Zu kurz gesprungen

Timejumper – das war DAS Stichwort für die Nacht des 30.10.2016. Jeder der in dieser Nacht auf die Marathondistanz des Bestzeitmarathons in München gegangen ist, wollte einen Sprung durch den Zeittunnel machen, um um drei Uhr auf zwei Uhr zurückkatapuliert zu werden. Beim Rausch durch diesen Zeittunnel ergibt sich auf magische Art und Weise für die Teilnehmer eine unglaubliche Verbesserung ihrer bisherigen Marathonbestzeit 🙂

Kein Wunder also, dass auch der nicht ganz so schnelle Deichläufer auf diesem Wege seine bisherige Marathonbestzeit pulverisieren wollte. Dazu begab er sich bereits am Freitag in Begleitung seiner besseren Hälfte über eine andere magische Grenze, die des Weißwurstäquators, um die Hauptstadt der Bajuwaren zum Zwecke des Timejumpens, also zum Zeitspringen, aufzusuchen.

Zeigte sich dabei der Freitag noch sonnig, stand der Samstag schon ganz unter dem Eindruck der bevorstehenden, mystischen, nächtlichen Ereignisse: Es war grau, nieselig und diesig. Je näher das Ereignis rücke, je finsterer und nebeliger zeigte sich die Stimmung. Auch die Temperatur stand unter dem Eindruck der Mystik und sank gefühlt nahezu ins Bodenlose.

Deshalb galt es nicht nur die Ausrüstung startklar zu machen, sondern sich auch bis zum Start in den Zeitsprunglauf ordentlich warm zu halten.

Pünktlich um Mitternacht machten sich dann ca. 200 erwartungsfrohe Läufer auf den Weg in die Nacht der Nächte. Ungefähr die Hälfte von ihnen startete zur Mission Timejump. Die restlichen Läufer begaben sich auf die Halbmarathonstrecke und beendeten dadruch ihren Lauf leider schon bevor sich für sie der Zeittunnel auftun konnte.

Die Timejumper waren angehalten 20 Runden um den Riemer See zu laufen, der sich dem Anlaß entsprechend ins Dunkel hüllte und teils dichte Nebelschwaden über das Läuferfeld schickte, das stirnlampen beleuchtet und mit teils bunten Leuchtringen bewehrt, ein langes Lichtband durch die Nebelnacht abbildete.

Zu diesem Zeitpunkt schwenke ich auf die persönliche Sicht des Deichläufers, sprich auf mich um:

Die ersten 2,1 km-Runden vergingen wie von selbst, es lief für mich wie es laufen sollte und trotzdem spürte ich recht schnell, dass sich da irgendein Unwillen in meinem Kopf breitmachte. Ein Unwille, der sich irgendwie gegen die zu absolvierenden 42,2 km sperrte. Dieser Unwille wurde auch noch genährt durch ein sehr starkes und schnelles Läuferfeld. Schnelle Halbmarathonis und Staffelläufer und auch die meisten Marathon-Timejumper überrundeten mich mal um mal. Was mich sonst nie stört, demotivierte mich und gab dem haderenden Kopf Zuspruch. Zudem gab es auf jeder Runde eine 160 m lange Holzbrücke zu laufen, die auf dem letzten Drittel durch die nebelig-feuchte Luft rutschig war. Grundlegend war das nicht dramatsich, aber es sorgte doch jedesmal für ein leicht verkrampftes Laufen. Noch vor Vollendung der Halbmarathon-Distanz murrten dann auch die Fersen. Nicht da, wo sie es seit Wochen schon tun, sondern oberhalb mehr im Bereich der Achillessehnen. Nicht, dass mich das irritiert und genervt hätte, aber es hatte mich irritiert und genervt.

Als ich vor zwei Jahren beim Bestzeitmarathon auf der Halbmarathondistanz gestartet war, hatte ich im Ziel gedacht, dass ich noch gut hätte weiterlaufen können. Diesmal dachte ich zur Vollendung der Halbmarathondistanz, dass ich auch gut hätte aufhören können.

Nachdem dann die Halbmarathonis alle im Ziel waren, wurde es recht einsam auf der Strecke. Ich wurde aber nach wie vor überrundet, durfte aber auch ingesamt zwei oder dreimal überrunden.

Kopf und murrendes Fahrgestell gingen immer mehr eine unseelige Allianz ein und somit beschloß ich noch die 30 km vollzumachen und dann den Lauf zu beenden. Die letzte Runde mochte ich dann schon nicht mehr durchlaufen, was dann auch noch der wohl langsam gegen 0° gehenden Kälte die Gelegenheit gab zuzubeißen.

Ziemlich genau mit 30 km habe ich den Marathon Marathon sein lassen und das Spiel beendet. Immerhin eröffnete sich für mich noch der Zeittunnel und mit ihm der Zeitsprung auf eine sensationelle 30 km-Zeit von um die 2:10 Stunden 😀 Timejumper! Zeitspringer! Hurra, wenn auch kürzer gesprungen als geplant.

Was mich nun wirklich genau zum DNF gebracht hat, kann ich gar nicht so genau sagen, aber nach einer kurzen Zeit leichter Frustation und Enttäuschung war ich erstaunlich schnell mit mir im Reinen. Ich hatte schlußendlich keinen Spaß mehr und mit schmerzenden Haxen wären die letzten 12 km definitiv kein Vergnügen geworden.

Aus Spaß an der Freud war ich aber angetreten. Ohne diesen brauchte und wollte ich mich nicht über die volle Distanz zu quälen. Schließlich laufe ich für mich und muß niemanden, nicht mal mir selber, etwas beweisen. Ich bin nach München gereist um einen nächtlichen Marathon zu laufen, 30 km sind es geworden. Schlußendlich habe ich mich trotz der Beschwerden aber nicht verletzt, das zeigt mir, dass ich heute schon wieder ganz gut zu Fuß bin. Das ist wichtig!

Was bleibt: Ein schönes Wochenende in München bei lieben Freunden. Das Erleben einer perfekt und mit viel Herzblut gestalteten Laufveranstaltung (die aber auch kurzzeitig der Mystik des Zeitsprunges erlegen ist, da kurz vor dem magsichen Zeittunnelmoment ein Stromausfall den aufblasbaren Zielbogen zusammensinken und die optische Zeitanzeige ausfallen ließ). Genauso bleibt der gelinde Stolz überhaupt um Mitternacht zu einem Marathon angetreten zu sein.

Was mir noch wichtig ist: Ich möchte mich ganz besonders bei Familie Timekiller für die tolle, unkomplizierte Gastfreundschaft, beim gesamten Bestzeitmarathon-Orga-Team für die geniale Veranstaltung und bei Jens für die Begleitung in die kalte, nebelige Timejump-Nacht bedanken.

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51 Kommentare zu “Zu kurz gesprungen

  1. Lieber Volker,
    herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen 30-km-Zeit und für den Bericht! 😎
    Für die Weltbesten müssten sie extra Kameras und allen anderen Schnick-Schnack aufbauen, um ihnen solch einen Rekord auch anzuerkennen. Du machst das einfach mal so nebenbei! 😉
    Es ist doch wichtig, dass du mit dir im Reinen bist! Mit Schmerzen hätte es doch wahrlich keinen Sinn gemacht … und dann hättest du dir den Spaß für ein paar Wochen (?) im Training genommen!
    In diesem Sinne und
    MLG Manfred

    • Lieber Manfred,

      danke für die Glückwünsche zum zeittunnelbedingt turbobeschleunigten 30iger 🙂

      Mich ggf. durch ein Weiterlaufen generell abzuschießen war natürlich auch eine unterschwellige Sorge. Ich habe einfach aufgehört und das war wohl auch gut so. Neuer Marathon im neuen Jahr, neues Glück. Aus die Maus 😉

      Und ein „Rekord“ ist ja trotzdem dabei herausgesprungen :mrgreen:

      LG
      Volker

  2. „Nur“ 30 Kilometer! Du nun wieder! Immerhin und RESPEKT! Wenn es wehtut sollte man aufhören, dass musste ich auch lernen 😦 Und mit oder ohne „Zeittunnel“ ein tolles Ergebnis! Die Idee an sich ist super! Dumm nur, wenn man es zum Wechsel in die Sommerzeit macht 🙂 Glückwunsch!

    • Na ja, Martin, es ist schon so, dass wenn man zu einem Marathon antritt, man diesen auch laufen will. Wenn man ihn denn abbricht sind es in dem Fall eben doch „nur“ 30 km. Grundsätzlich weiß ich schon, dass auch 30 km nicht wenig sind.

      Ich glaube die Veranstalter haben sich etwas dabei gedacht, den Wechsel auf die Winterzeit für den Zeittunneleffekt zu nutzen 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Vielleicht hast du die „Crew“ auf eine Idee gebracht: statt der HM-Distanz, bei der man den TimeWarp verpasst, könnten sie die 30 Kilometer anbieten, für die bei den meisten doch noch eine Bestzeit abfällt.

    Und ich Depp hätte mir mal vor’m Abfahren die LiveErgebnisse bzw. Rundenzählungen im Internet ansehen sollen 😉 … obwohl … da hätte ich es wohl noch nicht zu sehen bekommen, wir sind bei An- und Abfahrt vielleicht direkt an einander vorbei gelaufen.

    • Liebe Lizzy,

      das klappt aber auch nur bei Läufern wie mir, die langsam genug vor sich hin schlönzen um über die 3 Stunden zu kommen :-/

      Der Depp bin ich, der Dich einfach vergessen hat. Ich hoffe, dass Du mir das wirklich verzeihen kannst 😳

      Liebe Grüße
      Volker

      • ich bin dir dafür dankbar! Es war eine so schöne Nachtluft, dass mir klar wurde: auch ohne Laufen werde ich demnächst in Morgenstunden wieder hier und da irgendwie rausgehen damit es mir nicht gänzlich entgeht und fremd wird.

        Leute, die die 30 Kilometer über drei Stunden laufen, sind ja doch wirklich nicht ganz selten. Es reicht ja eine Minute. Wer schneller rasen kann und rasen will, muss eben doch den Marathon wählen. Wäre auch für die Crew entlastend weil anzunehmen ist, dass manch ein eher langsamer Läufer, der aber den Spaß nicht verpassen möchte, dann auf 30 Kilometer downgradet und somit die Gesamtveranstaltung nicht gar so spät zu Ende geht.

      • Dankbar? Nun übertreibe mal nicht, liebe Lizzy 🙂

        Vielleicht solltest Du die Idee mit dem Dreißiger mal dem Orga-Team des BZM unterbreiten, vielleicht wird da ja was von 🙂

  4. Hallo Volker!
    Gratuliere zur 30er Zeitbeschleunigungs Bestzeit! Schade, dass es diesmal nicht für den ganzen M gereicht hat. Oder besser gesagt, vermutlich wärst du ja durchgekommen. Also schade, dass die Motivation dann nicht ganz so da war. Aber solche Läufe kommen einfach mal vor besonders um solch eine Uhrzeit! Passiert im Training und passiert natürlich auch im Wettkampf. Aber das gehört dazu und ist also auch nicht schlimm.
    Wenn zumindest der Rest vom Wochenende schön war, war die Reise trotzdem ein Erfolg!
    Ich hab übrigens auch mal kurz überlegt hier mit zulaufen. Hätte mir aber gar nicht gedacht, das das Teilnehmerfeld doch so klein ist…auf der kurzen Runde aber vielleicht gar kein Nachteil…
    Auf zum nächsten Marathon!
    Gruß Andi

    • Moin Andi,

      danke Dir. Schön Dich zu lesen!

      Ich finde es auch nicht so schlimm. Wie Du schreibst, solche Läufe kommen vor. Wer weiß wofür es gut war. Alles hat seinen Sinn. Ich sehe den Sinn darin, dass ich mich zumindestens nicht abgeschossen habe.

      200 Leute auf 2,1 km sind schon gar nicht so wenig und Du wärst sicher auch sehr gut mitgeschwommen. Also im nächsten Jahr?? 😉

      Zum nächsten Marathon bin ich schon gemeldet, ich brauche da nur noch etwas Losglück 🙂

      Grüße in die Berge
      Volker

  5. Lieber Volker,

    Ich war sehr gespannt auf Deinen Bericht. Kann mir gut vorstellen, dass die Runden bei Kälte und im Dunkeln zu so spät-früher Zeit besonders viel mentale Kraftstrotzerei brauchen, um durchzuhalten. Noch dazu, wenn der Fuß meckert. 🙄

    Es war sicher ein gute Entscheidung, nach beachtlichen 30 Kilometern Schluss zu machen. So ein Event würde ich persönlich nur in Begleitung angehen. Dann könnte das sogar Spaß machen. 😉 Aber bis ich wieder für die Marathondistanz bereit bin, werden noch etliche Monate vergehen. Und dann suche ich mir einen aus, bei dem ich besonders viel zu sehen bekomme 😉

    Du müsstest nun eigentlich als nächstes den Untertagemarathon anpeilen, oder?

    Ich hoffe, dass Du tatsächlich keine Verletzung eingefangen hast. Denn für Luxemburg musst Du fit sein. Soweit ich weiß, ist das zwar ein schöner, aber auch ein enorm fordernder Lauf. Wir freuen uns, wenn Du Dich bei uns meldest. 🙂

    Liebe Grüße und gute Erholung!
    Rainer 😎

    • Lieber Rainer,

      leider kann ich mit diesem Bericht nicht mit einer grandiosen Heldentat aufwarten :-/

      Ich bin es ja gewohnt meine Läufe alleine durchzuziehen, aber in der Nacht hätte Begleitung sicher gut getan und vielleicht sogar zu einem Finish geführt.

      Laß Dir mit der Marathondistanz Zeit, der nächste BZM ist ja erst in einem Jahr. Nur mit einer gegenseitigen Begleitung wird es bei Deinem Tempo wohl nichts 😉 Aber bei einem Marathon etwas zu sehen ist sicher auch nicht verkehrt 🙂

      Beim Untertagemarathon bin ich mir nicht sicher, ob er klimatisch etwas für mich ist. Witzig wäre der sicher auch 😉

      Enorm fordernder Lauf? Was erzählst Du mir da? Wie soll mein Kopf denn jetzt mit dieser Information klarkommen? 😯

      Danke Dir und liebe Grüße
      Volker

  6. Lieber Volker,

    wenn das Fahrwerk meckert und sich das Meckern zu einem gehörigen Murren steigert, ist es mMn eine richtige Entscheidung, die Reißleine zu ziehen. Vielleicht sogar gut, dass das fiese Wetter und die sonstigen Rahmenbedingungen dir auch mental den Zahn gezogen haben, so dass du dar nicht erst in Versuch kamst, mit Schmerzen bis zum womöglich bitteren Ende zu laufen. So hoffe ich sehr, dass du tatsächlich von einer ernsthafteren (Überlastungs-)Verletzung verschont geblieben bist und dein letztes (?) Jahres-Laufprojekt mit einem guten Gefühl angehen kannst. Wie Rainer schon schrieb: Das wird auch durchaus fordernd sein … 😎 Vielleicht klappt’s ja im Umfeld mit einem „Date“ – würde mich freuen! 🙂

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Liebe Anne,

      ich bin mit meiner Entscheidung die Reißleine zu ziehen schon zufrieden. Es ging ja im Endeffekt für mich nicht um ein konkretes Ziel. Aufgrund von Problemen im Fahrwerk aufzuhören ist auch leichter, als wenn „nur“ der Kopf dicht gemacht hätte.

      Luxemburg ist der letzte Streich in diesem Jahr und wenn die Haxen bis dahin weiter meckern, werde ich es auch mal einige Wochen sehr ruhig angehen lassen.

      Ein Date, auch mit Rainer, würde mich schon freuen, ich werde mich da noch mit Helge und Karina abstimmen. Ich kann doch nicht in Eurer Nähe sein ohne Euch zu sehen!

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Lieber Volker,
    du wirktest ja im Vorfeld schon etwas unendschlossen. Und ich hatte befürchtet, das du gar nicht an den Start gehst. Das du dann aber trotzdem startest und solch eine 30 km Zeit ablieferts … 😯
    Also ich finde 30 km schon echt weit und bei so einem Zeitsprung weiß man ja nie, wie der Kreislauf das verträgt und da denke ich, die Entscheidung, den Zeittunnel nur ganz kurz zu nutzen, war wohl eine gute Entscheidung 🙂
    Und manchmal ist eben auch nicht der Tag der großen Heldentaten und manchmal ist der Geist eben auch nicht willig. Da wir das alles nur zum Spaß machen, sollte dieser eben auch im Vordergrund stehen und wenn er sich aus diesen oder jenen Gründen nicht einstellt, dann eben nur 30 km.
    Außerdem ist es wichtig, das deine Beine sich nicht krank laufen. Insofern war es richtig, nicht alles auszureizen. Schließlich brauchen wir dich ja noch lieber Volker 🙂
    Gute Regeneration und pass gut auf dich auf 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    • Liebe Helge,

      war das so erkennbar?

      Nicht zu starten wäre aber überhaupt nicht in Frage gekommen und war auch nie eine Idee. Ich bin auch noch wirklich mit dem Ziel zu Finishen gestartet. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass mich die im Vorfeld schon fehlende mentale Stärke recht schnell wieder eingeholt hat.

      Und das mit dem Spaß sehe ich genauso. Manchmal ist weniger dann eben doch mehr.

      Und was wichtig ist: Der Abbruch tut meiner Freude auf unseren Staffellauf keinen Abbruch! 😀 Am 20.11. rocken wir das Ding!

      Danke Dir und ganz liebe Grüße
      Volker

  8. Lieber Volker,
    ein Abenteuer und ein schönes Wochenende – was will man mehr…? Ob da lang oder kurz gesprungen wird, ob 30 oder 42,2 Kilometer durch die kalte dunkle Nacht gelaufen wird doch egal! Viel wichtiger, Du bist gesund und heil wieder nach Hause gekommen!
    Es ist eine coole Idee mit dem Zeitspringen – 30 Kilometer in 2:10 Stunden ist ja eine super Zeit Herzlichen Glückwunsch! 😉
    Ich wünsche Dir gute Regeneration!! 🙂
    Liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      eine schöne Zusammenfassung und letzendlich sehe ich das genau so! Ein schönes Wochenende, etwas Abenteuer, Freunde sehen, das war auf jeden Fall schon den Trip nach München wert 🙂

      Danke Dir und liebe Grüße in die Berge
      Volker

  9. Lieber Volker,

    ach, das liest sich nach einem versöhnlichen Ende. Ich finds ja gut, wenn man sich dem Druck auch widersetzt und das tut, was der Körper/Kopf einem sagt. Das hast Du getan und er bedankt sich bei Dir ganz herzlich mit keinen Konsequenzen.

    Und eine schöne Stadt habt Ihr obendrein gesehen. Und Menschen getroffen… was will man mehr.

    Gruß
    Anja

    • Ach, liebe Anja,

      ich bin ja nicht so der Typ, der sich lange grämt. Und wenn man keine Lust auf Druck und Qual hat, dann darf man sich sowieso nicht grämen 😉

      Und alles um den Lauf drumherum war eh wunderbar 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  10. Lieber Volker,
    also erstmal herzliche Glückwünsche zu den absolvierten 30 km und die auch noch mit genossenem „Push“! Wir haben an Dich gedacht und wie es Dir wohl ergehen mag, denn so über Nacht zu laufen ist ja auch nochmals eine Nummer für sich. Denn da, wo die ganze Nation sich über eine zusätzliche Stunde freut, verschwindet sie ja bei den Teilnehmern auf magische Weise – irre! Dass es nicht bis zum Ende klappte, schade, hat nicht sollen sein. Aber recht hast Du entschieden, dann hat es auch keinen Zweck und man verleidet sich den Spaß an der Lauffreude obendrein. Hauptsache, für Dich fühlt es sich gut an, und demnächst – neue Taten!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Danke, liebe Elke,

      Diese Nummer für sich des Nachtlaufens habe ich gespürt, aber ich halte sie nicht für ursächlich. Zumindestens nicht im Wesentlichen 🙂

      Gerne hätte ich den Marathon gestanden, aber ich mich danach wirklich mental besser gefühlt hätte, sei einmal dahingestellt.

      Auf zu neuen Taten, vielleicht ja sogar mit Euch gemeinsam? 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  11. Lieber Volker,
    soso – im Zeittunnel zu früh abgebogen! Dass du dich das traust?! Du hättest in ein Wurmloch geraten und in einer fremden Dimension landen können!!!! :O
    Gut, dass du trotzdem sicher im Ziel gelandet bist und das dazu noch mit einer fantastischen 30er Zeit und heilen Gräten! 😀
    Meine volle Bewunderung hast du jedenfalls – ich lauf ja nicht mal 2 Runden und du gleich so viele! Und das alles so früh am Morgen!!! 😉
    Ich wünsche dir gute Regeneration. 🙂

    • Liebe Doris,

      immer Mut zum Risiko und wer weiß, ob es in einer fremden Dimension nicht sogar schöner und besser ist 😉

      Du nur zwei Runden? Haha, hast Du nicht gerade einen Halbmarathon gefinisht? 😀

      Früh am Morgen ist gut, ich fand es war mitten in der Nacht 😯

      Danke Dir und liebe Grüße
      Volker

      • Aber der HM war auch auf einer Runde. Da geht es nicht um die Distanz, sondern um die (für mich) Unmöglichkeit, beim Ziel vorbei- und weiter zu laufen!
        Der HM hier am Grabensee ist so einer – da würde ich nie und nimmer starten wollen! 🙂

      • Ah sooo hast Du das gemeint 🙂

        In der Tat ist die Verlockung größer als auf einer One-way-Strecke. Ich habe mich auch schon gefragt, was ich gemacht hätte, wenn ich bei KM 30 irgendwo im Nirwana gestanden hätte. Da wäre ich wohl aus der Not heraus doch noch irgendwie ins Ziel gekrochen 😉

  12. Schade das es nicht geklappt hat, aber ich denke ich hätte mich in deiner Situation genauso entschieden.
    Wenn der Kopf nicht will und dann die äußeren Faktoren auch nicht optimal sind, warum soll man sich dann quälen und die Signale des Körpers ignorieren. Für wen? Für was?
    Wurscht…Schwamm drüber!
    Hauptsache es hat Spaß gemacht…der Rest ist egal.

    Ist aber definitiv ein coole Event, wobei mich die Strecke mit den vielen Runden schon etwas abschrecken würde.

    Viele Grüße aus Bad Weißwursthausen 😉

    • Moin Steve,

      ja, sicher schade, aber Du hast meine Gedanken und meine Entscheidungsgründe nochmal genau richtig zusammengefasst. Freut mich, dass Du sie teilst!

      Ansonsten hat an dem Wochenende ja alles absolut gepaßt.

      Weißwursthausen…. Hmmmm, ich hatte gleich drei Weißwürste auf einmal gegessen, lecker. Allerdings etwas zu spät, es war schon Viertelnachzwölf 😉

      Viele Grüße aus Fischkopfland 😀
      Volker

  13. Lieber Volker,

    nachdem deine letzten Dreissiger gut liefen, hätte ich erwartet das es gut läuft in München. Aber Nachtläufe nach Mitternacht finde ich auch extrem schwierig. Ich war bisher erst zweimal nach 1 Uhr unterwegs und da habe ich doch ein echtes Tief. Ich kann mir vorstellen, dass es eher aus dem Kopf kam und der dann die muckenden Fersen gerufen hat.
    Aber, du bist zufrieden, gesund, hast eine 30 km Bestzeit und ein tolles Wochenende! Das ist allemal eine gute Ausbeute!
    Lieben Gruß!

    • Liebe Roni,

      die Vorbereitung war zwar recht kurz, aber gut. Ein bisschen Kopffestigkeit hatte ich aber trotzdem schon in den letzten Tagen vor dem Marathon vermisst. Was schlußendlich Kopf und was Ferse gewesen ist, vermag ich selber nicht genau zu sagen. Deswegen bleibt der Grund fürs DNF für mich etwas schwammig. Aber egal was letztendlich die Hauptrolle gespielt hätte, der Spaß war vorbei und deshalb bin ich auch mit meiner Entscheidung zufrieden.

      Alles andere hat ja wunderbar gepaßt 🙂

      Liebe Grüße übern Teich
      Volker

  14. Manchmal läuft es eben nicht ganz so wie gewünscht. Warum weiß keiner so genau. Aber gehört eben dazu.
    Du hast das trotz allem gut gemeistert und konnstes frohen Mutes den Süden verlassen

    • Moin Markus,

      so ist es und darum brauche ich auch den Kopf nicht in den Sand zu stecken.

      Neuer Marathon, neues Glück. Wird aber noch etwas dauern bis der nächste ins Haus steht.

      VGV

  15. Lieber Volker,
    sehr schön, dass du vor unserem Abenteuer nochmal einen schönen langen Lauf gemacht hast und dich dann geschont hast für uns. Ich weiss gar nicht, wann ich das letzte Mal so lange gelaufen bin. Und dann noch zu einer Uhrzeit, wo ich im Leben nicht ans Laufen denken würde.
    Liebe Grüße und ich ziehe meinen virtuellen Hut
    Karina

    • Liebe Karina,

      eigentlich hätte ich den Marathon ja locker durchlaufen können, aber ich dachte mir, mach mal ein bisschen weniger, dann biste fit für Luxemburg :mrgreen:

      Hut ziehen? Für das bisschen Laufen in der Nacht? Das ist aber nett von Dir! 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  16. Hallo Volker,

    Es gibt einfach so Tage bzw. Nächte, die sich einer großen Energieleistung verweigern. Ob da eher Kopf oder Körper verantwortlich waren, kannst nur Du wissen, aber letztlich ist das ja auch egal. Und man muss auch zu einem aufrechten DNF fähig sein 🙂

    Schade, dass es nicht so lief wie geplant. Dafür wird es ein anderes Mal wieder viel besser laufen als geplant. Ich habe meine Herbst-Marathon-Pläne jetzt auch begraben. Habe momentan nicht den nötigen Biss und möchte mir einen unnötigen Mißerfolg sparen. Und so laufe ich einfach genüßlich vor mich hin und versuche mit der Dunkelheit wenigstens halbwegs warm zu werden 😉

    Beste Grüße
    Sebastian

    • Hallo Sebastian,

      es gibt solche Tage oder auch Nächte und darunter verbuche ich diese Nacht auch. Und auch ein DNF erfordert Stärke. Sich eingestehen, dass es nichts wird und dazu stehen, muß man auch können 😉

      Das Fehlen des nötigen Bisses hatte ich bei mir auch vorher schon gespürt. Aber ich war für den BZM gemeldet und bin auch frohen Mutes an den Start gegangen. Aber der fehlende Biss hat mich eingeholt. so what.

      Genüßlich laufen und soweit es geht der Dunkelheit aus dem Wege gehen ist jetzt auch mein Plan für den Herbst und Winter.
      Ein fordernder 20iger steht zwar noch an, aber 20 km sind keine 42 km. Das sollte schon noch klappen 🙂

      Viele Grüße
      Volker

  17. Gerade zum Frankfurt Marathon hatte ich Laufsportfreunden von diesem Sportereignis erzählt und dass sich da sicherlich selbst meine Marathonzeit von einer -mehr oder weniger- akzeptablen Seite zeigen würde. Toll, dass Du dort warst! Und herzlichen Glückwunsch zur super 30km Zeit!
    Viele Grüße,
    Claudi

    • Liebe Claudi,

      nicht nur zur Bestzeitverbesserung kann ich Dir diesen Lauf empfehlen, er ist auch so einfach super gemacht und organisiert.

      Allerdings erkauft man sich den neuen Rekord bzw. Rekordversuch mit einer wirklich unchristlichen Uhrzeit 😉

      Danke Dir und liebe Grüße
      Volker

  18. Hi Volker, herzlichen Glückwunsch – eine tolle idee, der Timetunnel und DU warst dabei. Der Rest ist doch egal 😉 Liebe Grüße, Annette

  19. Ich finde wenn man merkt es läuft irgendwie nicht ist Abbrechen immer eine Option – hätte ich beim Bottwartal-Marathon besser auch gemacht *grml*

    • Moin Andy, willkommen auf meinem Blog und danke fürs Rebloggen!

      So sehe ich das auch. Klar ist es eine Gradwanderung, ich will die Flinte ja auch nicht vorschnell ins Korn werfen, mich aber auch nicht verletzen und auch nicht unnötig quälen. Aber wenn die Entscheidung denn gefallen ist, sollte man sie auch für sich akzeptieren und nicht hadern. Ich denke, dass ist mir ganz gut gelungen.

      Da muß ich ja mal lesen, was Dir beim Bottwartal-Marathon passiert ist …

      Viele Grüße
      Volker

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