Etwas ruhiger

… war diese Woche lauftechnisch. 14 km am Dienstag, knappe 9 km am Donnerstag in den Oldenburger Alpen und heute auch nochmal 14 km auf der gleichen Strecke wie am Dienstag. 14°, frischer Wind und tiefstehende Sonne zeichneten dabei den Lauf am frühen Sonntagabend aus.

Der Sommerdeich wird zur Zeit erhöht, um 50 cm., allerdings hinter dem Weg. Das heißt wenn die Hunte künftig Hochwasser führt, könnte mein Laufweg dann eben um diese 50 cm unter Wasser stehen bevor es in die Bornhorster Wiesen abfließen kann. Mal schauen, ob ich das mal erlebe und ob ich mich dann dadurch wage 🙂 Ein Stück hinter der Baustelle ein kurzer Schreckmoment, dachte ich doch kurz, dass da ein Totenschädel lag, aber was mich da so schädelgroß und-bleich in der Wiese anschaute, war ein riesiger Pilz. So einen Apparat habe ich noch nie gesehen und ich habe auch keine Ahnung was das für einer ist. Mein Tempo war flott, allerdings gelang es mir nicht zu zwei Läufern, die ca. 500 m vor mir liefen, aufzuschließen, die beiden schienen exakt das gleiche Tempo zu laufen, sie kamen nicht näher, entfernten sich aber auch nicht.

Der Deichschäfer kam angefahren, gestern waren Jens und ich noch bei ihm und seiner Frau zu Gast und hatten einen sehr schönen Abend. Deshalb blieb es heute bei einem kurzen Schnack. Seine Schafe, eine englische Rasse, folgten dem Auto 🙂 Auf der anderen Hunteseite grasten die Schafe der Deichschäferei in Holle, diese sind Texelschafe und haben im Gegensatz zu den englischen Verwandten weiße Köpfe.

Genug der Exkursion in die Welt der Schafzucht. Mein Lauf ging zu Ende. Nach mehreren Stunden im Großmarkt (es weihnachtet sehr) und auf dem Huder Bürgerfest war dieser Lauf nicht wirklich locker und ich war ziemlich müde. Aber missen hätte ich ihn trotzdem nicht wollen.

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24 Kommentare zu “Etwas ruhiger

  1. Lieber Volker, dein Fund dürfte ein (kleiner!) Riesenbovist gewesen sein – kann man essen, schmeckt aber nach nichts.

    Eine ruhigere Laufwoche muss auch mal sein um aufzutanken. Ich schätze, das war sowas wie die Ruhe vor dem Sturm … der eine oder andere „Lange“ wird ja sicher folgen in den kommenden Wochen! 🙂

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Liebe Anne,

      jo, dass paßt. Auch wenn er, wie Du schreibst, klein war, so einen Apparello hab ich noch nie gesehen. Essen muß ich ihn nicht, der würde ja auch für eine halbe Armee reichen 🙂

      Du hast recht, ein paar Lange stehen noch in der Pipeline. Aber etwas ruhigere Wochen müssen auch sein, damit ich om Vorfeld nicht meine ganzes Pulver verschieße 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Lieber Volker,
    die muss es auch geben, die ruhigeren Wochen, v.a., wenn Du merkst, dass Dich ein Lauf ermüdet ist es wichtig, dem ruhigen Laufen auch nachzugeben.
    Sollte ich irgendwann Fragen haben bezüglich Schafen, werde ich mich vertrauensvoll an Dich wenden, Du bist ja inzwischen sowas, wie ein Experte 😉

    Salut

    • Lieber Christian,

      im Lauf selber hat sich die Müdigkeit gar nicht so wiedergespiegelt, Das ganze fand wohl mehr im Kopf statt. Dabei war ich froh, noch die Laufschuhe schnürren zu können.

      Schafe sind schon eine scharfe Sache, ich stehe jederzeit für Auskünfte zur Verfügung. Was ich selber nicht weiß, der Experte begegnet mir regelmäßig 😉

      Es gibt da auch durchaus ernste Themen, wie z. B. dass der Wolf schon kurz vor den Toren Oldenburgs steht (was mich in Bezug auf die demnächst wieder anstehenden Läufe in der Dunkelheit auch nicht sonderlich beruhigt) oder das im Schafweidegebiet die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber wiedereröffnet wird. Bei ihrem letzten Betrieb sind dort über die Jahre Dutzende von Schafen verschwunden.

      Moin Moin
      Volker

    • Das sehe ich auch so, Markus. Ich muß da derzeit nichts mit Gewalt übers Knie brechen! 🙂

      LG Volker

  3. Lieber Volker,
    zum Glück ist nicht jeder Tag wie der andere, wenn wir immer müde wären, brächten wir nichts zustande, wären wir im Gegenzug immer frisch und top munter, würden wir uns vielleicht übernehmen, alles ist gut, wie es ist, ab und an eine Bremse, egal, welcher Art kann keinem von uns schaden !!

    Wenn du von den Schafen schreibst, rieche und höre ich sie, sehe im Geist ihre Köddel, wie damals…… 😉 entlang der Deiche, weißt du noch, Deichläufer ❓

    • Liebe Margitta,

      so ist es und deshalb war das auch nur ein Ist-Beschreibung und keine Bewertung. Zum Glück kennen wir uns da ja inzwischen 🙂

      Ein paar Wochen werden mich die Schafe noch begleiten bevor sie in November den Winter über in den Stall gehen.

      „damals“ (wie da klingt), entlang der Deiche, ich werde es nie vergessen, Frau Ultraistgut ❗ 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,
    ja solche ruhigeren Wochen tun manchmal einfach gut. Wobei dein Wochenendprogramm nicht wirklich erholsam klingt! 😉
    Fleißig, fleißig – und dann noch Riesenpilze und diverse Schafsrassen… das nennt man breites Allgemeinwissen! 🙂
    Guten Wochenstart!

    • Liebe Doris,

      das Wochenendprogramm war für meinen Geschmack etwa too much. Deswegen lief auch der Lauf wohl nicht so wie gewünscht. Aber manchmal ist das halt so :-/

      Breites Allgemeinwissen? Über den Pils mußte ich mich erstmal von Anne und über die Schafrassen von dem Deichschäfer aufklären lassen. Aber jetzt ist es auch mein Wissen, zumindestens solange bis ich es wieder vergessen habe 😉

      Dir auch eine gute Woche!

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Schafe sind super. 🙂 Der Pilz ist wirklich beeindruckend. Schade, dass er nicht lecker ist. Ich kann gerade nur mit Ziegen dienen, die im Naturschutzgebiet die Böschung abweiden.

  6. Ruhigere Zeiten tun auch mal gut. Die weniger ruhigen werden sicher nicht lange auf sich warten lassen. Ist aber wirklich ein großer Pilz. Deine Bilder gefallen mir immer wieder gut. Irgendwann möchte ich auch mal dort laufen.
    Lieben Gruß
    Kornelia

    • Liebe Kornelia,

      Du bist herzlich eingeladen Dir mein Laufrevier mal live anzuschauen!

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Hallo Volker,
    ich finde deine Ausführungen über Schaafe richtig gut. Ich hatte bisher nie über Schaafsrassen nachgedacht. Dachte immer es gibt halt Schaafe und ….. schwarze Schaafe 😀
    Übrigens: lauftechnisch ruhig ist es bei mir, wenn ich zwischen 0 und 5 Wochenkm habe. Und du rennst in solchen Wochen 14 + 9 + 14 … 😕
    Was läufst du in nicht ruhigen Wochen?
    Liebe Grüße
    Helge

    • Hallo Helge,

      also in nicht ruhigen Wochen laufe ich statt 14 + 9 + 14 auch schon mal 14 + 10 + 14 :mrgreen:

      Nein, im Ernst, über 40 Wochen-km werden es in der Regel schon immer. Diese Woche war also quasi das schwarze Schaf 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  8. Lieber Volker,

    ruhigere Wochen dürfen auch mal sein – die tun dem Körper nur gut!!

    Es freut mich zu lesen, dass Du Dein Höhentraining nicht aufgegeben hast 😉

    Und ich bin auch sehr gespannt was Du machst, sollte der Weg mal 50 cm unter Wasser stehen – ich würde mich ziemlich sicher nicht durch trauen…

    „Es weihnachtet…“ 😯 – das ist mir ja schon viiiel zu früh (auch wenn Weihnachten ja wirklich nicht weit weg ist 😉 )

    Liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      das Höhentraining wird bis zum Marathon konsequent durchgezogen 🙂

      50 cm sind schon recht hoch. Da käme es auch auf die Temperaturen und die Länge der Strecke (das könnten schon 500 m sein) an, ob ich da durchwate. Danach blieben dann ja auch noch im Minimum 7 Kilometer, die ich dann in nassen Schuhen und Socken laufen müßte… Im Winter sicher kein Vergnügen 😉

      Ja, es weihnachtet sehr, Jens und ich müssen uns geschäftlich schon damit befassen. Ansonsten hat es schon noch etwas Zeit! 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Hach, schön…Schafe verbinde ich ja immer total mit dem Norden und Deichen – das liest sich so idyllisch. Und Ruhe ist ’ne Supersache – wobei es bei dir ja gar nicht ruhig, sondern nur „etwas ruhiger“ gewesen ist, was für mich in dem Fall wohl eher eine „Hammer-Trainingswoche“ gewesen wäre 😉

    • Norden, Deiche, Schafe, das gehört auch alles zusammen. Dazu kommen noch Wind und der hohe Himmel, ich liebe es! 🙂

      Naja, wenn Du läufst sind es ja meistens auch nicht gerade wenig Kilometer, gelle?

      Liebe Grüße
      Volker

  10. Die Pilzzeit hat begonnen. Bei unserer Tour über den Hunsrück haben wir auch viele gesehen. Prächtige Steinpilze und aller möglichen anderen Sorten. Aber so ein Riesenbovist ist uns ebenso wenig begegnet wie Schafe mit schwarzen Köpfen. Dafür hatten wir jede Menge Eichhörnchen, die unseren Weg kreuzten.

    Schöne Fotos! Möge das große Hochwasser noch lange auf sich warten lassen. 😉

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Pilze sind auf meinen Laufstrecken insgesamt nicht so das Thema, zuwenig Wald :-/ Eichhörnchen kann ich dafür bequem vom Wohnzimmerfenster aus sehen 🙂

      Die Hochwasser werden in den kommenden Wochen und Monaten sicher keine Seltenheit sein. Ist nur die Frage, ob ich beim Laufen an der Stelle immer gerade den Scheitelpunkt erwische :.. 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

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