Laufband-Feeling

Nach zwei Tagen Sturm und zwei Tagen Witschern im heimischen Domizil wurde es allerhöchste Zeit mein läuferisches Bewegungsdefizit auszugleichen. So richtig weg ist der Sturm immer noch nicht, aber im Vergleich zu gestern und vorgestern wirkt er nur noch wie ein laues Lüftchen. Da mußte ich doch mal nachschauen, wie mein Revier die Stürme überstanden hat. Bis auf allerlei Geäst auf Wegen und Straßen, einem schräg auf den Weg ragenden, kleineren Baum und einem bedrohlich noch in einem Baum hängenden großen Ast war zum Glück alles wie gehabt. Äste auf den Wegen hörten natürlich gleich dort auf, wo es keine Bäume mehr gibt.

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Dafür pfiff der Wind hier immer noch sehr ordentlich. Bevor ich in selbigen abdrehte, ließ ich den Blick noch einmal über die Bornhorster Wiesen schweifen.

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Das Gatter, das mir am Donnerstag abend noch beinahe zum Verhängnis geworden wäre, stand heute sperrangelweit offen.

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Was ich an Winterläufen immer wieder mag, sind die Lichtstimmungen und das Wechselspiel am Himmel, wenn es ausnahmsweise mal nicht nur Grau in Grau ist.

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Was fetzt ist das Laufen gegen den Wind. In Böen hatte er auch heute noch Spitzen von über 70 km/h zu bieten. Und das bedeutete, dass ich bei den heftigsten Windstößen fast auf der Stelle gelaufen bin. Ein Gefühl wie auf dem Laufbahn. Der Garmin zeigte deshalb Werte, die teilweise gegen 7 Min. pro Kilometer tendierten. Beim Laufen gegen stürmischen Wind versuche ich diesen immer anzunehmen und nicht gegen ihn zu kämpfen. Da könnte ich auf mehreren Kilometern auch nur verlieren. Deshalb trete ich notfalls fast auf der Stelle und freue mich wenn mich die stürmische Hand zwischendurch mal kurz losläßt. Das ist dann ein Gefühl als würde man gegen ein starkes Bungee-Gummiband anlaufen, das plötzlich durchgeschnitten wird.

Wie es sich gegen den stürmischen Wind anfühlt und auch anhört, zeige ich mal auf ein paar Metern mit diesem zugegeben etwas wackeligen Video 😀

Unterwegs treffen mich noch ein kurzer Regenschauer und ein zum Glück recht harmloser Hagelschauer. Dann tauche ich endlich in den Windschatten der Huntebrücke ein. Hier noch die Treppe hochgejoggt und oben einmal kurz verschnauft und dabei gefreut wie ein Honigkuchenpferd 😀

11.01.15 06Marsmännchen oder Teletubbie? :mrgreen:

Die immergleichen 14 km waren heute mal wieder ganz anders 🙂 Aber der heutige Tag mit seinem immer noch kräftigen Wind hat mir gezeigt, dass der Laufverzicht an den beiden Tagen zuvor schon die richtige Entscheidung gewesen ist. Noch mehr Sturm macht das Laufen dann doch so langsam schier unmöglich und vorallem, wie im vorherigen Post geschrieben, auch einfach zu gefährlich.

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30 Kommentare zu “Laufband-Feeling

  1. Hm, jetzt wollte ich Video gucken, ging nicht ist „privat“. Aber schön, dass Du heute wieder draußen laufen konntest. Ja, gegen den Wind zu laufen, hat seinen Reiz, aber ihn im Rücken zu haben noch viel mehr.
    Lieben Gruß
    Kornelia

    • Oh, das ist doof, habe gerade nochmal die Einstellungen korrigiert.Jetzt müßte es gehen.

      Auf dem Rücken hatte ich den Wind ja auch, die ersten knapp 7 km 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Wow, es war aber noch ganz schöner Wind bei Dir. Das Video zeigt es gut! Heftig!
    Aber was muss, dass muss. Bewegung nach der Renovierung tut gut!
    Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche
    Bianca

    • Ah, dann funzt es jetzt, super 🙂

      Wat mut dat mut. Glaubt einem ja immer keiner, aber es hat tierisch Spaß gemacht 🙂

      Dir auch einen guten Wochenstart!

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Hallo Teletubbie,

    zumindest scheint die Sonne auf dem wackeligen Video – also gar nicht so schlecht! Ich laufe nicht gerne gegen den Wind (solch Sturm gibt es allerdings bei uns so gut wie gar nicht.) Da werde ich das nächste Mal an dich denken und ihn einfach hinnehmen!
    Was ist eigentlich ‚Witschern‘?

    Liebe Grüße!

    • Moin Roni,

      etwas Sonne war schon dabei, dass war wirklich gar nicht schlecht 😎

      Ich mag den Wind, nur nicht beim Fahrradfahren. Ansonsten würde ich auch in der falschen Gegend wohnen 😉

      Witschern heißt streichen oder anmalen 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,

    schön, dass der Orkan vorüber ist und Du nur noch mit einem lauen Lüftchen zu kämpfen hast 😉
    Ich hoffe die Renovierung ging komplikationslos von statten und ihr könnt euch schon wieder wohl fühlen in den eigenen vier Wänden.

    Salut
    Christian

    • Lieber Christian,

      Orkan war es hier nicht, aber Sturm reicht auch schon 😉

      Bis die Bude wieder so aussieht wie wir es uns wünschen wird noch etwas dauern. Aber das Chaos wird nun von Tag zu Tag geringer.

      Gute Besserung für Dich!

      Moin Moin
      Volker

    • Der Rückenwind kam leider zuerst. Läßt sich auf meiner Laufstrecke leider nicht anders einrichten.

      Ich gebe es schon zu, Rückenwind macht schon noch etwas mehr Spaß 😉

      LG Volker

    • Das Motiv habe ich schon so oft fotografiert und finde es immer noch wieder klasse 🙂

      LG Volker

  5. Lieber Volker,
    ich werde von Dir lernen und den Wind auch annehmen. Ich kämpfe nämlich immer dagegen. Ich mag Wind einfach nicht – muss ich wohl mein Einstellung ändern, ich kann ihn ja nicht abschaffen.
    Die Lichtstimmung ist wirklich toll – schön, dass wir das als Läufer so intensiv erleben dürfen.
    Gruß
    Anja

    • Liebe Anja,

      ich habe auch schon gegen den Wind gekämpft bis es mir die Tränen in die Augen getrieben hat. Bringt nichts, macht einen nur fertig 🙂

      Dieses Erleben ist ein Grund mehr wofür sich das Laufen lohnt 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Das mit dem nicht voran kommen kann ich gut nachvollziehen. Und das hier im Südwesten bei abgeschwächten Winden. Aber als ich gestern nachmittag aufs freie Feld kam und der Wind von schräg vorne bließ bekam ich fast keine Luft mehr und wußte nicht wohin atmen. Besser wurde es dann erst als der Wind wirklich frontal kam und ich mich voll hineinlegen konnte.

    • Der Wind bei Euch muß nicht unbedingt immer schwächer sein als bei uns im Norden. Wenn er Dir den Atem nimmt und Du Dich in ihn hineinlegen konntest, dann hatte er schon eine ordentliche Qualität. Hat doch mal was, oder? 😎

      LG Volker

  7. Teletubbi nach 2 Jahren Low Carb-Diät, eindeutig! 😆

    Lieber Volker, Laufen gegen den Wind ist ein prima Krafttraining. Und dass du es mangels Bäumen, von denen du erschlagen werden könntest, gefahrlos durchziehen konntest, ist ein großes Privileg. Tolle Bilder vom Land am Wasser hast du gemacht – neben bem grauen Wasserbild gefällt mir die Panoramaaufnahme sehr gut.

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Liebe Anne,

      auf dem Weg zur baumlosen Steppe passiere ich schon einige Straßen mit Bäumen. Aber gestern war die Lage ja schon deutlich entspannt.

      Gestern war wieder das richtige Wetter für gute Bilder. Freut mich, wenn sie gefallen 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  8. Moin, Moiiiiiiiiiin

    warum kommt mir das alles so bekannt vor ?
    Ja, ja, wir im Norden haben es nicht leicht
    oder doch ?
    Es gibt auch für uns Herausforderungen der besonderen Art
    manchmal lassen wir es lieber
    aber dann…………………. YES !

    • Doch doch, wir haben es leicht, schließlich schiebt uns der Wind ja auch über viele Kilometer. Und andersherum ist es die Herausforderung, die wir lieben 🙂 YES !

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Lieber Volker,
    ich stimme für Teletubbie *lach*, aber dann müssten wir sofort eine Notfütterung veranlassen, damit Du die schönen runden Tubbie-Formen bekommst! 😉
    Glaub ich gern, dass Ihr da oben noch etwas mehr Lüftchen habt, als wir hier. Aber auch hier kamen gestern noch sehr kräftige pfeiffende Böen an. Und stimmt, diese besonderen Lichtstimmungen, die haben was!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elken,

      Notfütterung klingt gut, habe Hunger! 😀

      Ich denke es war schon fast in der ganzen Republik ganz schön windig. So durftet Ihr alle mal erleben, was hier oben so unser täglich Brot ist 😎

      Heute hat es sich schon wieder mit den Lichtstimmungen, alles mal wieder nur Grau in Grau 😦

      Liebe Grüße
      Volker

  10. Hallo Teletubbie ähm … nee, warte, Volker wollte ich sagen,
    ich bin ja sehr froh, das der Wind dich nicht weggeweht hat :-). Für einen waschechten Teletubbie hast du doch ein wenig wenig auf den Rippen.
    Bei euch hat es ja ganz schön geweht. Da sind wir hier im Westen sehr viel ruhiger davon gekommen.
    Es soll ja die nächsten Tage wieder sehr stürmisch werden.
    Halte dich gut fest 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    • Liebe Helge,

      ich habe für zwar wenig auf den Rippen, aber so biete ich dem Wind auch weniger Angriffsfäche 😀

      Stürmisch soll es fast die ganze Woche bleiben, aber doch deutlich unter dem, was wir am Freitag und am Samstag hatten.

      Ich werde nur noch mit Anker laufen :mrgreen:

      Liebe Grüße
      Volker

  11. Lieber Volker,

    die Bilder sind wirklich richtig schön (da hört man der Wind nicht so… 😉 ) Dieses Laufbandgefühl kenne ich, das gibt es auch auf langen Geraden Bergauf… aber das gibt uns ja nur zusätzliches Training und so sind wir ja im Endeffekt froh darum 😉

    Liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      bergauflaufen ist irgendwie ganz anders anstrengend, aber auf jeden Fall anstrengend 🙂

      Aber wir wollen das ja alle so und die Fitness dankt es uns 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  12. Lieber Marsianer,
    (ich stimme meinen Vorschreiberinnen zu, dass du für ein Teletubbie eindeutig zu dünn wärest), 😉
    dein Lauf klingt nach viel Spass und vermutlich hast du das Spiel mit dem Wind nach der vielen Indoortätigkeit auch gebraucht! So wurdest du vom Wind durchgeblasen, ausgelüftet, angeschoben und ausgepowert!
    Ich finde die Wiesenseen jedesmal wieder unglaublich schön! 🙂

    • Liebe Doris,

      offentsichtlich tauge ich einfach nicht zum Teletubbie, so ein Jammer aber auch 🙂

      Den Lauf habe ich gestern definitiv gebraucht ❗

      Die Wasserlandschaft der Bornhorster Wiesen ist auch einfach nur toll. Ich kann mich daran auch gar nicht satt sehen.

      Liebe Grüße
      volker

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