Burhave

Heute bin ich nicht gelaufen und doch war ich in Gedanken fast die ganze Zeit beim Laufen. Der geplante Lauf ist einem Ausflug an die Nordsee zum Opfer gefallen. Strahlender Sonnenschein und der erste Tag seit vielen, vielen Wochen ohne eisigen Nordostwind wollten gewürdigt werden. Das Laufen läuft mir nicht weg. Ich hole es morgen nach.

Warum ich trotzdem so oft ans Laufen gedacht habe? Weil wir heute Burhave angesteuert haben. Das ist jener Ort, den ich als voraussichtlichen Zielort des Oldenburg-Nordseelauf ins Auge gefasst habe. Die Idee zu diesem Lauf ist aus einem leichtfertigen Kommentar von mir auf diesen Artikel von Margitta entstanden. Zwar liegt mein Hauptaugenmerk in diesem Jahr darauf, gesund und verletzungsfrei über das Jahr zu kommen. Aber für den Fall das mir dies gelingen sollte, habe ich den Lauf zur Nordsee mal grob für den September ins Auge gefasst. Neben Margitta hat Christian und inzwischen auch, wenn alles gut gehen sollte, Rainer sein Interesse bekundet, mich auf diesem Lauf zu begleiten und mental zu unterstützen 😀

Der Tripp wäre ca. 55 km lang und würde nach meiner heutigen Vorstellung genau hier enden, auf der Seebrücke von Burhave:

07.04.13 Wegweiesrnoch 100 m bis zum Ziel

07.04.13 Seebrücke

07.04.13 jv1Bis hierher und keinen Schritt weiter…

07.04.13 Nordsee…dann erwartet uns diese Aussicht

Die Seebrücke wird bei Margitta sicher Heimatgefühle wecken. An der Nordseeküste ist sie meines Wissens einzigartig. Die folgenden Bilder bieten noch ein paar Impressionen von der Küste bei Burhave und dem Hinterland.

07.04.13 ContainerschiffContainerriese auf dem Weg nach Bremerhaven

07.04.13 PrielKleiner Priel neben der Seebrücke

07.04.13 FischkutterFischkutter im Hafen von Fedderwardersiel

07.04.13 Norwegian Breakaway und LäuferLäufer im Deichvorland. Im Hintergrund Bremerhaven, dort zu sehen die „Norwegian Breakaway“, das größte jemals in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff. Gerade fertiggestellt auf der Meyer-Werft in Papenburg

Der Laufweg von Oldenburg nach Burhabe würde uns entlang des Jadebusens führen. Streckenweise läßt es sich vor dem Deich laufen und der Blick kann über den Jadebusen bis nach Wilhelmshaven schweifen.

07.04.13 LaufstreckeAuf dem Weg dort unten würden wir laufen…

07.04.13 Laufstrecke2…immer weiter Richtung offene Nordsee

07.04.13 Jadebusen1Blick über den Jadebusen

07.04.13 Jade Weser PortIm Hintergrund die Kräne des neuen Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven

Auf den letzten Kilometern vor der Nordsee ist die Wesermarsch selbst für einen Flachländer wie mich auffallend flach. Kilometerlange Weite ohne auch nur einen einzigen Höhenmeter. Der Weg von Oldenburg führt in nordnordöstliche  Richtung. So dürfte mit höchster Wahrscheinlichkeit garantiert sein, dass es bei dem Lauf keinen Gegenwind gibt.  Nördliche Winde dürften im September faktisch ausgeschlossen sein. Die vorwiegende Windrichtung ist West, bei einer stabilen Sommerschönwetterlage auch schonmal Ost.

07.04.13 flach1Flach, flacher, Wesermarsch

07.04.13 flach2Blick vom Nordseedeich auf die Wesermarsch

Der September ist sicher für dieses Vorhaben die perfekte Jahreszeit. Mit etwas Glück nicht mehr zu heiß, auch nicht zu kalt und das Land wird, im Gegensatz zu heutigen Tag, sattgrün sein.

Über 50 km plattes Land. Gefordert ist da sicher eine gewisse Kopffestigkeit, weil sich viele Streckenabschnitte auf Kilometer im Voraus übersehen lassen ohne großartig Abwechselung zu bieten.

Und? Machen die Bilder Appetit auf so einen Lauf oder schrecken sie eher ab? 😉

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30 Kommentare zu “Burhave

  1. Lieber Volker,

    das Terrain ist mir bei einem solchen Lauf Wurscht, ich will Dich begleiten auf Deinem Projekt, wenn es denn zeitlich passen sollte. Wie und wo wir laufen ist erstmal egal 😀
    Ich finde es toll, dass Du Dir schon so Gedanken machst und auch das Ziel schon in Augenschein genommen hast, ist ja nicht unwichtig, damit Du das Ziel-Catering organisieren kannst :mrgreen: Das Gute am flachen Land ist aber, dass man beim Start schon das Ziel im Auge hat, stell ich mir auf jeden Fall so vor 😎

    Salut mein Lieber

    Christian

    • Lieber Christian,

      so, das Terrain ist Dir also wurscht. Da gebe ich mir allergrößte Mühe Euch meine norddeutsche Heimat näherzubringen und Dir ist das völlig wurscht. Wozu mache ich mir die ganze Arbeit überhaupt ??? :mrgreen:

      Das Ziel-Catering ist quasi schon organisiert. Jens kennt in Burhave die Inhaber eines kleinen griechischen Restaurantes 🙂 Eigentlich steht auch schon das Unterwegs-Catering. Die genaue Strecke werde ich bei schönem Wetter noch mit dem Fahrrad ausklamüstern.

      Und dann liegt es nur noch an mir und an Euch, ob es wirklich was wird 😀

      Moin Moin, komm gut in die neue Woche
      Volker

  2. „Kopffestigkeit“ ist der richtige Begriff angesichts des Strecken“profils“ – aber ihr werdet euch in froher Gesellschaft so viel zu erzählen haben, dass euch gar nicht auffällt, wie schnell ihr am Ziel seid. Und wenn ihr mal so schön in Schwung seid, könntet ihr doch gleich weiter zum Grand Canyon …?! 😉

    Schade, dass das Wasser dort so Wattenmeertypisch flach ist; nach 55 km in voller Laufmontur mit einem Köpper in die Nordsee zu jumpen, das hätte doch was! 😆

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Ich bin diese Weite ja gewohnt. Aber für die „Bergvölker“ von südlich des Mittellandkanals ist das etwas schon etwas anderes 😉

      Köpper bietet sich leider nicht an. Selbst wenn das Wasser da ist, würde man mit dem Kopf im Schlick steckenbleiben. Am Ende der Brücke, wo das Wasser tiefer ist, prangt dann auch noch ein Schild „Springen verboten, gefährliche Strömung“

      Aber vielleicht reicht die Kraft ja noch um vor lauter Übermut eine Schlickschlacht zu starten :mrgreen:

  3. das wäre der psychische Härtetest für mich. 50km plattes Landes. Andererseits… Es ist auch hilfreich um abzuschalten und den Kopf freizukriegen. Ich will dieses Jahr auch nochw as längeres machen, aber nur wenn gesundheitlich alles glattläuft, denn ich hab keinen Bock wegen ner langen Kante länger auszufallen.

    Ansonsten: Ich muss zugeben, auch in braun ist diese Landschaft wirklich hünsch anzusehen. Herrlich beruhigend.

    LG
    Daniel

    • Du kannst Dich dem psychischen Härtetest ja stellen, Mitläufer sind willkommen 😀

      Dieser Lauf wird auch nur dann stattfinden, wenn bei mir gesundheitlich alles glattläuft. Ich sehe das genauso wie Du. Deswegen wird der Lauf, wenn überhaupt in diesem Jahr, auch nur recht spontan ausgerufen.

      Das Winterbraun ist noch die alles beherrschende Farbe. Aber es war sonnig und einigermaßen mild. Da tritt das in den Hintergrund. Wenigstens ein Hauch von Frühling, man kann nicht alles auf einmal haben.

      LG Volker

  4. Lieber Volker, mach‘ dir keine Gedanken über lange Geraden, bin schon den Nordostsee-Kanal entlang gelaufen 100 km kerzengerade und vermeintlich langweilig, aber man kann den Kopf so steuern, dass ihm das gefällt, und mit netter, lieber Gesellschaft ist es wesentlich einfacher, als wenn man es alleine tun würde. Also, das sieht gut aus, ich freue mich drauf. Der Weg ist das Ziel.
    Jetzt müssen wir alle noch fit und vor allem gesund bleiben und ich werden !!

    Sehr verlockend für mich, in lieber Gesellschaft zu laufen, Christian habe ich schon Jahre nicht mehr gesehen, bin noch nie mit ihm gelaufen…. Hach !!! 😉

    • Liebe Margitta,

      ich selber mache mir gar nicht so große Gedanken um die langen Geraden. Ich denke da eher an die höhenmeter- und kurvenverwöhnten „Südländer“ 😉

      Das Dich die Strecke nicht schrecken kann, war mir von vornherein klar 😀

      Gesund und fit ist das oberste Gebot, nicht nur in Bezug auf diesen Lauf. Mit Dir und Christian und Rainer diesen Lauf in Angriff nehmen zu düfen, wäre für mich das Größte. Oh, wäre das schön, wenn das klappen würde 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Bei euch ist ja wirklich nirgens ein Hügelchen zu sehen. Platt wie ne Flunder!

    Also wenn du die 55km geschafft hast kannst du die restlichen 14686km zum Great Barrier Reef auch noch in Angriff nehmen. Da würde ich mich jetzt nicht lumpen lassen…. 🙂

    • Nirgends ein Hügelchen, wovon rede ich denn immer die ganze Zeit :mrgreen:

      Die 14686 km würde ich ja mit links laufen, aber leider ist der Weg dorthin nicht nur Landmasse und Schwimmen mag ich nicht. Also lasse ich das mit dem Great Barrier Reef … 😉

  6. 55km flach aber sicher mit jeder Menge Wind. Mit großer Wahrscheinlichkeit auch noch die ganze Zeit Gegenwind. Aber die langen Geraden sind ein gutes psychologisches Training. Und in Begleitung wirst du die Strecke kaum merken.
    Viele Grüße
    Karina

    • *Hüstel* Das Thema (Gegen-)Wind findet seine Erwähnung in dem Artikel. Da sehe ich mal wieder, wie gründlich meine Artikel gelesen werden 😦 :mrgreen:

      Die langen Geraden bin ich einigermaßen gewohnt. Trotzdem wird die ganze Veranstaltung natürlich ein riesige Herausforderung. Ich würde mir sehr wünschen, dass das mit der Begleitung klappt. Alleine würde ich das wohl auch nicht anpacken.

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Hallo Volker,

    ein wirklich schönes Projekt, da würde ich mich gerne beteiligen, aber organisatorisch wird das eher schwierig werden. Außerdem sind 55km ja ne echte Ansage, ich stöhne ja schon ab 30km. Wollt Ihr (Du) die Strecke NonStop laufen, oder wollt Ihr kleinere Pausen machen? Bsp. alle 20km ne halbe Stunde? Mit Pausen ist das ja machbar, aber für einen Nonstop lauf muss man ja wirklich trainieren.

    Grüße -timekiller-

    • Hallo Heimo,

      also ich wäre froh, wenn ich mal wieder ab 30 km stöhnen könnte, soweit bin ich schon ewig nicht mehr gelaufen 😉

      Wie wir die Strecke laufen wollen, haben wir noch gar nicht besprochen. Ein Gehetze wird das sicher nicht. Halbstündige Pausen werden wir aber wohl auch nicht einlegen.

      Noch ist nichts konkret. Wenn es im September tatsächlich was werden sollte und Du Dich fit fühlst und Lust und vorallem Zeit hast, dann bist Du herzlich willkommen mit zu laufen 😀

      Liebe Grüße nach MUC
      Volker

  8. Oh, das Nordsee-Projekt wird ja immer konkreter. Jetzt wird sogar schon der Zielbereich besichtigt. Aber es ist ein schönes Projekt. Da hat man doch ein greifbares Ziel vor Augen. Nicht eine bestimmte Zielzeit, die man erreichen will, sondern einen richtigen Zielpunkt. Finde ich gut….

    • Wäre schön, wenn es wirklich konkret werden würde, aber das zeigt sich erst in einigen Monaten.

      Eine bestimmte Zielzeit wäre für mich auf diese Entfernung tödlich. Dann würde ich das nicht machen wollen.

      Ich habe gestern auch noch an Dich gedacht, weil wir auf dem Rückweg an Sehestedt vorbeigefahren sind.

      LG Volker

      • Sehestedt – die Weltstadt 😉

        Nein, das meinte ich anders. Dass du für den Lauf NICHT auf eine bestimmte Zielzeit trainieren wirst, ist klar.

        Ich meinte, dass ich es spannender finde auf so einen Lauf mit einem echten Ziel (Burhave) hinzuarbeiten, als auf eine bestimmte Zeit im Marathon, die -außer einem selber- eh keinen interessiert.

  9. Ganz schön flach 🙄 Aber keine Sorge, meine Psyche wird das schon überstehen. 😉 Wenn es wirklich klappen sollte, freue ich mich auf einen entspannten langen Quassellauf. Das geht bei so wenigen Höhenmetern eh leichter.

    Aber sorft gilt: Vorfreude auf den September 🙂

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Wenn wir wirklich zu dritt oder zu viert laufen, wirst Du die flachen, langen Geraden gar nicht merken 🙂

      Auf das Quasseln bin ich zur Ablenkung unbedingt angewiesen, Vielleicht auf den letzten Kilometern auch nur noch als Zuhörer.

      Vorfreude definitiv ja, aber ich werde sie bestimmt nicht übersteigern um Enttäuschungen vorzubeugen. Aber eine obercoole Sache wäre das schon 😀

      Liebe Grüße und halt die Ohren steif!
      Volker

  10. Och ist das schön flach…
    Ich glaub, die Gegend muss ich mir auch mal anschauen (aber zum hinlaufen, ist es mir doch ein „bißchen“ zu weit 😉 ).
    Lieben Gruß, Doris

    • Liebe Doris,

      meine flache Heimat ist sicher eine Reise wert. Wenn Du sie mal kennenlernen willst, Du bist mir herzlich willkommen. Du brauchst ja nicht gleich ganz herzulaufen. Aber läuferisch würde ich Dir trotzdem gerne die eine oder andere Ecke zeigen 🙂

      Also, wann kommst Du? 😀

  11. Coole Sache Volker.
    Ich wünsche dir viel Spaß bei der Vorbereitung und natürlich auch viel Spaß beim Lauf. Ab Kilometer 42 stellt sich so ein cooles und unbeschreibliches Gefühl ein…lass dich überraschen! 😉

    • Danke Steve,

      noch ist das ja alles nicht so weit. Aber wäre schon geil, wenn das klappen würde.

      Unbeschreibliches Gefühl ab KM 42? Da bin ich aber jetzt schonmal gespannt 😀

  12. Lieber Volker,
    also wenn es zeitlich passen sollte dann komme ich mit auf Dein Abenteuer.
    Flaches Land muss nicht öde sein, ich bin früher gerne von Dortmund-Eving (frühere Heimat) bis nach Lünen durch die Felder gelaufen. Null Höhenmeter … das hat mich immer beruhigt! 🙂

    Liebe Grüße
    Marco

    • Hallo lieber Marco,

      cool, so langsam entwickeln wir uns zu einer richtigen Gruppe. Wenn es so klappt wie ich mir das wünsche, bis Du herzlich eingeladen.

      Ich finde das flache Land überhaupt nicht öde. Das wäre auch tragsich, dann könnte ich nur noch wegziehen 😉

      Wo ist denn heute Deine Heimat?

      Liebe Grüße
      Volker

      • Heute wohne ich in Hagen/Westfalen ganze 50 meter von der Stadtgrenze Ennepetal entfernt. 😉
        Also am/im Tor zum Sauerland. Da kommen im Jahr schon ein paar tausend Höhenmeter zusammen auf meinen Streifzügen durch die Hagen-Hills.

      • Ich habe gerade mal auf Deiner HP kurz gestöbert. Du hast ja schon einiges an Läufen auf dem Kerbholz. Da wird der Lauf zur Nordsee für Dich ja ein Spaziergang 🙂 Prima, noch jemand, der mich mental mit durchschleppen kann :mrgreen:

  13. Ich habe es eben in einem anderen Beitrag schon getan, und wiederhole es hier noch einmal: reihe mich gern in die Liste der interessierten Begleiter ein, vVolker!

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