Gewonnen und verloren

Nach einem anstrengenden Samstag, es stand Amsterdam hin und zurück mit Großhandelbesuch, insgesamt 12 Std, auf dem Plan, war uns am Sonntag nach Ausschlafen. Nach dem mittäglichen Frühstück kam noch Besuch. Als der wieder weg war stand mir dann aber einfach nicht mehr der Sinn nach Laufen. Die plötzliche Sommerwärme bei stehender Luft erbaute mich auch nicht sonderlich. Ergebnis: Lauf gecancelt und auf Montag verschoben.

Am Montag war das Wetter erheblich verträglicher. Etwas Wind, keine Sonne, ein paar Grad weniger. Hah! Gewonnen. Alles richtig gemacht. Aber als ich von der Arbeit nachhause kam und die Autotür öffnete, wehte mir schon wieder Güllegeruch um die Nase. Den hat es am Sonntag nicht gegeben. Bäh, doch verloren.

Der Niederlage versuchte ich mich aber durch einen Lauf auf die andere Hunteseite zu entziehen. Was soll ich sagen? Hat geklappt, dort war die Luft rein und ich konnte unbeschwert laufen. Entgültig gewonnen.

Dabei zeigte mir die Natur ihren ganzen Reichtum. Ein paar Tage Wärme und etwas Regen haben da Wunder gewirkt.  Aber wenn man genau hinschaut erkennt man: Alles nur Blüten 😆

Neben all dem Blütenreichtum zeigt sich aber auch noch das winterliche Braun, eine Zeit des Übergangs.

Trotz angenehmer Temperatur war das noch ein Lauf zwischen den Jahreszeiten. Aber das Grün ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Und bald bin ich sicher auch bei über 20° laufbereit 😛

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20 Kommentare zu “Gewonnen und verloren

  1. Lieber Volker,
    schon faszinierend wie die Natur explodiert! Dass unseren Riechnerven von Zeit zu Zeit dasselbe droht, ist weniger toll, aber du hast diese Gefahr klug umgangen und konntest deinen Lauf genießen! 😀
    Ich genieße die (geruchsfreien) Blütenbilder und bin mir sicher, dass du bald die 20°+ Läufe genießen wirst. 🙂

    • Liebe Doris,

      wo ich mit Helge, Karina und Andi laufen war, war vom Blütenzauber noch nichts zu sehen und ein paar Tage später leuchtet es an jeder Ecke, unglaublich was für ein Tempo die Natur anlegt, wenn die Bedingungen stimmen.

      Ach, eigentlich freue ich mich ja auch auf ein angenehme 20+-Läufe in kurzen Klamotten, aber Sonntag mußte ich das trotzdem einfach noch nicht haben 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Lieber Volker,
    in Regionen mit intensiver Viehwirtschaft muss man wohl die ab und an auftretenden Geruchsbelästigungen in Kauf nehmen….da scheine ich hier Glück zu haben 😊
    Die Natur verändert sich jeden tag, ich erlebe es v.a. bei den Nachhausefahrten mit dem Rad, jeden Tag steht eine neue Strauch- oder Baumblüte an und im Wald konnte ich auch schon zarte grüne Blätter entdecken. Schon bald werden die gedeckten Winterfarben Geschichte sein, also genieß es.
    Die überraschenden Temperaturen jenseits der 20°C, hier noch gepaart mit etwas feuchter und schwüler Luft, machen es dem Läufer nicht leicht…gut, dass Du es am Montag gepackt hast

    Salut

    • Lieber Christian,

      es ist halt jedes Jahr das gleiche, die ersten schönen Frühlingstage werden mir durch die Intensivlandwirtschaft verleidet. Da kannst Du Dich mit den Weinbergen wirklich glücklich schätzen. Aber immerhin hatte ich Montag ja das Glück, dass es nicht auf beiden Seiten der Hunte gestunken hat.

      Ja, das erster zarte Grün an den Bäumen ist auch unverkennbar. Schön dieses immer wiederkehrende Wunder bestauen zu dürfen.

      Die 23° am Sonntag gingen auch mit absoluter Windstille einher, dadurch war es auch gleich etwas drücken. Da behagten mir die Bedingungen am Montag doch etwas mehr 🙂

      Moin Moin
      Volker

  3. Es gibt doch kaum einen angenehmeren Naturduft als Gülle finde ich. Zumindest es mir das deutlich lieber als stark perfümierte Mitmenschen und Schweißgestank 😉

    • Naja, ich mag zwar weder eingedieselte noch nach Schweiß stinkende Mitmenschen, aber deswegen ist Güllegestank noch lange nicht angenehm. Ich nehme Dich gerne mal mit auf einen langen Lauf, wie ich ihn Februar einmal gemacht hat, wo danach Haut und Haar und Klamotten nach Gülle stinken. Vielleicht überdenkst Du dann noch einmal Deine Meinung 😛

      VGV

  4. Lieber Volker,
    das dachte ich auch gestern, dass das Wochenende quasi den Startschuss für Blätter-und Blütenaustrieb gegeben hat. Da sieht doch alles gleich freundlicher aus. Und was noch kahl ist, kommt sicher bald nach. Gülledurft, nun ja, es gibt schönere Nasengenüsse, aber das ist doch nur manchmal… Dafür hattest Du dann ja die eher gewünschte Temperatur.
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      ich hatte die gewünschte Temperatur UND keinen Güllegestank, weil ich ja so unendlich clever bin und eben auf der anderen Hunteseite gelaufen bin. Manchmal geht an meiner Genialität echt kein Weg vorbei 😆 :mrgreen: 😆

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Lieber Volker, ein Lauffest für die Sinne sozusagen und deshalb eigentlich nur gewonnen 🙂 Solange es gelingt der Gülle auszuweichen ist ja alles gut. Auf jeden Fall wird es jetzt von Stunde zu Stunde grüner und prächtiger, da kribbelt es zunehmend in den Beinen, und wohl denen die den Winter durchgezogen haben und nun belohnt werden 🙂
    Liebe Grüße, Oliver

    • Lieber Oliver,

      mit dem Durchlaufen im Winter fahren wir quasi den nächsten Gewinn ein 😀 Aber ich könnte auch gar nicht den ganzen Winter die Füße still halten. Wie manche das nur aushalten? 😯

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Lieber Volker,
    hier bei uns können wir Momentan alles haben – im „Unterland“ blüht schon alles und es ist sogar richtig grün zwischen den Blühten, auf der anderen Bergseite, die Sonnenseite (wo ich auch arbeite) ist es auch schon schön grün, nur noch nicht ganz so weit wie im „Unterland“ und bei uns (Schattenseite) zeigen sich gerade die allerersten Frühlingsblumen – aber zumindest ist das weiße Zeugs was überall so herumlag verschwunden
    Lang geht es aber nicht mehr bis es überall grün ist zwischen den Blüten.

    Alles richtig gemacht! Einen Lauf ohne Güllegestank hat schon was 😝 und an den wärmeren Temperaturen werden wir uns mit der Zeit auch noch gewöhnen 😉

    Liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      dann wandelst Du ja auch noch für kurze Zeit zwischen den Jahreszeiten. Aber zum Glück steht der Frühling ja als Gewinner schon fest! 😀

      Immerhin ist der Schnee weg und Güllegestank mußt Du wohl auch nicht fürchten 🙂

      Die Wärme wünschen wir uns ja schon insgesamt, also werden wir sie auch zum Laufen aushalten, wir sind ja Kummer gewohnt 😆

      Liebe Grüße
      Volker

      • Ja, zum Glück steht der Frühling als Gewinner fest!! 😊🌷
        Wenn Du nur wüsstest… Güllegestank haben wir hier mehr als genug 😖 sogar direkt vor der Haustüre… Wobei da streuen sie zum Glück meist Mist und keine Gülle. Das ist immerhin etwas besser 🙄

      • Mist ist gegenüber Gülle noch die reinste Nasenweide 😆 Der Geruch läßt sich ja noch aushalten, aber vor der Haustüre ist er sicher trotzdem nicht so prickelnd :-/

  7. Dass auf der andren Seite das Gras viel grüner ist, ist hinlänglich bekannt. Aber nun ist dort auch die Luft besser. Vielleicht sollte man öfter mal auf die andre Seite wechseln 😉

  8. Lieber Volker,
    von mir aus könnte man das Frühjahr „einfrieren“ … also nicht wörtlich zu nehmen. Gemeint ist es im Sinne des Anhaltens. – Ich mag die Temperaturen in frühen Frühling am liebsten: so zwischen 7° bis 14°. Wärmer muss es nicht unbedingt werden. Aber ich sage das lieber nicht zu laut, sonst schimpfen sie alle mit mir, wenn der Sommer nicht so nach dem Geschmack der Allgemeinheit ausfällt! 😆
    Ansonsten haste wohl ALLES richtig gemacht! 😛
    LG Manfred

    • Lieber Manfred,

      ich würde das Frühjahr gerne zusammen mit dem Herbst einfrieren, den mag ich auch sehr. Was den Sommer angeht, sind wir schon zwei, die den Kopf vor der Allgemeinheit einziehen müssen 😛

      LG Volker

  9. Lieber Volker,
    so ein Glück, dass es am Montag dann nochmal freundliche Temperaturen gab und du eine güllefreie Zone mit Blumen und Lämmchen finden konntest! (Sonne und Wärme werden in allgemeinen überbewertet.! Ich hoffe die Weidenkätzchen kommen auch bald raus. So sehen die Kopfweiden doch noch ein wenig traurig aus.
    Liebe Grüße!

    • Lieber Roni,

      beim Laufen werden Sonne und Wärme für meinen Geschmack tatsächlich überbewertet. Ansonsten freue ich mich schon sowohl über die eine als auch über die andere 🙂

      Ich denke lange lassen sich auch die Kopfweiden nicht mehr bitten, der Frühling dreht hier mittlerweile richtig auf.

      Liebe Grüße
      Volker

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