Ich hatte da noch ein Rechnung offen

Heute stand ein Besuch bei Schwiegermuttern im gut 20 km entfernten Berne auf dem Programm. Drei- oder viermal bin ich bei der Gelegenheit schon zu ihr hingelaufen. Beim letzten Mal hatte ich allerdings mein Ziel nicht erreicht. Drei Kilometer vor dem Ende des Laufes machte eine Zerrung meinem Lauf den Garaus. Das ganze ist sage und schreibe schon über zwei Jahre her und aus mir unerfindlichen Gründen ist es bis dato zu keiner Neuauflage gekommen.

Somit wurde es allerhöchste Eisenbahn diese Rechnung endlich zu begleichen. Das Wetter dabei mal wieder ganz anders als beim letzten stürmischen Lauf. Nahezu Windstille einhergehend mit etwas drückender, 16° warmer Luft . Diese Konstellation ließ mich, begünstigt durch viele Kilometer im Windschatten des Deiches mächtig im eigenen Saft schmorren. Soviel geschwitzt bei vergleichsweise geringer Temperatur habe ich schon lange nicht mehr.

Die Route auf der rechten Hunteseite wird freizeitmäßig immer mehr ausgebaut und dabei entstehen immer mehr Aussichtspunkte über den Deich. Einer davon mit ungeahntem Komfort …

06.10.13 me1

… mit Blick auf die schon mal gezeigten Piepmätze und meine normale Laufstrecke auf der anderen Hunteseite …

06.10.13 Vögel

06.10.13 Läufer

… und interessante Boote 🙂

06.10.13 KakerlakeMan achte auf den Bootsnamen und die Verpflegung im Heck 🙂

Kilometerlang verläuft die Strecke direkt unterm Deich … 06.10.13 me2

06.10.13 Deich

06.10.13 Reetdachhaus

Hier und da gönne ich mir einen Blick über den selbigen …

06.10.13 Segelboote

06.10.13 Hunte

06.10.13 Fredo

… und freue mich dabei über die Überstieghilfen über den Stacheldrahtzaun 😉

06.10.13 Überstieg

Dann stelle ich noch fest, dass mir jemand meine Geschäftsidee und Namen geklaut hat:

06.10.13 Volkers B u B

Langsam kommt Berne näher, noch einen Blick auf die Hubbrücke über die Hunte, deren Tage bald gezählt sind …

06.10.13 Huntebrücke

… und nach 22,6 km im 5:50iger Schnitt trudel ich bei Adele ein. Die alte Rechnung ist somit beglichen, was bei Pflaumenkuchen, Tee, einem Likör namens Wikinger Blut und in Rotwein eingelegten Pflaumen gebührend gefeiert wurde.  Puh, das war nach diesem Lauf wohl etwas viel für meinen Magen und ich mußte im Garten mal eben frische Luft schnappen. Dabei habe ich mich mit Blicken auf das was in Schwiegermutters Garten noch zu grünt und blüht abgelenkt :mrgreen:

Ziemlich genau 54 km in drei Läufen kamen in dieser Woche zusammen. Das finde ich schon ganz ordentlich, damit bin ich hochzufrieden, so kann es weitergehen 🙂

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22 Kommentare zu “Ich hatte da noch ein Rechnung offen

  1. Na das sind ja mal neue Fotos von Deinem Lieblingsfluss. Schöne Strecke. Undank gleich den Kalorienverlust ausgeglichen … 😉

    Und wie bist Du wieder nachhause gekommen?

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Ja, in den Bereich der Hunte komme ich auf meiner Hausrunde nicht.

      Jepp, der Kalorienverlust mußte dringends ausgeglichen werden 😎

      Nachhause gekommen? Die paar Kilometer konnte ich ja wohl noch eben wieder zurücklaufen :mrgreen: Nein, im Ernst, Jens war ja mit dem Auto hingefahren und hat mich dann natürlich mit zurückgenommen.

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Wow, wenn das mal nicht wahre Familienbande sind, sooo weit laufen zur Schwiegermutter! Aber sie dankt es Dir ja auch mit einige Leckereien!
    Schöne Bilder, sieht sehr leer aus bei Dir…. bis auf die Kakerlake 😉
    Liebe Grüße, guten Wochenstart!
    Elke

    • Meine Schwiegermutter ist eine tolle, taffe, 1,38 m große Frau, für die ich noch viel weiter laufen würde ❗

      So leer war es gar nicht, es waren noch einige (Fahrrad-)Ausflüger unterwegs. Auf dem gleichen Weg würde ich ein paar Wochen weiter so gut wie niemanden mehr begegnen.

      Dir auch eine gute Woche.

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Sehr schöne Bilder, lieber Volker! Wer sich erst an der Wegzehrung der Kakerlaken-Besatzung labt (? 😉 und dann schlemmend und mit reichlich Hochprozentigem das Kaloriendefizit wieder auffüllt, braucht erstens einen Pferdemagen und zweitens ganz sicher frische Luft! 😆

    „Deichläufers B&B“ klingt übrigens noch einladender, finde ich. Dann bekommen die Gäste gleich eine Ahnung, mit wem sie es zu tun haben, und du kannst ihnen – gegen Aufschlag natürlich – auch begleitete Läufe anbieten. 😉

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Was denkst Du von mir, ich vergreife mich doch nicht an der Verpflegung der tapferen Rudermannen. Alleine schon aus Angst vor Haue :mrgreen:

      So reichlich war das Hochprozentige gar nicht. Aber nach über 20 Laufkilometern braucht es offensichtlich nur zwei Gläschen Likör und drei Rotweinplaumen um den Magen etwas zu „irritieren“ 😉

      Ich träume ja ernsthaft schon lange von meiner eigenen Frühstückspension, da wäre Dein Vorschlag wirklich ein schöner Name. Und mit aufpreispflichtigen, begleiteten Läufen könnte ich mich auch anfreunden 😀

      Liebe Grüße
      Volker

      • Nur sicherheitshalber: Dir ist schon klar, dass „Frühstückspension“ bedeutet, dass deine Gäste ein Frühstück bekommen?! Und dass Frühstück üblicherweise ab 7:30 Uhr bis 8:00 Uhr erwartet wird, nicht erst ab 11:00 Uhr?! Und dass das nicht nur für Werktage, sondern auch für Sonn- und Feiertage gilt? 😆

        Ich wollte nur nochmal drauf hingewiesen haben … 😉

        Lieben Gruß,
        Anne

      • Mußt Du all meine Träume gleich wieder mit Deinen Realitäten zerstören :mrgreen:

        Für die Verwirklichung meines Traumes würde ich das in Kauf nehmen 🙂

  4. Lieber Volker,

    schöne bildliche Eindrücke von einem Lauf mit geschichtlichem Hintergrund um nicht zu sagen von einem historischen Lauf 😉 Die Revanche scheint Dir geglückt, allerdings hat Anne Deinen etwas schön gefärbten Traum von einer Frühstückspension (für Langschläfer?) jäh zerstört. Vorschlag: Lass doch einfach das „Frühstück“ weg, „Deichrunners Motel“ hört sich doch auch sehr nett an 😛

    Salut
    Christian

    • Lieber Christian,

      „Historisch“, ja, dieser Begriff wird dem gestrigen Lauf gerecht, so isses 😀

      Wieso schön gefärbter Traum? Ich habe mich doch gar nicht dazu geäußert, wie der Traum für mich im Detail aussieht. Immer diese Unterstellungen 😉

      Nö, Frühstück gehört dazu, das würde ich entgegen anderer Vermutungen einzelner Personen schon hinbekommen! 🙄

      Moin Moin
      Volker

  5. Ein langer Lauf, von dem Du viele schöne Bilder mitgebracht hast. Die gefallen mir gut. Und dann noch einen leckeren Pflaumenkuchen und ein wenig Schluck im Anschluss. Also, das war ja wohl perfekt. Nur dass einer Deine tolle Namensidee geklaut hat… Gar nicht nett!
    Liebe Grüße, Bianca

    • Naja, Namensidee nicht gerade. Aber die Idee einer Frühstückspension habe ich schon lange. Aber ich werde sie wohl eh nie verwirklichen. Von daher sei ihm dieser Name gegönnt 😀

      Ansonsten war der gestrigeTag bis auf die leichte Magenschieflage wirklich nahezu perfekt 😎

      Liebe Grüße an die Weser
      Volker

  6. Hallo Volker,

    ja… mich gibt es auch noch. Im Moment reicht die Zeit gerade noch, um die neuesten Artikel zu überfliegen. Da bleiben die zu schreibenden Kommentare leider auf der Strecke.

    53 Wochenkilometer? Soviele mach ich z.Zt. im Monat. Das darf sich auch endlich mal wieder ändern.

    Meine Frau hat sich gerade den Traum von einem kleinen eigenen Lädchen erfüllt und damit es nicht zu einfach wird, hat sie sich dafür eine seit 10 Jahren leerstehende Eckkneipe ausgesucht. Da durften wir erstmal eine Menge Arbeit reinstecken. Was da alles orginisiert und überlegt werden muß…..
    Naja, jetzt ist die Eröffnung schon etwas her und so ganz langsam stellt sich wieder sowas wie „Alltag“ ein. Das wird auch Zeit. Wenn man beim Laufen schon in einer Abwärtsspirale ist und man bei einer 10km-Runde schon über Gehpausen nachdenkt, macht das nicht mehr so viel Spaß, wie sonst.

    Liebe Grüße
    Carsten

    • Moin Carsten,

      schön von Dir zu lesen, ich habe mir schon Gedanken gemacht 🙂

      Toll, dass der Traum Deiner Frau Wirklichkeit geworden ist. Was verkauft sie denn?

      Bei solchen Aktionen bleibt halt erstmal was anderes auf der Strecke, in diesem Fall das Laufen. Aber das kommt ja noch wieder anders.

      Jetzt wünsche ich Deiner Frau viel geschäftlichen Erfolg und Dir bald keine Gehpausen bei den 10er-Runden mehr! 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

      • … bald keine Gehpausen mehr? Ich hab geschrieben, dass ich über Gehpausen NACHDENKE 😉
        Ganz so schlimm ist es dann doch noch nicht 🙂

        Meine Frau verkauft schon seit ein paar Jahren selbstgenähte (Kinder-)Artikel auf Weihnachts- und
        Kreativmärkten und in ihrem eigenen Internetshop. Das ist jetzt so viel geworden, dass ihr Nähzimmer zu klein wurde. Außerdem hatten wir ständig Leute bei uns Zuhause stehen, die was abholen oder bestellen wollten. Um Zuhause etwas mehr Ruhe zu bekommen, lagert sie das jetzt in ihre „Kreativwerkstatt“ aus. Das macht sie mit noch zwei weiteren Mädels zusammen, um sich die
        Kosten und Öffnungszeiten aufzeilen zu können.
        Wenn du mal gucken willst: http://www.pierella.de
        Unter „Kreativwerkstatt“ gibt es auch ein Foto-Tagebuch vom Umbau.

      • Oooohoooohhh, welch Fauxpas von mir 😯 Ich korrigiere meinen letzten Satz dahingehend, dass ich Dir wünsche, auf Deinen 10er Runden bald keine Gedanken an Gehpausen mehr verschwenden zu müssen 😀

        Wow, da macht Deine Frau ja wirklich viel. Beeindruckend.

        Der Umbau ist ja nahezu ein Neubau geworden, tolles Ergebnis.

        Auf das bei Euch zuhause nun wieder Ruhe einkehrt!

        Liebe Grüße
        Volker

  7. Ich staune immer wieder: Bretteben bei euch! 🙂

    Wenn man bei Schwiegermutter so verwöhnt wird lohnt sich auch der weiteste Weg. Allerdings frage ich mich wie du zurück gekommen bist?! Hast du das Boot genommen? 🙂

    • Ich finde das gut, keine störenden Hubbel, die man erst erklimmen muß, um etwas Weitblick zu haben 😉

      Isch abe leider gar kein Boot. Der Rückweg war ganz einfach. Jens hat seine Mutter ja auch besucht und hat mich im Auto wieder mit zurückgenommen 😉

  8. Wow, was für tolle Bilder und was ein toller Lauf. Und die Wochenkilometer können sich ja auch sehen lassen! Volker, ich bin beeindruckt!
    Das Boot ‚Kakerlake‘ gefällt mir 🙂 . Nur der Inhalt muss nicht sein. Ich bräuchte nur 1 Flasche davon für den Totalausfall 😀 .
    Das liest sich alles sehr schön 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    • Nur eine Flasche bis zum Totalausfall? Da bin ich offensichtlich doch etwas härter im Nehmen. Es sei denn, ich bin vorher gerade gute 22 km gelaufen 😉

      Danke, liebe Helge, so könnte es Geschmack auch gerne bleiben 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Ich kann mich noch gut an deinen damaligen Bericht erinnern. Zwei Jahre? Da sieht man wie die Zeit vergeht! Für Pflaumenkuchen würde ich auch eine Weile laufen und (getrocknete?) Pflaumen in Rotwein hört sich sehr lecker an!
    Liebe Grüße Elke

    • Irre, oder? Schon über zwei Jahre ist das her.

      Nein, frische Pflaumen in Rotwein gelegt 🙂 Getrocknete Pflaumen mag ich nicht 😦

      Liebe Grüße
      Volker

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