ja auch noch E“l“win aus 😀

  8. Lieber Volker,
    Du bist schon ne Marke, griechisches Doping deutsch subventioniert 😀
    Wer braucht schon Trainingspläne, wenn es kein wirkliches Zeitziel gibt, das Du es schaffst steht ja wohl ausser Frage und den Rest bis zu den 42 km ist dann nur noch eine kleine Runde.
    Machs gut und pass auf Deine Knochen auf
    Salut
    Christian

    • Griechisches Doping deutsch subventioniert… entspricht das nicht zufällig den politischen Realitäten? 😉

      Ich denke schon, dass ich wohl irgendwie ankommen werde. Meinen Knochen kommt das langsame Tempo entgegen, mich machen offensichtlich nicht die Kilometer sondern das Tempo kaputt.

      Moin Moin
      Volker

  9. Man braucht keine Trainingspläne und sollte trotzdem sich nicht planlos vorbereiten.
    Ist Chianti und Ouzu eigentlich Doping?

    • Gut ausgedrückt, Jörg. So sehe ich das auch.

      Also den Chianti haben wir ja nur besungen, das könnte ich während des Marathon ja auch mal probieren, das dürfte zumindestens für eine freie Laufbahn sorgen 😉

      Das ich wegen Ouzodopings disqualifiziert werde, ist auch meine große Sorge.
      Deshalb lasse ich es lieber 🙂

      Gruß Volker

  10. Wuswuswus?!! Den Wiesenkieker gibt’s IMMER noch? Der war da ja schon, als ich da noch war! Und griechisch jetzt; dann muss er gut sein, denn schlechtgriechisch ist ausgestorben.

    • Ja, den Wiesenkieker gibt es noch, mit einem von einem Deutschen betriebenen griechischen Restaurant. Essen ist sehr lecker dort. Das Ambiente nicht altgriechisch sonder altdeutsch, man kann dort sogar Antiquitäten kaufen 🙂

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