Tür zu!

Margitta stellte gestern die Frage „Kannst du auch“ …. die Füße still halten? Ja, ich kann! Obwohl heute die Sonne von einem strahlend blauen Himmel scheint, mache ich es mir gemütlich und lege die Füße hoch.

24.03.13 Tannen

24.03.13 me1

Der Grund dafür ist der Nordoststurm, der seit gestern übers Land fegt. Die Tannen biegen sich im Wind, der Dachstuhl knackt immer wieder mal unter den Böen und es ist EISKALT. Zwar liegen die Temperaturen knapp im Plus, aber gefühlt liegen sie tief im Minus. Beim Öffnen der Haustür hatte ich das Gefühl im Haus herrscht Unterdruck, so mächtig wurde die Haustür vom Wind aufgedrückt. Also RUMS, die Tür wieder zu und die wohlige Wärme geniessen, die Sonne im Wohnzimmer unterm Dach verbreitet und dabei dem Sturm lauschen.

Getrübt wird dieses Sonntagsvergnügen durch die Nachricht, dass gerade an einer meiner Laufstrecken drei wunderschöne, historische Reetdachbauernhäuser niederbrennen 😦 Eines davon hat im Bereich des Dachstuhles Feuer gefangen und durch den vom Sturm verursachten Funkenflug sind die zwei benachbarten Häuser ebenfalls in Brand geraten.

Mehr dazu unter nwz-online.

Eines der Häuser beherbert eine wertvolle Oldtimer-Sammlung. Aber wie die Bilder zeigen, konnten die Fahrzeuge wohl weitestgehend gerettet werden. Menschen kamen zum Glück nicht zu schaden. Trotzdem tut mir das sehr weh und mein Mitgefühl ist bei den Menschen, die da gerade ihr Zuhause verlieren.

Auch morgen soll der Sturm noch anhalten und auch am Dienstag nur wenig abflauen. Mal zwei, drei Tagen wegen des Wetters nicht zu laufen, was für eine Kleinigkeit gegen die solch eine Feuertragödie…

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14 Kommentare zu “Tür zu!

  1. Lieber Volker,

    manchmal muss es eben auch ohne Laufen gehen und das ist ja das Schöne, dass wir frei entscheiden können. Ich war heute trotz des kalten Nordostwindes unterwegs, weil die Sonne sich gezeigt hatte und gestern nur ein kurzer Lauf möglich war, wegen eines Schneetreibens, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt hatte und leider meine Sicht auf Null beschränkte 😦 Heute jedoch wunderbar, der erste 30er seit Monaten 🙂

    Das mit den Hausbränden ist ne schlimme Sache, aber glücklicherweise sind keine Menschen zu Schaden gekommen. Dennoch sind unsere Probleme dagegen relativ gering 😉

    Salut und einen schönen Restsonntag

    Christian

    • Lieber Christian,

      ja, das ist so und heute habe ich mir das gegönnt..

      Schneetreiben, das Dich auf einen kurzen Lauf eingebremst hat? Das muß ja wirklich schon heftig gewesen sein. Aber dafür hast Du es mit einem 30iger ja ordentlich krachen lassen. Super! Freut mich für Dich!

      Wenn man an diesen schönen Häusern immer wieder mal vorbeigelaufen ist, tut das schon weh zu sehen das sie restlos niedergebrannt sind, auch wenn sie ersetzbar sind. Es ist doch ein Feuerwehr schwer verletzt (Kopfverletzungen) worden 😦 Hoffentlich geht es ihm bald wieder gut.

      Dir auch noch einen schönen Sonntagabend.
      Moin Moin
      Volker

  2. Sag‘ ich doch, Beine hoch, Blick aus dem Fenster warme, sturmfreie Gedanken machen, die Ruhe, die freie Zeit genießen, das muss sein, tut gut und fördert das Wohlbefinden, gibt neue Kräfte, die man ja bekanntlich auch beim Laufen nutzen kann.

    Ob der von uns kam, hier ist es nun zum Glück sturmfrei, aber lass‘ ihn ja dort, wo er gerade ist, mein Bedarf ist vorerst gedeckt 🙄

    • Gestern warst Du noch entsetzt, dass ich wegen ein bisschen Sturm einen Lauf sausen lassen wollte 😉

      Aber für mich war das eine gute Entscheidung.

      Ihr habt ja nun schon soviel Schnee, da muß es ja nicht auch noch Sturm sein. So hat jeder sein Päckchen zu tragen …

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Faulsein tut gut, nicht wahr, lieber Volker?! Nach den fleißigen letzten Tagen mit dem ausgedehnten Barfußlauf scheint mir das auch nicht unwichtig.

    Um die Häuser ist es sehr schade! 😦 Die armen Bewohner … dagegen relativiert sich manches.

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Ja, tut gut, auch wenn es schon etwas in den Beinen gekribbelt hat, liebe Anne 🙂

      Aber Du hast recht, nach dem Lauf vom Freitag kommt der faule Tag nicht ganz ungelegen. Obwohl es den Beinen und mir gut geht 😎

      Das mit den Häusern ist sehr bitter. Ein Verlust. So schön können die sicher nicht wieder neu aufgebaut werden..

      Liebe grüße
      Volker

  4. Hallo Volker,
    oh schön – ein bewusst gesetzter lauffreier Tag! Da kann es draußen schon stürmen und frieren, wenn man das ganze von drinnen betrachtet ist es gar nicht so schlimm ;).
    Aber es ist wirklich schade um die schönen Bauernhäuser – die Bewohner tun mir auch leid. Wie schlimm muss das sein, auf diese Weise sein Haus zu verlieren…
    Lieben Gruß, Doris

    • Ja, Doris, ganz bewußt und trotzdem ist es mir einwenig schwergefallen. Aber bei dem eisigen, stürmischen Wind war das sicher eine gute Entscheidung. Aus der Wärme des Wohnzimmers ließ sich das gut anschauen 😉

      Ein Glück, dass die Häuser versichert sein müssen, das mildert doch erheblich die Sorgen der Bewohner. Wenngleich so ein Verlust, vorallem auch von persönlichen Gegenständen, schon schwer genug wegzustecken sein dürfte.

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Hier bin ich heute auch fluchend gegen steifen Ostwind gelaufen und habe alle laufenden Küstenbewohner bedauert – dann lieber Berge.
    Ansonsten kann ich problemlos auch faul sein.

    • Ja, hier in Küstennähe macht uns der schon seit Wochen anhaltende Ostwind so langsam mürbe. Zumal wenn er, wie die letzten beiden Tage, immer noch stärker wird.

      Dann lieber Berge? Kann ich nicht beurteilen. Ich glaube, die würden mir im Alltag im Wege stehen 😉

      Faul sein ist einfach mal nett, als Sportler braucht man dafür noch nicht mal ein schlechtes Gewissen zu haben 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Wenn schon Beine hoch dann wenigstens mit Laufsocken! 😉

    Echt dumm gelaufen mit den Bauernhäusern. Aber viel schlimmer ist eben wie du schon selbst geschrieben hast das viele Menschen, von jetzt auf gleich, kein zuhause mehr haben. Wirklich tragisch!

    • Na klar, wenn schon, denn schon standesgemäß die Füße hoch 😉

      Wirklich tragisch.Ich kenne zwar die Bewohner nicht, aber die Häuser stehen gerade mal zwei Kilometer von hier. Das macht schon immer mehr betroffen, wenn man die Begebenheiten persönlich kennt.

    • Ich bin schon so unendlich oft an diesen Häusern vorbei gelaufen. Ich habe diese dörfliche Idylle geliebt. Speziell das weiße Haus mochte ich sehr. So schön wird es sicher nicht wieder werden 😦

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