Es ist die Nachtigall und nicht die Lerche

Nein, mir ist nicht nach Romeo und Julia und es geht mir auch weder um die Nachtigall noch um die Lerche. Bei mir klingt es eher so: Es ist der Schleimbeutel und nicht die Achillessehne, der bzw. die mir Probleme an den Fersen bereiten 🙂

Nachdem mir selber schon in den Sinn kam, dass die Beschwerden irgendwie nicht zum Thema Achillessehnen passen, hat mir heute mein Orthopäde den Verdacht bestätigt. Ich genieße ja den Status eines Privatpatienten, was mir einen entsprechenden Termin binnen einer Woche beschert hat (Ich habe deswegen in all den Jahren immer noch ein schlechtes Gewissen, obwohl ich ja auch nichts dafür kann) und damit auch die frohe Kunde, dass ich nicht mit dem Laufen pausieren muß. Eine Silikoneinlage für die Alltagsschuhe, die die Ferse für die Zeit der Beschwerden erhöht und polstert, und maßvolles Dehnen nach dem Laufen, das wars. Mehr soll ich nicht machen und beachten.

Trotzdem werde ich deswegen nicht gleich wieder anfangen zu rennen wie ein Blöder, aber freuen tue ich mich schon, dass ich weiterlaufen kann. Meine Achillessehnen würden übrigens sogar ein sehr gutes Bild abgeben. Schön zu hören 🙂

Da sehe ich das gestrige 8 km-Läufchen nicht mehr so skeptisch, zumal ich mir viel Zeit für den Frühlingsgenuß bei kaltem Wetter gelassen hatte.

Noch etwas kürzer war der heutige Utkiek-Lauf, bei dem wir unsere beiden Rennsteighelden gefeiert haben.  Zum Ende des Laufes gab es Prosecco und echtes Rennsteig-Mineralwasser 🙂

Die beiden haben den Lauf so gut überstanden, dass ich mich nicht ganz entscheiden kann, ob ich mich nur für sie freuen oder angesichts meiner Harzquälerei auch etwas neidisch sein soll. Ach, ich freue mich einfach und bin auch einfach etwas neidisch. Darf man ja auch mal zugeben 😉

Aber in erster Linie freue ich mich darüber, dass es bei mir kein ernsthaftes Problem gibt 🙂

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30 Kommentare zu “Es ist die Nachtigall und nicht die Lerche

  1. Entwarnung, wie gut zu lesen, lieber Volker! Wäre ja auch zu übel gewesen, wenn nun auch du unter die Wasserläufer geraten wärest … obwohl, zu dritt hätten wir mächtig Spaß gehabt, da bin ich mir sicher! 😉 Nichtsdestotrotz freue ich mit dir, dass sich die Beschwerden als eher harmloser Natur und gut therapierbar erwiesen haben. Ein bisschen piano machen, dann wird alles gut! 🙂

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Liebe Anne,

      mit Dir und Rainer zusammen wäre ich auch zum Wasserlaufen gegangen und der Spaß wäre bestimmt nicht zu kurz gekommen .-D, Aber alleine? Ne, nie nicht, niemals

      Deshalb bin ich heilfroh, dass mir das Schicksal erspart bleibt 😉 Dann mache ich lieber noch etwas piano 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  2. das freut mich, lieber volker 😀
    das hoert man doch gern!
    auch wenn ich darauf jetzt etwas neidisch bin 😉

    • Danke, liebe Sandra.

      Neidisch? Hast Du immer noch Probleme? 😦

      LG von OL nach HH
      Volker

  3. Lieber Volker,
    Schwein gehabt, sowohl mit dem Termin – so etwas gibt es bei mir nicht 😉 – als auch mit der Diagnose, obwohl ich mir Dich beim Maistreten, was ja bei A-Sehnen Beschwerden helfen soll, sehr gut hätte vorstellen können. Ist wie Trauben stampfen, nur mit Mais :mrgreen:
    Warum Neid? Jeder nach seiner Façon sag ich da immer. Du darfst doch stolz sein und Dich ohne Neid mit anderen freuen…finde ich auf jeden Fall.

    Salut mein Lieber

    • Lieber Christian,

      Maistreten? Gibt es denn so eine Kiste mit Mais auf Kasse? 😀 Trauben habe ich noch nie gestampft, ich wohne ja nicht in einer Weinregion 😉

      Löblich, dass es bei Dir soetwas nicht gibt. Wenn man z. B. innerhalb der Familie erlebt, dass ich bei einem und dem selben Arzt schnell einen Termin bekomme und andere auf einen Termin wochenlang warten müssen, ist das schon unangenehm :-/

      Ich bin nicht neidisch auf die Leistung der beiden, sondern einwenig auf die Problemlosigkeit mit der die beiden durchgekommen sind und ohne Aua danach. Und ein bisschen Neid ist keine Missgunst, ganz bestimmt nicht, zumindestens bei mir nicht 🙂 Also ist meine Freude echt, mit ein kleinwenig Neid :mrgreen:

      Moin Moin
      Volker

  4. Lieber Volker, der Kommentar von Christian freut mich ganz besonders, das passt zu ihm, leider halten es viele Arztpraxen nicht so ! Das nur nebenbei.

    Zu deinem Fuß, wenn das Problem damit gelöst sein wird, super, bin gespannt, ob dieses Polster zu dem gewünschten Erfolg führen wird, es sei dir von ♥ gegönnt !!

    Noch ein Wort zu deinen “ Helden „. Ich sehe es nicht als heldenhaft, wenn Menschen in der Lage sind, lange Strecken zu bewältigen, denn fast jeder ist – vorausgesetzt er möchte es, ist gesund und gut trainiert – in der Lage, solche Strecken zu bewältigen, alles eine Frage der Übung und guten Vorbereitung, der Mensch ist zu sehr viel mehr in der Lage, als er sich in der heutigen Zeit zutraut, leider geht der Trend eher in die andere Richtung, aber das wissen wir ja.

    Na dann, möge dein Fuß bald ganz Ruhe geben – wie wäre es mit noch ein wenig Salzwasser – und schon ist die Sache gegessen !! 😉

    • Liebe Margitta,

      ich finde diese Zweiklassengesellschaft auch nicht gut, kann aber letztendlich auch die Ärzte verstehen, wenn sie bei den Abrechnungen mit den gesetzlichen Krankenkassen kaum auf ihre Kosten kommen.

      Also die Polster fühlen sich zumindestens schon mal richtig gut an. Schaun wir mal wie gut sie den Heilungsprozess unterstützen.

      Du solltest mich kennen, dass ich den Begriff Helden nicht im engsten Wortsinne verwende. Klar ist es „nur“ eine Frage der Übung und der Vorbereitung, aber diese „Arbeit“ muß man sich halt erstmal machen.

      Salzwasser, oh ja, ich sollte dieses Wochenende vielleicht mal eine Trip an die Nordsee unternehmen 😀 Ach ne, lieber doch nicht. Die Nordrhein-Vandalen haben langes Wochenende, dann ist da die Hölle los :-/

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Lieber Volker,
    das freut mich, dass Dein Fußproblem dann nicht so gravierend ist und Du ihm ganz gut beikommen können wirst!
    Was das Arztterminthema angeht, bin ich ja genauso privilegiert wie Du und wenn man ein echtes Problem hat, ist man dankbar für schnelles Drankommen. Wie sich ansonsten die Medizinwelt in 2 Richtungen entwickelt hat, ist aber ein trauriges Bild und bedarf dringend der Änderung. Wobei aber auch der Privatpatientenstatus Nachteile haben kann: Als ich mit akutem Blinddarm und elenden Schmerzen notfallmäßig ins Krankenhaus kam, ließ man mich erstmal vor dem Ultraschallraum liegen, während alle anderen Patienten raus und reingingen. Wie ich durch Getuschel der Schwestern mitbekamm, will der dortige Chefarzt die „Privaten“ selber machen, und der Herr weilte gerade nicht in seinen heiligen Hallen. Ich war leider nicht im Zustand, der mich zu heftigem Protest befähigt hätte. Bei Klärungsversuch hinterher wurde das alles abgestritten. Hach, ich rege mich schon wieder auf…
    Liebe Grüße und gute Besserung!
    Elke

    • Liebe Elke,

      jetzt hoffe ich nur noch, dass die Füße sich auch daran halten, dass das Problem nicht so gravierend ist.

      Es ist schon der Hammer, dass ich binnen einer Woche einen Termin bekomme und Jens bei der gleichen Arztpraxis ein Vierteljahr warten muß 😦

      Zu Deiner Blindarmgeschichte: Sollte mir sowas passieren, hoffe ich noch röcheln zu können, dass ich nicht auf Chefarzt versichert bin 🙂 Ich habe seinerzeit, als die Beihilfe ihre Leistungen beschränkt hat, ein Angebot der Privatversicherung das auszugleichen, ausgeschlagen.

      Was macht denn Dein Knie?

      Danke Dir und liebe Grüße
      Volker

      • Ohje, wie macht die das denn? Das klingt nicht gut 😦 Also weiterhin Laufpause?

      • Grad gepostet. Tja, keine Ahnung, woher das kommt. Habs kurz vor Abreise nach CH erfahren. Näheres dann nächste Woche beim Doc. Aber weiterhin gilt: Gehen geht gut, nur laufen läuft nicht.
        LG
        Elke

    • Ich hoffe, dass es schnell gehen wird, noch ist das Problem ja da und weh tut es auch noch.

      Aber ich bin schon froh, dass ich so schnell eine Diagnose bekommen habe und weiterlaufen darf.

      Liebe Grüße
      Volker

    • Leidenschaftliche Liebesszene überlasse ich lieber denen, die sich damit auskennen, Shakespeare halt oder Rosamunde Pilcher :mrgreen:

      Mit meinem Körpergefühl lag ich ja schon gar nicht so schlecht, indem ich die Achillessehnen von der Verdächtigenliste streichen konnte. Auch am Schleimbeutel war ich ganz nah dran, aber die Haglundferse konnte ich für mich auch nicht ganz ausschließen. Deshalb habe ich jemanden draufgucken lassen, der sich vermeintlich damit auskennt 🙂

      Den Rest darf der Körper jetzt wieder selbermachen 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Lieber Volker,

    schön zu hören, dass Du jetzt weißt was da los ist und noch schöner zu hören, dass es doch nicht so schlimm ist! Natürlich sind weiterhin alle Daumen fest gedrückt, damit die Heilung auch gut und schnell verläuft!

    Ich kan Dich gut verstehen, dass Du ein wenig neidisch bist – aber kein Lauf ist der anderen gleich und das Ganze kann nächstes Mal komplett anders aussehen. Genau das ist ja auch das schöne dabei 😉

    Ganz liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      danke fürs Daumendrücken, das kann ich trotz der nicht so schlechten Diagnose doch gut gebrauchen 🙂

      So einwenig Neid finde ich jetzt auch wirklich nicht schlimm, ich denke der ist auch ganz gesund 🙂
      Aber neue Läufe, neues Glück, Die Karten werden jedes Mal neu gemischt.

      Liebe Grüße in die Berge
      Volker

  7. Lieber Volker,
    ach da bin ich aber froh, dass dir die Lerche und mir das schmalzsäuselnde Julchen erspart geblieben ist! 😉
    Mit dieser Information lässt sich hoffentlich auch eine Weile kürzertreten gut ertragen. 🙂
    Gute Besserung!

    • Liebe Doris,

      ich muß zugeben, dass ich Romeo und Julia noch nie gesehen und gehört habe. Meinst Du denn, dass ein Julchen noch schmalziger ist als Sissi? Dann MUSS ich das mal gucken 😀

      Es ist schon schön zu wissen, dass ich laufen kann und darf, dann fällt das Kürzertreten gleich leichter, es ist ja nicht so absolut wie ein totales Laufverbot 🙂

      Danke Dir und liebe Grüße an den Wallersee
      Volker

  8. Lieber Volker,
    ach wie bin ich doch froh das der Deichläufer laufen darf. 🙂
    Sehr schön, dass es auch so positiven Nachrichten gibt.
    Ich kann dein Dilemma in Bezug auf privilegierte Behandlung beim Arzt verstehen. Ich habe auch dieses Privileg und mein Schatz nicht. Ist schon manchmal komisch. Aber ich kenne zum Glück auch Ärzte (unser Hausarzt ) die da keinen Unterschied machen. Finde ich sehr gut so 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    • Liebe Helge,

      ich bin da genauso froh, dass der Deichläufer laufen darf 😀

      Innerhalb der Familie wird das Dilemma besonders deutlich. Hausärzte haben Jens und ich verschiedene, so dass uns das nur in Bezug auf Fachärzte auffällt.

      Ärzte, die keine Unterschiede machen,finde ich auch gut. Aber sie tun dies auch zu ihren eigenen Lasten, dass kann ich auch nicht von jedem Arzt erwarten.

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Lieber Volker,

    da freue ich mich gleich mit. Das klingt sehr gut und nach einem guten Plan.. weiterlaufen.

    Ich finde schon, dass man auch neidisch sein darf. So lange man das Gefühl so im Griff hat, dass man es nicht gegen die verwendet, auf die man neidisch ist. Und man kann sich auch gleichzeitig freuen, also mir gelingt das auch.

    Dann wünsche ich noch viele schöne Läufe.

    Anja, die auch immer beim Arzt ein schlechtes Gewissen hat

    • Liebe Anja,

      die von Dir beschriebene Art von Neid meine ich, nicht zu verwechseln mit Missgunst! 🙂

      Danke Dir, viele schöne Läufe wünsche ich Dir auch!

      Das mit dem schlechten Gewissen werde ich wohl auch nie ablegen, anderseits bin ich auch froh drum, dass ich oft nicht so lange warten muß. Gerade auch bei anderen Dingen als Sportverletzungen ist man ja manchmal heilfroh, wenn es schnell geht.

      Liebe Grüße
      Volker

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