Ein Jahrzehnt

Was verbinden wir eigentlich mit einem Jahrzehnt? Scheußliche Mode mit Schlaghosen und Riesenmustern wie in den 70igern? Coole Mucke à la Depeche Mode und Konsorten in den 80igern? Wofür stehen noch gleich die 90iger? Und das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausend? Jedes Jahrzehnt hat seine Besonderheiten. Eines ist allen Jahrzehnten aber gleich, sie werden in der Regel von 0 – 9 gerechnet.

Hier und jetzt geht es allerdings um ein für mich besonderes Jahrzehnt. Es rechnet sich von 2005 bis 2015. Genau gesagt von Januar 2005 bis Januar 2015. Noch (auf den Tag) genauer kann ich es allerdings nicht eingrenzen.

Es war der Januar 2005 als ich mich im beschaulichen Bad Gandersheim im Harzvorland zu einer Kur befand. Meine Psyche war schon immer ein sensibles Gut und so war sie auch in den ersten Tagen des Jahres 2005 Anlaß für eben jene Kur. Ich war out geburnt. Neben allerlei anderen Therapieformen stand Bewegung für die Patienten ganz oben an. Zwar war ich zu damaliger Zeit schon sportstudioerprobt, aber mit dem Ausdauersport hatte ich noch keine großartigen Erfahrungen gemacht.

In Bad Gandersheim begann ich nun mit Stöcken bewaffnet, nordic-walkend um den kleinen Teich vor der Kurklinik zu laufen. Das hat mir damals Spaß gemacht. Allerdings konnte ich meinen Puls auf diese Weise kaum über 100 treiben und die schwatzenden, nebeneinander laufenden, anderen Stockenten gingen mir seinerzeit schon auf den Keks.

So wechselte ich im Laufe meiner Kur von der Nordic-Walking- in die Jogging-Gruppe. Allzu viel Input konnte ich aber leider nicht mehr erlangen, neigten sich doch die vier Wochen meiner Kur schon dem Ende entgegen. Trotzdem hatte die kurze Zeit in mir irgendetwas ausgelöst, das mich auch noch Kurende alleine weitermachen ließ.

Wieder zuhause setzte ich also den Weg zum Läufer fort. Im ersten Jahr war es in erster Linie ein Leidensweg. Ohne Ahnung und ohne Plan lief ich in den ersten Wochen und Monaten zu schnell, zu weit, zu oft. Schmerzen und damit einhergehende Pausen waren immer wieder die Folge. Aber irgendetwas war da, was mich nicht aufgeben ließ. Allerdings wurde ich meiner Probleme auch mit reduziertem Training nicht Herr.

Das Aufsuchen eines Sportorthopäden brachte in Bezug auf meine Beschwerden keinen Erfolg. Erst ein Besuch beim ortsansässigen Laufschuhladen brachte den Durchbruch. Der Inhaber, ein erfolgreicher Läufer, erkannte als Wurzel allen Übels die Laufschuhe, die ich mir für die Kur im Kaufhaus gekauft hatte und verpaßte mir daraufhin den richtigen Laufschuh. Mit diesem und einem Neustart mit einem aus dem Internet heruntergeladenen Anfängerlaufplan gelang mir endlich der Durchbruch und nach sage und schreibe einem Jahr lief ich erstmals 10 km am Stück. Das erste Jahr meines ersten Laufjahrzehnts war verstrichen und ich wunderte mich in erster Linie über mich selbst. Soviel Durchhaltevermögen hätte ich mir nie zugetraut. Was hat dieses Laufen, dass es mich einfach nicht los- und aufgeben läßt? Ich weiß es bis heute nicht genau.

18.01.15 02Meine Laufschuhe, mit denen ich die 10 km-Marke geknackt habe, ich halte sie bis heute in Ehren

Ein weiterer Meilenstein in meinem ersten Läuferjahrzehnt war Manuela, meine Laufpartnerin in den ersten Jahren. Manuela brachte mich durch ihr eigenes Vorhaben zum Halbmarathon und Marathon. Leider verzog Manuela aus beruflichen Gründen nach Neuss. Seitdem stehe ich läuferisch komplett auf eigenen Füßen.

Ich will dieses Artikel nicht endlos in die Länge ziehen und vielleicht ist meine Bilanz für 10 Jahr sogar recht bescheiden. Schließlich hat es über diese vielen Jahre nur für zwei offizielle Marathons, einige Halbmarathons und wenige 10-km-Läufe, aber immerhin auch meinen ersten Ultra gereicht. Sonderlich schnell war ich dabei nie.

18.01.15 01Nur wenige Teilnahme- und keine Siegermedaillen, stolz bin ich trotzdem auf die meisten 🙂

Aber viel wichtiger als irgendwelche offiziellen Zahlen ist, dass das Laufen mich zum beständigen Sportler gemacht hat. Laufen bedeutete und bedeutet für mich über die Jahre hinweg und bis heute Spaß an der Bewegung, die Abkehr vom inneren Schweinehund, Durchhaltevermögen, auch ohne Bestzeitambitionen Ehrgeiz, Selbstvertrauen und Fitness.

Laufen hat mir wehtun, wenn ich mehr wollte als ich konnte, ein Lernprozess. Laufen hat mir aber auch -seelische- Schmerzen genommen und mich u. a. durch eine der schwersten Zeiten meines Lebens getragen. Laufen hilft mir tagtäglich die Balance im Leben zu halten. Vielleicht ist gerade das der Grund warum ich mit Leidenschaft laufe.

Seit knapp vier Jahren ergänzt mein Laufblog das Laufen. Das Bloggen hat mir durch das Lesen anderer Laufblogs und durch den Austausch mit anderen Läufern den Horizont unendlich erweitert. Von vielem hätte ich ohne das Bloggen bis heute keine Ahnung und viele Läufe hätte ich ohne es nicht erlebt. Aber mit das Schönste und Wichtigste ist es, dass ich durch das Laufen (das Bloggen ist ja auch eine Folge des Laufens) neue Freunde gefunden habe.

So ein Jahrzehnt ist auf ein menschliches Leben getrachtet ein gar nicht so unerheblicher Zeitraum. Und für mich doch hoffentlich nur der Anfang einer noch langanhaltenden Leidenschaft.

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36 Kommentare zu “Ein Jahrzehnt

  1. Lieber Volker,

    wo ist der Stift? Ich will unterschreiben. Genau so.. Oft werde ich gefragt, warum ich bei den wirklich vielen Rückschlägen wieder anfange… deshalb.

    Herzlichen Glückwunsch zu 10 Jahren Laufen – es hat Dein Leben reicher gemacht – um Erlebnisse, Erfahrungen und Freunde. Was will man mehr! Auf die nächsten 10!

    Gruß
    Anja

    • Liebe Anja,

      ich wurde es zwar nicht oft gefragt, aber ich habe es mich oft selber gefragt …

      Das Leben hat mein Leben reicher gemacht, ja, das hat es definitiv. In vielerlei Hinsicht.

      Danke, ich packe es an 🙂

      Liebe Grüße und alles Gute für Dich
      Volker

  2. Lieber Volker,
    herzlichen Glückwunsch zum 10er!!! 🙂
    Es ist wirklich so, wie du schreibst – nicht die offiziellen „Erfolge“ sind ausschlaggebend (wobei ich die auch immer wieder schön finde und deine 2 offiziellen Ganzen, zu denen ja noch die inoffiziellen dazukommen, seeeehhhhhr beachtlich finde 😉 – da bist du mein Vorbild!!), sondern die vielen Läufe, die einfach immer wieder gut tun… Zu erklären gibts da gar nichts. Wenn man läuft, weiß man es! 😀

    • Danke, liebe Doris 🙂

      Ich? Dein Vorbild? Kann nicht sein! Du machst mich ganz verlegen 🙂

      Wir laufen, wir wissen es. Unser großes Glück!

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen Laufjubiläum. Zu Beginn einer Läuferkarriere hat man gewisse „Marken“ im Kopf: man möchte gerne 10-km am Stück laufen können oder 20 oder HM oder Marathon oder … Oder vielleicht das Ganze auch noch mal ein bißchen schneller laufen als zuvor… Und dann merkt man irgendwann, dass Laufen viel mehr ist als irgendwelche Zahlen jemals belegen können. Diesen Weg kann ich sehr gut nachvollziehen. Und auch, dass das Bloggerleben nicht nur den läuferischen Horizont erweitert, sondern dass man tatsächlich neue Bekanntschaften macht, die teilweise zu Freundschaften werden, die man auf keinen Fall mehr missen möchte. Genau das ist es.
    Wünsche Dir weiterhin viel Spaß, lieber Volker. Und wer weiß, irgendwann stehen wir uns vielleicht auch mal gegenüber.
    Lieben Gruß
    Kornelia

    • Danke, liebe Kornelia.

      Den Wandel im Läuferdenken hast Du gut beschrieben. Genauso ist es bei mir gewesen.

      Das wir uns auch mal gegenüberstehen, da gehe ich doch schwerpunktmäßig von aus! Und bis es soweit ist, sehen wir uns nahezu täglich hier im WWW 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,

    10 Jahre Laufen, 10 Jahre durch alles, was man als Anfänger erleben kann/darf, aber keines davon umsonst, im Gegenteil, je länger MANN läuft, umso mehr spürt man, wie gut es tut, umso mehr kann man nicht davon lassen.

    So hat manche Krankheit auch ihr Gutes, du hast davon profitiert, wie sicherlich andere auch – man muss manchmal erst im Dunklen tappen, bevor man wieder Licht sieht.

    Du hast es erreicht, bist froh darüber, und stelle dir vor, du hättest damals nicht damit angefangen, was wäre dann ? Nein, darüber denken wir nicht nach.

    Gut, dass du diesen ersten Schritt getan hattest, um nun dein zehnjähriges Jubiläum zu feiern – ganz ♥-lichen Glückwunsch – um wie viel Uhr gibt es Kaffee – was soll ich anziehen ❓

    • Liebe Margitta,

      was wäre wenn ich nie damit angefangen wäre? Keine Ahnung, ich hätte es ja nicht besser gewußt. Zum Glück weiß ich es besser.

      Danke schön! Zum Kaffee ist es für heute etwas spät. Den holen wir nach. Bleib leger 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Lieber Volker,
    auch von mir einen herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen Laufjubiläum! Das ist wirklich schon ein lange Zeit. Der Anfang ist tatsächlich mühsam, aber gerade in der Anfangszeit gibt es doch immerwieder Momente, in denen man stolz wie Bolle ist, weil man es wieder ein Stückchen weiter geschafft hat oder weil man überhaupt los war. Eine tolle Zeit! Und wenn es erstmal läuft, dann läufts. Laufen tut einfach gut – dem Körper und der Seele. Ich freue mich, dass Du das alles für Dich entdecken konntest. Sogar ein paar offizielle Läufe waren dabei. Macht auch mal Spaß!
    Schön, dass Du auch irgendwann zum Bloggen gefunden hast. Der Austausch mit Gleichgesinnten macht Freude und ist (zumindestens mir) zusätzliche Motivation.
    Weiterhin viel Glück auf Deinen Lauf- und auch Lebenswegen!
    Liebe Grüße
    Bianca

    • Danke liebe Bianca!

      Ja, die Anfangszeit hat neben der mühsamen Momente auch das größte Potenzial für Stolz, weil man sich ja alles neu erarbeitet. Das war schon spannend 🙂

      Für mich ist das Bloggen ebenfalls eine zusätzliche Motivation. Von all den anderen Vorteilen ganz zu schweigen. Wir würden uns ohne das Bloggen hier alle nicht kennen.

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Lieber Volker,

    mein allergrößter Respekt!! Ich finde Deine Geschickte einfach wunderbar, wie Du im ersten Jahr durchgehalten und nicht aufgegeben hast und wie Du Dein erster 10er nach einem Jahr geschafft hast – herrlich!! Sind wir ganz ehrlich, es kommt doch nicht darauf an wie schnell wir laufen oder an wie viele offizielle Läufe wir teilgenommen haben – es geht doch darum, dass wir laufen und dass es uns dabei gut geht!!!

    Laufen ist eine heilende Leidenschaft und Laufen ich kann das bestätigen!! Ich freue mich sehr für Dich, dass Du damals das Laufen für Dich gefunden hast, und ich freue mich sehr, dass Du mit dem Bloggen angefangen hast!! 🙂

    Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Jubiläum!!

    Liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      das erste Jahr war schon krass und so viel Verbissenheit hätte ich mir nie zugetraut. Es hat sich gelohnt am Ball zu bleiben!

      Die Bloggerei ist für mich heute genauso wenig wegzudenken wie das Laufen selber. Der tägliche Austausch auf diesem Wege ist für mich sehr wichtig.

      Danke 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Genial Volker…vielen Dank für diesen sehr offenen Beitrag und vielen Dank, dass du uns an deinem Läuferleben teilhaben lässt.
    Mal schauen was die nächsten Jahrzehnte noch für tolle Erlebnisse und Begegnungen mit sich bringen.

    Laufen ist halt einfach genial! 😉

    • Fürs Teilhaben lassen bloggen wir doch, Steve.

      Ich kann mir nicht vorstellen, dass die nächsten Jahrzehnte langweilig werden. Packen wir es an 😀

      LG Volker

  8. Lieber Volker,

    da kann ich nur gratulieren und Deine Lauf-Vita ist besonders, wie ich finde. Der Beginn anders, als bei vielen von uns und umso mehr freut es mich, dass Du durch das Laufen einen Lernprozess durchgemacht hast, der wohl fast nur positive Seiten hat. Am meisten freut es mich aber, dass ich Dich kennen lernen durfte und immerhin schon einmal mit Dir laufen durfte.
    Wenn Du zurückschaust darfst Du stolz sein, nicht auf die Medaillen, sondern auf das Erreichte insgesamt…es geht nicht darum Erster zu werden 😉

    Salut und noch einen schönen Sonntag

    Christian

    • Lieber Christian,

      ja, ich denke, mein Beginn ist sicher nicht der gewesen, der andere motivieren würde auch mit dem Laufen anzufangen.

      Ich freue mich auch noch immer sehr über unser Kennenlernen. Es wird Zeit für einen weiteren gemeinsamen Lauf!

      Ich muß zugeben, dass ich schon stolz bin auf das, dass ich beim Laufen und durch das Laufen erreicht habe.

      Ich wünsche Dir einen schönen Abend.

      Moin Moin
      Volker

  9. Lieber Volker,

    10 Jahre Laufen – und es hat dein Leben verändert, das kann man wohl so sagen! Geht mir auch so: Selbst wenn Laufen nicht alles rosarot macht, selbst wenn es manchmal zu Verletzungen führt und zum Quell von Frust und Unzufriedenheit wird, wenn es eben nicht läuft – es macht fast immer Freude, stabilisiert körperlich und vor allem psychisch und vermittelt Erlebnisse auf allen Ebenen, die durch nichts zu ersetzen sind! 🙂

    In diesem Sinne wünsch ich dir noch viele, viele gesunde Läuferjahre – denk an Margitta, dann weißt du, wie lang so eine Liebe halten kann, ohne auch nur im Geringsten zu rosten.

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Liebe Anne,

      die 10 Jahre haben definitiv mein Leben verändert. Auch gerade die nicht so rosigen Zeiten haben uns doch stark gemacht, weil es nie ein Aufgeben gab. Das ist neben dem Positiven genauso wichtig. Neben der körperlichen ist die psychische Stabilität der größte Gewinn.

      Margitta zeigt uns eindrucksvoll was über die nächsten Jahrzehnte noch geht. Auch ein Gewinn des Bloggens. Ohne dieses hätte ich solche Erkenntnisse so schnell nicht gewonnen.

      Liebe Grüße
      Volker

  10. Lieber Volker,
    na denn mal alles Gute zu deinem Jubiläum.
    Bei mir hat es zwei Jahre länger gedauert bis ich so weit war. Aber ich kann´s gut nachvollziehen. Ich wünsche Dir noch ganz viel 10Jahre hintereinander.
    Man sieht sich!!!

    Gruß Gerd

    • Danke, lieber Gerd.

      Wir wissen beide nur zu genau, was uns das Laufen schon gekostet hat, aber vorallem was es uns gibt.

      Dir ebenfalls ein großes Toi Toi Toi für die nächsten Jahrzehnte!

      Liebe Grüße
      Volker

  11. hallo lieber volker,
    ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll mit schreiben….
    als erstes mal – wahnsinn, wie die zeit vergeht, oder? 😯 ich finde immer erschreckend zu sehen: 10 jahre sind im grunde nix 😐
    dann kann ich mir dich kein stück nordic-walkend vorstellen. witzig. und laut gelacht habe ich bei den stockenten. ich hatte dich bildlich vor augen, mit stöcken bewaffnet im kampf gegen die lauthals schnatternden gackernden stockenten 😆 :mrgreen:
    die verletzungen, am anfang deines läuferlebens, da haben wir einige gemeinsamkeiten. vom läuferknie, über achillessehnenentzündung, schienbeinkantensyndrom, ermüdungsbruch in der hüfte und muskelfaserriss habe ich leider auch ein paar unschöne seiten des laufen kennenlernen müssen. weil es vermutlich zum laufen dazu gehört, als newbie zu weit, zu schnell, zu viel zu wollen 😦
    ich selber habe auch keine sieger-, dafür von den teilnehmermedaillen ein paar mehr. aber ich bin auch verrückt nach denen 😛 und ich finde dich total schnell, bin immer ganz beeindruckt, was du so für zeiten hinlegst – in deinem alter (jetzt muß ich langsam zum ende finden) 🙂 🙂 🙂
    ach volker, danke daß du uns an deinem rückblick, deinem jubiläum hast teilhaben lassen, sieht man wieder einmal mehr, was uns läufer so verbindet (in guten, wie in schlechten zeiten – hehe)
    und schöne sonntagswünsche von hier nach da, auch an deinen liebsten!
    sandra

    • Liebe Sandra,

      heute kann ich mich mit Stöckern auch nicht mehr vorstellen. Aber damals hat mir das Spaß gemacht, wenn auch nicht fordernd genug.

      Du hast ja auch schon heftige Verletzungen durchgemacht. Dagegen bin ich ja fast noch ein Waisenknabe.Respekt, dass Du bei all diesen Unbill am Ball geblieben bist.

      Ich weiß, Du sammelst gerne Medaillen. Gibt ja auch ein schönes Bild zuhause 😀

      Tempo ist immer relativ. Für mich auch nicht so relevant, aber ganz frei machen kann man sich davon auch nicht 😉

      Tja, das ist in Kurzform meine läuferische Geschichte. Ich habe sie gerne erzählt..

      Danke für die Grüße, die ich gerne auch an Dich und Deine Liebste zurückgebe.
      Volker

  12. Toll geschrieben!

    Ja, warum laufen wir? Die genaue Antwort wissen wir alle wohl nicht wenn wir es auf eines begrenzen sollen – aber wir wissen, wie gut es uns tut und wieviel Spaß und Ausgleich wir daran finden. Und das darfst du nun schon seit 10 Jahren. Glückwunsch dir!

    Übrigens bin ich mir sicher, dass du auf jede und nicht nur die meisten Medaillen stolz sein kannst 😉

  13. ___o~~~~~~~o______o~~~~~~~o___
    ____o~~~~~o________o~~~~~o____
    _____o~~~o__________o~~~o_____
    _______0______________0_______
    _______0______________0_______
    _______0______________0_______
    _______0______________0_______
    _____ooooo__________ooooo_____

    Darauf einen Toast!

    „Auf die nächsten 10 bereichernden Laufjahre“

    *pling*

  14. Schau an, schau an….nach einem Jahrzehnt nun die Beichte, als Nordich-Walker angefangen zu haben 😉
    Nein, Spass beiseite…..Du hast Deinen läuferischen Werdegang sehr schön beschrieben. Ohne philosophisch werden zu wollen, aber auch bei Dir scheint aus etwas eigentlich Schlechtem (= Burn Out) etwas Gutes gewachsen zu sein. Und das ist schön, und gibt auch Mut.

    Nach 10 Jahren glaube ich, kannst Du auch ruhig mit ein bisschen Stolz zurückschauen. Und mit Freude voraus in die nächsten 10! 🙂

    Liebe Grüsse,
    Wolfgang

    • Tja, lieber Wolfgang, jeder hat so seine Vergangenheit 😉

      So gesehen war das Schlechte damals wirklich die Initialzündung für das Positive. So was klappt nicht immer. Aber in diesem Fall war es der Grundstein für die vergangenen und hoffentlich noch viele folgende Jahre.

      Ich gebe es gerne zu, ich bin auch schon etwas stolz! 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  15. Lieber Volker,

    herzlichen Glückwunsch zu den 10 Laufjahren. Es scheint als hättest du deinen Laufweg gefunden! Und schön, dass du auch das bloggen angefangen hast, so können wir uns an deinen Erlebnissen mitfreuen!
    Ich habe auch vor ca. 10 Jahren angefangen, aber viel zu schnell die Schuhe wieder in den Kleiderschrank verbannt, weil mich mein Tempo demotiviert hat. So bleiben mir viel weniger effektive Jahre.
    Liebe Grüße,
    Roni

    • Dankeschön, liebe Roni 🙂

      Mein Tempo fand ich auch teilweise demotivierend, deshalb habe ich sehr schnell die Wettkampfhetzerei sein lassen. Ich muß mich nicht mit anderen vergleichen (auch wenn ich es immer mal wieder tue). So bleibt mir mein Spaß und meine ureigenen Erfolge.

      Und Du hast die Laufschuhe wieder aus dem Schrank gekramt und bist heute ultralang auf den Trails unterwegs. DAS soll Dir erstmal jemand nachmachen. So haben wir beide unseren Laufweg gefunden! 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  16. Lieber Volker,
    berührend geschrieben… Ja so ist es, man braucht irgendwann einen Anstoß, merkt, dass einem eine Sache gefällt und behagt, und dann entwickelt es sich weiter. Schön, dass Du das Laufen für Dich entdecken konntest und dass es Dir guttut! Und das ist ja das Wichtigste in Deiner Bilanz: Nicht die Erfolge in Platzierungen zählen, sondern das innere Erleben. Und das gibt Dir endlos viel mehr, als Medaillen. Ich würde sogar sagen, Dein Lauferfolg kann nicht in Medaillen gemessen werden! Und schon 10 Jahre …, ja die Zeit sie rennt im Sauseschritt, 1-2-3, wir rennen mit!
    Weiter so und liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      würden die Erfolge in Platzierungen zählen, hätte ich das Laufen gleich wieder aufgeben können. Nein, mein Lauferfolg läßt sich nicht in Medaillen messen, er ist nach außen kaum deutlich zu machen. Er zählt in erster Linie nur für mich. Das ist mir auch am wichtigsten.

      So gibt mir das Laufen unendlich viel und ich muß nicht fürchten, das Interesse daran zu verlieren, nur weil es mir irgendwann nicht mehr gelingen wird neue Bestzeiten aufzustellen.

      Deshalb kann ich entspannt auf die weiteren Jahre schauen 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  17. Lieber Volker,
    die schönsten Geschichten schreibt einfach das Leben selbst. 🙂
    Na was ein Glück, das du bei dieser Kur warst und was ein Glück für alle, das du mit dem Nordic Walking nicht zufrieden warst. 😆
    Und was ein Glück das du hartnäckig am Laufen geblieben bist und damit glücklich bist.
    Darauf kann man ruhig mal anstoßen !
    Herzlichen Glückwunsch zum Zehnjährigen
    Liebe Grüße
    Helge

    • Liebe Helge,

      glückliche Fügungen in Verbindung mit dem notwendigen Maß an Hartnäckigkeit. Da paßte in den letzten 10 Jahren vieles zusammen.

      Anstoßen klingt gut. Irgendwann werden wir das real in die Tat umsetzen. Dessen bin ich mir sicher! 😀

      Danke und liebe Grüße
      Volker

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