Was mache ich bloß falsch?

Gestern waren wir bei Freunden zum Grünkohlessen eingeladen. Nun bin ich nicht der allergrößte Freund von Grünkohl, aber das „Zubehör“ macht das alles wieder wett. So gehört zu einem zünftigen Grünkohlessen Kassler, Bauchfleisch, Kochwurst und Pinkel (für alle Nichtnorddeutschen: Pinkel ist kein Schweinkram sondern eine richtig leckere Grützwurst). Das alles reicht um einen Arbeiter im Straßenbau für eine Woche zu ernähren. Uuuuuaaahh 🙂

Um diese nicht gerade fettarme Kost zu verdauen, gibt es im Normalfall reichlich Hochprozentiges. Da ich fahren mußte habe ich mich diesbezüglich aber sehr zurückgehalten und es bei eineinhalb Kräuterschnäpsen der Marke „Schierker Feuerstein“ bewenden lassen.

Trotzdem drängt sich mir ein Parallele zu Rainers Artikel auf, der ebenfalls noch einem hochgeistigen Abend am nächsten Morgen tapfer seinen Lauf gestanden hat 🙂

Für einen Sonntagmorgen wurde ich quasi mitten in der Nacht mit tierischen Kopfschmerzen wach. Naja, eineinhalb Schnäpse sind da sicher nicht die Ursache, aber wie auch immer, die Kopfschmerzen trieben mich schon um Halbzehn aus dem Bett. Einen Becher Tee, einen Joghurt, eine Kopfschmerztablette und ein Dreiviertelstunde später, machte ich mich dann aber bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg. Mit klarer Luft bei -1 ° sollte dem pochenden Haupte doch das Pochen auszutreiben sein 🙂

Ich traute mir endlich mal wieder meine Lieblingsrunde an der Hunte zu. Der Ostwind hatte es dann zwar doch etwas in sich, aber nach der halben Strecke hatte ich ihn von hinten. Ab da fühlte sich der Lauf schon fast nach Frühling an.

Die Bornhorster Wiesen sind aber noch eine riesige Eisfläche.

10.02.13 Bornhorster Wiesen1

Die Hunte selber hat wohl nicht mit mir gerechnet und sich niedrigwasserbedingt tief in ihr Bett zurückgezogen. Das war vor kurzem offensichtlich noch anders, wie man am Schwemmrand sehen kann, der wieder allerlei Unrat  an Land befördert hat.

10.02.13 Treibgut

Schöner ist da schon was die Natur zu bieten hat, Eisstrukturen als wenn die Natur Reis verstreut hätte.

10.02.13 Eis

Herrlich, wie der ganze Lauf über 14 km inklusive der Treppe zur Huntebrücke.

10.02.13 me1

Da denke ich auch gar nicht mehr an den Eugen, der gestern auch bei unseren Freunden eingeladen war. Der Eugen ist schon 10 mal Marathon gelaufen, alle unter vier Stunden, den besten in 3:08 Stunden. Eugen ist 53, groß und schlank und…… RAUCHER ! Er ist schon drei Monate nicht mehr gelaufen, hat sich aber für Ende April zum Hamburg-Marathon angemeldet. Irgendwas mache ich falsch 😯

Aber was interessiert mich das, wenn ich solche Läufe wie heute erleben darf 🙂

Und: So dürfte der Winter gerne noch einige Zeit bleiben. Sonne, klare Luft, trocken. So gefällt mir das 🙂

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18 Kommentare zu “Was mache ich bloß falsch?

  1. Pffffft, Vergleiche mit anderen sind eh Mist! Zumindest dann, wenn sie deutlich „besser“ sind als man selbst. Mehr Spaß als du hat der gute Eugen auch nicht beim Laufen … und auf den Spaß kommt es letztlich doch an! 14 Kilometer genossen, den Kater vertrieben, Sonne getankt – was will man mehr? 🙂

    Liebe Grüße
    Anne

    • Ich werde mir das Bauklötzestaunen wohl nie abgewöhnen können 😉

      Mehr Spaß hat der Eugen mit Sicherheit nicht, hat er mir doch gesagt, dass er eigentlich keine Lust mehr zum laufen hat. Der Arme.

      Der Spaß war heute auch wieder dabei. Laufen nur für mich, ohne Wettkampfgehetzte, ohne Trainingsdruck. Genau das Richtige 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  2. “ Schon um halb zehn aufgestanden „, da habe ich schon einen Marathon hinter mir !! Wann stehst du sonst au f?

    Kohl und Pinkel – das kenne ich auch, weiß auch, dass die Leute bei Kohl- und Pinkelfahrten eine Eierbecher um den Hals tragen, in den der Schnaps dann eingegossen und getrunken wird. Wahrscheinlich kann das viele Fett auch nicht anders ertragen, darum habe ich solchem Essen schon lange den Rücken zugewandt !

    Den Kater hast du wohl von beidem, sowohl vom fetten Essen, als auch vom Schnaps.

    Jeder muss seinen eigenen Weg – auch beim Laufen finden – der eine rennt sich die Seele aus dem Leib, schnelleren Zeiten hinterher, der andere genießt das Leben und macht sich keinen Stress – auch noch beim Sport – und dazu gehören wir – Laufen ohne Druck, Laufen aus purer Freude, Laufen, um fit zu bleiben,Laufen, um zufrieden, ausgeglichen zu sein.

    Darauf trinken wir einen – ach nee, lieber heute nicht !! 😉

    • Also wenn bei uns am Wochenende nichts anliegt, nehmen wir unser Frühstück auch gerne mal um Eins um dann um Drei vom Frühstückstisch wieder aufzustehen 😀

      Ja, so ein Grünkohlessen hat es wahrllch in sich. Und die beiden nächsten Wochenenden steht jeweils noch eines auf dem Programm 😯

      Klar, jeder soll seinen Weg finden. Aber trotzdem wundert es mich, unter welchen Umständen manche zu Höchstleistungen fähig sind.

      Ich behalte meinen Weg bei, alles andere wäre nur kontraproduktiver Stress. Darauf habe ich keinen Bock.

      Darauf trinken wir bei Gelegenheit mal einen. Muß ja kein Kräuterschnaps sein 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  3. War die Frage nun rhetorisch gemeint, oder nicht?
    Also wenn du mich fragst, schätzt du den Grünkohl nicht genügend und schläfst Sonntags gelegentlich ein klein wenig zu lange 😆 !
    Nee, im Ernst – du hast Spass beim Laufen, ersparst dir viiiiiiieeeeel Gestank und Geld durch das Nichtrauchen, lässt dich auch durch Kräuterschnaps nicht von einem tollen Sonntagslauferlebnis abhalten, also was willst du mehr? 😉
    Lieben Gruß, Doris

    • Ja und nein, liebe Doris.

      Ich gräme nicht gerade wegen des Könnens andere. In Erstaunen und Verwunderung versetzt es mich aber doch.

      Nä, ich möchte nicht noch mehr Grünkohl essen. Hingegen kann ich gar nicht zu viel schlafen 😉 In der Woche kommt das aber nach meinem Geschmack auch immer etwas zu kurz.

      Um Himmels willen, ich will doch nicht rauchen. Das habe ich noch nie getan. Das fehlte mir gerade noch…

      Kräuterschnäpse sind überhaupt nicht meins. Nur Klares ist Wahres 😀

      Ich will ja gar nicht viel mehr, ich bin doch so bescheiden 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Mein lieber Volker,

    jeder ist anders, und Eugen wird irgendwann auch Probleme bekommen wegen der Raucherei und dann helfen auch die Marathons unter vier Stunden nicht 😉 Ich kenn übrigens auch so einen „Eugen“ und der hat inzwischen einen Herzinfarkt (45 Jahre alt), bei Marathonbestzeit unter drei Stunden und 20-40 Zigaretten pro Tag und das eine oder andere Bierchen, also keine Vergleiche mit solchen Typen 😀 Lass Dir das von einem extremen Ex-Sucht-Raucher sagen, übrigens war ich als Raucher langsamer und konnte auch nicht so lange 😎

    Ansonsten gefällt mir Dein Beitrag sehr gut und ich kann verstehen, dass Du nach solch fettreicher Nahrung und dann auch noch Pinkel 😛 Beschwerden bekommen hast. Aber der Lauf war Dein Freund…

    Salut
    Christian

    • Lieber Christian,

      dann sollen sie weiterrauchen, diese Eugens dieser Welt, ich muß das nicht haben 😉 Es sollte halt nur mein Erstaunen zum Ausdruck kommen, was die sportlich trotzdem gebacken bekommen.

      Du warst Extrem-Suchtraucher? Oha. Wie lange ist das her? Schön, dass Du davon losgekommen bist.

      Naja, Beschwerden von der deftigen Nahrung kann man ja bekommen, aber Kopfschmerzen???

      Pinkel ist echt lecker, lieber Christian 🙂

      Der Lauf war mein Freund, auch wenn die Kopfschmerzen nochmal wiedergekommen sind. Pille Nr. zwei hat ihnen jetzt den Garaus gemacht. Immer am Sonntag, das ist gemein 😦

      Moin Moin
      Volker 😎

      • Scheint mir eher eine Migräne zu sein, geh mal zum Neurologen 😉
        Oh ja, Nikotin satt war mein ständiger Begleiter selbst als ich schon lief konnt ich nicht davon lassen. Bin jetzt im fünften Jahr rauchabstinent und ich werde es auch bleiben, obwohl ich ein- oder zweimal im Jahr gerne eine gute Zigarre anstecke 😳

        Salut mein Lieber

      • Migräne? Mach keinen Sch…. Neurologen? Kennst Du einen guten? 😉

        Zigarre? Soll ja mehr für Genuss als Sucht stehen. Sehen wir das mal so 😉

        Komm gut in die neue Woche 🙂

  5. Wer ist Eugen? Volker zählt, Und dem geht es inzwischen wieder gut. Ein wenig Entspannungkopfschmerz ist auch noch zu verkraften, wenn es nicht zu häufig passiert.

    Dem Rauchen nachtrauern? Niemals. Lediglich die zunehmende Unverträglichkeit von Alkohol stört mich etwas, bringt mich aber immer mehr zu der Überzeugung, dass es auch ohne Alkohol wunderbar leben lässt. Noch besser!

    Dir auch einen guten Start in die neue Woche!

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Wer ist Eugen? Frag mich jetzt mal, wie der mit Nachnamen heißt. Das weiß ich gar nicht 😉
      Kopfschmerz kommt immer mal wieder vor. Ich weiß auch woran es liegt. Ich verrenke mir nämlich gerne im Schlaf den Hals, habe dann eine tierische Verspannung im Nacken und dadurch Kopfschmerzen. War gestern nur etwas hartnäckiger als sonst.

      Nein, nein, zur Leistungssteigerung zur Zigarette greifen war das letzte was ich ausdrücken wollte. Für mich geht das gar nicht zusammen. Hast Du mal geraucht?

      Du verträgst immer weniger Alkohol? Ist doch eigentlich gar nicht schlecht 😉 Bei mir ist das leider genau umgekehrt 😦 *hicks*

      Eine gute neue Woche und liebe Grüße
      Volker

  6. Jaja, der Volker hält unseren Kreislauf in Schwung, denn bei Deiner Überschrift bin ich erstmal erschrocken und dachte mir, ohje was hat sich der Volker jetzt wieder für ein Aua eingefangen 😉
    Aber zum Glück völlig harmlos, ein bischen über(fr)essen, etwas ungewohnter Schnaps (ich mag übrigens nur Kräuterschnaps oder Küstennebel 🙂 ) und dann brummt ein wenig der Schädel. War es nach dem Lauf wenigstens besser?

    Achja und wie siehts denn bei Euch aus? Werfen die Leute alles über Bord, oder woher kommen denn solche Abfallberge? Ich, niemals neugierig, wäre bestimmt stöbern gegangen.

    Ja und Eugens begegnen mir auch öfters. Fast immer überholen sie mich. Mit 20 kg Übergewicht. 😦 Ich staune dann auch immer mit offenem Mund hinterher. Und wer weiß, wie schnell Eugen ohne Zigaretten wäre 😉 Manchmal begegnen mir aber auch Läufer, keuchend, mit hochrotem Kopf und schmerzverzerrtem Gesicht und da staune ich noch mehr. Warum in aller Welt, tun sich diese Leute so eine Quälerei an? Spaß sieht anders aus und um die Lauffreude geht es uns doch! 🙂

    Liebe Grüße Elke
    PS: Ich verbiege mir auch immer den Hals im Schlaf (Igelschlafstellung). 😦

    • Upss, erschrecken wollte ich Dich mit der Überschrift nicht, sorry 😦

      Uaaaah, Kräuterschnäpse, da gehen wir mal nicht konform. Bei Küstennebel schon mal gar nicht 😯

      Nach dem Lauf waren die Kopfschmerzen kurzfristig besser, aber kamen leider wieder 😦

      Die Sachen gehen über Bord oder werden vom Land aus ins Wasser geschmissen. Stöbern lohnt sich nicht, in der Regel ist das altes kaputtes Plastikzeug, leer Flaschen und Dosen. Zwei kaputte Kindertretttrecker waren dabei. Die sahen aber auch schon echt fertig aus 😉

      Ja, diese Eugens, warum beachten wir sie überhaupt? Aber wenn ich im Gespräch mit einem bin, kann ich mich dem so schlecht entziehen 😉

      Du verbiegst Dir also auch den Hals? Ist doch doof oder? Obwohl ich jetzt gerade nicht weiß, wie ein Igel schläft 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Schock mich doch nicht so!! Bei der Überschrift dachte ich schon, dich hätte wieder ein Virus oder so angesprungen. Aber dann war es nur der Eugen…. laß ihn doch rennen, so schnell er will.

    • Du, das mache ich auch. Ich hole ihn ja sowieso nicht ein :mrgreen:

      Sorry, war keine böse Absicht, wollte doch niemanden schocken 🙂

      LG Volker

  8. Du machst gar nichts falsch! Laufen einfach laufen. Jeder so wie er möchte und kann. Das ist doch vollkommen in Ordnung. Aber mir geht das auch manchmal so: Es gibt Leute, die laufen aus dem Stand und ohne Training schneller und weiter, als ich es je könnte (oder wollte). Egal, ich habe meinen Laufweg gefunden. Und Du doch auch!
    Liebe Grüße,Bianca

    • So richtig ernsthafte Sorgen habe ich mir auch nicht gemacht, liebe Bianca 😉

      Du hast Deinen Laufweg gefunden und ich meinen auch. Die gehen (laufen) wir auch weiter. Das ist das einzige was zählt. Wundern werde zumindestens ich mich aber doch hin und wieder noch…

      Liebe Bianca, ich wünsche Dir das Du mit dem Internetfasten das Positive für Dich gewinnst, das Du erwartest. Ich kann Deinen Schritt gut nachvollziehen.

      Nichtsdestotrotz freue ich mich Dich zu Ostern mit Deinem Blog wiederzusehen.

      Alles Gute bis dahin.

      Liebe Grüße
      Volker

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