Raus aus der Lethargie

Unglaublich, seit einem Vierteljahr bin ich, vom 5,4 km kurzen Mittsommernachtsberglauf abgesehen, keinen einzigen Lauf mehr mit einer Pace von unter 6 Minuten gelaufen. Und auch der Lauf im April war insgesamt eine Ausnahme. Die Statistik meines Lauftagebuches benennt für das gesamte bisherige Jahr 2016 gerade mal acht solche Läufe. Die meisten davon so gerade eben mit 5:58 oder 5:59 unter 6 Minuten. Ganz nebenbei stelle ich dabei fest, dass mein Gewicht langsam aber stetig nach oben geht.

Von den Gesamtkilometern her stehe ich in diesem Jahr bislang gar nicht schlecht da. Nur langsam bin ich geworden. Nun hat sich bei mir der Nabel der Laufwelt zwar noch nie um das Tempo gedreht, aber etwas mehr Pepp dürfte durchaus mal wieder aufkommen.

So war der Plan für heute einfach mal flott zu laufen. Das Tempo sollte durchaus etwas fordernd sein, mich aber nicht gleich aus dem letzten Loch pfeifen lassen.

Bis auf eine kurze Pinkelpause unterm Regenbogen wurde deshalb auch mal durchgelaufen. Ein kräftiger Regenguss kurz vorm Start drückte die Temperatur auf perfekte, knappe 17° und auch während des Laufs sorgte ein Schauer auf gut drei Kilometern für genau die richtige Wasserkühlung.

Schon mit dem ersten Kilometer lag ich gut im selbstgesteckten Soll und bald stellte sich mit Zeiten von 5:20 bis 5:30 ein erstaunlich angenehmes Reisetempo ein. Auf den letzten 800 m versuchte ich dann sogar noch so etwas wie eine Endbeschleunigung.

5:27  war die Durchschnittspace auf den 10 Kilometern und bescherte mir auf meinem schon gar nicht mehr so neuen Garmin sogar noch zwei neue Rekorde: Schnellste 5 km und schnellste 10 km. Na also, es geht noch. Und Spaß hats auch gemacht 😀

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20 Kommentare zu “Raus aus der Lethargie

  1. Lieber Volker,

    ganz schön flott unterwegs – gut dass das einfach so auf Abruf klappt! Als Motivation kommt mir dein Post gerade recht – will ich morgen doch mal ein Minitempolauf probieren *temposchnarchthier auchsovorsichhin*. Wobei 10 km wären mir dann doch zu viel des Guten – Respekt!

    Liebe Grüße!

    • Liebe Roni,

      ich war ganz erstaunt wie gut es nach der langen Tempoabstinenz lief. Und das sogar nach vorheriger Wurzelkanalbehandlung beim Zahnarzt 😉

      Prima, wenn ich Dir als Motivation dienen kann. Dann laß es krachen, müssen ja nicht gleich 10 km sein. Aber wir wollen von Deinem Heldenlauf lesen! 😀

      Liebe Grüße übern Teich
      Volker

  2. Lieber Volker,
    lange Strecken machen langsam, wenn Du nicht immer wieder schnelle Einheiten einbaust…allerdings sollte man dann wirklich aus dem letzten Loch pfeifen :mrgreen:
    Nene, lass mal, falls Du nicht irgendwo Erster werden willst, ist die Pace doch genau richtig, warum hetzen? Genieß den Lauf, die Natur und die Erholung, klar, fürs Ego darf man schon mal aufs Gaspedal drücken 😉

    Salut

    • Lieber Christian,

      auf dem letzten Loch pfeifen kann ich ja immer noch mal, muß ja nicht gleich beim ersten Tempolaufversuch sein. Wie Du schon sagst: HETZ MICH NICHT :mrgreen:

      Das Ego hat nun auch mal wieder was abbekommen und wenn es sich gut benimmt, soll es nicht das letzte Mal gewesen sein 😉

      Moin Moin
      Volker

  3. Ab und an sollte man das wirklich mal einbauen. Finde das für den Körper auch extrem befreiend wenn man neue Reize schafft. Und es schüttet unglaublich viele Glückshormone aus 🙂

    • Du hast absolut recht, Markus!

      Und selbst die Beine grinsen heute morgen selbstzufrieden. Etwas mehr Würze mit mal was kurzen Schnelleren werde ich mir deshalb in Zukunft wieder regelmäßig gönnen 🙂

      VGV

  4. Lieber Volker,
    war doch eine flotte Nummer! Aber hey, WIIIIIR wären ja am Weinberg gern schneller gerannt, aber DUUUUU musstest ja unbedingt immer an jedem Stand stehenbleiben … und tschüüüüüs!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Lieber Elke,

      ein Prosit, ein Proohoosit, der Gemüüüütlichkeit, lalalala. Galama wo Galama angebracht ist. Ihr hättet ja laufen können, ich habe Euch nicht festgehalten :mrgreen:

      Und tschüssss 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Lieber Volker, ehrlich, ich finde das Tempo von 5:20 bis 5:30 für deine Altersklasse ganz normal. Wer schneller werden möchte, der muss Tempoeinheiten einlegen, es sei denn, er ist ein Naturtalent, denn from nix comes nix – alte polnische Weisheit, das habe ich früher am eigenen Leib erfahren müssen.

    Aber auch hier – jeder nach seinem Geschmack – denn hin und wieder machen schnellere Einheiten wirklich Spaß, wenn man nicht MUSS, sondern WILL. Genau aus diesem Grunde wurde ich zur Ultraläuferin, weil ich lieber lang langsam, als kurz und schnell mag, Der eine so, der andere so……………..

    • Liebe Margitta,

      klar, kann ich das in meiner Altersklasse laufen, aber für jeden Tag und für die langen Läufe wäre mir das zu flott.

      In Vorbereitung auf meinen Ultra habe ich etwas den Schlendrian einziehen lassen. Etwas Pepp darf also wieder sein. Ansonsten laufe ich weiter so, wie ich gerade Böcke darauf habe 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Lieber Volker,

    es ist immer wieder schön zu sehen, dass man kann, wenn man will. Und gut zu wissen, dass man nicht muss, wenn man nicht will. Oder? 😉 Feines flottes Läufchen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Liebe Anne,

      feines Läufchen und eine feine Zusammenfassung von Dir 😀 Genauso sehe ich das auch. Aber etwas öfters dürfte ich mir schon die Sporen geben, damit es auch beim Können bleibt 😎

      Mal sehen wie es in Zukunft mit Lust und Laune so aussieht 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Lieber Volker,
    auch wenn ich einen 6er Schnitt nicht wirklich als lethargisch bezeichnen würde, weiß ich doch, was du meinst. 😉
    Toll, dass es dann gleich über 10km mit dem Tempolauf geklappt hat! Da sieht man wieder, dass auch die Weisheit: „Wer schnell werden will, muss viel langsam laufen“ nicht ganz unwahr ist! 😀

    • Liebe Doris,

      was hier lethargisch ist oder nicht hat Margitta in ihrem Kommentar schon dargestellt 😉

      Witzig, an diese Weisheit mußte ich gestern auch denken. Ich glaube wir leben noch ein Jahr zusammen! 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  8. Lieber Volker,
    dein zunehmendes Gewicht kommt sicherlich von deinen Krafttrainingseinheiten vor dem Fernseher, oder? Muskeln wiegen ja nun mal mehr als alles andere. 🙂
    Ich brauche ja auch ab und zu schnellere Einheiten. Bei mir sind das dann immer die Wettkämpfe. Die kurzen. Wo man mal nicht vor sich hin läuft sondern einfach mal rennt 😆
    Tut auch einfach immer mal wieder gut.
    Wie du ja bestätigst.
    Liebe Grüße
    Helge

    • Hehe, liebe Helge,

      das habe ich mir auch schon versucht einzureden! :mrgreen:

      Gut getan hat der Lauf auf jeden Fall und mangels Wettkampfteilnahme werde ich mir solche kürzeren flotten Läufe halt wieder öfters mal selber gönnen 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Jupp, das kenne ich.
    Habe auch das Gefühl, dass es dieses Jahr etwas an Speed fehlt und da kommt mir immer wieder der Satz eines Bekannten in den Sinn: „Wer schnell laufen will, muss schnell laufen!“

    Es ist echt so einfach, aber das quälen für schnelle Einheiten fällt mir immer so schwer…

    …aber Hauptsache der Spaß noch immer im Vordergrund. Dann ist die Pace fast egal

    • Wenn man sich so mit den langen Dingern befaßt, bleibt die Geschwindigkeit etwas auf der Strecke.

      Grundsätzlich möchte ich das Laufen auch nicht mit Qual in Verbindung bringen, aber sich etwas kitzeln darf man schon. Dabei bleibt auch der Spaß nicht auf der Strecke.

      Und wenn wir schnell laufen wollen, dann laufen wir halt schnell 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  10. Hallo Volker,

    Ja, auf so einen Tempodauerlauf hätte ich sogar mal wieder richtig Lust. Ich bin fast nur noch mit 7 Min./km unterwegs und mich würde es echt langsam interessieren, ob ich 5:30 über längere Zeit überhaupt noch laufen kann 😉 vielleicht probiere ich es demnächst einfach auch mal wieder.

    Beste Grüße
    Sebastian

    • Moin Sebastian,

      dann ist bei Dir ja auch mal ein kleiner Testlauf fällig 🙂 Ich bin auf das Ergebnis gespannt! 😉

      Lesen wir davon? 🙂

      Viele Grüße
      Volker

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