Schlenker-Willi

Schlenker-Willi ist ein Frühaufsteher. Und Fahrradfahrer. Und er hat ein Stück weit den gleichen Weg zur Arbeit wie ich. Und er kann beim Fahrradfahren den Lenker nicht ruhig halten, so dass der Lichtkegel seiner wirklich hervorragenden Frontbeleuchtung seines Tourenrades mit jeder Trittfrequenz hin-und her schlenkert. Deshalb habe ich ihn auch Schlenker-Willi getauft. Und er ist schnell!

Schlenker-Willi und ich begegnen uns in unregelmäßigen Abständen morgens in der Form, dass er von hinten aufholt, sich sein schlenkernder Lichtkegel vor den meinen schiebt, er mich schlußendlich überholt und ich dann im Wirrwarr der Wohnstraßen den Blickkontakt zu seinem Rücklicht verliere.

So war das bisher 😥 Bis zum heutigen Morgen 👿 Als ich mich also heute morgen, quasi in finsterer Nacht auf den Weg zur Arbeit mache, fährt in einiger Entfernung vor mir ein Radfahrer. Ich denke mir nichts dabei, wie man halt in aller Herrgottsfrühe eh nicht denken kann, und schließe zügig auf.

Beim Näherkommen erkenne ich ihn, den schlenkernden Lichtkegel von Schlenker-Willi. Und obwohl der Gegenwind recht stramm pustet, überhole ich ihn locker flockig ohne das Tempo zu erhöhen in meiner jetzt üblichen „Reisegeschwindigkeit“.

Mein neues Bike ist geil! Und schnell! Zu schnell für Schlenker-Willi :mrgreen: Der erste Weg zur Arbeit im neuen Jahr. Strike! Yeah! 😎

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20 Kommentare zu “Schlenker-Willi

  1. Was so ein neues Fahrrad alles bewirken kann !! Läufer Volker überholt sogar den Schlenker-Willi, was für ein genialer Erfolg – habe ich es nicht gesagt, das neue Jahr lässt dich alles vergessen, du kommst wieder in Form, dass du aber gleich deinen “ Konkurrenten “ überholst, das hätte keiner gedacht !! Es geht wieder loooooooooooooooooooooooooooos !! 😉

    • Deswegen wollte ich es auch haben, liebe Margitta. Das Mountinbike war mir einfach zu langsam. Genialer Erfolg ist jetzt aber doch vielleicht ein klitzekleines Bisschen hochgegriffen 😉

      Es war einfach nur witzig und ich hätte auch nocht gedacht, dass es so einen Tempounterschied zwischen dem alten und dem neuen Rad ausmacht.

      Es geht wieder loooooooooooooooooooooooooos! Jawohl! Obwohl ich dem Braten immer noch nicht so recht traue. Das Selbstbewußtsein muß sich auch erst noch wieder etwas erholen… Aber es wird.

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Bei dem Namen „Schlenker-Willi“ hätte ich ja eher an jemanden gedacht, der so langsam fährt, dass er bald umkippt und deshalb mit dem Lenker wackelt. Aber wie kann man das denn bei flottem Tempo tun?
    Ja, ein gutes Fahrrad macht richtig Spaß! Hab ich neulich erst wieder gemerkt. Da mußte mein
    Drahtesel in die Werkstatt und ich war dann einen Tag mit einem Leihrad unterwegs.
    Und was gab es für ein Leihrad? Natürlich ein tonnenschweres Damen-Hollandrad mit schlecht-gehender Schaltung – ein Traum!
    Da weiß man wieder, was man an seinem Rad hat 😀

    • Du hast Recht, Fahrstil und Tempo passen eigentlich überhaupt nicht zusammen. Aber wie gesagt, wo ich noch mit dem MTB unterwegs war, war er mir tempomäßig haushoch überlegen.

      Tonnenschweres Holland-Damenrad, wo man auch noch so aufrecht wie eine Schrankwand draufsitzt. Uaaah. Du hast Recht: Ein Traum! 😉

  3. Yes!!
    Wenn sich jetzt dein Kauf nicht gelohnt hat weiß ich auch nicht weiter! 🙂
    Pass nur auf das der Willi nicht vor lauter Frust mal einen Schlenker in dein Rad macht! Aber so schnell wie du an ihm vorbei donnerst hat er gar keine Chance zu reagieren!
    Zeigs ihm! 🙂

    • Da hast Du Recht. Da hat sich doch das viele Geld gelohnt. Immerhin kann ich jetzt jemanden überholen, der nicht mal den Lenker gerade halten kann 😀

      Wie Du schon schreibst, Willi hat keine Chance mir einen Schlenker ins Rad zu schlenkern. Beim Überholen achte ich auch auf genügend Seitenabstand 😉

      Ich zeigs ihm, ihm und allen anderen :mrgreen:

  4. Grandios!
    Ich musste mir das morgendliche Radduell natürlich bildlich vorstellen – danke! So komm ich in der Arbeit auch zum Lachen 😀 !
    Was habt ihr gegen tonnenschwere Holland-Damenräder – da sitzt frau wenigestens mal aufrecht und sieht dadurch mehr von ihrer Umgebung – also ich mag das ;).

    • Radduell… Ich bitte Dich, dass war ein ganz normaler Überholvorgang 😉

      Wenn Du es magst, nur zu, liebe Doris. Tonnenschwere Holland-Damenräder sollen ja stramme Waden machen :mrgreen:

  5. Du Tier, mein lieber Volker, Du machst mir Angst, wahrscheinlich legst Du ähnliche Qualitäten beim Laufen an den Tag, wenn Du wieder vollständig genesen bist, mir schwant fürchterliches :mrgreen:
    Freu mich für Dich, dass Dein neues Stahlross solchen Spass vermittelt, dann fällt es umso leichter am kalten Morgen damit zur Arbeit zu radeln 🙂

    Salut
    Christian

    • Ich mache Dir Angst??? Das ist auch gewollt!

      Wenn Ihr demnächst im tiefen Süden dichten Rauch über Norddeutschland seht, dann ist das kein Vulkanausbruch und auch keine Atomkatastrophe, nein, es ist der Asphalt der unter meinen Sohlen zu brennen beginnt :mrgreen:

      Ja, das neue Bike macht Spaß. Wobei Spaß immer relativ ist: Heute morgen kräftiger Gegenwind und Nieselregen 😦

      Moin Moin
      Volker

  6. Hab ich es Dir nicht gleich gesagt? 😀 Radeln ist einfach super und mit einem guten und für Deine Umgebung passenden Rad macht es doppelt so viel Spaß. Ich frage mich nur wie Willi trotz schlenkern schnell sein kann, vielleicht wackelt ja auch nur das Licht, oder fährt er im Wiegetritt? 😉
    Ich versuche auch immer an anderen Radlern dran zu bleiben, bergauf klappt es manchmal sogar. Interessanterweise habe ich beim Radfahren mehr Spaß mich zu quälen als beim Laufen.
    Liebe Grüße Elke, die hofft das Norddeutschland trotzdem freie Sicht hat! 🙂

    • Inzwischen habe ich das Gefühl, dass das MTB noch weniger zu mir paßte als in die Landschaft.

      Wahrscheinlich schlenkert der Willi garnicht so stark, es sind vermutlich nur recht kleine Bewegungen, die dazu führen, dass der Lichtkegel immer einwenig hin und herwandert.

      Mich wundert etwas, dass Dir das Radeln in den Bergen so viel Spaß macht. Bergauf ist das doch eine ganze schöne Quälerei.

      Ich muss schon sagen, dass ich mich lieber beim Laufen als beim Radfahren quäle. Beim Laufen ist strammer Gegenwind schon manchmal heftig, aber beim Radfahren bringt er einen um.

      Freie Sicht haben wir. In einen trüben, grauen Himmel aus dem es kräftig nieselregnet 😦

      Liebe Grüße
      Volker

      • Komischerweise macht es mir bergauf wirklich selten was aus mich zu quälen, ich vermute weil ich ein Ziel vor Augen habe. Ich will dann einfach da hoch, koste es was es wolle und Allgäuer sind für Ihren Sturschädel bekannt. 😀
        Beim Laufen ist es mir eher peinlich und ich fürchte dann immer, dass mich andere für eine müde, langsame Schnecke mit hochrotem Köpfle halten. Deshalb nehme ich da eher Tempo raus.
        Gegenwind gibt es zum Glück eher selten bei uns.
        Bei uns ist es auch grau in grau 😦
        Liebe Grüße Elke

      • Der Vorteil von „Bergauf“ ist ja auch, dass man irgendwann „oben“ ist. Mit Gegenwind sieht das schon anders aus, der kann einen kilometerlang quälen.

        Deine Argumentation ist nachvollziehbar. Sie könnte von mir sein 😉

        Aber ist es uns nicht langsam egal, was andere denken? Speziell bei denen, die eine Steigung nur mit Motorantrieb hochkommen!

        In dem Sinne lass uns Steigungen und Winden trotzen 🙂

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