Lichter der Stadt

Der Innere Schweinehund ist wirklich ein Schwein. So ein dermaßen hartnäckiges Vieh ist mir noch nie begegnet. Zur Zeit zieht er wieder alle Register. Heute mittag ließ er mich in einen Tiefschlaf von drei Stunden fallen und sabotierte mein Vorhaben im Hellen zu laufen.

Die Karte der schmerzenden Fußsohle spielte der ISH natürlich auch wieder aus und legte noch Blasen an den Füßen obendrauf. Die hatte ich mir gestern in Straßenschuhen in Hannover geholt, wo ich einen dienstlichen Termin hatte.

Tja, Schweinehündchen, nette Versuche. Den Schlaf habe ich genossen, die Blasen habe ich mit den weltbesten Blasenpflastern versorgt und der Schmerz der Fußsohle ist eh nichts neues. Einem Lauf stand also nichts im Wege. Da es allerdings inzwischen finstereste Finsternis war und ich keine Meinung auf novembergraue Natur in der Dunkelheit hatte, entschied ich mich einfach mal eine Runde durch die Stadt zu drehen.

Dort gibt es Licht im Überfluß, auch die Fußwege bis zur Innenstadt sind hinlänglich beleuchtet. Trockenes, mildes Wetter mit wenig Wind rundeten mein Vorhaben positiv ab.

Und was soll ich sagen, es hat tierisch Spaß gemacht, mal locker durch die Stadt zu traben und die Lichter der Stadt zu geniessen. In der Fußgängerzone war ich in Dreivierteltight und mit rot blinkenden LED-Binden an den Armen der Hingucker 😀

Impressionen

Ullmann-Haus

Lefferseck

Haarenstr.

Rathaus

Kaufhof Galeria

Schloß

Hafen

Tunnel am Bahnhof

Landessparkasse zu Oldenburg

Ich 😉

Karlstr.

EWE-Arena

An Hafen und Bahnhof vorbei ging es durch das neue Geschäftviertel wieder sehr schnell raus aus der Stadt und ich konnte die letzten vier der insgesamt zehn Kilometer noch über ruhige und idyllische Stadtrandstraßen wieder nach Hause laufen.

Coole Runde. Muß ich wegen der Autos und der roten Ampeln zwar nicht immer haben. Es war aber wirklich mal eine gelungene Abwechselung. Das werde ich während meiner Winterläufe noch das ein oder andere Mal mehr machen.

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28 Kommentare zu “Lichter der Stadt

  1. Lichter der Großstadt … und die hat offenbar einiges zu bieten! Landessparkasse „zu Oldenburg“ – wie fürnehm! 😎

    Manchmal laufe ich im Winter auch gern durch die Stadt, weil ich Stirnlampen etwas unbequem finde. Allerdings bevorzuge ich wegen der Ampeln und Autoseher ruhige Wohnstraßen und nicht gerade die City. Irgendwie witzig ist es aber doch, alle paar Wochen mal quer durch die Fußgängerzone zu hoppeln. 😉

    Liebe Grüße,
    Anne (die sich freuen würde, wenn sie am hellichtenTag mal drei Stunden Schlaf hinbekäme)

    • Ich hatte das in dieser Form noch nie gemacht. Es war wirklich witzig. Trotz Autos und Ampeln. An Wohnstraßen hatte ich auch kurz gedacht, aber das wäre mir heute einfach zu langweilig gewesen 🙂

      Tagelanges Novembergrau, frühes Aufstehen, Arbeiten, Hannover, das alles macht müde. Zum Trost: Wenn ich nochmal genau nachrechne, waren es nur einwenig mehr als 2 1/2 Stunden 😉

      Liebe Grüße und morgen viel Erfolg
      Volker

  2. Lieber Volker,

    koscht der Schtrom bei euch nix :mrgreen: des däts im Schwobalendle net geba 😀

    Licht im Überfluss, da kannst Du ja immer in den Nachtstunden im Hellen laufen gehen, imposant. Hier auf dem Land gibt es das nicht und v.a. hätte es mir da zu viele Menschen. Mir reichen schon immer die ersten Kilometer beim Nachhauselauf durch die Stadt, aber als kleine Abwechslung sicher ganz nett.
    Hoffe, dass Deine Zipperlein bald wieder der Vergangenheit angehören, schönes Wochenende wünsch ich Dir

    Salut

    • So ist es in den Städten, die leuchten als gäbe es kein Morgen mehr. Es war einfach mal ganz witzig. Warum also nicht mal „Cityrunnung“ ? 😉

      Das das nichts für jeden Tag ist, liegt wohl auf der Hand. Aber nach einer Abwechselung dieser Art, nimmt man die Natur beim nächsten Lauf wieder viel intensiver wahr.

      Danke, Christian. Dem Wetterradar nach, müßte es in Deiner Gegend regnen, da dürfte einem schönen Wochenende für Dich nichts im Wege stehen 😉

      Moin Moin
      Volker

  3. Öfter mal was Neues, vor allem war dein Schweinehund auch über die neue Gegend sehr erfreut, denn er hat wohl auf der Strecke vor lauter Freude an den vielen Lichtern und den ungewohnten Abgasgerüchen aufgegeben. Schön – Oldenburg bei Nacht – ich müsste auch mal wieder dort einkehren – bei Tag und bei Nacht !! 😉

    Was deinen Fuß betrifft, da kann der Schweinehund zum Glück nichts dafür – schick‘ ihn zum Teufel, irgendwann gelingt es dir auch, und dann willst du nur noch – und niemand hält dich zurück !!

    Gute Besserung für den Fuß – vielleicht helfen Fußbäder – wie ich sie gerne mache:

    ° MANN nehme eine Schüssel
    ° fülle sie mit warmem Wasser
    ° dazu drei EL Milch
    ° 1 EL normales Salz
    ° 20 Tropfen Rosmarinöl

    ca. 20 Minuten Baden, abtrocknen, dann mit Fußbalsam zärtlich einmassieren, warme Strümpfe drüber – ein Genuss – der mir ein Schmerztherapeut empfohlen hat und den ich gerne weitergebe.

    Rosmarinöl gibt es in der Apotheke !!

    Die Ostsee lässt grüßen ! 😎

    • Meine liebe Margitta, Deine Einkehrwünsche sind mir Befehl. Du bist jederzeit bekommen. Am Tag und in der Nacht, an Beidem !!!

      Das Fußbad klingt nach Verwöhnprogramm für die Füße. Das sollte MANN bzw ich tatsächlich mal ausprobieren 🙂

      Grüße die Ostsee von mir zurück 😉

      Volker

  4. Bei uns im Ort wäre so ein Lauf nicht möglich. Erstens viel zu klein. Da wäre ich in 5minuten durch gelaufen und zweitens nicht so viele schöne Lichter wie bei dir.
    Gut das du die Abwechslung genossen hast.

  5. Hallo Volker,
    das ist ja mal eine nette Abwechslung! Ich lauf ja auch des öfteren mal quer durch meine „Stadt“, allerdings bin ich da in ein paar Minuten durch und soviel Lichter gibt’s halt auch nicht… Aber ich könnte es ja auch mal der Länge nach probieren – der Hauptstraße entlang. Da käme ich zumindest bei 3 Gasthäusern, einem Café und der Kirche vorbei. 😀

    • Hallo Doris,

      wenn man läuft, ist man sogar durch das Zentrum von Oldenburg recht schnell durch. Aber mit „An- und Abreise“ kommt doch ein vernünftiger Lauf dabei heraus 😉

      Gasthäuser, Café, Kirche, soviel Versuchungen an der Strecke? Da würde ich doch lieber durch die Natur laufen 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Pingback: Spontane Phantastomanie « DocRunners Laufblog

  7. So ab und zu mal eine ganz andere Strecke, das hat doch mal was…auch wenn man in der Fußgängerzone vielleicht wie ein Außerirdischer betrachtet wird 🙂

    Da ich am Stadtrand von Wien wohne, ist ein Lauf in die Innenstadt leider viel zu weit für mich. Aber beim jährlichen „Vienna Night Run“, der um die Innenstadt herum führt, wird natürlich mitgemacht (siehe auch http://www.viennanightrun.at)!

    Liebe Grüsse,
    Wolfgang

    • Außenirdischer ist gut, aber manchmal sind wir doch gerne was „Besonderes“, oder? 😉

      Ich wohne auch am Stadtrand, aber diesbezüglich ist Oldenburg denn doch klein genug, dass ich die Innenstadt in vier Kilometern erreichen kann.

      Über 16.000 Teilnehmer beim Wiener Nachtlauf, dass ist schon eine Hausnummer!

      Einen guten Wochenstart und liebe Grüße
      Volker

  8. Schweinehund? Den hatte ich gestern auch. Ein richtig dröger Novembertag war das.

    Als ich noch in Augsburg City wohnte lief ich auch öfter durch die Stadt. Es war immer ganz witzig schneller durch den Verkehr zu kommen als alle die Autos. Man kommt sich viel schneller vor als einsam im Wald. Aber die roten Ampeln, die können schon echt nervig sein. Und dann all die Hindernisse auf den Gehsteigen…

    Zur Abwechslung ist so ein Stadtlauf sicher ganz nett, für mich dann aber eher in München durch den Olympiapark oder Fröttmaninger Berg.

    • Durch München laufen zu können ist ja nochmal ein ganz andere Liga. Das würde mir auch gefallen.

      Stimmt, man kommt sich recht schnell vor in der Stadt. So ein Stadtlauf wird sicher die Ausnahme bleiben, hat aber durchaus seinen Reiz. So als Alternative zum abendlichen Laufen in der dunklen Natur…

      • die dunkelheit ist schon nervig. auch wenn ich mit meiner stirnlampe zufrieden bin, ist es doch nicht so abwechslungsreich wie im sommer. vollmondnächste sind noch ganz nett, aber wenn man gar nichts anderes mehr außer den lichkegel der lampe sieht ist das nicht mehr so toll. wenigsten ist seit dem frühen einbruch der dunkelheit wieder menschenleere angesagt.

      • Die Menschenleere ist der Vorteil. Ansonsten sehe ich das auch so, es ist einfach nicht so der burner nur im Lichtkegel der Stirnlmape sehen zu können. Schön, dass es die Funzeln gibt, aber Landschaft wahrnehmen ist halt einfach nicht.

        Ich wollte schon immer mal in einer Vollmondnacht laufen, bislang habe ich das noch nicht gebacken bekommen. Vielleicht klappt es diesen Winter nochmal bei Schnee, das wäre ein Highligt.

  9. Meine Abendläufe führen mich z.Zt. meistens durch die Stadt. Allerdings nicht mitten durchs Zentrum. Ich hab mir eine schöne „Winterlaufrunde“ gestrickt. Einmal außen um den Stadtkern rum – immer schön durch beleuchtete und wenig befahrene Wohngebiete. Bei der 11KM Runde komme ich genau auf eine Ampel – damit läßt sich gut leben.

    • So könnte ich auch laufen. Das werde ich sicher auch noch so manches mal tun, diesen Winter. Ich müßte so 10 – 12 km sogar ganz ohne Ampel hinbekommen. Die Innenstadtrunde ist schon recht trubelig, hat aber auch Spaß gemacht 🙂

  10. Schön viel Licht. Warum nicht mal nachts durch die City! Trier ist dafür natürlich etwas zu klein. Aber vielleicht laufe ich demnächst einfach mal ein paar Runden um den Dom und durch die Fußgängerzone.

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

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