Sturmjäger

Es gibt ja so Verrückte, die sich in Amerika, aber auch hierzulande, in jedes Unwetter stürzen, immer auf der Suche nach den spektakulärsten Bildern von Tornadas oder Gewittern. Ganz so verrückt bin ich zwar nicht, aber auch ich hatte heute Bock den Sturm zu jagen bzw. mich von ihm jagen zu lassen 🙂

Thomas heißt der Bursche, dem ich mich da stellen wollte. Dazu habe ich erneut auf den Utkiek-Lauf verzichtet. Aber nach meiner Rückkehr durfte ich auf dem Smartphone lesen, dass dieser eh dem Sturm zum Opfer gefallen ist.

Los ging es bei gut 8° und Rückenwind, raus aus der Stadt, hinaus in die offene, norddeutsche Tundra. Der Regen beschränkte sich auf gelegentliche Schauer, die dann aber mit nochmals kräftigeren Böen einhergingen.

Nach exakt 9,5 km gab es dann mit dem Wind von vorne die volle Dröhnung. Einen guten Kilometer bot der Huntedeich noch etwas Schutz, aber dann ging so richtig der Punk ab und einige Male bin ich gefühlt auf der Stelle getreten.

Nach ca. 13 km ging mir dann im Gegensatz zum Wind kurzzeitig mal die Puste aus und ich wechselte in den Gehmodus. Die Gelegenheit mal den Sturmreporter zu spielen. Zu verstehen bin ich aufgrund der Lautstärke des Windes aber kaum 🙂

Wie schön war es da die letzten drei Kilometer im Windschatten der A 29 und der Bebauung der Stadt zu laufen. Das war die reine Erholung 🙂

18,5 km jagte ich den Sturm und er jagte mich. 6 km hatte ich ihn dabei in den Marschen direkt von vorn. Ein etwas spezieller Feierabendlauf, der mich ziemlich ausgepowert hat 😎

23-02-17-14

Isch habe fertisch

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24 Kommentare zu “Sturmjäger

    • Jo. der Wind ist schon ganz ordentlich, hält sich aber zum Glück insgesamt noch im Rahmen. Für den besonderen Trainingsreiz hat er aber definitiv gereicht 😀

  1. Klasse! Das Schöne bei euch: Keine (oder nur wenige) Bäume – die wären anderenorts der gefährlichste Gegner. 😎

    • Auf dem vorletzten Kilometer ging es unter Bäumen durch, in deren Kronen rauschte es schon gewaltig. Einen reinen Waldlauf hätte ich heute definitiv nicht gemacht.

      Auf der freien Pläne kann da nicht viel passieren, schlimmstenfalls setzt einen der Sturm auf den Hintern 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Lieber Volker,
    ultra krass so n Wind! 🙄
    Bei uns war es ja auch windig, aber „dademit komme mir net mit, hier in Hesse, gell!“
    Pass bloß auf, dass auch immer schön heile nach hause kommst.
    Schönes Programm biste da gelaufen, das stählt ja im doppelten Sinne.
    LG Manfred

    • Lieber Wolfgang,

      ich glaube gestern war es in einigen Teilen der Republik so schön windig wie hier. Ist nur die Frage, ob es überall so viel freies Terrain gibt, um das entsprechend genießen zu können 😉

      Doppelt gestählt, hach, das gefällt mir 😎

      LG Volker

  3. Genau so macht es doch aber manchmal noch mehr Spaß. Nur jedes Mal muss es nicht sein. Aber ab und an mal völlig fix und fertig zurück kommen darf schon sein. Ging mir gestern nach 40km auch so 😀

  4. Holla die Waldfee! Was ein Wind!
    Wenn du da gegen an läufst, da weiste hinterher was du gemacht hast 😆
    Siehst gut geschafft aus auf dem letzten Foto!
    6 Km gegen den Wind ist wie 6 km steil den Berg hoch.
    Liebe Grüße
    Helge

    • Ich war auch geschafft, liebe Helge.

      6 km bin ich schließlich das letzte Mal bei der Harzquerung nen Berg hochgelaufen. Da war ich aber wohl noch mehr geschafft als gestern 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Moin Volker,
    ich glaube, der Sturm war bei Euch heftiger als hier in den Bergen. Ich kam noch ganz gut dagegen an. Nur am späten Abend, da ächzte und stöhnt unser Holzhäuschen. Aber Dich bremst ja rein gar nichts aus. Noch nichtmal, wenn Thomas Dich zum Michelinmännchen in grün aufpustet ;-), das nenn‘ ich mal unbändigen Trainingswillen!
    Liebe Grüße
    Elke

  6. Lieber Volker,
    sieht nach viel Spass aus und liest sich auch so… 😀
    So ein Lauf bei extremen Bedingungen erdet dann doch immer wieder, so geht es mir auf jeden Fall immer. Erhol Dich gut!

    Salut

    • Lieber Christian,

      diesen extremen Bedingungen würde ich mich sonst gar nicht aussetzen. Darauf komme ich erst seidem ich laufe 🙂

      Ein gutes Gefühl so ein Wetter direkt auf der Haut und nicht nur hinter Fensterglas zu spüren.

      Moin Moin
      Volker

  7. Lieber Volker,
    grins – das Michelinmännchen kam mir beim ansehen der Bilder auch in den Sinn. Steht dir aber gut! 😉
    Da hattest du ja einen tollen Trainingspartner, der dir entgegenhielt. Hat er gut gemacht, der Thomas. So dass du dich am Ende sogar über eine Autobahn und Häuser freust, solange sie nur Windschatten bieten. 😀
    Toller Lauf!!

    • Liebe Doris,

      freut mich sehr, dass Du findest, dass mir das Michelinmännchen gut steht 👿

      Über Autobahnen und Häuser freue ich mich beim Laufen in der Tat eher selten, gestern war ich aber wirklich ganz dankbar für ihre Anwesenheit. Das wird beim nächsten Lauf hoffentlich wieder anders 😎

      Liebe Grüße
      Volker

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