Mein erster Halbmarathon

Nein, der Titel bedeutet nicht, dass ich jetzt anfange in den Annalen des Deichläufers zu kramen, um Sentimentales aus den Anfangsjahren meiner Lauferei zu posten 🙂 Hier und heute geht es um meinen ersten Lauf über die Halbmarathondistanz in minimalen Laufschuhen, konkret in den Five Fingers V-Trail.

Geplant war das zwar eigentlich nicht, ich hatte mir eine 17 – 18 km lange Strecke ausgeguckt, aber die wunderbare Freizeit, die uns die 500-jährige Reformiererei heute bescherte, wollte genutzt werden und so vollführte ich bei Kilometer 8,5 km einen spontanen Richtungswechsel, der dann Halbmarathon bedeutete.

Statt zur Hunte bog ich zum Gellener Moor ab, wo ich mich in Gellen immer freue, dass dieser kleine Geselle seit Jahren nie stibitzt wird.

In den Gellener Torfmöörten gab es wegen der Hinterlassenschaften von Xavier noch etwas Hindernislauf. Herwart hingegen hat hier zum Glück keine weiteren Bäume umgeworfen.

Hundert Meter vor der Haustür, an der verkehrsberuhigt engsten Stelle unserer Straße, habe ich dann noch einen Haufen Kastanien beiseite gekickt, die da irgendein Torfkopf hingekippt oder verloren hat, bevor sich da noch Fußgänger oder Radfahrer im Dunkeln auf den Pinsel legen, und das wars dann mit dem ersten richtigen, ungedämpften Longjog in den Annalen des Deichläufers 😀

Die Stellen, wo mir bei meinen vorherigen Läufen die Five Fingers doch Blasen hinterlassen hatten, hatte ich vorsichtshalber mit Leukopor abgeklebt und so gab es diesmal keine Probleme, zumal die Füße heute nahezu trocken blieben. Allerdings merkten die Sehnen zum Schluß schon, dass das Stretching heute etwas länger gedauert hat, aber ansonsten bin ich die 21,2 km im geruhsamen 6:20iger Schnitt locker durchgetrabt. Nice 🙂

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26 Kommentare zu “Mein erster Halbmarathon

  1. Respekt. Da fehlen mir noch ein paar Einheiten. Aber grundsätzlich macht es richtig Laune.
    Ich war bisher zwar ausschließlich auf Aspahlt unterwegs, aber glücklicherweise wenigstens bei Regenwetter. So wie es aussieht brauche ich noch ein paar für die Trails. 😏

    • Moin Gerd,

      ich betreibe den Umstieg seit Februar recht systematisch. Trotzdem habe ich heute gemerkt, dass Läufe von 20 + noch eine echte Hausnummer sind.

      Die V-Trails kann ich Dir nur ans Herz legen, sie sind für mich das Geilste was ich bislang an den Füßen hatte!

      VG Volker

  2. Lieber Volker,
    Glückwunsch zum erreichten Zwischenziel! Manchmal produzieren solche eher ungeplanten Aktivitäten die besten Ergebnisse. Und so hast Du doch einen würdigen Tag zur Bestätigung Deiner persönlichen Laufreformation genutzt 😉
    Der Anblick der Kastanien erinnert mich ein wenig an die Erbsen, die bei der Heinzelmännchensage die neugierige Schneidersfrau auf den Boden kippt, um die fleißigen Kerls zu erwischen. Du bist ihr nicht auf den Leim gegangen!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      etwas frühre als gedacht, ich wollte da eigentlich etwas mehr Zeit und Vorsicht walten lassen. So werde ich mich in den kommenden Wochen etwas mehr zurückhalten und es im Winter etwas sutscher angehen lassen.

      Die Heinzelmännchensage kannte ich gar nicht, die habe ich gerade mal im Internet nachgeschaut. Wie passend, da kann ich mich also gleich erstmal wieder hinlegen 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Lieber Volker,
    sehr ambitioniert, Dein Körper scheint die Umstellung sehr gut zu tolerieren. Ich habe nachgeschaut, bei mir hat es fast ein Jahr gedauert, bis ich die HM-Marke mit FIveFingers erreichen konnte, danach war es ein Leichtes die Distanzen zu steigern. Dennoch solltest Du vorsichtig sein, denn ich hatte mir ja dann in der Folge die Stressfraktur am Mittelfußknochen zugezogen, was möglicherweise mit den langen Distanzen in ungedämpften und minimalistischen Schuhen zu tun hatte 😉
    Aber ich bin mir sicher, dass Du nichts riskieren wirst und wünsche Dir weiterhin viel Spass dabei. Und jetzt weiß ich auch, dass Kastanien eine Gefahr darstellen können :mrgreen:

    Salut

    • Lieber Christian,

      bei mir sind es jetzt acht Monate seit Beginn meiner Umstellung. Aber eine weitere Steigerung der Distanzen wird es in diesem Jahr nicht mehr geben. Genauso werde in den kommenden beiden Monaten die Halbmarathon-Distanz wohl höchstens noch ein- oder zweimal laufen. Deine und die Stressfraktur von Margitta sind mir noch sehr gut warnend im Gedächtnis. Da ich insgesamt weniger laufe als Ihr und vorerst nicht mehr steigern möchte, hoffe ich, dass der Kelch an mir vorübergehen möge.

      Na ja, so ein Haufen Kastanien mitten auf der Straße kann schon mal wie ein Rollbrett fungieren, muß ja nicht sein 😉

      Moin Moin
      Volker

  4. Super, wie das klappt! Ich laufe mit meinen Five Fingers immer mal daheim rum und finde oftmals schon, dass das genug ist. Bin halt nix gewöhnt.
    Viele Grüße,
    Claudi

    • Moin Claudi,

      das Laufen mit den Five Fingers bzw. generell mit Minimalen ist, wie das Laufen selbst, reine Trainingssache. Wobei hier noch einmal besondere Behutsamkeit gefragt ist, damit es in den Fußknochen nicht knackt, siehe Christians Kommentar.

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Auf dem Weg zum Marathon, würde ich sagen … Irgendwann wird das wohl passieren.

    Und dann auch noch Kastanien gekickt. Wer die Dinger auf den Weg gekippt, muss einen an der Klatsche haben. Also gehen wir von einem Versehen aus. Aber auch dann hätte sich der überdimensionale Rollsplitt wegräumen lassen. 🙄

    Erhole Dich gut! Ich laufe jetzt eine kleine Runde. In stabilen Trailschuhen….

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Lieber Rainer,

      irgendwann wird das wohl passieren. In der Tat ist das mein Ziel, ob das allerdings schon im kommenden Jahr der Fall sein wird, sei erstmal dahingestellt.

      Ich sehe das auch so, auch ein Versehen kann man beseitigen. Aber habe mir Erwartungen an die lieben Mitmenschen inzwischen abgewöhnt.

      Viel Spaß auf Deiner kleinen Runde und liebe Grüße aus dem Büro
      Volker

  6. Lieber Volker,
    wow, gratuliere!
    Das freut mich, dass du diese Marke nun erstmals geknackt hast. 😀

    Ob da wohl ein Eichhörnchen-LKW einen Unfall hatte? Oder haben irgendwelche Wildtiere ihre Halloween-Sammlung bei euch verloren? Ist ein mobiler Maronibrater mit undichtem Vorratssack unterwegs? Sehr mysteriös! Ich werde mal die Nachrichten durchforsten, ob es auch an anderen Orten zu Kastanienhäufungen gekommen ist! 😉

    • Danke, liebe Doris 🙂

      Gerne würde ich ja auch an so eine symphatische Erklärung für das Kastanienmysterium glauben, aber da nebenan auf der Rasenfläche eine Plastiktüte lag, vermute ich halt eher den üblichen Spackenalarm :-/

      Liebe Grüße
      Volker

      • Ach wenn ich die Erklärung nicht kenne, „nehme“ ich lieber die sympahtischen… 😉 Was ich zuerst noch ganz vergessen habe, zu fragen: hat der kleine Bär einen Namen?

      • Also es steht zumindestens kein Name dran. Nennen wir ihn doch einfach … Bär! 😆

        Oder fällt Dir etwas besseres ein? 🙂

  7. Moin Volker,
    immer schön langsam steigern, konsequent dranbleiben, dann funktioniert das ohne schmerzhafte Ausfälle. Die Knochen, Muskeln und Sehnen brauchen echt lange um sich umzustellen (ist ja auch kein Wunder, wo soll’s herkommen?!). Aber die Belohnung anschließend ist wirklich jeden Muskelkater wert 🙂 Sobald die HM Marke erstmal solide sitzt, ist eine weitere Steigerung kein Problem, sowohl beim Tempo als auch Distanz, diese Erfahrung kann ich bestätigen. Du machst das schon richtig.
    Liebe Grüße, Oliver

    • Moin Oliver,

      wenn man von anderen mitbekommen hat, dass sie sich Ermüdungsbrüche zugezogen haben, ist das natürlich ein Alarmsignal. Es bleibt aber nichtsdestotrotz ein Spagat zwischen auf dem Weg weiterkommen und nicht zuviel machen. Augenblicklich bin ich schon über meinem selbstgesteckten Zeitplan, deshalb werde ich jetzt mal etwas auf dem Level verharren und im neuen Jahr vorsichtig wieder ne Schippe drauflegen.

      Denn ich bin überzeugt, dass das Ziel das richtige ist. Dabei ist nichts ohne Risiko, dass wäre es auch nicht wenn ich weiterhin in den Polstergaloschen unterwegs wäre. Deine Worte bestärken dabei mich in meinem Vorgehen, danke dafür!

      Liebe Grüße
      Volker

      • Nichts ist ohne Risiko, egal ob mit Hokas oder völlig Barfuß. Aus meiner bisherigen Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass alle meine Zipperlein (Knie, Sprungelenk) mittlerweile einfach verschwunden sind. Und besonders zum Knie musste ich mir vom Orthopäden eine ganze Menge deprimierendes Zeug anhören (abgenutzt, Alter…). Im Gegenteil, sogar: keine Rückenschmerzen mehr, meine Beine/Füße fühlen sich einfach stark und stabil an, mein Sprungelenk lacht jedes kleine Wegknicken aus. Fazit: 0mm Sprengung, ungestützte und ungedämpfte Schuhe waren genau das, was mir gut tut. Der einzige „Nebeneffekt“: ich bin gelegentlich müde, weil ich einfach bock hab schnell zu laufen und mich auszupowern. Gibt schlimmeres 😉
        Das allerallerallerwichtigste ist trotzdem: wer minimaler laufen möchte, muss(!) laaaangsam umstellen.

      • Glücklicher Weise habe ich keine Probleme mit Knie oder Rücken. Lediglich die durch das über die Ferse abrollen ständig gereizte Fersenhaut hat mich zu dem Umstieg bewogen.

        Da ich seit diesem Jahr auch im Alltag soviel barfuß gehe wie irgend möglich (ansonsten verwende ich Barfußschuhe) merke ich aber, dass ich eine wesentlich bessere Körperhaltung habe. Und gerader stehe und das die Füße kräftiger werden sieht man ihnen inzwischen sogar schon an ❗

        Müde konnte ich aber schon immer sein, egal ob Laufen oder nicht, dass hängt nicht von der Schuhwahl ab :mrgreen:

  8. Lieber Volker,
    HM quasi barfuß, das ist schon was 🙂
    Ich bin schwer beeindruckt.
    Noch mehr beeindruckt bin ich, das das kleine Bärli da einfach seit Jahren rumsitzt und niemand ihn klaut oder schlimmer noch, kaputt macht.
    Sehr süß 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    • Liebe Helge,

      ein gewissen Unterschied zwischen Barfuß und FiveFingers gibt es schon noch 🙂

      Der kleine Bär ist auf jeden Fall mehr der Witterung ausgesetzt als die Füße in FiveFingers 😉

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Lieber Volker,
    das hat gereizt, stimmts?! 😉
    Ich finde es auch toll, dass da quasi seit Jahren dein Maskottchen >Bär< rumsitzt und alle akzeptieren es! 😆
    … und für ein Bild warst du zu schnell … da hat es nur noch deinen Fuß samt Flügel erwischt! 🙂
    Bleib dran, aber nicht übertreiben!
    LG Manfred

    • Naja, schon irgendwie, lieber Manfred 😉 Aber geplant war es wirklich noch nicht 🙂

      Was das Bild angeht: Den „Rest“ habe ich abgeschnitten 😛

      LG Volker

    • Komplett angekommen wohl noch nicht, aber sie sind auf dem Weg dorthin schon ein gutes Stück vorangekommen.

      Erstrebenswert, dass muß jeder für sich selber beantworten, ich entwickel mich allerdings schon sehr zum Fürsprecher 🙂

      VGV

  10. Respekt! Vor allem mit „Five Fingers“ Hast Du da nicht Schiss in Glasscherben, Steine (Kieselsteine…) rein zu treten? Bloß gut, dass Du auch die Kastanien gut umrundet hast. Werden wohl spielende Kinder gewesen sein… Wünsche einen schönen Sonntag!

    • Moin Martin,

      die Five Fingers bieten für nahezu alles was Dir unter die Sohlen kommt den nötigen Schutz. Man spürt es zwar und es piekst schon mal gewaltig, aber Verletzungen sind nahezu ausgeschlossen. Aber Angst vor Scherben und Co. habe ich auch nicht, wenn ich komplett barfuß laufe. Man hat ja zum einen Augen und zum anderen ist der Fuß gar nicht so extrem verletzungsempfindlich und das nimmt immer weiter ab, je mehr der Fuß das Barfußlaufen gewohnt ist.

      Eine gute Woche für Dich
      Volker

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