Unglaublich

Das Thema, das mir seit Monaten auf der Arbeit eine übermäßige Arbeitsbelastung aufbürdet, genießt auf höchster Ebene höchste Priorität. Auf unserer heutigen Betriebsversammlung nahm mein oberster Chef zu dem unseren Betrieb betreffenden Teil dieses Themas Stellung. Nach ihm redete mein Betriebsleiter und griff das Thema auf und argumentierte mit Inhalten aus meiner Überlastungsanzeige, die ich vor einer Woche gestellt habe. Er argumentierte nicht nur damit, er zitierte nahezu Teile meiner Überlastungsanzeige. Ich habe nur Bauklötze gestaunt, wie er, vor geschätzten 150 Leuten, darstellte, dass die (meine) Arbeit kaum noch zu wuppen ist. Zwar fiel mein Name dabei nicht, aber den Schuh kann ich mir definitiv anziehen. Jetzt warte ich mal ab, ob diesen überraschenden Worten auch weitere Taten folgen.

Um davon wieder runterzukommen, schmeiße ich mich gleich erstmal ins Training, ins Autogene Training. Das hat mir in den vergangenen Tagen schon geholfen meine Kiefer wieder halbwegs unter Kontrolle zu kriegen.

11.03.15 01

Zum Rennradeln war die Zeit heute zu knapp und es war mir auch etwas zu frisch. In Sachen Laufen habe ich schon fast die halbe Durststrecke überstanden. Nur noch zwei Wochen, dann geht es wieder los. Ich denke Ihr könnt es Euch denken: Ich freue mich darauf! 🙂

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30 Kommentare zu “Unglaublich

  1. Na guck, lieber Volker, da hat es sich doch wirklich gelohnt, den Mund aufzumachen bzw. deine nachvollziehbaren Beschwerden in schriftliche Formulierungen zu fassen. Deine Skepsis kann ich verstehen. Nichtsdestotrotz: Du wirst mit deinen Anliegen ernst genommen und die Überlastung wird nicht deiner „Schwäche“ zugeschrieben, sondern sie wird ganz offiziell als Strukturproblem anerkannt. Das ist jetzt im Protokoll der Versammlung aktenkundig, und erste Schritte zur Besserung sind ja auch schon eingeleitet. Ergo: Kleinigkeiten kann man auch mal schlucken. Aber bei Unverdaulichem wirkt ein offenes Wort manchmal Wunder. Ich drück dir ganz fest die Daumen, dass dieses Wunder anhält und zu nachhaltiger Besserung führt.

    Und besser Autogenes Training als gar kein Training, gell? 😉

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Und ich wollte eigentlich gar nicht zur Betriebsversammlung hingehen. Das rechne ich unserem Betriebsleiter hoch an. Du hast es auf den Punkt gebracht, es ist als Strukturproblem erkannt und nicht in meiner Person begründet. Das gibt mir ein gutes Gefühl. So eine Wirkung meiner geschriebenen Worte hätte ich nie erwartet.

      Autogenes Training ist für mich etwas sehr wertvolles. Leider hatte ich es etwas aus den Augen verloren. Jetzt tut es mir gerade wieder sehr gut 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Lieber Volker,

    na also! Das sind doch positive Signale! 🙂 Jetzt hoffe ich mit Dir, dass es im Bezug auf die Arbeit weitere Entlastung geben wird. Dann ist auch kein autogenes Training mehr zwingend notwendig um den Unterkiefer locker zu lassen. 😉

    Und laufen darfst Du auch bald wieder.

    Liebe Grüße
    Rainerr 😎

    • Lieber Rainer,

      weitere bzw, dauerhafte Entlastung ist zwingend notwendig, dann klappts auch mit dem Kiefer. Aber nun habe ich das Gefühl, das Problem ist wirklich erkannt und ernstgenommen.

      Aufs Laufen freue ich mich wirklich sehr. So langsam kommt das Kribbeln in den Beinen 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Läuft!

    Ohne zu wissen worum es geht zeigt sich mal wieder, dass man nicht alles hinnehmen soll/darf/muss und sich erst „beschweren“ kann, wenn man mal den Mund aufgemacht hat.
    Immer nur nicken und hinterher drüber schimpfen bringt nichts!

    Das ist wie bei den Nichtwählern, die sich über den Ausgang der Wahl aufregen.
    Hätten ja wählen gehen können die Typen! 😉

    Ich drücke dir die Daumen Volker!

    • Ich möchte an dieser Stelle nicht mehr ins Detail gehen, Steve. Nur soviel: Die letzten Monate waren in Sachen Arbeitsbelastung für mich ein Albtraum. Mündliche Hinweise auf die Überlastung haben daran leider nichts geändert. Das die Verschriftlichung meines Problems jetzt allerdings auf diese Ebene gehoben wurde, habe ich deshalb wirklich nicht erwartet.

      Du hast recht, man muß schon den Mund aufmachen. Allerdings kostet das auch Kraft. Kraft, die ich lieber in den Sport stecken würde 😉

      Danke Dir!

      LG Volker

  4. Lieber Volker,

    Vorgesetzte schmücken sich gerne mit fremden Federn, das hat mir meine 13 jährige Tätigkeit im Angestelltenverhältnis bewiesen, ich bin froh, dass ich nun keinen Vorgesetzten mehr habe 😀
    Ob Du was davon hast, wird die Zukunft zeigen, ansonsten würde ich schon was sagen….

    Autogenes Training? Gute Sache…ich geh jetzt zum Tai-Chi, auch gut…

    Salut
    Christian

    • Lieber Christian,

      das will ich dem Betriebsleiter eigentlich nicht unterstellen. Ich denke eher, dass ihm meine Argumente in Bezug auf die vorherige Rede des obersten Chefs einfach gelegen kamen. Aber etwas „irritiert“ war ich schon.

      Als kleiner Beamter ohne gescheite Ausbildung werde ich mich wohl bis ans Ende meiner beruflichen Tage mit Vorgesetzten arrangieren müssen. Mein schweres Schicksal 😯

      Tai-Chi machst Du auch noch? Was schaffst Du eigentlich sonst noch alles? Hola die Waldfee 🙂

      Moin Moin
      Volker

  5. Hallo Volker,
    super, das freut mich, dass Dein Anliegen endlich Gehör fand!!!!
    Und: Besser autogenes als gar kein Training 🙂 In diesem Sinne: Aufwärts gehts!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      autogenes Training ist ne feine Sache. Nichtsdestotrotz freue ich mich wenn ich mich endlich wieder in Laufschuhen auspowern kann 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  6. volker?
    ich freue mich von ganzem herzen!
    da hat ja diese üble geschichte unerwarteter weise doch ein gutes ende genommen und einen weiteren positiven nebeneffekt hatte sie ja immerhin auch noch 🙂
    tja, so kanns gehen 😉 das leben ist eben nicht nur voller herausforderungen, sondern auch voller (erfreulicher!) überraschungen – schön 😎
    liebe grüße von hier nach daaaahaaaaa 😀
    sandra

    • Liebe Sandra,

      man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, aber zumindestens ist die Problematik offensichtlich wirklich verstanden worden. Eine abschließende Lösung muß nun noch gewollt und gefunden werden. Aber solange greift ja auch noch meine Überlastungsanzeige.

      Freuen tue ich mich natürlich trotzdem 😀

      Liebe Grüße zurück von da nach hier 🙂
      Volker

  7. Lieber Volker,

    das hört sich doch sehr gut an – ich hoffe und drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es alles nicht nur leere Worte sind, sondern dass auch wirklich etwas passiert damit Du eine Dauerhafte Entlastung bekommst!!

    Fast die halbe Durststrecke überstanden, super!! Ich glaube Dir, dass Du dich sehr darauf freust – auch ich freue mich wieder auf Deine Laufberichte!! 🙂

    Liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      das hoffe ich auch. Aber solange es keine dauerhafte Entlastung gibt, greift meine Überlastungsanzeige. Sie nimmt mir zwar nicht die Arbeit, schützt mich aber vor Konsequenzen wenn wegen des Zuviels an Arbeit etwas schief geht.

      Zwei Wochen noch, dann geht es wieder los, für Euch hier und für mich auf der Strecke 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  8. Lieber Volker,
    wow, das ist ja toll! Diese Entwicklung kannst du dir auf die Fahnen schreiben! 😀
    Wie gut, dass du zur Betriebsversammlung gegangen bist, wie gut, dass du hartnäckig genug warst, deine Anliegen/Beschwerden schriftlich zu formulieren, wie gut, dass es in diese Richtung geht! 🙂
    Autogenes Training habe ich auch mal gemacht, allerdings wurde ich zwangsverpflichtet und war daher nicht so sehr angetan. Aber ich liebe die (Atem)entspannung nach dem Yoga… mein Kiefer auch 😉

    • Liebe Doris,

      ob es wirklich ein Wow wird, bleibt noch abzuwarten. Aber das war schon ein Stück weit ein Knaller heute. Hat mich aber auch ganz schön Kraft gekostet, gut wenn es sich jetzt auszahlen würde.

      Autogenes Training hat mir schon viel gebracht. Ich hatte mal vor vielen Jahren einen ganz tollen Kurs beim Bildungswerk gemacht. Vor zehn Jahren bei einer Kur „durfte“ ich das noch mal machen und habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie Du. Schade wär es gewesen, wenn ich es nicht besser gewußt hätte.

      Yoga kenne ich nicht. Aber so haben wir beide unsere Wege unsere Kiefer zu beruhigen 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Ab und an n Mund aufzumachen und nicht alles, vor allem nicht zuviel Süßkram, in sich hineinzustopfen kann Wunder bewirken 🙂
    Hoffen wir echt mal, dass es sich bei dir nun bessert und du zufriedener zur Arbeit gehen kannst!

    • Danke, lieber Markus, ich hoffe es auch inständig!

      Und wenn es endlich mal klappt, gebe ich gerne ein paar Schaumküsse aus 😀

  10. Guten Morgen lieber Volker, ich hoffe, dein autogenes Training ist nun beendet !! 😉
    Gute Sache, wie ich finde.

    Gut auch, dass du dein Anliegen unverblümt vorgetragen und den Stein ins Rollen gebracht hast, was hoffentlich auch Früchte tragen wird.

    Wenn wir schon arbeiten müssen, dann soll und muss es auch Freude und Spaß bereiten, wenn alles stimmt, du dann wieder laufen kannst, ist die Welt wieder in Ordnung – und das wünsche ich dir ! ♥

    • Ich müßte eigentlich ununterbrochen autogenes Training machen, liebe Margitta. Oder besser noch gleich unter Dauerhypnose gesetzt werden 😉

      Der Stein rollt und auf die Früchte warte ich jetzt. Hoffentlich nicht vergebens.

      Freude und Spaß auf der Arbeit ist heutzutage wohl generell eher die Ausnahme als die Regel. Ich wäre schon zufrieden, wenn es wieder etwas in diese Richtung tendiert.

      Bald wieder laufen, auch das wird sicher helfen.

      Danke und liebe Grüße
      Volker

  11. Unverhofft kommt oft!
    Das ist ja mal richtig gut, das deine Worte zu hören waren. Dann hat das alles was gebracht. Finde ich sehr beruhigend zu wissen, das es auch hier im Lande Chefs gibt, die sowas ernst nehmen. Schließlich werden ja immer mehr Menschen krank wegen Überlastung.
    Ich drücke dir die Daumen, das das Ergebnis dich auch weiter bringt und dir etwas Last von den Schultern nimmt.
    Und viel Spaß beim autogenen Training.
    Bald läufst du ja wieder 🙂
    liebe Grüße
    Helge

    • Ich gehörte ja schon zu diesen Menschen, die wegen Überlastung krank werden 😦

      Da kann es doch nicht sein, ich „darf“ ja schließlich noch fast zwanzig Jahre arbeiten. In den letzten Jahrer erschauert mich dieser Gedanke immer öfters.

      Liebe Grüße
      Volker

  12. Da hast Du offenbar einen Stein ins Rollen gebracht mit der Überlastungsanzeige. Wollen wir hoffen, dass es für Dich entsprechende Früchte bringt.
    Autogenes Training soll ja auch ganz gut bei Überlastung sein.
    Lieben Gruß
    Kornelia

    • Danke, liebe Kornelia.

      Autogenes Training ist ja ein Entspannungstechnik, deshalb ist sie ja gerade bei Streß und Überlastung gut und wirklungsvoll.

      Liebe Grüße
      Volker

  13. Das ist doch klasse, wenn der Protest fruchtet. Großartig.

    Schön, dass Du mit Autogenem Training eine Entlastung findest. Ich habs ja nie so mit den ruhigen Dingen. 😉

    • Manchmal dürfen es auch die ruhigen Dinge sein. Speziell wenn sie einem so gut helfen Spannungsspitzen abzubauen 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  14. Lieber Volker,
    autogenes Training – mache ich auch ab und an. Tut mir gut!
    Und Du genießt höchste Priorität an höchster Stelle – gefällt mir seeehr gut!
    Liebe Grüße
    Bianca

    • Liebe Bianca,

      nicht ich als Person genieße die Priorität, sondern im Wesentlichen meine Arbeit und somit doch wieder irgendwie ich 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  15. Das hört sich sehr gut an. Es ist nicht selbstverständlich, daß solche Themen auf Betriebsversammlungen so offen angesprochen werden! Du hast damit nicht nur Dir, sondern auch Kollegen, denen es, wissentlich oder unwissentlich, ähnlich geht, einen grossen Dienst erwiesen. Chapeau!

    Liebe Grüsse,
    Wolfgang

    • Manchmal muß man sich halt wundern, welche Kreise das zieht. Zu ahnen war das nicht. Deshalb bin ich da jetzt schon recht glücklich drüber.

      Danke, lieber Wolfgang

      Grüße nach Wien
      Volker

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