Gewerbeschau in Hude

Hude ist ein idyllischer Erholungsort ca. 20 km vor den Toren von Oldenburg. Dort war dieses Wochenende Gewerbeschau und Jens hatte zwei Ausstellungsstände dekoriert. So wollten wir uns die Schau heute auch nochmal ansehen

Da bei mir eh wieder mal Laufen anstand, lag es nahe dorthin zulaufen. Jens fuhr mit dem Auto, in dem ich vorher einen Rucksack mit Wechselklamotten und etwas zu trinken gesteckt habe.

Über die Autobahnbrücke lief ich auf die andere Hunteseite, vorbei am Blankenburger See, an Iprump,…

Iprump

…Oberhausen, Grummersort und Wüsting bei goldensten Herbstwetter nach Hude. Richtung Hude ändert sich so langsam die Landschaft, die weiten Marschen ver- schwinden, es gibt mehr Bäume und kleine Wäldchen. Die Landschaft wird etwas vielfältiger, dafür geht aber der Weitblick verloren.

In Hude selber befindet sich ein große Klosterruine, deren Mauerfragmente vor Jahren restauriert wurden, um sie für die Nachwelt zu erhalten.

Das Areal gleicht inzwischen einem Park und mit angrenzenden Herrenhaus, Klosterschänke und Wassermühle ist es sehr schön dort.

Von der Klosterruine war es nur noch ein guter Kilometer zu Gewerbeschau. Auf einer zum Parkplatz umfunktionierten Wiese fand ich nach 22,3 km im 5:59iger Schnitt unser Auto. Hier habe ich noch kurz verschnauft, mich umgezogen, den Rest Wasser aus einer Trinkflasche durchs Gesicht und einen halben Liter auf Ex getrunken, bevor ich mit Jens denn noch einige Meter über die Gewerbeschau gebummelt bin.

Insgesamt ein schöner Lauf bei Bilderbuchherbstwetter. Allerdings ist die Strecke nicht so der Brüller. Ich mußte viel Landstrasse laufen und trotz der vorhandenen Radwege nervte etwas das ewige Vorbeidonnern der haushohen Traktoren mit ihren riesigen Anhängern. Das Wetter war halt nicht nur zum Laufen sondern auch für die Landwirte perfekt. Die fahren fleißig den Mais ab, der dann später als Silage in den Biogasanlagen endet. Zumindest, das was ankommt und nicht vom Anhänger wirbelt um arme Läufer in Maisschredder und Staub zu hüllen 🙂

Wie von mir geplant war diese Woche etwas ruhiger mit nur drei Läufen mit zusammen 56,6 km.

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18 Kommentare zu “Gewerbeschau in Hude

  1. Die Ruine hätte mir auch gefallen, glaube ich! Die Maistraktoren um so weniger … die Landwirte besitzen inzwischen ja richtige Trucks, die an Größe und Lautstärke den klassischen 30-Tonner-LKS um nichts nachstehen.

    Eine prima Idee, den beruflichen Termin mit einem Läufchen zu verbinden. Und inzwischen ist so ein 22er für dich ja fast ein Regenerationslauf! 😉

    Liebe Grüße
    Anne

    • Die Ruine ist schon ganz interessant, das Kloster hat echt mal riesige Dimensionen gehabt. Warum es auch immer heute kaputt ist, ich war es nicht 😉

      In der Tat, die Trecker von heute sind wirklich Trucks, riesig, schnell und laut.

      Naja, 22 km sind immerhin auch noch 22 km, ein zwei wirklich lange habe ich noch geplant.

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Lieber Volker,

    auf Radwegen? An der Landstrasse entlang? Gab es keine bessere Route? Das hört sich gruselig an und ich tu mir das nicht mehr an. Selbst die Wege an der Rems (das Flüsslein bei uns) mit Sichtweite zur 4-spurigen Bundesstrasse ist ein Greul. Häufig findet sich ein Weg mit gehörigem Abstand zu den Fahrbahnen.
    Ansonsten ist Dein Bericht wieder gespickt mit kulturellen und historischen Details, die Vorbereitung auf Fra ist in vollem Gange und läuft wohl auch sehr gut, wie es scheint. Falls Du noch ein paar Höhenmeter brauchst 😉 melde Dich (s. Kommentar bei Daniel) 🙂

    Salut
    Christian

    • Leider gab es keine vernünftige Alternative, lieber Christian. Bzw. wenn ich eine gesucht hätte, wäre die Strecke erheblich länger geworden und somit zeitlich nicht mehr zu schaffen gewesen. Dann hätte die Gewerbeschau bei meiner Ankunft gerade geschlossen. So ging das ausnahmsweise mal nicht anders. Sonst vermeide ich generell das Laufen an Straßen.

      Die kulturellen und historischen Details halten sich wohl noch in Grenzen, ich bin ja eher der Kulturbanause 😉

      Was die Einladung im Kommentar bei Daniel angeht, da komme ich sicher nochmal drauf zurück und verbinde sie gleichzeitig mit einer Gegeneinladung. Mit etwas Glück kann ich Dir das flache Land in Verbindung mit einem kräftigen Gegenwind präsentieren 🙂

      Moin Moin
      Volker

  3. Was ist denn die Iprump für eine Plörre? 🙂
    Landschaftlich wahrscheinlich wirklich nicht der Brüller aber immerhin hast du deinen Längeren Lauf über die Bühne gebracht und nur das zählt für die Vorbereitung auf den Marathon!
    Gruß aus dem Spessart
    Frank

    • Iprump ist der Landstrich, der Kanal hat, glaub ich, keinen Namen. Bei uns sehen leider die meisten Gewässer so aus. Das liegt am moorigen Untergrund.

      Spessart…. Da muß ich immer an Lieselotte Pulver denken.

      Gruß zurück aus Oldenburg
      Volker

  4. Tja, manchmal muss Mann sich auch mit Landstraßen begnügen, zum Glück musst du das nicht immer haben, ich hasse es, mit Autos und vielleicht auch noch mit LKW die Straße teilen zu müssen. Alles gut gegangen, Jens getroffen, seine Arbeiten wohlwollend honoriert und den sonnigen Tag ausklingen lassen – Yeah – und so ist beiden gedient !!

    Sonnige Grüße 😎

    • Genau, manchmal ist es eben so. Sonntags fahren zum Glück keine Lkw. Aber die Traktorengeschosse haben das mehr als ausgeglichen.

      Wenn ich das immer hätte, würde ich das Laufen aufgeben, schön dass es dazu keinen Anlass gibt.

      Alles andere hat gepaßt, yeah! 😀

      Grüße zurück an die Ostsee
      Volker

  5. Gute Idee, den Lauf mit der Ausstellung zu verbinden.
    Das fällt mir leider immer zu spät ein, dass man ja eine Autofahrt und einen Lauf auf neuen Wegen gut kombinieren kann. Neulich waren wir z.B. mit der Familie zum shoppen in einem Nachbarort. Da hätte ich ja gut die Laufklamotten einpacken und zurücklaufen können….
    Hätte, hätte……. Hätte ich da mal vorher dran gedacht 😉

    • Oft habe ich das auch noch nicht gemacht, drei- oder viermal bin ich schon zu Schwiegermuttern gelaufen. Es muß sich halt die passende Gelegenheit bieten.

      Wenn man, wie gestern nur hinlaufen kann, ist das mangels Duschmöglichkeit auch keine Sache für jeden Tag 😉

      Hätte, hätte… Das sollte man sich abgewöhnen 🙂

  6. Ich finde das immer auch eine gute Alternative, die Laufeinheiten irgendwie zu integrieren. Auch wenn die Strecken nicht immer schön sind, kommt man doch mal woanders lang und das macht mir meist Spaß. Nur Mais gibt es hier auch kaum, Wasserflächen sowieso nicht.
    Grüße

    Jörg

    • Bei solchen nichtalltäglichen Läufen muß die Strecke ja auch nicht 100 % das Nonplusultra sein, das sehe ich auch so.

      Freu Dich, dass es bei Dir kaum Mais gibt. Der Mais ist hier die reinste Monokultur, wird riesig groß und steht ewig.

      Keine Wasserflächen? Nicht mal einen See oder Fluß?

      Gruß
      Volker

  7. Ipr???? was??? Das heißt dort wirklich so? Dachte da eher an einen Tippfehler ;).

    Ja, manchmal sind solche Zweckstrecken nicht die allerschönsten, aber deine Bilder davon sind trotzdem wieder sehr beeindruckend.

    Lieben Gruß, Doris

    • Nein, Iprump gibt es wirklich, sogar zweimal in der Gegend 😉

      Von der Zweckstrecke habe ich ja auch keine Bilder gemacht, aber von den 22 km waren ja auch nur 8 nicht ganz so prickelnd 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  8. Aha, Hude. Da musste man früher immer umsteigen, wenn man nach Oldenburg mit dem Zug wollte. Gibt es da den „Drögen Schinken“ etwa noch?? Wo der Wiesenkieker ja auch noch existiert…

    • Alle Welt kennt Hude von der Bahn und vom Umsteigen her 🙂

      Ja, auch den „Drögen-Schinken“ gibt es auch noch, da mußte ich aber erst Jens fragen, Da war ich noch nie.

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