Intervalltraining

Jetzt werden sich hier einige die Augen reiben und sich wundern, der Deichläufer schreibt vom Intervalltraining. Jaaahaaa, und er schreibt nicht nur davon, er ist es sogar gelaufen! Aber was will man machen, wenn der Arbeitstag Streß pur war und man am liebsten Amok gelaufen wäre. Es gibt da allerdings so einen Spruch, der da lautet: „Lächle! Du kannst sie nicht alle töten.“ Nach Lächeln war mir aber zeitweilig nicht, deshalb habe ich dieses Spruch für mich etwas abgewandelt in „Laufe! Du kannst sie nicht alle töten“ 😀 Und nach dem Laufen kommt meist auch das Lächeln, so hat man beides. Außerdem hat man dann nicht auch noch die Justiz im Nacken :mrgreen:

Gesagt, getan, trotz großer Müdigkeit (kenne ich überhaupt noch einen anderen Zustand?) habe ich mir vorgenommen eine etwas kürzere Strecke, die dafür aber etwas flotter zu laufen. Da ich mir aber flott laufen selbst über eine gesamte kürzere Strecke zur Zeit nicht zutraue -mein Training in diesem Jahr war einfach nicht danach- kam ich auf die sinnige Idee es mal mit Intervallen zu versuchen.

Und dat janze sah wie wie folcht aus: Zwei Kilometer eintraben, den ersten knapp über, den zweiten knapp unter 6er-Schnitt. Den dritten denn mal rennen und zwar in atemberaubenden und in diesem Jahr, glaube ich, noch nicht dagewesenen 5:04 min/km. Nummer vier wurde wieder getrabt, Nummer fünf dann in fetzigen 5:11. Nummer sechs getrabt.

15.07.14 01

Nummer sieben dann wieder in 5:11 und das trotz einer 300 m langen Steigung mit mindestens 5%!!! :mrgreen: Die beiden letzten Kilometer bin ich dann knapp unter 6er-Schnitt ausgelaufen. Die ganze Nummer fand bei läuferfreundlichen 20° mit einer angenehmen leichten Brise statt.

15.07.14 02skeptischer Blick auf die vom Garmin dokumentierten Heldentaten 😀

Summa summarum auf 9 km ein 5:44iger Schnitt. Das ist sicher noch ausbaufähig …. wenn ich denn mal wieder Lust dazu habe. Aber dazu muß es ja nicht immer vorher Streß im Job gegeben haben 😉

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36 Kommentare zu “Intervalltraining

    • Genau, paßt auch so gar nicht zu meiner friedliebenden Natur 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  1. Oh, die Stimmung kann ich nachvollziehen und sehe im Geiste dann immer Michael Douglas in Falling Down… ja, manchmal … 🙂 Wenn sich das dann in Training umwandelt, ist das ja prima und vielleicht hätte Herrn Douglas bzw. dem Typen, den er spielt, damals auch ein schönes Intervalltraining geholfen.

    • Einen Film, in dem Herr Douglas einfach nur gelaufen wäre, hätte sich aber doch niemand angeschaut 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Lieber Volker,

    zuerst war ich erstaunt, dann als ich etwas von Steigungen mit 5% gelesen habe, wußte ich, dass Du uns von Deinem letzten nächtlichen (Alb-)Traum berichtest, Steigungen mit 5% gibt es auf einer Länge von 300 m bei euch da oben gar nicht :mrgreen:

    Nene, manchmal muss es auch ein lockeres Intervall sein und es tut gut, zum Frust abbauen, aber auch um sich wieder zu motivieren für all das, was noch kommt. Mach weiter, aber lass die Steigungen weg, sonst machst Du mir Angst 🙂

    Salut
    Christian

    • Lieber Christian,

      ich mach Dir Angst? Ich? Das ist auch gut so! 👿

      Ich denke mal, dass es um die 5% waren, im Gegensatz zu anderen, solcher Mördersteigungen bei uns, stand da kein Schild :mrgreen:

      Außerdem möchte ich ja nicht schon an der 5%-Hürde scheitern, wenn es mich mal wieder in den Süden verschlägt 😎

      Moin Moin
      Volker

  3. Wow, dann stell Dir doch mal vor, was Du ohne Arbeitsstress leisten könntest! Ich wünsche gute Erholung und vor allem weniger Stress auf der Arbeit!

    • Ohne Stress komme ich meistens gar nicht auf die Idee so zu rennen, liebe Claudi. Da liebe ich es lieber entspannt 🙂

      Der gröbste Stress dürfte heute vorbei sein. Aber wenn in einer Ausnahmesituation keinerlei Krisenmanagement stattfindet und die linke nicht weiß, was die rechte tut, da kann mal schon mal wahnsinnig werden.

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Hallo Volker,
    „Da ich mir aber flott laufen selbst über eine gesamte kürzere Strecke zur Zeit nicht zutraue…“ – was ist DAS denn für ein Satz?! Einfach die Haxen ein wenig flinker schwingen!! Aber es hat ja dann auch ganz gut geklappt. Wenn es Dir zu „langsam“ war, kannst Du ja beim nächstenmal ein wenig drauflegen. Und so hast Du dem Frust doch ganz unwiderstehlich die Kraft genommen und in Deinen Lauf gesteckt 🙂
    Lass Dich nicht nerven, ich kenne noch einen Spruch: „Lächeln ist die eleganteste Art, dem Feind die Zähne zu zeigen.“
    LÄCHLE!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Was das für ein Satz ist? Ich kann im Moment einfach keine acht oder neun Kilometer am Stück schnell, das ist die Aussage 😉

      So, und nun setze ich mein mildestes und gütigstes Lächeln auf 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Das braucht jeder mal
    sich richtig austoben
    sozusagen bis der Rand voll ist
    es befreit
    macht locker
    vermittelt das Wissen
    ich kann
    wenn ich will
    YES !

    Das erste Foto sieht ziemlich nach Tribünen- und Fotoschritt aus – oder irre ich mich ❓

  6. Lieber Volker,
    das solltest du dir sofort patentieren lassen! „Laufen statt Raufen“ 🙂
    Die Gewaltpräventivler wären begeistert!!! 😉

    Aber dass du dann auch noch Bergintervalle läufst, erfüllt mich mit großer Ehrfurcht 😉

    • Liebe Doris,

      Gewaltprävention überlasse ich anderen, ich habe da genug mit zu tun mich selber im Griff zu behalten :mrgreen:

      Immer dieses Gefrotzel über meine Bergläufe, Ihr seid alle gemein 😦

      Liebe Grüße 😉
      Volker

  7. Der Spruch ist super, lieber Volker! Merke ich mir … ich kann ja auch lächeln UND laufen, wenn ich schon nicht alle aus dem Weg räumen kann, die mir auf den Zeiger gehen! 😉

    In so einer Stimmung kann das Rennen und Sich-Auspowern unglaublich gut tun. Kann es aber auch ohne Zorn im Körper … da du im Moment ja eh den Traum vom Schneller-Werden im Kopf hast, sag ich nur: Nix wie ran! Mit der gebotenen Vorsicht natürlich, denn schnelles Laufen verändert den Bewegungsablauf und kann dazu führen, dass deine Baustellen am Fuß wieder aufbrechen. So ist es wenigstens bei mir, weshalb ich das mit dem schnellen Laufen sehr zurückhaltend dosiere! 🙂

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Ein einfacher Spruch kann manchmal durchaus hilfreich sein, liebe Anne 😉

      Ja, ich fürchte auch um meine Gräten, deswegen werde ich das schnellere Laufen wohl dosieren. Zuviel davon ist mir eh viel zu anstrengend 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  8. Tatsächlich dachte ich: Volker – Intervalle – lange nicht gelesen! Manchmal muss es einfach schnell sein. Wenn ich wütend oder sauer bin, dann geht das bei mir von ganz allein. Die Energie muss einfach raus. Und Dein eingelegtes Bergtraining finde ich auch suuuper! 😉
    Bald hast Du Urlaub und ganz erstmal Abstand vom beruflichen Alltag gewinnen. Freu‘ Dich drauf!
    Liebe Grüße
    Bianca

    • Tja, ab und zu überkommt es auch mich 🙂

      Urlaub, das wird Zeit, sonst kann ich für nichts mehr garantieren :mrgreen:

      Und wie ich mich darauf freue 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Sauber! So ein Intervall Training bringt doch ordentlich Schwung in den Laufalltag.
    Und zum Abreagieren nach der Arbeit taugt es allemal 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    • Das habe ich mir auch gedacht, liebe Helge 😉

      So konnte ich gestern das eine mit dem anderen gut verbinden 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  10. hi volker
    ich mag intervalltraining total gerne. im grunde baue ich immer irgendwie kurze sprints ein in meine läufe. genial ist auch mein lauftraining im verein, wenn uns der trainer (rundenweise) über die bahn scheucht (die anderen müssen dann jedoch immer eine ganze weile auf mich warten. ich bin wahrlich nicht die schnellste – selbst wenn ich denke, daß ich sprinte :?) leider mußte ich auf das schöne bahntraining schon eine ganze weile verzichten, weil ich permanent irgendwelche wehwehchen hatte/habe 😥 das bestätigt übrigens auch den hinweis von der weinbergschnecke, daß schnelleres laufen den bewegungsablauf verändert. habe ich leider bereits mehrfach zu spüren bekommen. also immer schön achtsam bleiben 😉
    machst du eigentlich nebenbei stabi-training? und welchen garmin nutzt du?
    fragen über fragen…. 😀
    liebe grüße!
    sandra

      • Ich habs ja nicht so mit Intervall und von einem Trainer lasse ich mich schon gar nicht gerne scheuen. Da hat mir schon bei meinem ersten Marathontraining mit Trainer überhaupt nicht gefallen. Da ticken wir wohl etwas unterschiedlich 😉

        Bei zuviel Tempoläufen bin ich dann auch noch sehr verletzungsanfällig. Also Gründe genug die Dinge ruhig angehen zu lassen 🙂

        In Stabi-Training war ich mal richtig gut, zur Zeit findet da gar nichts statt. Das ist eine riesengroße Baustelle an die ich noch wieder ran muß.

        Mein Garmin ist der 310, der „Brotkasten“ Schon ein paar Jährchen alt, aber mir noch sehr zuverlässig mit einer guten Akku-Leistung.

        Hab ich alles beantwortet? 🙄

        Liebe Grüße 😎
        Volker

  11. Lieber Volker,

    oh das kenne ich gut – den Ärger, den Stress und den Frust einfach davon zu laufen tut einfach nur gut! – und es ist auf jeden Fall empfehlenswerter als das Töten (wie du oben auch schon festgestellt hast) und das Lächeln kommt danach ganz von alleine (spätestens nach den skeptischen Datenüberprüfung) 😉

    Ich mag Intervalltraining eigentlich auch sehr gerne – zumindest danach :mrgreen:

    Liebe Grüße aus Schweden 😎

    • Liebe Anna,

      zum Glück sind die Zeiten, wo ich den Frust weglaufen muß, selten geworden. Aber es funktioniert noch 😎

      Hehe, Intervalltraining danach gut zu finden, find ich gut 😀 Währenddessen ist es nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung 😎

      Oh, ich kann endlich mal in den Norden grüßen, wie schön!

      Also liebe Grüße
      Volker

    • Hehe, also gut aufschreiben 😉

      Danke Dir, lieber Wolfgang.

      Herzliche Grüße nach Wien
      Volker

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