Stürmische Zeiten

Die Fähren zu den Ostfriesischen Inseln haben den Verkehr eingestellt, ebenso die Elbfähre Glückstadt – Wischhafen, genauso wie die Züge über den Hindenburgdamm nach Sylt.

Hier im Nordwesten ruht zum Teil der Zugverkehr wegen umgestürzter Bäume, über meine allseitsbekannte Huntebrücke dürfen keine Lkw fahren. Der Bremer Freimarkt ist geschlossen. Mitten in Oldenburg stürzt ein Baum auf ein Auto und verletzt die Fahrerin schwer 😦 Auf einer Dienstfahrt sah ich das Aufgebot an Feuerwehr und Rettungskräften aus der Ferne  😦

Kurz aber heftig donnerte der Sturm über unsere Region. So sehr ich den Wind und Sturm auch liebe, wenn Menschen zu Schaden kommen, verliere auch ich den Spaß daran.

Trotzdem wollte ich gerne bei einem Lauf den Naturgewalten trotzen. Da ich das Auto heute im Job eh brauchte, zog ich mir schon auf der Arbeit die Laufklamotten an und fuhr zu den Bornhorster Wiesen. So ersparte ich mir das Laufen unter Bäumen und entzog mich dem Risiko von herabfallenden Ästen getroffen zu werden.

In den Bornhorster Wiesen und an der Hunte gibt es nichts, was einem auf den Kopf fallen kann. Im schlimmsten Fall kann der Wind mich lediglich von den Füßen pusten.

Aber so schnell wie der Sturm gekommen war, so schnell war er mit seinem Hauptsturmfeld auch schon vorübergezogen. Als ich gegen Halbfünf startete war es zwar noch heftigst windig aber nicht mehr dramatisch. Der Himmel zeigte aber noch dramatische Wolkenformationen und Lichtspiele.

28.10.13 Himmel

Der direkte Gegenwind war durchaus noch fordernd. Fünf Kilometer astete ich gegen ihn an und fünf Kilometer ließ ich mich von ihm treiben.

Der letzte Kilometer war aber noch recht heftig 😉 Hier ein kleines Video:

453296104_295zum Starten einfach aufs Bild klicken

Und solange es zu Hause nach dem Sturm nur Laub zu entfernen gibt, ist alles in Ordnung!

28.10.13Laub

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22 Kommentare zu “Stürmische Zeiten

  1. Ein stürmischer Abendgruß aus Oldenburg. Danke dafür! Hier an der Mosel sind auch ein paar Bäume umgefallen. Vor allem in der Eifel.
    Im Gärten stehen aber noch alle. Zum Glück.

    Genieße den Tagesausklang!

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Haus und Hof haben bei uns auch alles gut überstanden.

      Für unsere Verhältnisse ist hier recht viel passiert, Fähren und Züge fahren teilweise immer noch nicht. Das wird sich aber sicher über den Vormittag wieder normalisieren.

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Ich habe es eben erst in den österr. Nachrichten gehört, daß es in Westeuropa zu schweren Stürmen mit 13 Todesopfern gekommen ist. Hoffen wir, daß es nicht noch schlimmer wird. Hier ist es noch ruhig, warten wir auf morgen.

    Liebe Grüsse,
    Wolfgang

    • Auch bei uns in der Nähe, in Jever, ist eine Frau in ihrem Auto durch einen umstürzenden Baum ums Leben gekommen. Keinen Kilometer von meinem Büro entfernt wurde eine Frau auf diese Weise schwerst verletzt.

      Jetzt ist wieder alles ruhig, die heftigsten Boen haben auch nur zwei, drei Stunden gewütet.

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Ich habe von Freunde in Südschweden von dem Sturm heute Nachmittag schon gehört! Ich mag den Wind ja nicht besonders und Sturm schon gar nicht – lieber laufe ich den Berg hinauf, als gegen den Wind. Darum wohne ich jetzt auch in Österreich und nicht mehr in Malmö 😉

    Ich hoffe es hat sich alles wieder beruhigt und alles ist noch in Ordnung bei Dir zu Hause!!

    Liebe Grüße Anna

    • Du magst Wind und Sturm nicht? Wie schade. Aber dann bist Du in den Bergen ja gut aufgehoben 😉

      Kilometerlang gegen den Wind zu laufen macht schon Spaß und ist für uns hier oben eine zusätzlicher Trainingsreiz 🙂

      Heute morgen ist wieder alles ruhig, es waren zwar noch nicht alle Züge und Fähren, aber das wird auch nicht mehr lange dauern.

      Haus und Hof haben den Sturm zum Glück schadlos überstanden.

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,
    warum sollte einen ein Sturm vom Laufen abhalten? Gerade so ein Wetter ist wie dafür gemacht, die Naturgewalt zu spüren, was Du ja auch getan hast. Natürlich sollte man darauf achten, sich nicht einer vermeidbaren Gefahr auszusetzen, wie z.B. herabfallende Äste, etc.
    Tragisch ist es fürwahr, was so ein Sturm an Schäden verursacht, aber wir werden uns an zunehmende Wetterextreme und deren Folgen gewöhnen müssen, ich bin schon auf den angekündigten „Jahrhundertwinter“ gespannt 😉

    Salut
    Christian

    • Lieber Christian,

      ich wollte mich von so ein bisschen Wind auch nicht vom Laufen abhalten lassen. Aber am frühen Nachmittag hätte ich mich auf den offenen Flächen wohl teilweise nicht auf den Beinen halten können. Das war zu der Zeit, wo ich gelaufen bin, schon wieder völlig undramatisch.

      Letztendlich war dies gestern auch nur ein „normaler“ Herbststurm, vielleicht nur in den Spitzenboen etwas heftig.

      Jahrhundertwinter??? Oh, nö, nich schon wieder. Ich will endlich mal wieder so einen pee warmen Winter mit Südwestwindwetterlage :mrgreen:

      Moin Moin
      Volker

  5. „Büschen windich heute“, würde man wohl als Einheimischer sagen. 😉

    Sehr tragisch, dass durch die Naturgewalten so viele Menschen ums Leben gekommen sind. 😦

    In den Wald hätte ich mich gestern auch nicht getraut, da lagst du mit deiner Streckenwahl schon richtig. Und Böen um Stärke 5-6 reichen für einen Läufer ja auch aus, es muss kein Orkan sein, gegen den man ankämpft. Vor allen Dingen wird ja ein „schmales Hemd“ wie du so schnell umgepustet. ❓

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Beim gestrigen Lauf war es gestern dann wirklich nur noch ein büschen windich.

      Wenige Stunden zuvor sah das doch noch etwas anders aus.

      Hätte ich diese Streckenwahl nicht gehabt, wäre ich nicht gelaufen. In Oldenburg sind reichlich Bäume umgestürzt, von abgebrochenen Ästen gar nicht zu reden. Da muß man nicht leichtsinnig sein.

      Schnell umgepustet werde ich sicher nicht, aber ab einer gewissen Windstärke kann es schon schwierig werden 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Hätte ich gestern Zeit zum laufen gehabt, wäre ich wie Du auch nur im freien Gelände gelaufen, ohne Gefährdung durch herabfallende Äste o.ä. Ist dann aber ein Erlebnis, wenn es einen so richtig durchpustet.
    Ich sehe es allerdings anders als Anne: Als „schmales Hemd“ dürfte man doch eher aufgrund der sich daraus ergebenden Windschnittigkeit demselben einen geringeren Widerstand entgegenbringen, was zur Folge hat, dass der Wind an einem vorbeipfeifft, und zwar links und rechts, während er größere und breitere Menschen umwirft. Das wär‘ doch mal ein interessanter Feldversuch 😉
    Liebe Grüße
    Elke

    • Der Feldversuch geht in die Hose. Das kann ich Dir so schon sagen, liebe Elke. Je leichter Du bist desto einfacheres Spiel hat der Wind mit Dir. Da hat Margitta recht.

      Und wenn Du mit Rückenwind läufst und kräftige Sturmböen bekommen Dich zu packen, hast Du wirklich Schwierigkeiten wieder anzuhalten.

      Ab einer gewissen Sturmstärke kann man einfach nur noch zuhause bleiben. Dann wird draußen alles zugefährlich, auch das Autofahren.

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Sturm macht mir Angst, richtiger Sturm – so wie gestern auch hier, da bleibe ich lieber zu Hause, es ist genug passiert.

    @ Elke, da muss ich widersprechen, ich weiß es aus eigener Erfahrung, es haut dich um,wenn du leicht bist – das nur zum Thema Windschnittigkeit – ich erlebte es schon des öfteren und war froh, eine starke männliche Hand an meiner Seite zu fühlen !!

    Da habt ihr ja noch Glück gehabt, bei uns war es schon heftig – bin froh, dass es vorbei ist !! 🙄

    • Zwischen Sturm und Sturm gibt es immer noch Unterschiede, liebe Margitta. Aber das was gestern über uns hinweg gefegt ist, war selbst für uns Küstenbewohner schon eine Hausnummer.

      Du hast recht, je leichter, je windanfälliger. Wenn frau/man dann am Strand einfach nur in den Sand plumpst ist das ja noch harmlos, aber auch nur dann 🙄

      Bei uns war es auch sehr heftig, aber nur über eine sehr kurze Zeit. Als ich gelaufen bin, war es bei weitem nicht mehr so windig wie noch zwei Stunden zuvor.

      Es ist vorbei und das ist gut so ❗

      Liebe Grüße
      Volker

  8. Die Streckenwahl war wirklich optimal – bei uns traue ich mich schon bei einem mittleren Wind nicht mehr nach draussen – die Wahl zwischen herabfallenden Ziegeln und Ästen finde ich nicht gerade verlockend.
    Sobald der Sturm jedoch so stark ist, dass wirklich Menschen verletzt/ getötet werden, finde ich ihn nur noch bedrückend… Da zeigt die Natur wieder einmal, dass sie trotz allem stärker als der Mensch ist!
    Liebe Grüsse
    Ariana

    • Hier im hohen Norden ist man schon auf Wind eingestellt und von den Häusern fällt in der Regel nichts herunter. Aber gegen umstürzende Bäume und herabfallende Äste ist man auch hier nicht gefeit. Von allem was der Mensch sonst so aufstellt ganz abesehen, wie z. B. Schilder, Tonnen, Gerüste usw.

      Die Natur ist uns immer über, da kann sich der Mensch noch so sehr auf die Hinterfüße stellen. Und ich denke das ist auch gut so 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Ja der `Christian`hatte uns hier in Oldenburg für ein paar Stunden fest im Griff. Es ist immer schlimm wenn daduch Menschen betroffen sind, aber trotzdem mag ich den Sturm. Es sieht schon klasse aus, wenn der Wind die herbstlichen Blätter in einer riesigen Fahne aus dem Wald weht. Aber wenn aus einem Sturm ein Orkan wird, macht mir das auch Angst. In Bremen sind ganze Überseecontainer ins Hafenbecken geflogen und in Greetsiel hat es eine der Zwillingsmühlen zerlegt.

    • Ich mag den Sturm auch. Aber das was der Christian gestern angerichtet hat, kann man nicht mehr mögen. Wenn selbst eine wahrlich sturmerprobte Zwillingsmühle in Greetsiel den Böen nicht mehr standhält, sagt das schon vieles. Und auch so ein Überseecontainer ist ja nicht gerade ein Fliegengewicht.

      Hoffen wir, dass es das in dieser Heftigkeit erstmal an Stürmen gewesen ist.

      LG Volker

  10. Hallo Volker,
    schon beeindruckend, was die Natur so gelegentlich aus dem Ärmel schüttelt.
    Gut zu lesen, dass bei dir alles gut verlief – du kennst ja die Gegend und ihr Wetter – bei Windböen zu laufen ist aber auch nicht ohne!
    Hier kam von dem Sturm rein gar nichts an – Sonntag Abend hatten wir ein klassisches „Sommer“gewitter und seit heute hat es nun auch etwas abgekühlt.
    Lieben Gruß, Doris

    • Hallo Doris,

      wenn man gegen den Wind nicht ankommt, kann man immer noch umdrehen 😉

      Ich kenne die Gegend und das Wetter, aber am Nachmittag, wo der Sturm am heftigsten war, hätte ich ihn vielleicht doch unterschätzt. Gut, dass ich da noch arbeiten mußte.

      Ein Sommergewitter im Oktober ist ja auch nicht alltäglich.

      Kühler ist es hier auch geworden. Wie heißt es so schön? Der Jahreszeit entsprechend 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

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