Deichlaufen at its best

Manchmal gelüstet es auch mich nach Abwechselung beim Laufen. Diese in der norddeutschen Tiefebene zu erlangen ist allerdings gar nicht so einfach. Es ist halt einfach überall nur flach. Ok, mit etwas Mühe kann man schon mal einen Wald auftreiben. Danach war mir aber nicht. Oder aber man gönnt sich einen Trip an die Nordsee.

Genau danach war mir heute. Warum gerade heute, wo es gruselig grau und kalt war und stürmischen Wind aus Ost gegeben hat, weiß ich auch nicht. Ist ja auch egal.  In 50 Minuten bin ich nach Burhave gejuckelt und um mich dann aus dem warmen Auto zu schälen, den Deich zu entern und erstmal gegen den Ostwind zu stemmen, der, wie gesagt, überaus kräfig blies.

19.01.14 Fahnen

Der Seedeich stellt mit Abstand den höchsten Punkt der ganzen Umgebung dar, ist höher als die dahinter liegenden Häuser …

19.01.14 Haus

… und auf seiner Krone stand ich so ungefähr auf der Höhe vom ersten Stock meines Eigenheimes im ca. 50 km entfernten Oldenburg. Diese bedingslose Tophöhe bedeutete allerdings auch, dass ich bedingungslos dem Wind ausgesetzt war. Windböen der Stärke 7 setzten mir ordentlich zu und sorgten mit absoluter Zuverlässigkeit dafür, dass mein Tempo nicht zu hoch wurde. Das änderte sich ab dem Wendepunkt. Wie im Leerlauf wurde ich die gleiche Strecke wieder zurückgeschoben.

19.01.14 Nordsee

19.01.14 me1

Der Weg wechselte immer mal wieder von vor nach hinter dem Deich und wieder zurück und bot mir so ein unerwartetes Höhenmetertraining 😉

19.01.14 Höhenmeter

Ich machte noch einen kurzen Abstecher zur Wattenmeerbrücke, die in wenigen Monaten den Endpunkt eines besonderen Laufes darstellen soll.

19.01.14 Seebrücke

19.01.14 Kitesurfer

19.01.14 me2

Dann ging es zurück zum Auto, wo eine Thermoskanne mit heißen Tee auf mich wartete. Genau das richtige zum Ende dieses nicht allzu langen Laufes.

19.01.14 4°4°, gefühlt im Minusbereich

Ein besonderer Lauf, bei dem der eisige Ostwind dafür sorgte, dass ich so gut wie gar nicht ins Schwitzen gekommen war. Die Ferse hat sich kaum bemerkbar gemacht, da keimt Zuversicht auf.

Manchmal muß man sich einfach einen solchen Ausflug gönnen 😎

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32 Kommentare zu “Deichlaufen at its best

  1. Super gemacht! Und auf diese Weise macht auch ein Lauf bei diesem trüben Wetter noch eine Menge Spaß.

    Auch die Bilder gefallen mir gut. Aber ich frage mich, wie Du die hinbekommen hast: Du warst doch allein unterwegs, richtig?

    Schöne Grüße aus Bremen, Eddy

    • Ich brauchte das heute mal ❗

      Ja, ich war alleine unterwegs. Das mit den Bildern ist ganz einfach. Selbstauslöser mit Serienaufnahme einschalten, Kamera irgendwo passend hinstellen (bei solchem Wind wie heute aufpassen, dass sie nicht umfällt 😉 ), durchs Bild laufen, die brauchbarste Aufnahme auswählen, fertig 😎

      LG von OL nach HB
      Volker

  2. Lieber Volker,

    konntest Du von der Deichkrone Dein Eigenheim in Oldenburg sehen? Aber wahrscheinlich war das Wetter zu schlecht :mrgreen:
    Ich bin ja kein Freund davon mit dem Auto zum Laufen zu fahren, aber Deine Tour heute hat was, wenn ich da oben wohnen würde, würde ich das bestimmt öfters machen. Besonders toll ist auch, dass Du schon mal das Ziel in Augenschein genommen hast und uns teilhaben lässt, an dem Endpunkt des Jahreshöhepunkt, Danke!
    Freu mich, dass Deine Lauffreude auch wieder da ist, so habe ich einen Ansporn weiter an den langen Läufen zu arbeiten 🙂

    Schönen Sonntag noch

    Salut
    Christian

    • Lieber Christian,

      das eigene Haus konnte ich leider nicht sehen, ich weiß auch nicht, warum das nicht klappt 😛

      Ja, die langen Läufe, ich hoffe, dass meine Ferse diese bald wieder zuläßt. Sonst brauche ich auf den Weg zur Nordsee noch ein paar Zwischenübernachtungen 😐

      Du bist da doch schon sehr gut aufgestellt.

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Hallo Volker,
    wow, jetzt machst du auch noch „Höhentraining“!! 😉
    Der Wind klingt allerdings wirklich nach gutem Widerstandstraining, geht dir da nicht die Puste aus? Das Gefühl habe ich nämlich oft, bei Gegenwind.
    Schönen Sonntagabend! 😀

    • Irgendwann möchte ich ja mal jemanden in Österreich besuchen. Da kann ich dann ja bei einem gemeinsamen Läufchen nicht restlos abkacken. Also muß ich bis dahin die Deiche rauf und runter rennen 😉

      Ich bin den Gegenwind ja gewohnt. Mein Rezept besteht darin, den Wind so anzunehmen wie er bläst, locker nur das Tempo laufen, dass er zuläßt ohne sich völlig zu verausgaben. Dann geht das ganz gut.

      Dir auch noch einen schönen Restsonntag 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Eigentlich bin ich ja gegen das „Mit dem Auto zum Laufen-Fahren“, weil Laufen ein Sport ist, den man in der Regel vor der eigenen Haustür starten kann. Andererseits: Viele Leute fahren 50 Minuten und mehr mit dem Auto, um in ein Museum oder eine Ausstellung zu gehen – da „darf“ ein Läufer (vor allem wenn er sich auch noch Deichläufer) nennt, gern mal 50 Minuten durch’s platte Land fahren, um in den Genuss eines Bergtrainings gegen den Wind (und später mit ihm) zu kommen.:lol:

    Ich hoffe, im Auto gab es nicht nur heißen Tee, sondern auch trockene Sachen?! Allerbest auf jeden Fall, dass die Ferse ruhiger wird!

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Eigentlich bin ich das ja auch, liebe Anne. Aber um mir etwas Abwechselung zu verschaffen, sei es nunmal um im Wald zu laufen oder eben auch an der See, bleibt mir nichts anderes übrig. Somit gönne ich mir solche Touren alle Jubelmonate mal ohne schlechtes Gewissen.

      Im Auto waren trockene Klamotten und sogar die Winterjacke. Beides habe ich nicht gebraucht. Die trockenen Klamotten nicht, weil ich nicht verschwitzt war und die Winterjacke nicht, weil ich auf den angedachten, anschließenden Spaziergang keine Lust mehr hatte.

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Lieber Volker,
    genau das ist ein Grund warum ich hier in den Bergen wohne – ich mag den Wind nicht! Lieber laufe ich einen Berg zweimal hoch, als gegen so einen Gegenwind 😉

    Du hast dein Lauf heute aber genossen und das ist die Hauptsache!! Schön, dass die Ferse kaum gemeckert hat!!

    Liebe Grüße Anna

    • Oh, wie schade, liebe Anna, ich liebe den Wind. Klar manchmal nervt er, beim Radfahren, ab und zu auch beim Laufen. Aber er macht die Luft immer so schön frisch und an der See so eine herrliche Brandung.

      Aber auch wenn ich es hier immer nur ansatzweise erleben kann, so ein paar Höhenmeter könnten mir auch Spaß machen 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Tolle Bilder Volker, alleine schon dafür hat sich der Ausflug total gelohnt. Gegenwind macht Dir offensichtlich nichts… nur die Harten kommen in den Garten. 😉 Die Jacke macht sich bei dem trüben Wetter wirklich hervorragend!
    Viele Grüße, Claudi

    • Danke, Claudi 😀

      Naja, wie gesagt, ich bin den Wind ja gewohnt. Aber er war gestern schon heftig.

      Die Jacke ist zur Zeit teilweise wirklich der einzige Farbklecks weit und breit 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Hach, solche Ausflüge manchmal auch sein. Wobei ich persönlich zwar die „Höhen“meter noch mitgelaufen wäre, aber egegn solchen Wind ankämpfen, da hätte ich dann den Rückweg bevorzugt 😉
    Ich finde immer, ob mit oder ohne Laufen am Meer, das pustet einen mal so richtig durch!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Tja, liebe Elke, ohne Hinweg keinen Rückweg :mrgreen:

      Das Durchpusten lassen ist ja auch das Schöne am Meer. Deswegen bin ich, speziell im Herbst, so gerne dort.

      Liebe Grüße
      Volker

  8. Ach ja, du erwähntest es schon
    ein Ausflug ans Meer
    Wind ist ein guter Trainingspartner
    sowohl von hinten
    als selbstredend von vorne
    die Ferse hält auch zunehmend
    Volker
    was willst du mehr am Meer ?
    Wir wissen
    wovon wir sprechen !

    • Was ich mehr will? Mehr Meer! Abe für mehr ist das Meer denn doch zu weit weg 😉 Aber so ab und zu …. 😀

  9. Hat sich deine Laufpause also anscheinend ausgezahlt das du kaum noch etwas in der Ferse spürst. Gut so!

    Falls du den Zugspitzmarathon mitläufst sag mir bitte bescheid. Einer muss dich ja hochtragen! 🙂

  10. Die Ferse gibt Ruhe: ein gutes Zeichen 🙂

    Ich hoffe, wir haben in einigen Wochen ein etwas besseres Wetter. Deine Begeisterung für den Sturm kann ich derzeit nicht teilen, auch wenn das „fliegen“ mit Rückenwind vermutlich nur an der See so zu erleben ist, wie Margitta es ja schon häufig beschrieben hat.

    Bleib auf dem Damm! 😉

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Ganz ruhig ist die Ferse leider immer noch nicht, ich spüre sie heute schon noch wieder. Aber den Lauf hat sie gut weggesteckt.

      Keine Begeisterung für Sturm? 🙄 Das üben wir hier aber nochmal 😉

      Ende Mai sollte dieses trostlose Grau sicher vorbei sein.

      Liebe Grüße
      Volker

  11. Am Meer laufen kann (glaube ich) einfach nur schön sein – obwohl das Wetter ja nicht ganz perfekt war, sehen die Fotos richtig schön atmosphärisch aus!
    Liebe Grüsse
    Ariana

    • Das Laufen am Meer ist schön und die Nordsee hat dabei ihren ureigenen rauhen Charme 😀

      Und das Wetter war typisch norddeutsch 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  12. Genau. Ab und zu brauchen Geist und Körper mal Abwechslung. Der Wind ist schon krass. An der Mosel hat man zwar auch gefühlt immer Gegenwind ( egal in welche Richtung ich laufe ), aber das ist im Vergleich zu dir ja nur ein laues Lüftchen, hihi.
    Sorry, bei dem Wort Höhenmeter musste ich etwas schmunzeln 🙂
    Liebe Grüße
    Karina

    • Der Wind ist die Berge des Nordens, der kann einen über viele Kilometer ganz schön an die Grenzen bringen.

      Was heißt hier schmunzeln? Die Steigungen den Deich hinauf haben irgendwas zwischen 10 und 15 %. Ist das etwa nichts? :mrgreen:

      Liebe Grüße
      Volker

  13. Der Deichläufer entert den Deich und das mit ordentlich Wind! Super, Volker! Hast schöne Bilder mitgebracht.
    Und ich finde Deine Höhenmeter gaaanz toll!
    Liebe Grüße, Bianca

    • Danke, liebe Bianca. Und endlich mal Anerkennung für meine Höhenmeter 😛

      Ich hoffe Deine Kopfschmerzen sind jetzt wieder weg!

      Liebe Grüße
      Volker

      • Ich, die immer auf dem flachen Weserradweg läuft, kann solche Leistungen nur in höchsten Tönen loben und weiß das echt zu würdigen.:)
        Kopfschmerzen sind (fast) weg. Morgen wird es wohl wieder gehen. Danke der Nachfrage.

      • Das freut mich für Dich und ich drück Dir schon mal die Daumen für Deinen Laufversuch am Wochenende! 😀

  14. Hier, ja wennste volle Pulle läufst, scheinbar keinen Meter voran kommst, dann biste aufm Deich 🙂
    Gibt nix schöneres. Ich liebe es gegen den Wind, nur nicht mit dem Rad, hehe.

    • Moin Ingo,

      gibt nichts schöneres? Naja, eine Stufe weniger hätte der Wind ruhig sein dürfen 😉 Ansonsten mag ich es auch gegen den Wind. Heute sogar mit dem Fahrrad, aber da ist der Wind in der Tat ätzend 😦

      Wir sind immer noch nicht zusammen gelaufen. Das müssen wir noch hinkriegen ❗

      LG Volker

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