Moorland, Marschenland, Deichland

Nach meinem Höhenrausch vom Donnerstag wollte ich den Freitag mit seinem Bilderbuchwetter nicht gänzlich ungenutzt lassen. Endlich war die Temperatur mal rennradverträglich. Ein Fahrt rein zum Beineausschütteln. Richtung Loy und durchs Moor über Fuchsberg und Gellen wieder zurück. Knapp 38 km, mit einer lecker, erfrischenden Buttermilch-Pause am Melkhus in Fuchsberg.

Der Wind war zwar nicht unbedingt mein Freund, aber egal, ich brauchte ja keinen Wettkampf zu gewinnen. Auf jeden Fall hat der kleine Ausritt Spaß gemacht, speziell die Rückenwindpassagen 😎

Mit dem schönen Wetter war es am heutigen Sonntag definitiv vorbei. Endlich mal wieder Regen, die Natur sehnte sich schon sehr nach ihm. Und auch ich hatte schon lange keinen Regenlauf mehr. Das änderte sich heute. Meine allerliebste Schwiegermutter feierte ihren 84. Geburtstag und zwischen Mittagessen und Kaffeetafel ließ ich mir die Gelegenheit nicht nehmen, von Berne aus zu einem Lauf zu starten.

Von Berne ging es über Bettingbühren, Dreisielen, Schlüterdeich und Weserdeich bis zur Fähre Farge – Berne und von dort aus wieder zurück nach Berne. 14 km mit teilweise schönstem, strömendem Regen. Dabei ging es immer wieder die Deiche der Ollen, der Hunte und der Weser rauf und runter. Dazwischen flaches, inzwischen sattgrünes Land, Marschenland. Ich liebe diese Ecke der Wesermarsch mit ihrer hohen Dichte an Reetdachhäusern, ihrer Weite, den vielen Wasserläufen und den Seitenarmen der Weser.

Gut, dass zwischendurch der Regen so stark war, dass ich die Kamera nicht rausholen mochte, sonst wäre ich wohl aus dem Fotografieren nicht herausgekommen.  Meine Lauftight schäumte mal wieder, wie sie es gerne tut, wenn sie klitschnass wird. Ich lief auf dem Weserdeich in Weserdeich am Geburtshaus meiner Schwiegermutter vorbei, unter dessen Blechdach sich noch das originale Reetdach befindet. Leider ist dieses Haus nicht mehr im Familienbesitz.

Ein Abstecher an den Weserstrand mußte auch noch sein. Ein kurzer Blick über den Strom, ein letztes Mal den gewaltigen Weserdeich hinauf und zwei Kilometer später war ich wieder zurück. Klitschnaß und hochzufrieden. Die durchtrieften Laufschuhen blieben vor der Haustür und in der inzwischen sehr frisch gewordenden Luft dampfte es aus ihnen 🙂

Nach dem Duschen war die Kaffeetafel schon im Gange und nach so einem wunderbaren Lauf schmeckten Torte und Kuchen natürlich besonders gut 😀

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30 Kommentare zu “Moorland, Marschenland, Deichland

  1. Sieht nach einem gelungenen Wochenende aus. Schöne Bilder hast Du wieder mitgebracht. Guck ich mir immer sehr gerne an.
    Lieben Gruß
    Kornelia

    • Das Wochenende war nicht das schlechteste und im Rahmen des Möglichen sportlich ausgenutzt 🙂

      Danke, es freut mich wenn die Bilder gefallen 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Hach, jetzt ärgere ich mich, dass ich Freitag nicht doch mit dem Rad raus bin… Die Landschaft ist wirklich toll und die Zeit zwischen Mittag und Kaffeetafel hervorragend genutzt – ja, so schmeckt der Kuchen direkt noch viel besser.

    Bei mir schäumt nie die Tight.. hmm 😉

    • So richtig motiviert war ich am Freitag anfänglich auch nicht, das änderte sich aber sehr bald 🙂

      Nach dem Lauf war der Appetit nur leider viel zu groß 😉

      Tja, ich bin halt ein Schaumschläger :mrgreen:

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Sehr schöne Bilder und eine wunderschöne Landschaft hast du da, die du belaufen kannst! Auch im Regen, bzw. vll sogar erst im Regen(?) kommt dieser spezielle Character der Deiche auf den Fotos heraus.
    Fürs Rad hast du das Wetter noch gut genutzt – beim Laufen gibts fast kein schlechtes Wetter. Regenläufe sind manchmal grandios 🙂

    • Ich liebe Regenläufe 🙂 Beim Rennradfahren muß ich Regen allerdings nicht haben.

      Die norddeutsche Melancholie kommt bei Regen immer noch etwas deutlicher zum Ausdruck, paßte gestern einfach alles sehr gut 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  4. so hat jede(r) seine eigenen Vorstellungen von „schönen Läufen“, gutem Wetter und Idealen überhaupt. Und das ist gut so! Beim Kuchen treffen sich die meisten dann aber doch wieder.

    P. S. Wer auch immer bei euch für die Wäsche zuständig ist, dosiert das Waschmittel vermutlich über. Weder gut für die Haut noch für die Umwel und mit Sicherheit optimierbar.

    • Ich wasche meine Sportklamotten selber, mit einem speziellen Waschmittel für Funktionsfasern und nehme schon die niedrigste Dosierung. Mecker mich hier nicht an, ich bin sensibel :mrgreen:

      Trotzdem liebe Grüße 😉
      Volker

      • oh – sooo sensibel?! sorry. Nicht, dass du noch vor Wut schäumst. Sollte gar kein Gemecker sein … oder nur ein bisschen … Eher hausfraulicher Rat einer Wasch- und Duftstoffempfindlichen bzw. Hautproblematikerin, die selber auch nur niedrigst dosiert, wegen des harten Wassers hier zusätzlich Enkalker-Tabs statt Höherdosierung einsetzt und immer einen Spülgang zusätzlich wählt . Und in die Spülkammer einen Schuss Essigessenz gibt. Wirkt ähnlich wie Weichspüler und spült Waschmittelreste gut aus.

        Ok – das sind bestimmt Spezialfasern bei dir, die haut- und umweltverträgliche Pflegestoffe planmäßig und gewollt ausschäumen. Das muss dann wohl so und tut total gut *s* Und wenn du es verträgst und magst, dann schäume einfach weiter (vor Begeisterung über 😉

        Besser?

        :o)

      • Den Tipp mit der Essigessenz habe ich noch gehört. Das wäre mal einen Versuch wert.

        Und zu dem letzten Absatz: Na also, geht doch 😉

        Besser! 😀

  5. Lieber Volker,
    hach, wieder so schöne Eindrücke von Deiner Gegend! Und DANKE, dass Ihr den Regen behalten und nicht ins Rheinland rübergeschoben habt 😉 Heute nehmen wir und unsere Gärten den wieder gern 😉
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      ich war so selbstlos die Regenkübel über mir ausgießen zu lassen, damit Du und Rainer einen schönen Marathon laufen konntet 🙂 Für Eure Gärten habe ich aber extra noch ein paar Eimer überbehalten 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Hallo Volker,
    wow, er radelt wieder! 🙂 Eine schöne Tour hast du da gemacht!
    Noch besser gefällt mir allerdings dein Regenlauf vom Sonntag… herrliche Bilder, schöne Stimmung, ein vor Freude überschäumender Volker 😉 – was will man mehr!
    Guten Wochenstart!

    • Mit dem Rennrad wurde es ja auch Zeit, gelle, liebe Doris?

      So paßte für beide Sportarten das Wetter, da kann man in der Tat schon mal vor Freude überschäumen 😎

      Dir auch eine gute Woche!

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Lieber Volker,

    Aprilwetter vom schönsten – noch will sich der Frühling nicht so ganz entscheiden. Trotzdem hast Du das Wetter und auch die Zeit optimal ausgenutzt. Zwischen Mittagessen und Kaffeetafel einfach mal eine Runde drehen – finde ich super 🙂 und ich kann mir gut vorstellen, dass der Kuchen danach doppelt so gut geschmeckt hat!! 😀

    Schöne Bilder hast Du wieder mitgebracht – so ein Frühlingsregen tut die Natur schon sehr gut!!

    Liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      Kuchen schmeckt mir ja auch schon ohne Laufen und nach einem Lauf dann erst recht 😉 Aber das viele Essen läßt sich mit etwas Bewegung doch viel besser verkraften 🙂

      Der Regen war hier dringend notwendig, die letzten Wochen waren sehr trocken. Die Natur ist dankbar für jeden Tropfen.

      Liebe Grüße
      Volker

  8. Fehlt nur noch das Schwimmen, dann ist der Triathlon perfekt, wie wäre es damit, ich stelle mich als Trainerin zur Verfügung (mit Rettungsring !!) ❓

    Regen tut gut, die Natur freut sich
    und ich mich auch
    manchmal
    am liebsten beim Laufen !! 😉

    • Einen Rettungsring habe ich nach dem Kuchengenuss selber, liebe Margitta 😀

      Beim Laufen lieben wir den Regen und gönnen ihn der Natur dabei in besonderem Maße 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Herrliche Regenbilder lieber Volker. Und solange sie dich nicht für Tollwut abschiessen, lass die Hose einfach schäumen.
    Kaffee und Torte nach dem Lauf klingt aber noch viel besser!

    Herzlichen Gruss!

    • Bei Tollwut soll ja nicht die Hose schäumen, liebe Roni 😀

      Es war auch ein herrlicher Regenlauf, aber ich war ja auch nicht auf dem Weg zu einer Konferenz :mrgreen:

      Vom Laufen direkt an die Kaffeetafel, dass kommt bei mir auch nicht so oft vor, hat aber was 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  10. Lieber Volker,

    ich weiß gar nicht, was die liebe Margitta will – das war doch ein Triathlon: Radeln – Laufen – Kuchenessen. sowas kann einen Mann (und eine Frau) voll und ganz ausfüllen … im wahrsten Sinne des Wortes! 😆

    Liebe Grüße,
    Anne

  11. Ich glaube, nur Läufer können gleichzeitig klitschnass und hochzufrieden sein… 🙂 Tolle Bilder – wie immer!

    • Da kommen höchstens noch Schwimmer mit 😉

      Danke Dir. Könnten wir uns in den Gefilden nicht mal auf halber Strecke zu einem gemeinsamen Lauf treffen?

      LG Volker

  12. Liest sich wunderbar, lieber Volker! Schöne Bilder hast Du mitgebracht!
    Die Tight schäumt – habe ich noch nie erlebt… 🙂

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