Wunder, Problem, Standardnummer

Wenn Margitta vom Laufen schwärmt, bekomme ich, und sicher nicht nur ich, noch mehr Lust zu laufen als  ich ohne dem schon habe 🙂 Während ich Margittas Post laß, saß ich noch im Büro und antwortete sehnsuchtsvoll:

Deichlaeufer

Wenn alles gut läuft, laufe ich gerade wenn Du dies hier ließt. Zwar ohne Ostsee, aber mit genauso viel Freude und Begeisterung!

Liebe Grüße
Volker

Margitta erwiderte daraufhin:

Hach, jetzt läufst du
ich sehe dich über die Hunte fliegen
die Schafe grasen
schenken dir einen kurzen Blick
mit Freude und Begeisterung
und vor allem mit weniger Menschen als hier ! 😉


Und so ähnlich kam es denn auch. Zwar kam ich etwas verspätet auf Strecke, erst eine Stunde nach Margittas Antwort. Aber dafür lief es von Anfang an erstaunlich gut. Ohne meine üblichen, rumpeligen Anlaufschwierigkeiten sondern vom Start weg locker und flockig. Vom Sonntags-33iger-Lauf war nichts mehr zu spüren. Mit moderatem Tempo (ich kam mir schneller vor) strebte ich der Hunte entgegen, aber nicht um sie zu überfliegen. Ich habe auch nicht versucht übers Wasser zu laufen. Dem nahenden hohen christlichen Fest zum Trotze habe ich widerstanden diese eine Bibelszene nachstellen zu wollen.

Ich bin also ganz brav auf dem Weg geblieben und staunte darüber, dass die Hunte beim vorgestrigen Sturm nochmal Wasser in die Bornhorster Wiesen gespült hat.

16.04.14 Bornhorster Wiesen

Aber wenn ich schon nicht fliegen und übers Wasser laufen kann, dann können wenigstens Schiffe übers Land fahren … 😉

16.04.14 Schiff

Allen „Wundern“ zum Trotz begann mich ein ganz irdisches, nein, ein ganz menschliches Problem zu beschäftigen. Ähhmmm, wie sagt man das man so vornehm wie möglich … Also ich mußte mal austreten. Das kommt davon, wenn man vor dem Start noch fünf Tassen Tee trinkt 😯 Grundsätzlich stellt das an der baum- und strauchlosen Huntestrecke kein Problem da. Einmal nach links geguckt, kilometerweit keiner zu sehen, einmal nach rechts geguckt, kilometerweit keiner zu sehen, und schon kann man mal eben… Aber heute waren immer irgendwo Fahrradfahrer und Inlineskater auf Sichtweite, nichts mit der von Margitta prophezeiten Menschenleere, und so mußte ich die fünf Kilometer durchlaufen bis ich hinter einem Pfeiler der Huntebrücke endlich den notwendigen Sichtschutz fand. Kinners, Probleme kann man haben. Und wie schön erst, wenn dieses Problem gelöst ist 😉 Schneller hat mich mein Not allerdings nicht gemacht, das ist auch gut so.

Darüberhinaus verlief der Standard-14er ohne weitere Vorkommnisse, Wunder und Probleme, ganz bodenständig auf soften Laufschuhsohlen auf normalen Wegen 😉

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28 Kommentare zu “Wunder, Problem, Standardnummer

  1. Übers Wasser laufen, soweit kommts noch. Für solch anspruchslose Dinge geben wir Läufer uns doch nicht her.Dann lieber schnelle Zuflucht suchen für die ungestörte Pause 🙂

  2. *lach* Weiß man doch, dass 5 Tassen Tee auch wieder rauswollen. Aber wenigstens nimmst Du Rücksicht auf Deine Mitmenschen. Machen auch nicht alle Kerle…
    Weiter so mit fleißigem Training für Deinen langen Lauf!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Ich hatte gedacht, die schwitze ich wieder aus. Aber dafür war ich wohl zu langsam 😉 Klar nehme ich Rücksicht, außerdem bin ich doch schinant.

      Weiter so! Zu Befehl! Ich arbeite dran 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Schööööööööööööön, lieber Volker, wenn ich dir zu noch mehr (Lauf-) 😎 Lust animieren konnte.

    Dass es gestern voller war als sonst, ist kein Wunder, denn überall gibt es derzeit Osterferien, das bedeutet überall mehr Menschen zu Fuß und/oder auf dem Fahrrad.

    Kilometer laufen – bis du dich entleeren konntest, brav, ich finde es ätzend, wenn Männer keine Rücksicht nehmen – danke im Namen aller sich draußen bewegenden Frauen !

    • Achja, Osterferien, als Kinderloser habe ich solcherlei Ungemach immer nicht auf dem Zettel 😉

      Ich hoffe es erschüttert Dich nicht zu sehr, wenn ich gestehe es auch schon bei dutzenfacher Anwesenheit der holden Weiblichkeit getan zu haben. Aber die Damen waren allesamt nur Schafe und die sind selber nicht sehr zurückhaltend 😉 Ansonsten mache ich sowas definitiv nicht, schließlich habe ich wenigstens noch etwas Benehmen.

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Immerhin hattest du den Anstand weiterzulaufen, bis du den Tee hinter einem Sichtschutz entsorgen konntest. An der Mosel kennen manche Läufer und Radler da gar nix – ich hab schon so manches Manneken Pis gesehen, das im hohen Boden in die Mosel strullerte! 😉

    • Anstand ist meiner zweiter Vorname, liebe Anne :mrgreen:

      Es gibt einfach Dinge, die mache ich gerne für mich alleine, sei es auch noch so dringen 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Lieber Volker,

    es läuft gut bei dir und das ist schön zu lesen, deine Ferse zickt nicht rum und du läufst locker flockig 🙂

    Hier bei uns gibt es zum Glück jede Menge Bäume hinter denen man sich „verstecken“ kann – blöd ist nur, man sieht nicht so weit wie du (quasi nur bis zum nächsten Baum… 😉 ) und auf einmal kann es sein, dass jemand ums Eck kommt… darum gehe ich meistens noch einen extra Schritt in den Wald hinein wenn es mal sein muss. Schneller wird man dadurch nicht, aber schon etwas leichter 😉

    Liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      die Ferse tut, was sie schon seit Monaten tut, verhalten vor sich hin muckern. Es wird nicht besser, aber – und das ist das wichtigste – es wird auch nicht schlimmer.

      Gelegenheiten habe ich ansonsten auch genügend, nur das recht lange Stück durch die Wiesen und am Hunteufer bietet keinerlei Sichtschutz.

      Wenn plötzlich jemand ums Eck kommt, ist es für Euch Damen auch noch etwas unangenehmer, dann doch lieber einen Schritt tiefer in den Wald.

      Leichter! Das war es, was mich die Treppe der Huntebrück hinaufschweben ließ 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Klar, dass man müssen muss, wenn man dauernd das Wasser sieht… Ohje, ohne… Ohne jetzt ins Detail zu gehen: ich habe nachträglich förmlich körperlich mitgelitten! 😉

    • Siehst Du denn bei Deinen Läufen nicht die Weser?

      Dann weißt Du welche Qual das sein kann 😉

  7. Nach einem 33km Lauf erstaunlich frisch und munter?? Das hört sich nach einer kräftig ansteigenden Form an! Freut mich sehr für dich das deine Probleme mit dem Fuß gelöst sind.
    Dein Ziel rückt immer näher!

    Hast du schonmal gesehen wie die Rennradprofis pinkeln? Die machen das oft auch während dem Fahren!! Versuchs doch mal während dem Laufen! 😉

    • Gelöst ist das Problem mit dem Fuß leider nicht, es besteht auf gleichem Niveau weiter. Ich hoffe, dass es dort auch verharrt bis ich den Ultra in der Tasche habe 😐

      Während des Laufens Pinkeln? Ich glaub das geht in die Hose :mrgreen: Schlimmstenfalls auch noch in den oder die Schuhe.

      LG Volker

  8. Hallo Volker,
    hihi – übers Wasser laufen oder gar schweben? 😀
    Hat da die Karwoche irgendwelche Auswirkungen auf deine Laufgedanken? Auch wenn Ostern noch nicht ganz da ist, aber wenn ich mir deine Laufumfänge so anschaue, kann man schon von einer Art Auferstehung des Langstreckenvolkers sprechen 😉

  9. Ist ja gerade nochmal gut gegangen. Aber die Probleme mit dem Fuß sind noch da … Hoffentlich wird’s nicht schlimmer. Das wäre wirklich schade. Wir gründen bald mal einen Verein der Lauf-Rekonvaleszenten. Ich mache mich gleich zu einem langen Lauf auf den weg. Mal sehen, wie es wird …

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Geteiltes Leid ist halbes Leid, lieber Rainer. Versuchen wir uns aufrecht zu halten

      Auf zum langen Lauf? So spät noch? Wie kommts? Ich drücke die Daumen!

      Liebe Grüße
      Volker

  10. So so Volker, es gibt also einen Standard-14er? He he… bei Dir ist was los. Schiffe, die übers Land fahren sind schon ziemlich außergewöhnlich. Ich bin gespannt, ob ich irgendwann auch mal einen Standard-14er habe.
    Viele Grüße, Claudi

    • Naja, liebe Claudi, ich konzentriere mich ja aufs Laufen, verzichte auf Schwimmen und Radfahren, da darf die Standardrunde schon 14 km lang sein.

      Wenn Dich Dein Unfall nicht ausgebremst hätte, würdest Du doch aber auch müde drüber lächeln, oder?

      Liebe Grüße
      Volker

  11. Lieber Volker,
    das kenn ich nur zu gut, meist wenn ich mit meiner Frau auf asphaltierten Strecke unterwegs bin fängt das Bedürfnis an, entweder schneller laufen oder eine Ecke finden, wo die Spaziergänger keinen Einblick haben, kann manchmal wirklich „schmerzhaft“ sein :mrgreen:
    Lass das mit dem übers Wasser laufen lieber sein, Du weißt doch was mit dem Letzten passiert ist, der das getan hat 😎

    Schöne Ostern wünsch ich Dir und Deinem Göga

    Salut
    Christian

    • Lieber Christian,

      oh ja, kann auch mal schmerzhaft werden, wohl wahr. Zum Glück ist auf meiner Strecke meistens nicht so viel los 🙂

      Hmmm, ich dachte ich könnte wagen, da die heutigen Zeiten doch nicht mehr so barbarisch sind 😉
      Aber lasse es doch lieber, ich schwimme ja nicht gerne und wenn es dann doch mal schiefgeht …

      Dir und Deiner Familie auch schöne Ostertage!

      Moin Moin
      Volker

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