Komatös

… war mein Schlafverhalten über das Himmelfahrtswochenende. Mit Ausnahme des Freitags, an dem ich Stallwache im Job gehalten hatte, hatte ich an allen anderen drei Tagen zwischen 10 und 13,5 Stunden geschlafen. Das hatte ich wirklich schon lange nicht mehr. Bis auf die Kopfschmerzen nach den 13,5 Stunden war es aber ein feine Sache und hat einfach nur gut getan 😎

Läuferisch verpaßt habe ich dadurch nichts. Der Lauf nach Neuwerk und zurück ging mir doch ganz schön in den Gräten. Meine Rechnung, dass Wattboden keine Dämpfung benötigt und ich deshalb in Barfußschuhen laufen könnte, enthielt einen kleinen Fehler. Barfußschuhe bedeuten eben auch null Sprengung und die bin ich über diese Distanz einfach noch nicht gewöhnt. Zusammen mit dem schweren, teils doch recht holprigen Boden und dem teilweise Laufen im Wasser füllten sich deshalb meine Beine, insbesondere meine Achillessehnen an, wie nach einem Marathon.

Deshalb habe ich nach Neuwerk auch eine aftermarathonmäßige Pause hingelegt und bin erst am Freitag wieder eine Runde gelaufen. Bei Sommerwetter der schönsten Kategorie, sprich warm mit etwas Wind, trabte ich so locker wie geht vor mich hin. Die Natur prahlte mit sattem Grün und es duftete nach Heu. Am Kleinen Bornhorster See war Badebetrieb und auf der A 29 herrschte trügerische Ruhe zwischen Nordseean- und abreiseverkehr. Ich lief entspannte 12 km, auf denen ich sogar im 6:20iger Tempo noch einen Läufer einsammeln konnte 😛

Etwas wärmer war es denn schon am Sonntag. Zwar waren wir noch weit entfernt von der Bullenhitze im Süden, aber klamottentechnisch geht trotzdem nicht mehr viel abzurüsten 😯 Dafür signalisierten die 15,5 km schon wieder Normalbetrieb.

Und so langsam gewöhne ich mich auch an die sommerlichen Temperaturen …  🙂

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24 Kommentare zu “Komatös

  1. Lieber Volker,
    muss auch mal sein, wenn der Körper danach verlangt, sollte man ihn auch gewähren lassen.
    Ich bin gerade ganz froh nicht laufen zu können, wir hatten gestern 33°C, da würde mir der Antrieb in doppeltem Wortsinn fehlen 😉
    Finde es interessant, wie Du das Abenteuer Barfußschuhe erlebst und es erinnert mich an meine Anfänge vor über 6 Jahren…ich freu mich, mehr von Dir diesbezüglich zu lesen.

    Salut

    • Lieber Christian,

      bei 33° wäre bei mir auch Schluß. Beim Laufen gestern waren es „nur“ 27°.

      Der Umstieg auf Barfuß und Barfußschuhe wird noch ein langer Weg. Aber es macht Spaß ihn zu verfolgen und es treibt mich dabei auch nichts. Über die Fortschritte und auch die, hoffentlich wenigen, Rückschritte werde ich berichten. Ein spannendes Thema!

      Moin Moin
      Volker

  2. Moin Volker,
    ich gebe Dir gern was ab von unserer Backofentemperatur 😉
    Sehe ich Dich etwa barfuß auf Asphalt laufen auf dem einen Bild? Wow, dann machst Du ja Fortschritte in dieser Hinsicht, auch wenn Dir die Watt-Tour da doch noch ein wenig Grenzen aufzeigte. Ich könnte mir aber auch denken, dass nicht nur die andere Sprengung, als auch der andere Bewegungsablauf im Watt (hoch die Füße wegen Wasser) ihren Beitrag zum Nachhall leisteten.
    Der ausgiebige Schlaf sei Dir gegönnt. Manchmal braucht man das und das ist gut so. Ich hoffe, das Kopfweh ist aber wieder weg?
    Liebe Grüße
    Elke

    • Och, liebe Elke, laß Deine Backhofentemperaturen man stecken :mrgreen:

      Ich laufe ja jeden Lauf ein Stück barfuß. Freitag waren das 1.100 m auf sehr rauem Asphalt, dass ist augenblicklich noch das höchste der Gefühle.

      Ich denke auch, dass es beim Neuwerklauf eine Mischung aus allem war.

      Kopfweh ist weg, war nur am Freitag, da aber sehr hartnäckig :-/

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Hi Volker, schön, das du dich so gut erholen konntest. Das kann ich mir gut vorstellen, dass der lange Lauf durch das Watt geschlaucht hat. Es ist so ja schon ein großer Unterschied ob man auf Asphalt, Gras oder auf der Finnbahn läuft. Watt und Wasser sind ja noch heftiger. Ich laufe an sich auch gerne bei warmen Temperaturen, allerdings jenseits der 20 Grad lässt meine Leistung merklich nach. Daher dachte ich grstern das ich ganz clever wäre, wenn ich ganz früh morgens (6h) meinen längeren Lauf absolviere. Ich also ans Zwischenahner Meer und los gelaufen. Der Himmel wurde immer dunkler und dunkler. Nach etwa der Hälfte fing es leicht an zu regnen und in weiter Entfernung auch Blitz und Donner. Ich also weiter. Der Regnen hörte nach kurzer Zeit fast wieder auf. Dann allerdings, ca. 2 km vorm Ziel, ging das Gewitter so richtig los. Ich bin sehr schnell gelaufen weil es ja nicht mehr weit bis zum Auto war aber ich bin klatschnass geworden. 😂 Aber es war trotzdem ein super Lauf und irgendwie wäre es ja langweilig, wenn es immer nur schönes Wetter hätte. Viele Grüße, Susanne 😃

    • Moin Susanne,

      den wunderbaren Regen habe ich leider verschlafen. Aber ich konnte mich wirklich nicht aufraffen, aufzustehen und laufen zu gehen. Von Gewitter habe ich nichts mitbekommen. Da ich aber bei Gewitter nicht laufe, war Schlafen dann doch wohl die erheblich bessere Alternative 😎

      Respekt fürs um 6 Uhr laufen gehen! Ich hoffe Du und Dein Auto seid inzwischen wieder trocken 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,
    13 Stunden schlafen ist schon sportlich. Danach wäre ich wahrscheinlich so müde, das ich auch gleich die restlichen 11 Stunden des Tages schlafend verbringen würde 😆
    Aber manchmal braucht man halt sowas. Und wenn man es sich wegen des langen Wochenendes leisten kann, dann sollte man es tun 🙂
    Bei uns war es gestern kaum auszuhalten mit der Hitze. Unglaublich. Aber ja, man lernt damit umzugehen. Aber trotzdem geht es ganz schön an die Substanz. Zum Glück wohne ich in einem eiskalten Haus 😆
    Liebe Grüße
    Helge

    • Liebe Helge,

      glaub mir, die restlichen 11 Stunden brauchst Du doch eher zum Schwung holen für die nächste Nacht! 😎

      Du mußt doch von Mallorca schon ausreichend akklimatisiert sein 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Ich biete 34,3 Grad in Trier, ganz offiziell vermessen und verkündet. Da passte es, dass lieber Besuch alle Laufambitionen im Keim erstickten. Denn ich habe auch Freunde, die nicht laufen 😉

    Komatöse Schlaferlebnisse … der Körper nimmt sich manchmal eben, was er braucht.

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Lieber Rainer,

      ich las schon von dieser extremen Hitze an der Mosel. Da kam der liebe, nicht laufende Besuch ja genau zur rechten Zeit 🙂

      Warum den Körper gerade jetzt dieses Schlafbedürfnis überkam, weiß ich zwar nicht, aber bekommen hat er was er wollte 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Lieber Volker,
    oh das kann ich mir gut vorstellen, dass deine Beine eine Pause Not hatten! Laufen im Sand ist ja mega-anstrengend! Und dann noch die drohende „Gefahr“ bald nach Hause schwimmen zu müssen! 😉

    Schlafen ist doch super! Ich liebe es mal richtig viel und lang zu schlafen, wenn es sich ausgeht! 🙂 Und ganz darniedergelegen bist du ja nicht, wenn du schon wieder laufend unterwegs warst. Und ach wie schön, der Sommer ist da! 😀

    • Liebe Doris,

      ja, besonders diese Gefahr steckt mir noch immer in den Knochen 😉

      Schlafen war schon immer ein Hobby von mir, aber seit geraumer Zeit habe ich solche exzessiven Schlafgelage nicht mehr hinbekommen. Deshalb war es mal wieder echt schön 😎

      Ach ja, Sommer ist schon ganz nett, nur etwas warm 😛

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Lieber Volker,
    nach 13,5 Std. Schlaf und anschließenden Kopfschmerzen passt dann das Tagesmotto: kann ich das auch vom Bett aus machen! 😆

    Auch wenn ich bei den hohen Temperaturen trotzdem laufe, werde ich mich nie wirklich an sie gewöhnen. Gestern und heute 33 Grad, da hat man kaum Chancen ne kühle Tageszeit zu erwischen.
    Dir wünsche ich, dass die Pause richtig gut „angeschlagen“ hat und du stärker auf die Piste zurückkehren kannst! 😎
    LG Manfred

    • Och nö, lieber Manfred, irgendwann wird man ja auch kreuzlahm, da ist es doch gut mal aufzustehen 😎

      Also ein oder zweimal im Jahr macht es mir auch Spaß mal bei so richtig brutaler Hitze zu laufen und so schweißnaß zu sein, als käme man gerade aus der Sauna. Aber wenn die Hitze anhält, wird es einfach nur ätzend 😦

      Zurückgekehrt ja, aber stärker zurückgekehrt? Normal halt 🙄

      LG Volker

  8. Lieber Volker, es ist doch manchmal ganz schön, alte Hobbys wiederzubeleben – in deinem Fall das Schlafen. 😆 10-13,5 Stunden sind momentan mein „Pensum“ für 2 Nächte, insofern beneide ich dich fast. 😉 Aber die Hitze hier und dann morgens die brüllenden Vögel und überhaupt, dabei kann doch kein Mensch schlafen.

    Fein, dass der lange Kanten in den Barfußschuhen keine langfristigen Folgen hinterlassen hat. Passiert dir bestimmt nicht nochmal, das Problem „Null Sprengung“ zu unterschätzen … und jetzt ist ja wieder alles im grünen Bereich. Im sehr grünen, wie deine Bilder zeigen.

    LG,
    Anne

    • Liebe Anne,

      in der Woche sind speziell die 13,5 Stunden auch eher das Pensum für zwei Nächte 😦

      Zum Glück haben wir ja noch nicht so eine Hitze wie bei Euch und im Haus ist es daher noch gut erträglich und die brüllenden Vögel kann ich ignorieren 😉

      Unglaublich was so ein paar Millimeter Sprengung auf ein paar Kilometern mehr so bedeuten und wie langsam die Umstellung dadurch nur vonstattengehen kann.

      Liebee Grüße
      Volker

    • Das sag ich Dir, der Körper ist wirklich ein Phänomen.

      Aber auch da gibt es Unterschiede, sowohl in Sachen Hitze als auch in Sachen Streckenlänge ist Dein Körper da wohl noch etwas resistenter als meiner 🙂

      VG Volker

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