Nochmal Nordsee

In Ergänzung zu meinem Lauf am Donnerstagabend hat es mich am Freitagnachmittag nochmal an die Nordsee verschlagen. Diesmal allerdings nicht zum Laufen, sondern zu einer Seebestattung. Für mich die schönste Art der Beisetzung, die ich für mich auch möchte, wenn es mal soweit ist. Das aber nur so nebenbei bemerkt.

Hier einige Impressionen von der Schifffahrt, die genau in die Mitte zwischen den Inseln Spiekeroog und Wangerooge führte.

Wenn der Anlaß auch ein trauriger ist, für mich ist es unendlich beeindruckend, wenn die Schiffsglocke geschlagen wird während die Urne der See übergeben wird und anschließend das Schiffshorn zum letzten Gruß ertönt.

Etwas seefest sollte man allerdings schon sein 😉

Einfach nur schön!

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30 Kommentare zu “Nochmal Nordsee

  1. Lieber Volker,

    wenn früher meine Oma in rheinischem Dialekt sagte „Es war eine schöne Beerdigung.“ dann fand ich das als Kind komisch. Heute weiß ich, was sie gemeint hat. Und ein schöner Abschied kann sehr tröstlich sein. Da wir so weit weg von der See wohnen, kommt einem hier der Gedanke nicht an eine Seebestattung aber das ist sicher schön. Ich persönlich würde einen Friedwald bevorzugen. Hier in der Gegend gibt es mittlerweile viele davon aber ein Bestattungsunternehmen, das sich damit besonders beschäftigt hat – generell mit dem Tabuthema Tot und die den Angehörigen einen schönen Rahmen zum Abschiednehmen geben: http://www.puetz-roth.de/ Da könnt ich mir vorstellen, auch unter einem Baum zu liegen. Aber das kann von mir aus noch ne ganze Weile dauern.

    Es ist schön, wenn Ihr schön Abschied nehmen konntet. Ich hoffe, es hilft allen ein wenig über den Verlust hinweg.

    Gruß
    Anja

    • Liebe Elke,

      mir ging das früher auch so. Inzwischen kann ich den Satz der Oma unterschreiben, wenn es denn eine schöne Beerdigung war.

      Ein Friedwald ist auch wirklich sehr schön. Den gibt es hier in der Nähe auch. Aber die Nordseenähe macht mir die Entscheidung leicht.

      Der Mensch, der gestern beigesetzt wurde, stand mir nicht so sehr nahe, von daher konnte ich die ganze Seebestattung in ihrer Form gut auf mich wirken lassen..

      Liebe Grüße
      Volker

      • Hihi… jetzt Du auch. Komisch. Entweder werden Doris oder ich Elke genannt. Aber Elke nie Anja oder Doris. Ich darf laut drüber lachen, weil mir das selbst schon passiert ist und ich Doris Elke genannt hab. Aber Doris hat mich auch schon Elke genannt und Rainer auch.. ich finds lustig.

        Und ja, wenn der Mensch einem nicht so nahe stand, dann ist es anders. Ich hab mal bei einer Beerdigung Rotz und Wasser geheult. Die Person hatte ich zweimal im Leben gesehen, war eine Schwester einer guten Freundin von mir. Aber ein Freund hat eine so schöne Rede gehalten, dass ich so gerührt war. Ich weine recht wenig, von daher ist das was Besonderes aber wenn einmal die Schleusen geöffnet sind, dann gibt es keinen Halt mehr. Möglicherweise hat das den ein oder anderen verstört, der wusste, dass ich die verstorbene Person gar nicht kannte aber das war so ergreifend.

      • Ich meine aber, der Gute hat mich auch schonmal Doris tituliert… Aber Mädels macht doch nix, ist ja keine Beleidigung, im Gegenteil. Und vielleicht ein Omen, dass wir uns auch mal in echt über den Weg laufen 🙂
        Liebe Grüße an Anja, Doris, Volker
        Elke

      • Ups, liebe Anja,

        sorry, dass kommt davon, wenn man noch schnell antworten möchte, bevor man für den ganzen Tag das Haus verläßt. Du nimmst es mit Humor und Du kannst mir da offensichtlich verzeihen.

        Es spricht für die Rede des Freundes, wenn sie so emotional rüberkommt, dass sie zu Tränen rührt, unabhängig davon, ob man den Menschen gut kannte oder nicht!

      • Elke! Mach mich nicht fertig, ich habe Dich auch schonmal Doris genannt? Jetzt wirds peinlich!

        Kann ich das bei Euch allen jemals wieder gutmachen?

    • Liebe Elke,

      der Mensch, der da beigesetzt wurde, stand mir nicht ganz so nahe. Sonst hätte ich den Artikel so nicht verfassen können.

      In diesem Fall konnte ich die „Zeremonie“ so richtig auf mich wirken lassen und … ja ,,, auch die Schifffahrt geniessen.

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Eine Seebestattung ist schon etwas Besonderes, wir haben meine Mutter auch in der See bestattet, ein Herzenswunsch und ein denkwürdiger Tag, an dem die See keinen Mukser von sich gab, still und leise.

    • Als mein Patenonkel von Sylt aus seebestattet wurde war die See auch spiegelglatt und es war ein sonniger und warmer Tag im Februar. Das war damals ein wirklich besonderer Tag, da mir mein Patenonkel sehr nahe stand. Das hat bei mir den Wunsch gefestigt, dass genauso zu wollen.

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Lieber Volker,
    ich kann mir gut vorstellen, dass eine Seebestattung eine ganz besondere Stimmung mit sich bringt. (Kenn ich ja nicht so)
    Für mich ist es jedenfalls eine schöne Vorstellung, sich in der Umgebung bestatten zu lassen, wo man schon zu Lebzeiten gerne war und sich wohlgefühlt hat! 🙂

    • Liebe Doris!

      Du bist doch Doris, oder? 😉

      Wer einen Hang zum Maritimen hat oder an der See zuhause ist, für den ist eine Seebestattung wirklich genau das richtige und das Zermoniell ist wirklich sehr ansprechend und würdig.

      Liebe Grüße
      Volker

  4. ja, das ist schon schön, wenn Menschen so beerdigt werden können, wie sie und die Angehörigen es für sie passend finden. Aber dass du lebend wasserscheuer Mensch hinterher ausgerechnet in die See willst, wundert mich dann doch ein bisschen 😉

    Mir wäre am liebsten, meine Reste würden so schnell wie möglich und ohne den energieaufwändigen Umweg der Verbrennung, von Tieren aufgefressen. Toll fände ich z. B., den in den Alpen wieder angesiedelten Bartgeiern zur Nahrung zu dienen und damit dann hinterher ein bisschen als Greifvogel durch die Lüfte der Bergwelt zu gleiten. Dummerweise ist das als Bestattungsform hierzulande nicht gestattet 😦

      • Liebe Lizzy,

        ich hatte es mir extra verbissen, auf diese Diskrepanz hinzuweisen :mrgreen: Da schmunzeln so einige drüber. Aber ich denke meiner Asche ist das egal 🙂

        Auffressen lassen von Tieren? Hmmm, ich weiß nicht. Ich ziehe ja alleine deswegen die Verbrennung vor, damit mich die Würmer nicht aufmampfen 😉

        Liebe Grüße
        Volker

  5. Der Wiener an sich hat ja einen gewissen Hang zum Morbiden….ein typisch Wienerischer Ausdruck ist „A schöne Leich“. Damit ist eine würdige Bestattung samt anschließendem Zusammensein gemeint.
    Seebestattungen sind bei uns manngels Meer eher weniger Thema – traditionell wird eher das „normale“ Grab bevorzugt, der Wiener Zentralfriedhof beherbegt immerhin schon 3 Mio Verstorbene – mehr als Wien Lebende hat!
    Wenn man eine Affinität zum Meer hat, ist es sicher schön, sich dort bestatten zu lassen…es hat etwas von „Heimkommen“. Für mich selbst habe ich noch keine Entscheidung getroffen…es wird aber eher eine Einäscherung werden.
    Wenn ich es mir aussuchen könnte….es gibt in der Prater Hauptallee so einen Baum, an dem ich immer nach dem Laufen meine Dehnübungen mache, den anderen Läufern zuschaue oder einfach nur den Schatte geniesse…das wäre ein schöner Ort. Aber ich glaube, das ist nicht erlaubt.

    Liebe Grüsse,
    Wolfgang

    • Verheizen lassen würde ich mich auf jeden Fall, auch wenn es zu keiner Seebestattung käme. Ich mag den Gedanken nicht, dass sich die Würmer über mich hermachen würden 🙂

      In der Schweiz ist es, glaube ich, erlaubt die Asche der Verstorbenen zu verstreuen. Von Österreich weiß ich das nicht, aber das läßt sich ja sicher rauskriegen 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Lieber Volker,

    ich könnte mich nichts schöneres Vorstellen als eine Bestattung in der Natur. Bei Euch bietet sich die Seebestattung an – ich würde mich eher eine „Bergbestattung“ wünschen (nur weiß ich nicht ob so etwas überhaupt erlaubt ist… ❓ )

    Eine traurige Anlass, aber bestimmt auch irgendwie schön und beeindruckend!

    Bei dem Seegang wäre mir bestimmt schlecht – mir wird schon schlecht beim Film anschauen… 😯

    Ganz liebe Grüße nach oben!!
    Anna

    • Liebe Anna,

      wie ich gerade bei Wolfgang schrieb, in der Schweiz ist es erlaubt die Asche zu verstreuen. Von Österreich weiß ich das nicht. Aber vielleicht gibt es ja auch Friedwälder in den Bergen, wo Beisetzungen möglich sind.

      Schaukelt schon ganz schön auf dem Film, gelle? Zum Glück war es nicht die ganze Zeit so schlimm. Ob ich das stundenlang aushalten würde weiß ich auch nicht so genau 😎

      Liebe Grüße nach „da unten“ 🙂
      Volker

  7. Uiuiui, ich bin nun seekrank! Ganz schön heftig!
    Eine Seebestattung finde ich auch klasse, wenn man einen Bezug zum Meer hat.
    Liebe Grüße
    Bianca

    • Hehe, hat schon ganz schön geschaukelt, gelle? 🙂

      Für mich ist das genau das richtige. Darf aber gerne noch etwas dauern 😎

      Liebe Grüße
      Volker

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