Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt

Schon wieder ein Musiktitel… Für die Jüngeren unter meiner Leserschaft: Das ist ein Schlager von Barry Ryan aus den frühen 70igern. Eine Zeit, in der ich Schlager noch toll fand :mrgreen: Ich erspare Euch eine Verlinkung, wen es interessiert, der darf gerne selber eine Suchmaschine bemühen 😉

Da die Zeit nun mal nur vor dem Teufel halt macht, aber leider nicht im Allgemeinen und erst recht nicht beim Laufen im Speziellen, braucht es zwingend einen Laufchronographen, der dazu in der Lage ist, jeden auch noch so langen Lauf aufzuzeichnen. Diesem Zweck fühlte sich mein innig geliebter Garmin Forerunner 305 nach sechs Jahren nicht mehr verpflichtet. Fürs Alltagsgetrippel reichte sein schwächelnder Akku ja noch, aber für die wahren läuferischen Heldentaten, war es mit dem Saft dann doch schnell Essig.

Die siebenstündige Harzquerung hätte er mit Sicherheit im Laufe des Laufes quittiert, das wäre gar nicht gegangen ❗ Schließlich habe ich den Lauf durchgezogen, also hat der Wecker das auch zu tun :mrgreen:

So mußte ein neues Spielzeug her. Entschieden hatte ich mich für den Garmin Forerunner 230.

Im Vergleich zum alten Brotkasten ist der nicht nur tres chic, sondern auch mit einer sehr üppigen Akkulaufzeit ausgezeichnet.

Seit ca. zwei Monaten habe ich das Ding und aufgeladen habe ich ihn in dieser Zeit noch nicht allzu oft. Geladen hatte ich ihn aber z. B. direkt vor der Harzquerung. Deren gute 7 Stunden hat er dann aufgezeichnet, danach noch drei kleinere Radtouren mit insgesamt  77 km und zwei weitere Läufe mit insgesamt 29 km. Erst danach und insgesamt 9 Tage später war der Akku leer. Das kann sich sehen lassen.

Desweiteren misst das GPS die Strecken auf den Meter genau wie der alte 305er. Im Vergleich: Der Garmin 910xt von Heimo hat auf Strecken zwischen 10 und 20 km eine Abweichung von 100 bis 200 m zu meiner Uhr.

Was ich bei der Anschaffung aus den Augen verloren hatte, war eine Navigation-Funktion, die hat der 230iger nicht. Pech, aber letztendlich hatte ich diese Funktion bei der alten Uhr auch nur zweimal genutzt.

Etwas mehr erwartet hätte ich mir von Helligkeit und Kontrastreichtum des Displays. Sie geht aber noch in Ordnung. Cool hingegen ist es, das die Displaybeleuchtung angeht, wenn man das Handgelenk dreht, sprich wenn man die Uhr zum Ablesen zu sich dreht, geht automatisch das Licht, so wat herrliches! 😀

Was hingegen nervt ist die Anzeige wenn man die Aktivität stoppt, weil man z. B. an einer Hauptverkehrsstraße eine halbe Stunde wartet bis man drüber kommt oder ne Pippipause macht oder einen Kaffee trinkt. Sobald man also die Uhr gestoppt hat, steht im Display nur noch dick und fett „Weiter“. Ein Blick auf die Uhrzeit oder die zurückgelegte Strecke ist dann nicht möglich (Bild 3)

Das Finden des GPS-Signals ist bei dem Gerät irgendwie etwas tagesform- und standortabhängig. Mal geht es rasend schnell, mal dauert es fast so lange wie beim alten 305er. Aber auch hier kann man im Durchschnitt nicht meckern.

Letztendlich nutze ich von den vielfältigen Möglichkeiten der Uhr bis auf das Ablesen von Zeit und Strecke eigentlich gar nichts, nicht einmal die Pulsmessung. Bislang habe ich mir auch noch nicht einmal die Mühe gemacht, die Uhr mit Garmin Connect auszulesen.

Der Preis für das Teil ist noch in Ordnung, zumal ich es vor Ort im Fachhandel und nicht im Netz erstanden habe.

Also es braucht nicht viel für eine Laufuhr um mich glücklich zu machen. Das kriegt der Forerunner 230 ganz gut gebacken. Wenn er jetzt noch ein paar Jahre hält, sollte die Welt diesbezüglich für mich in Ordnung sein.

De Tied, dat Oos, dat löpt so gau (zu hochdeutsch: Die Zeit, das Mistvieh, die läuft so schnell) 😀 Laß sie laufen, zumindestens beim Laufen und Radeln entgeht sie mir nicht 😀

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24 Kommentare zu “Die Zeit macht nur vor dem Teufel halt

  1. Lieber Volker,

    das ist kein FR305, sprich die Haltbarkeit ist ganz sicher deutlich geringer :mrgreen:
    Ich wünsch Dir viel Freude mit dem Teil.

    Salut

    • Lieber Christian,

      ich glaube ja immer noch an das Gute in der Technik :mrgreen: Also schaun wir mal wie lange das Teil hält 😉

      Moin Moin
      Volker

  2. Bei meiner FR220 ist es, wenn der Pausenbildschrim kommt, mit einem Druck unten rechts auf die Return Taste möglich auf den vorherigen Trainingsmodus umzuschalten. Probiers mal aus..
    Ansonsten schickes Teil und sicher auch eine derer die ich mir zulegen würde wenn ich es nötig hätte

    • Moin Markus,

      sollte die Lösung so einfach sein? Ich werde es morgen mal antesten. Danke für den Tipp!

      VGV

  3. Lieber Volker,
    wenn die Uhr das tut, was du von ihr erwartest, ist doch alles in Butter! 🙂
    Zumindest solange sie hält! 😉
    Die mangelnde Kommunikationsfreudigkeit mit den Satelliten war für mich ja ein Grund Garmin den Rücken zu kehren. Gut zu wissen, dass das besser geworden ist!

    • Liebe Doris,

      doch doch, sie tut was ich will, das alleine ist schon faszinierend 😀

      Also wie gesagt meistens ist der Garmin sehr schnell, manchmal nicht ganz so schnell und selten sehr langsam 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,
    hach, ich brauch nicht googlen, sehe den guten alten Barry mit den damals angesagten flatternden Bohémien-Ärmeln und den engen Höschen vor mir. Nur wenn Engländer deutsch singen, …nun ja, Eloise gefiel mir besser 😉
    Tja, so ein Laufbegleiter ohne Akkupuste, das geht gar nicht. Chris hat sich deswegen auch einen neuen gegönnt, aus der Garmin-Familie. Er ist sehr zufrieden. Vielleicht findest Du auch noch den Weg, die Bedienung zu optimieren.
    Viel Spaß mit dem neuen Freund!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      zugegeben, ich mußte mir den Interpreten selber erst ergoogeln. Ich hatte das Lied gedanklich eher bei Jürgen Marcus angesiedelt 🙂

      Viel optimieren muß ich in der Bedienung ja nicht mehr, bin ja bescheiden. Wenn der Tipp von Markus funktioniert, wäre ich schon nahezu wunschlos glücklich 🙂

      Danke Dir und liebe Grüße
      Volker

  5. Lieber Volker,

    das Ding sieht wirklich gut aus. Ich hantiere ja auch noch mit dem 205er rum. Akku noch ausreichend, wird bei mir ja auch nicht so oft und lang gequält wie bei Dir. Aber so eine filigranere Uhr täte meinen zarten Handgelenken auch gut. 🙂

    Viel Spaß mit dem Teil noch.

    Anja

  6. Moin, lieber Volker, ich lese nur von Gutem, fast Perfektem, jetzt auch noch die Uhr, ich sagte es schon, so kann es ewig weitergehen – Volker gut, Uhr gut, sonst alles gut – wünschenswert. Im übrigen: mir geht es ähnlich, auch im Hinblick auf die Laufuhr – es geht uns einfach gut ! 😎

    • Och, liebe Margitta, ich kann das viele Gute schon wieder etwas relativieren. Nach meinem letzten Lauf zeigten die Achillessehnen an, dass sie doch nicht so wirklich gut drauf sind. Nun wird etwas geschont, weniger gelaufen, gekühlt und gepflegt. Aber eine grundlegende Abkehr vom Guten sehe ich darin nicht 🙂

      Es geht uns einfach gut. Das haben wir uns auch verdient, gelle? 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Lieber Volker,
    wenn die Uhr die Zeit weiß, dir sagt wie lange und weit du läufst und dann auch noch sehr zuvorkommend das Licht anmacht, damit du das alles gut ablesen kannst, dann denke ich hat sie alles was man braucht.
    Diese Uhren sind ja heutzutage meistens mit viel zu viel Schnickschnack ausgestattet. Ich nutze vielleicht 20 % meiner Uhr. Unglaublich was die alles können 😆
    Liebe Grüße
    Helge

    • Liebe Helge,

      ich müßte mal schauen, ob ich überhaupt auf 20% Nutzungsgrad komme, könnte knapp werden 😉

      Deshalb, die Uhr ist allemal schlau genug, dass sie mit mir fertig wird :mrgreen:

      Liebe Grüße
      Volker

  8. Hallo Volker,
    ich nutze sicher auch nur 50% der Möglichkeiten meiner Garmin.
    Letztens hatte ich spassenshalber mal deb Fitness Trackerangemacht. Nach einem 90min dauernden Triathlonwettkampf lag ich dann irgendwann auf der Couch und nach 1h vibrierte die Uhr und darauf stand „Los!“. Ich sollte mich bewegen :-). Frechheit ;-).
    Liebe Grüße
    Karina

    • Moin Karina,

      mit 50% nutzt ja schon eine Menge, da komme ich bei weitem nicht hin.

      Ich werde mich durch die Uhr scheichen lassen, soweit kommt das noch. Aber ich sach Dir, wir werden noch zu Sklaven unserer Uhren :mrgreen:

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Oh nein… dein 305er streicht die Segel?? 😦
    Meiner hält sich nach wie vor tapfer – allerdings wird der auch nicht mit Ultra-Distanzen „belastet“ 😉

    • So drei bis vier Stunden hält er schon noch durch, abe das war selbst für die langen Vorbereitungsläufe schon knapp.

      Irgendwie trauer ich ihm auch noch hinterher, war schon ein treuer Begleiter 😦

  10. Sehr schick, deine Neuerwerbung, lieber Volker! Die lange Akkulaufzeit ist wirklich was Feines, die weiß ich auch bei meiner Polar zu schätzen. Allzeit viel Freude mit der Neuen – mögest du reichlich Gelegenheit haben, sie laufend zu nutzen. Nicht dass du jetzt so eine feine Uhr hast und die Achillessehnen stellen sich quer … 😉

    Liebe Grüße, pass auf dich auf!
    Anne

    • Der Akku kann auf jeden Fall länger laufen als ich, liebe Anne 😉

      Du bist eine aufmerksame Leserin 🙂 Ich werde darauf achten mich nicht komplett abzuschießen. Es gilt etwas Maß zu halten 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  11. Lieber Volker,
    die lange Akkulaufzeit stelle ich mir sehr angenehm vor und ich wünsche Dir, sie hält noch laaange an!! Wenn die Uhr dann noch meistens recht schnell das GPS-Signal findet, dann ist schon viel gewonnen. Strecke, Zeit und Geschwindigkeit sollte eine Uhr natürlich auch können. Was bei mir wichtig wäre, wäre eine relativ genaue Höhenmesser, was bei Dir ja nicht ganz so von Bedeutung ist 😉
    Ich hoffe Du hast noch viel Freude und vor allem lange Freude mit der Neuen!! 🙂
    Liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      wie die Höhenmessung bei der Uhr funktioniert habe ich mir noch nicht einmal angeschaut 😀

      Danke Dir, schaun wir mal wie lange das Schätzchen durchhält 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

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