Etwas den Dampf rausnehmen

In den letzten Wochen habe ich für meine Verhältnisse teilweise sehr hohe Wochenumfänge zurückgelegt. Obwohl ich diese nahezu allesamt in einem recht ruhigen Tempo gelaufen bin, merke ich so langsam, dass mir offentsichtlich etwas die Frische beim Laufen abhanden kommt. Zudem murrt seit dem Sylturlaub etwas die rechte Fußsohle. Wo man überall Zimperlein bekommen kann, ist erstaunlich. Um für den Frankfurt-Marathon gewappnet zu sein, möchte ich noch zwei lange Läufe wuppen. Das bleibt auch so bestehen. Dafür werden ich bei den restlichen Läufen etwas zurückstecken.  Dann schaun mir mal, wie es in Frankfurt so läuft.

Heute ging es nochmal auf die 17 km-Runde, die Hungerast-Schlappe von Dienstag wieder wett machen. Hat soweit auch funktioniert, nur wirklich locker war es nicht. Für einen 6:20iger Schnitt fühlte ich mich zu angestrengt.

Die Klamottenfrage ist auch nicht so einfach, wenn man in den Abend hineinläuft. Zu Beginn des Laufes schien nach einem ausgiebigen Regentag noch die Sonne und geendet hat er im Dunkeln bei 9°. So war mir anfänglich in meinen Klamotten etwas zu warm. Dafür wurde es, durchgeschwitzt wie ich dadurch war, zum Schluß etwas frisch am Rücken.

Dafür hielt sich Hunte noch auf Respektabstand zu meiner Laufstrecke, obwohl sie schonmal zackhaft erste Anläufe nimmt, über ihre Ufer zu treten.

In den kommenden Wochen wird sie sicher wieder über den Sommerdeich gehen und die Bornhorster Wiesen in eine Seenlandschaft verwandeln.

So, also noch gute zwei Wochen, dann kommt die „Tapering“(wie bescheuert finde ich den Begriff)-Woche. Dann gehts nach Frankfurt und wenn mir die Strecke dort zu lang ist, dann hau ich mich zum Pennen in eines der Zelte der occupy-Bewegung. Stehen die überhaupt noch??

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14 Kommentare zu “Etwas den Dampf rausnehmen

  1. Dass du müde bist, ist vermutlich normal nach dem intensiven Programm der letzten Wochen. Aber die Fußsohle … da wird die Plantarfasciitis-erfahrene Läuferin (bzw. deshalb phasenweise Nichtläuferin) ganz wuschig. 😦

    Die Umfänge runterzufahren und auf schnelles Laufen verzuzichten, ist auf jeden Fall vernünftig. Du kannst auch probieren, nach den Läufen zu kühlen. Außerdem die Fußsohle massieren und die Sehne in Längsrichtung ausstreichen. Und natürlich für gute Dehnung der Waden sorgen. Wir wollen doch alle, dass du heil nach Frankfurt kommst, gell?! 😉

    Und ob die Occupy-Zelte noch stehen, ist egal, denn du wirst sie nicht brauchen … es sei denn, du hast die Hotelzimmerreservierung vergessen. 😎

    Liebe Grüße
    Anne

    • Ich habe die Plantar Faciitis gerade mal gegoogelt. Es könnte sie sein, obwohl der Schmerz bei mir im Mittelfußbereich liegt und nicht von der Ferse ausgeht.

      Ausstreichen, Dehnen und Kühlen sind auf jeden Fall kein Fehler. Das werde ich mein Dehnprogramm diesbezüglich etwas ausdehnen.

      Was sagt uns das? Urlaub bekommt mir nicht 😦 Zumindest nicht das stundenlange am Strand laufen (gehen).

      Neeeee, die Hotelzimmerreservierung habe ich nicht vergessen. Grundsätzlich bevorzuge ich schon ein kuscheliges Bett, bin da mehr der Weichkeks 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Tapering hört sich wirklich etwas blöd an aber so ist das nun mal im Läufer-Jargon. 🙂
    Übertreibe bitte deine 2 längeren Läufe nicht die du noch hinter dich bringen willst. Dein Fuß wird dir sicher dankbar dafür sein. Wir wollen doch alle das du den Marathon rockst!!

    • Es ist etwas schwierig zu entscheiden, was jetzt das Richtige für die letzten zwei Wochen meiner Vorbereitung ist. Ich werde gut in mich bzw. den Fuß hineinhorchen und notfalls entsprechend reagieren.

      Ich möchte ja den Marathon wahrlich nicht gefährden. Im schlimmsten Fall mache ich jetzt etwas weniger, für den Marathon müßte mein bisheriges Training eigentlich schon (fast) reichen.

      LG in den Spessart
      Volker

  3. Ich denke mal, dass es immer so Phasen gibt, in denen wir halt nicht so leicht und fluffig laufen, wie wir es uns wünschen würden. Nur wenn sich so eine Phase in eine Wettkampfvorbereitung zwickt, ist das immer gleich doppelt ärgerlich. Einerseits ist das Trainingsniveau dann ja meist höher, weil eben Vorbereitung, was die Müdigkeit ja gut erklären würde, andererseits ist es eben genau dann so blöd, weil man ja in guter Form sein will, für den geplanten (Viertel-, Halb- oder) Marathon!

    Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, lauf so, dass du ein gutes Gefühl dabei hast und der Rest wird ganz sicher gut gehen. (Wenn dir ja sogar schon ein Hotelzimmer sicher ist, kann ja nix mehr passieren 😉 ).
    Lieben Gruß aus dem Lazarett,
    Doris

    • Es kommt wie es kommt, liebe Doris. Ich werde jetzt flexibel reagieren in Bezug auf die letzten beiden Wochen der intensiven Vorbereitung. Was nicht geht, geht dann eben nicht. Ich habe den Vorteil, mir für den Marathon keine großen Ziele gesteckt zu haben, so kommt es auf ein paar Minuten nicht an. Wäre nur schön, wenn ich gut ankomme 🙂

      Lieben Gruss ans Krankenlager, hoffentlich geht es Dir schnell wieder besser.
      Volker

  4. Wenn es mal läuft, dann einfach laufen lassen und wenn der Körper einen Gang zurück schaltet, schalten lassen.

    Die Klamottenfrage stelle ich mir in letzter Zeit auch wieder häufiger, aber allzu lange wird es nicht mehr dauern, bis sich das von alleine erledigt.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei der Vorbereitung für Frankfurt.

    • Ein einfaches Motto, danach handeln ist aber nicht immer leicht 😉

      Simmt, wenn die Temperaturen jenseits von Gut und Böse liegen, hat sich die Klamottenfrage erledigt.

      Danke, Steve

  5. Lieber Volker,

    Du machst das schon richtig und tapern ist so eine Sache…ich habe das nie durchgehalten, vielleicht habe ich deshalb die Laufevents gelassen? Wer weiß…
    Sehe es wie Steve, auf die innere Stimme und die körperliche Verfassung hören, dann lernt man auch viel schneller, wenn auch meist aus Fehlern 😉

    Viel Spass wünsch ich Dir
    Salut

    • Lieber Christian,

      ich hoffe, dass ich die richtigen Entscheidungen treffe.

      Jetzt bin ich mir gerade nicht so sicher, um 10 Uhr startet ein Lauf, an dem ich teilnehme und es gießt wie aus Eimern.

      Aus Fehlern mußte ich schon oft genug lernen, hoffentlich bleibt mir das vor Frankfurt erspart.

      Danke Dir.

      Moin Moin
      Volker

      • Auch wenn ich jetzt (es ist knapp 9:30) schon zu spät dran bin: Alles Gute für Deinen 10 Uhr Lauf!!

        Liebe Grüsse,
        Wolfgang

  6. Nach so nem Hungerast haue ich mir zuhasue immer sämtliche Süssigkeiten rein. Das ist das schöne daran. Während des Sportelns ist ein Hungerast echt die Hölle. Die Muskeln leer, der Kopf müde. Was für eine Qual. Am häufigsten erwischt mich das Thema aber auf dem Fahhrad.

    Ansonsten sehe ich auch wie Steve: Der Körper gibt den takt vor. Wenns zuviel wird merkt man das in der Regel relativ schnell 😦

    • Noch so ein Süßigkeitenfan 🙂 Einen Hungerast in dieser extremen Form hatte ich aber noch nie. Zum Glück.

      Fahrradfahren wird eh nie mein Sport. Dazu nervt mich der Wind zu sehr.

      Mein Körper hat mir heute deutlich gezeigt, das er den Takt vorgibt, auch wenn es kein Takt war. Das Zuviel habe ich deutlich gemerkt 😦

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