Muß man mögen

Akute Lustlosigkeit trieb mich heute eine Dreiviertelstunde früher aus dem Büro. Ein nerviger Vormittagstermin hatte mir irgendwie den eh immer spärlichen Nachmittags-Elan geraubt. Also konnte ich mir auch einen Lauf im Hellen gönnen. Hell ist allerdings ein dehnbarer Begriff. Nachdem der Tag mit einem traumhaft schönen Sonnenaufgang im Nebel aufzuwarten wußte, versank die Sonne zusammen mit den Temperaturen im Hochnebel. Ob das gerade beim Laufen den Elan fördert?

Nun, es stört mich zuminestens nicht. Zumindestens solange dieses Wetter nicht unbedingt tagelang anhält.

Positiv ausgedrückt kann man das ganze als vorweihnachtliche Melancholie bezeichnen 🙂 Dazu paßt, dass die Frage, wie wir Weihnachten feiern, inzwischen am Boden liegt und bei meinem nächsten Lauf wohl definitiv verschwunden ist.

Wie auch immer, feuchte Luft, kalter Wind und trüber Himmel machten Lust auf einen anschließenden, gemütlichen Abend zuhause auf dem Sofa 🙂

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20 Kommentare zu “Muß man mögen

  1. Lieber Volker,
    sieh es doch mal positiv, ab Ende der Woche werden die Tage wieder länger, der Frühling naht spätestens wenn die Festtage vorbei sind und dann wird die Lust am Laufen sicher wieder größer und läßt keinen Raum mehr für Melancholie bis das Jahr sich wieder dem Ende zuneigt.
    Schade, dass jemand den Zettel aus seinem Versteck entfernt hat, war doch ein schönes Rätsel, warum? Wer? 🙂

    Salut und eine schöne Weihnachtswoche

    • Lieber Christian,

      ich sehe das gar nicht so negativ. Alles hat seine Zeit und seine Berechtigung. Und an Frühling mag ich noch gar nicht denken, solange wir noch gar keinen Winter gehabt haben 😉

      Ich hatte kurz überlegt das Zettelchen wieder zurück zustecken, aber dann habe ich gedacht den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen…

      Dir auch eine schöne Weihnachtswoche!

      Moin Moin
      Volker

    • Sehnsüchtig darauf warten wäre bei mir übertrieben. Ich mag durchaus auch diese Zeit. Die Ungeduld kommt bei mir in der Regel erst im Laufe des Februar, wenn der Winter kein Ende nehmen will. Aber es kommt wie es kommt. Und immerhin brauchten wir bis dato (bei mir von einem halben Lauf abgesehen) noch nicht zur langen Hose greifen, gelle?

      VGV

  2. Lieber Volker,
    melancholische Stimmung hast Du eingefangen. Bei dem am Boden liegenden Weihnachts-Zettel fällt mir gerade nur ein, dass das zu Berlin passt.
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      hör mir auf mit Berlin. So schlimm wie es ist, der mediale Aufriss ist unerträglich. Aber was will man machen, wenn selbst die Polizei twittert, wie ein selbstverliebter Teenager.

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Lieber Volker,

    Melancholie ist ja durchaus was Schönes, und sei es nur, weil sie uns hilft die fröhlichen Zeiten umso mehr zu genießen. Nervige Termine im Job sind dagegen überflüssig. Ich wünsch dir, dass dir diese erspart bleiben, zumindest mal bis zu den Feiertagen! :-).

    Liebe Grüße,
    Anne

    • Liebe Anne,

      der nervige Termin war schlicht und ergreifend unter Alltagsärgernis abzulegen, wirklich nichts schlimmes. Der Nervfaktor wurde nur durch den Zeitfaktor verstärkt, da der Termin recht lange währte. Und durch Kälte :-/ Bis Weihnachten steht da zum Glück nicht mehr viel zu erwarten 🙂

      Ich kann Melancholie durchaus mal etwas abgewinnen, sie kann schon etwas sehr heimeliges haben 🙂

      Ich wünsche Dir auch noch ein paar hoffentlich halbwegs ruhige Tage vor dem Fest.

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,
    ein Tag, der mit einem traumhaft schönen Sonnenaufgang im Nebel beginnt, ist ja erstmal positiv zu werten. – Allerdings braucht keiner solche Termine, die dann gefühlt nicht enden wollen. 😦
    Wenn die Stimmung beim Lauf dann nach Hause treibt und die Lust auf einen schönen Abend im Heim nährt, dann kann man wirklich der Melancholie etwas abgewinnen.
    Ich wünsche allen schöne traute Momente in der Weihnachtszeit, fernab von diesem Sch…, wie er gerade in der Hauptstadt passiert (ist)! 👿
    Im Sinne Margittas: lasst uns friedlich miteinander umgehen … zeigen wir es ihnen, dass es auch anders geht! 💡
    LG Manfred

    • Lieber Manfred,

      wie gerne würde ich lieber in Melancholie versinken als immer und immer wieder mit solchem unsinnigen Grauen konfrontiert zu werden. Die Welt ist leider nicht so. Aber vielleicht läßt gerade das uns dieses Weihnachten wieder etwas näher zusammenrücken und die wahre Bedeutung des Weihnachtsfestes wieder mehr erkennen.

      LG Volker.

    • Dabei sah es in Wirklich sogar noch etwas grauer aus, als die Bilder es wiedergeben.

      Sehr gerne, liebe Claudi!

  5. Lieber Volker,
    muss man mögen. Ja stimmt, dachte ich bei mir. Nur was genau?
    Laufen zu gehen, statt zu arbeiten? Da wüßte ich so einige, die dazu nicht nein sagen.

    Das kann es doch wirklich nicht sein, also noch mal lesen. Ist ja schon spät. 😉 Ach du meinst das Wetter. Ach naja. Ich würde sagen, kann man mögen, muss man aber nicht. Nur ändern wird es sich deswegen auch nicht. Ich find es schön. Zumindest auf deinen Bildern. 🙂

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