Der Berg ruft!

So! Nun zeig ich Euch allen wo höhenmetermäßig der Hammer hängt. All Ihr Uptothetopers, Docrunners, Midlifegekristen, Daniels, Weinbergrennschnecken, Ultrafrankies, Triedreamteamers und wie hier alle heißt. Ich bin ins Berglauftraining eingestiegen! Jawohl! Dazu habe ich heute gleich MEHRFACH Oldenburgs Hausberg bezwungen!!!

Nach dem der Winter nun endlich seinen Abschied benommen hat, läßt es sich auf ihm wieder laufen, dem Osternburger Utkiek. Atemberaubende 28,15 m erhebt er sich an seiner höchsten Stelle über Oldenburg Null. Wie kommt Oldenburg zu so einem Mount Everest-Konkurrenten? Der Grund ist leider sehr profan und für Oldenburg nicht gerade schmeichelhaft. Es ist die alte Hausmülldeponie, die 2009 begrünt und zum Stadteilpark umgebaut wurde. Im Prinzip hat man die Deponie weitestgehend nur als Wiese begrünt. Bäume dürfen auf dem „Berg“ leider nicht wachsen. Deren Wurzelwerk würde die Deponieabdeckung beschädigen und so hat der Utkiek tatsächlich sein eigenes Kleinklima. Pfeift bei uns eh schon immer der Wind, reicht die Höhe des Utkiek wirklich schon aus, um ihn da „oben“ richtig brutal sein zu lassen.

Heute nachmittag nun endlich mal lauer, mäßiger Südwind nach nahezu acht Wochen Eisostwinddisaster. So kannte ich mein Berglauftraining beginnen.

10.04.13 Utkiek

Einen guten Kilometer im Durchmesser hat unser „Berg“ zu bieten. Kreuz und quer laufen die Wege über das Gelände. Die längsten Steigungen bringen es auf  fette 150 m. Auf dem höchsten „Gipfel“ hat man tatsächlich einen kompletten Überblick über Oldenburg. Leider war es nach heutigen Regen recht diesig und der Ausblick dadurch sehr getrübt.

10.04.13 Autobahn

10.04.13 Skyline

Auf zwei der drei Gipfel gibt es Kunst zu bewundern und wenn es heute nicht so nass gewesen wäre, hätte der erschöpfte, gipfelstürmende Läufer auch auf Bänken wieder seine Kräfte sammeln können.

10.04.13 Utkiek Panorama

10.04.13 me1

9,3 km im 6:04erSchnitt bin ich kreuz und quer und hin und her gerannt. Dadurch ging es geschätzte vier Kilometer bergauf. Für mich war das schon eine Hausnummer auf der ehemaligen Hausmülldeponie, obwohl ich mich erstaunlich schnell an die Steigungen gewöhnt habe. So konnte ich die drei Steigungen hin- und wieder zurück sogar in einem durchlaufen. Wow :mrgreen:

10.04.13 me2

Natürlich konnte ich auch „downhillen“, was natürlich auch Spaß macht 🙂 Apropos Spaß: Auch wenn es für mich heute durchaus eine Abwechselung und tatsächlich eine neue Erfahrung war, hält sich der Spaßfaktor durch das Hin- und Hergerenne doch in Grenzen. Außerdem ist der Utkiek auch bei den Hundebesitzern sehr beliebt 😦 Die geschotterten Wege sind in den Zehenschuhen auch nicht wirklich prickelnd und ließen mich meisterns neben ihnen laufen.

Deshalb kann der Berg in Zukunft ruhig weiter rufen. Allzu oft werde ich ihn nicht erhören. Und all Ihr Uptothetopers, Docrunners, Midlifegekristen, Daniels, Weinbergrennschnecken, Ultrafrankies, Triedreamteamers und wie Ihr alle heißt, werdet auch in Zukunft nichts vor mir zu befürchten haben :mrgreen:

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28 Kommentare zu “Der Berg ruft!

  1. Du Tier! Solche Gipfel bezwingst Du ohne Pause und Sauerstoffgerät. Und jetzt gibst Du schon wieder auf? Na dann komm‘ erst mal zum Höhentraining nach Trier. Da bläst der Wind nicht ganz so stark. 😉

    Liebe Grüße
    vom Midlifegecristen 😎

    • Hehe, bei den ersten Malen brauchte ich tatsächlich eine kurze Pause. Das konnte ich aber durch das Fotografieren kaschieren :mrgreen:

      Was heißt aufgeben? Ist halt nicht gerade ein prickelndes Naturerlebnis dort und wenn da bei schönerem Wetter noch mehr Leute ihren Kö… ähhhh Hund ausführen, kann man es echt knicken.

      Das Schicksal meint es halt flach mit mir 😉

      Liebe Grüße an den, der die Midlifecrisis doch schon längst überwunden hat 😎
      Volker

    • Abwechselung geht überall. Ich werde dort sicher auch nochmal laufen. Dazu suche ich mir aber am besten Regentage aus, sonst ist da zuviel los, vorallem in Sachen Hunde.

      Kurz wäre sogar noch eine Nummer kürzer gegangen. Es war recht mild, obwohl der leichte Südwind auch noch seine Frische hatte.

      Das kurze Schwarze zu Ehren des Frühlings auch bei Dir, ich habs gesehen 🙂

      LG Volker

  2. Lieber Volker,

    wenn wir uns zum Lauf an die Nordsee einfinden, sollte der Start auf der Bodenwelle – äh, wie hast Du das genannt? Berg? – stattfinden, denn der Anlauf reicht wahrscheinlich um dann ohne weitere Anstrengung bis zur Nordsee zu kommen :mrgreen: Sorry, bei der Vorlage…
    Ganz im Ernst, eine gewisse Abwechslung zum ständig flachen Terrain ist doch gar nicht schlecht und auch wenn es nicht besonders hoch (?!) ist, das wellige Profil seilt doch eine gewisse Herausforderung dar.
    Viel Spass mein Lieber beim Höhenmeterkloppen 😛

    Salut
    Christian

    • Lieber Christian,

      nix da, ein Start vom BERG! würde den Lauf an die Nordsee um 6 Kilometer verlängern. Soviel Schwung kann ich da gar nicht holen :mrgreen:

      Als Abwechselung ist es wirklich mal ganz nett und stellt zumindestens etwas eine andere Beanspruchung dar. Attraktiv ist es alelrdings wahrlich nicht, dort zu laufen.

      Danke, ich tue mein Bestes 😎

      Moin Moin
      Volker

  3. Na ja, Müllberg, nee, das hatten wir auch einmal in meinen ehemaligen heimatlichen Gefilden, wer weiß, was da drunter alles noch brodelt ??? Dann finde ich deine Treppen wesentlich attraktiver für Körper, Geist und Seele – vor allem für die Waden und Oberschenkel, die Kondition sowieso.

    So, so, Frühling – der lässt auf sich warten bei uns , zwar steigen die Temperaturen, aber als Frühling kann man das noch nicht bezeichnen, du Berghengst !!! 😉

    • Man(n) muß ja alles mal ausprobieren, liebe Margitta 🙂 Die Treppe hat da sicher noch andere Qualitäten, sie ist für mich auch günstiger zu erreichen.

      Frühling ist sicher noch was anderes, aber es war schon einfach mal nicht kalt. Wir sind ja bescheiden.

      Im Moment regnet es wieder und am Wochenende soll es warm werden, da wird die Natur sicher förmlich explodieren.

      Berghengst…. Hmmm, wenn Du meinst… 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Hallo Volker,
    oje, jetzt hast du wohl Rainer herausgefordert 🙂
    Aber tatsächlich reicht auch ein 150m „Anstieg“, Sorry für die Anführungszeichen“, für Bergtraining. Mehrfach voll im Sprint hoch und langsam zurücktraben und wieder von vorn. Mach das noch ein paar Mal und dann lass sie alle stehen am Himmelfahrtswochenende 🙂
    Bei uns heissen die Hügel, sofern es sich um eine Strasse handelt, Asphaltblasen.
    Das Slalomlaufen um die Hundehinterlassenschaften hat doch auch etwas. Schult die Aufmerksamkeit, Konzentration und Koordination.
    Viele liebe Grüße und weiter so
    Karina

    • Nicht nur den Rainer, liebe Karina 😉

      Sprint? Ich und sprinten? Und dann noch „bergauf“? Willst Du mich umbringen? 😯 Ich will doch am Himmelfahrtswochenende niemanden stehen lassen. Da möchte ich doch gerade mal in Gesellschaft laufen 😀

      Asphaltblasen sind bei uns Kleinwagen! 🙂

      Die Hinterlassenschaften sind gar nicht so das Problem. Mich stören eher die Häufchenmacher und deren menschliches Zubehör selber.

      Weiter so! Zu Befehl! 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Ha, hier im Weserbergland sind die ‚Berge‘ auch nicht wesentlich höher ;D Der Ith der hinter meinem Haus liegt ist gerade mal 439m hoch.

    Seit Anfang des Jahres laufe ich wieder regelmäßig und versuche nun auch wieder die umliegenden Hügel zu erklimmen und muss feststellen, dass mich das momentan echt aus der Puste bringt. Zwar bin ich auf flachen Strecken so um die 5min/km unterwegs doch wenn es bergauf geht kommt fast ’ne Minute drauf 😀

    • Hallo Rarámuri,

      freut mich, Dich hier zu lesen.

      Der Berg hinter Deinem Haus ist immerhin 410,85 m höher als der Utkiek. Das sind Welten! 🙂

      Du läufst bergauf immerhin noch mein normales Tempo. Da kannst Du doch nicht meckern 😉
      Ist halt alles Trainingssache. Wenn man denn, wie Du, das passende Trainingsgebirge zur Verfügung hat 🙂

      Grüße ins Weserbergland
      Volker

  6. Das Gelände sieht ja wirklich nicht gerade einladend aus. Ja gut, es geht etwas bergauf, aber
    da ist es ja fast attraktiver irgendwelche Autobahnbrücken hoch und runter zu rennen.

    Bei mir ist es ja auch meist flach, aber keine 5km von mir beginnen die ersten Ausläufer der monströsen Baumberge .Es steht zwar „Berge“ dran, aber selbst Wikipedia spricht von einer Hügellandschaft. Aber so 100 Höhenmeter sind da pro Hügel zu erklimmen – das ist ja schon mal was, finde ich. Da kommt aber wieder mein „Problem“ zu tragen, dass ich am liebsten von der Haustüre aus starte und bei 5km „Anreise“ bis zum ersten Hubbel, kommen dann halt nicht mehr ganz so viele Hügel-Kilometer zusammen.

    • Es ist halt nicht so einfach in Oldenburg zumindest mal ein paar pobelige Höhenmeter zu laufen 😦

      Der Utkiek liegt auch 6 km von meiner Haustür entfernt und ich bin da auch mit dem Auto hingefahren, im dicksten Feierabendverkehr. Das kommt auch noch erschwerend hinzu.

      100 Höhenmeter sind ja schon ein bisschen was, dafür muß ich auf dem Utkiek die einzelnen Hügel sechsmal rauflaufen.

      Für einwenig Abwechselung fahre ich schonmal mit dem Auto. Das macht mir nicht so viel aus. So bekommt das Auto auch mal etwas Bewegung, es steht sich bei mir sonst die meiste Zeit die Reifen platt. Es muß aber nicht zu oft sein.

  7. Ich hab immer das Gefühl, dass dein Auto hauptsächlich zur Werkstatt fährt. Zumindest gibt es bestimmt schon 5 Blog-Einträge von dir, wie du entweder das Wegbringen oder Abholen des Autos mit einem Lauf verbindest 😉

    • Zwei Blogeinträge, mein Lieber, nur zwei. Einmal wegen einer neuen Windschutzscheibe nach Steinschlag und einmal zur Inspektion. Mein Fiat ist schließlich zuverlässig! 🙂

  8. Du bist mir ja einer! Du wirst mir immer unheimlicher! Zuerst die Minimalschuhe und nun auch noch am Berge erklimmen! Langsam aber sicher wirst du mir zu extrem! 🙂

    • Ich Dir zu extrem? *Schenkelklopf“

      Offensichtlich habe ich gerade nur eine Experimentierphase 🙂

      Aber keine Sorge, ich werde jetzt trotzdem nicht in einen Dreikampf mit Dir und Deinem Bruder eintreten. Das wäre mir dann doch zu extrem 😉

  9. Da bin ich platt!
    Die nächste Bergziege ist entdeckt 😀 – ich glaub, ich muss mal wieder „runter“ zum See laufen und dann zurück – sonst bin ich hier bald die einzige, die sich nur auf die in der Ebene zurückgelegten km konzentriert!
    Die vom See gerufene, grüßt den vom Berg gerufenen… (oder so ähnlich?!)

    • Ach, ich dachte in Österreich „muß“ man/frau automatisch Höhenmeter laufen 😉

      Keine Sorge, liebe Doris, zur Bergziege mutiere ich bestimmt nicht Dazu ist unser Utkiek einfach nicht atrraktiv genug. Und mit Dir habe ich dann in Trier auch wenigstens eine Flachlaufverbündete 😀

      Ich lasse mich lieber von der Hunte rufen.

      Liebe Grüße zurück von dem, der in Sachen Ruf des Utkiek meistens taube Ohren haben wird 😀
      Volker

  10. Dass du mit dem Auto hingefahren bist, kann ich natürlich nicht gutheißen, lieber Volker. Das Bergtraining dagegen schon! Wenn du von Rainer, Christian & Friends nicht plattgelaufen werden willst, musst du schon Einsatz zeigen in der Vorbereitung. Oder du „muss“ mit der Damenriege im Flachland laufen. 😆

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Tja, das mit dem Auto läßt sich leider manchmal nicht so ganz vermeiden, wenn ich mal was anderes erleben will.

      Ich „fürchte“, dass es für mich eh auf die Damenriege hinaus läuft. Da muß ich halt durch :mrgreen:

      Liebe Grüße
      Volker

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