Rein aus meiner läuferischen Sicht

Ich weiß, die meisten werden micht jetzt steinigen, vierteilen und teeren und federn wollen, aber ich sage jetzt mal wie es für mich ist: Aus rein läuferischer Sicht, aber auch nur aus dieser!, könnte der Sommer meinetwegen schon wieder vorbei sein.

Klar genieße ich die lange Helligkeit, laue Sommernächte, warme Tage, aber eben nur als „normaler“ Mensch. Beim Laufen gehen mir die ganz normalen Sommertage etwas an die Substanz. Dabei meine ich natürlich keine Sommerregenläufe, die sind absolut traumhaft. Und auch gegen einige ehrliche Hitzeläufe an richig heißen Tagen habe ich ab und an nichts einzuwenden. Was aber so gar nicht meins ist, ist diese normale, nahezu immer mit leichter Schwüle unterlegte Sommerwärme.

Zwar war am Dienstagabend die Welt auf meiner Standardrunde noch komplett in Ordnung und …

    … wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gab, dann dass der Sommerdeich schon wieder aufgebuddelt wurde, aber ansonsten war alles tutti.

Aber heute beim Utkiek-Lauf schlug sie schon wieder gnadenlos zu, diese Null-Acht-Fuffzehn-Schwüle. Der Lauf wurde von einem minimalen Schauer eingeläutet und war danach für mich nur bäh. Der Kreislauf, normalerweise überhaupt keine Baustelle bei mir, schlug Kapirolen, dem Magen war flau und mich überkam das dringende Bedürfnis diesen Lauf nach nicht einmal einer halben Stunde zu beenden. Habe ich zwar nicht, aber nur weil Ralfs Nachfrage nach dem Ahrathon mich entsprechend ablenkte.

Vielleicht lags auch daran, dass ich schon den ganzen Tag etwas Druck und leichte Schmerzen auf dem Kopf hatte. Aber ich sehnte mich heute nach herbstlicher Frische begleitet von einem ordentlichen Wind 🙂

So abseits vom Laufen würde ich den Sommer denn aber doch schon vermissen. Die kurzen Klamotten, die Terrasse, ab und zu mal grillen und chillen, den Garten, das im Hellen zur Arbeit und wieder zurück radeln und und und. Ist ja schon schön.

Wenn nur dieses Laufen in dieser latenten Schwüle nicht wäre … 😉 Früher waren die Sommer doch nicht so schwül, oder?

30.06.16 01

und früher kamen die Sprayer noch nicht mit dem Mercedes 

  😯

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24 Kommentare zu “Rein aus meiner läuferischen Sicht

  1. Lieber Volker,
    sag mal von welchem Sommer redest du denn? Heiß? Schwül? Hm. Irgendwie lebst du wohl auf einem anderen Planeten. 😆
    Also ich hoffe ja noch auf den Beginn des Sommers 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    • Liebe Helge,

      offensichtlich vom norddeutschen Sommer 😳

      Wie gesagt, nichts gegen den Sommer als solchen. Aber für mich fängt die Laufsaison eher dann an, wenn sie für andere endet 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Lieber Volker,
    ich sage nur – flexibles laufen… Mal morgens um 5, dann wieder abends um halb 10. Dann entkommst du auch der Sommerschwüle und du wirst die lange Helligkeit noch viel mehr zu schätzen wissen! 😉
    Aber steinigen werde ich dich wegen deiner Aussage sicher nicht. Der Sommer kommt, geht, bleibt oder bleibt fern, ganz wie es ihm passt und nicht wie einer von uns sich das vielleicht wünschen mag! 😀

    • Liebe Doris,

      ich laufe doch schon flexibel. Mal Samstags, mal Sonntags, mal an anderen Wochentagen. Mal im Regen, mal im Wind, mal bei Sonne, mal an der Hunte, mal aufm Utkiek. Das ist sooo viel Flexibilität, da muß ich doch nicht auch noch mit der Uhrzeit so extrem flexibel sein 😎

      Außerdem bedeutet diese Uhrzeiten nicht automatisch das Fehlen von Schwüle :-/

      Danke, dass Du mich nicht steinigen willst, sondern weise erkennst, dass der Sommer sowieso einfach da ist 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Mein lieber Volker,

    ich bin sehr ambivalent, was den Sommer betrifft…allerdings mag ich die Läufe in schwül-warmer Luft nach einer gewissen Gewöhnung sehr gerne, aber wir haben hier im Süden definitiv mehr von diesen Wetterlagen als Du in der norddeutschen Tiefebene. Aber wie Du schon geschrieben hast sind die Bedingungen andererseits sehr Kräfte raubend…aber man kann halt nicht nur Schokolade 😉
    Aber ein warmer Sommerregen in schwül-warmer Luft ist Schokoladentorte 🙂 die hatte ich gestern…

    Ich frage mich eher, seit wann kommen Sprayen am helllichten Tag 😉

    Salut

    • Lieber Christian,

      das nenne ich jetzt mal Echtzeitkommunikation 😀

      Ich würde gar nicht sagen, dass Ihr im Süden unbedingt mehr Schwüle habt. Durch die Nordseenähe ist die Luft hier insgesamt etwas feuchter, dass führt auch schnell zu Schwüle. Aber ich denke, da müssen wir uns nicht unbedingt messen 😉

      Kräfteraubend, dass habe ich gestern erkannt.

      Nicht nur Schokolade? 😦 Stattdessen Torte? 😀 Auch gut! :mrgreen:

      Der alte Müllbunker ist offiziell zum Sprayen freigegeben.

      Moin Moin
      Volker

  4. Dass früher alles besser war, ist Naturgesetz und gegen ein Naturgesetz haben auch wir keine Chance, folglich muss es so sein 😉

    Aber mal im Ernst: gerade heute fängt der Juli erst an. Ich habe eher das Gefühl, dass „heutzutage“ (uahha … Ich nutze dieses Wort, mich schaudert) alle schon im Mai anfangen, nach dem Hochsommer zu schreien und jammern, wenn der dann noch nicht da ist. Juni ist maximal Frühsommer und ich erinnere mich da an häufig viel Regen und Schwüle. Auch „damals“, als alles noch besser war *s* Die „Hundstage“ mit maximaler Hitze stehen erst Mitte Juli bis Ende August an. Das ist dann die Zeit, in der auch ich ein wenig zu jammern pflege 😉

    Die schönste Zeit des Jahres ist sowieso der Herbst: wenn die Sonne diesen Goldschimmer bekommt, nicht mehr so extrem aufheizt, die Nächte alles wieder abkühlen aber man immer noch ohne dicke Decken bei offenem Fenster schläft. Allerdings mit weniger Regen und Nebel als in Oldenburg üblich ;p

    • Liebe Lizzy,

      heute wird die gute alte Zeit von morgen sein, also können wir das Heute auch gleich genießen 😀

      Was den Herbst angeht, da unterschreibe ich jedes Deiner Worte. Hinzu kommt noch dieser erdige Geruch des Herbstes, hach!

      Ich habe München auch schon im Regen erlebt, möppel ich deshalb nur darüber rum, hmmm? 😉

      Liebe Grüße
      Volker

      • natürlich regnet es auch in München und in dieses Jahr auch deutlich häufiger als im Rest des Landes. Keine Frage! Und von mir aus dürfte es auch manchmal etwas weniger sein. Trotzdem: die Art des Regens ist hier anders. In Oldenburg hat es mich an Münster erinnert. Ich fand Münster immer eine ganz tolle Stadt und liebte sie mehr als ich München je auch nur mögen werde.
        ABER und das ist ein sehr großes „Aber“: München schlägt Münster und alle diesigen, zu Nebel neigenden noch so schönen Städte wettertechnisch um Längen. Auch wenn es regnet, hat es meist was „klares“, die Wolken stehen höher, oft kann man trotzdem richtig weit gucken. Die Nässe erdrückt bzw. erstickt einen nicht so sehr wie ich es aus Münster kenne und eben auch leider in Oldenburg erlebt habe. War eben so – vielleicht gibt’s ja irgendwann die Chance zum Meinungsumschwung 😉

        Wobei noch ein Punkt in Bezug auf die Nässe in dieser Gegend hier sticht: es gibt keinen dunklen, klebenden Matsch an den Schuhen. Weil der Untergrund sandig oder kiesig ist und somit alles, was kurz auch mal kleben bleibt bei Nässe, von alleine wieder abrieselt, wenn es trocknet. Das finde ich auch schön.

      • Hmmm, ich glaube ich muß die Regen von Oldenburg und München mal selber miteinander vergleichen. Muß aber nicht unbedingt am letzten Oktoberwochenende sein, also das mit dem Regen meine ich 🙂

  5. Also ich bräuchte eigentlich nie einen Sommer. Wieder einem mit trockender erst recht nicht einen mit dieser feuchten Hitze. Bin einfach kein Sommermensch und hohe Temperaturen und Sonnenschein lassen mich, gerade beim Laufen, schrecklich eingehen

    • Als solchen mag ich den Sommer schön, er kommt halt nur seltenst als Wunschsommer daher. Aber darunter versteht ja auch jeder etwas anderes.

      Aber zum Laufen ist der Sommer am besten im Regen zu ertragen 😀

      VGV

  6. Lieber Volker,
    früher, ja früher…. da gabs auch noch richtige Winter wo man auf zugefrorenen Teichen Schlittschuh laufen konnte. Und Spray gabs nur für die Haare, aber farblos. Und laufen fand ich furchtbar, im Schulsport.
    Was sommerliche Bedingungen und laufen angeht, stimme ich Dir zu. Ansonsten dürfte es jetzt mal ein paar Tage trocken sein, damit ich endlich den Garten pflegen kann.
    Aber wir müssen halt damit leben, was Petrus uns serviert.
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      einen richtigen Winter würde ich mir mal wieder wünschen. So richtig mit Schnee und knackigen Frost. Aber da hält der Klimawandel wohl dagegen :-/

      Immer noch nicht trocken bei Euch? Ich glaube Petrus wird langsam tüdelig 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Kann mich dir und Markus nur anschließen, ich brauche auch keinen Sommer, zumindest keinen heißen und schwülen. Auch bei uns gibt es in diesem Jahr so viele schwüle Tage, wie ich sie hier noch nie erlebt habe. Normalerweise sind es trockene, nicht zu heiße Sommer, warum ich hier gerne lebe, aber in diesem Jahr ist alles, alles anders !! C’est la vie, Rosalie !! 😉

    • Moin Rosalie, ääh Margitta,

      anscheinend will mich gar niemand so richtig steinigen, alle haben Verständnis für den Sommergepeinigten 🙂

      Genießen wir den Sommer aber wenigstens abseits vom Laufen. Der Winter wird ja auch wieder gar lang und dunkel :-/

      Liebe Grüße
      Volker

  8. Lieber Volker,

    also von mir kannst du auch mit keinerlei Widerspruch rechnen. Sommer ist einfach bäh zum laufen. Aber Winter kann ja jedeR. Nur die triefschweissbeständigen kommen in den Garten!

    Liebe Grüße!

    • Mit soviel Zustimmung habe ich gar nicht gerechnet, liebe Roni.

      Und Du hast soviel von diesem Wetter bei Dir zuhause. Für mich wäre das nichts :-/

      Deshalb kommst Du auf jeden Fall in den Garten 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Hallo lieber Volker, lach, ich bin froh, dass es nicht nur mir so geht. Neuerdings liebe ich die Regentage des Sommers mehr als die Sonnentage. Verkehrte Welt 😉 Liebe Grüße, Annette

    • Liebe Annette,

      was ist bloß los mit uns allen? 😯

      Gibt es etwa keine bekennenden Sommerliebhaber mehr? Unglaublich!

      Liebe Grüße
      Volker

      • Lieber Volker,
        gute Frage. Ich fand die Sommer früher weniger schwül. Es gab zwar immer mal unangenehme Tage, bevor es gewitterte, doch inzwischen ist das ja fast normales Sommerwetter.
        Liebe Grüße aus dem gerade trüben und angenehm lauftemperierten Dortmund, Annette

      • Liebe Annette, da haben wir ein ähnliches Empfinden.

        Liebe Grüße aus dem läuferfreundlich frischen Oldenburg (wenn denn der Läufer frisch gewesen wäre) 😉

        Volker

  10. Hahaha… der letzte Satz/das letzte Foto ist zu gut.

    Und ich kann Dich mit der Schwüle gut verstehen. Der einzige Sommertag (es war ein Donnerstag) war so schwül, dass ich grottenfroh war, als der Regen wieder kam.

    Gerne etwas trockene Wärme aber die Schwüle braucht kein Mensch. Ich bin ganz bei Dir.

    Gruß
    Anja

    • Was die Schwüle angeht, frage ich mich wie Menschen in tropischen Ländern das bloß aushalten? 😯

      Da lob ich mir hier den Wechsel der Jahreszeiten 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

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