Bald keine Schafe mehr

Mein Lieblingslaufrevier wird sich in wenigen Monaten verändern. Die Schafe, die neben Hunte, Wiesen und Deich quasi das Sinnbild meines Laufreviers sind, werden verschwinden. Das das nichts mit dem Wegfall von Romantik und Idylle zu tun hat, seht Ihr hier in einem dreimüntigen Beitrag von Radio Bremen:

https://www.ardmediathek.de/tv/buten-un-binnen-Regionalmagazin/Immer-weniger-Sch%C3%A4fer/Radio-Bremen-TV/Video?bcastId=967552&documentId=52938636

Ganz nebenbei zeigt der Beitrag einmal in bewegten Fernsehbildern mein alltägliches, mein liebstes und mir ans Herz gewachsene Laufrevier. Ich kann jede Kameraaufstellung auf den Meter genau zuordnen.

Neben den Wegfall der Schafe werde ich auch die Begegnungen mit Fred vermissen. Aber vielleicht findet sich ja doch noch ein Nachfolger. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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20 Kommentare zu “Bald keine Schafe mehr

  1. Moin Volker,
    danke für den Link. Interessant, etwas über die Hintergründe zu erfahren und schade wäre es natürlich, wenn keine Schafe mehr dort grasen. Hoffentlich findet sich eine Lösung!
    Ein fröhliches „Määääh“ am Morgen
    Elke

    • Moin Elke,

      ohne Schafe würde sich der Charatkter der Landschaft verändern, die gehören da einfach hin und haben ja schließlich auch ihren Sinn in der Deichpflege.

      Fred ist mit Leib und Seele Schäfer und schmeißt das nicht so einfach hin. Mal sehen, ob sich unter den Bedingungen ein Nachfolger findet,

      Nichtsdestotrotz ein fröhliches Moooin am Nachmittag zurück
      Volker

      • Ich hatte hier einen Kollegen, der hielt eine kleine Schafherde (eine alte, seltene Rasse) als Hobby nebenher und hatte damit viel Freude. Vielleicht erkennt man ja, dass so die Deichpflege preiswerter und ökologischer ist, als Leute mit Mähern hinzuschicken.
        LG
        Elke

      • Preiswerter weiß ich nicht, aber effektiver als Mähen sind die Schafe allemal. Da sie das Erdreich durch auch verdichten und z. B. Mäusegänge zertreten. Ich werde mal abwarten was passiert. Ab dem nächsten Frühjahr weiß ich mehr.

        Liebe Grüße
        Volker

  2. Lieber Volker,
    so schade…! 😟 Ich kann den Schäfer aber mehr als gut verstehen.
    Trotzdem ist es wirklich schade, dass die Schäfer nicht mehr Unterstützung bekommen damit dieses Sinnbild der Hunte erhalten werden kann. Sie gehören ja dazu und die Schafe tragen ja auch zum Landschaftspflege/-bild dazu indem sie die Vegetation im Schach halten – aber vielleicht findet sich jemand, der sich das Ganze zutraut. Die Daumen sind gedrückt! ✊ ✊
    Liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      es geht ja weniger um ein Sinnbild sondern in erster Linie um Deichpflege- und schutz und der ist nun einmal sehr wichtig in unseren flachen, nordseenahen Gefilden.

      Es wäre schön, wenn sich jemand finden würde, ob man aber jemanden ruhigen Gewissens dazu raten könnte, ich weiß es nicht :-/

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Moinsen lieber Volker, schade und doch gehe ich davon aus, dass es keinen adäquaten Ersatz für die Schafe geben und sie nach einer kurzen Flaute wieder vermehrt eingesetzt werden. Möge es so sein, auch wenn Fred davon jetzt nichts hat. Liebe Grüße, Annette
    P.S. Hier werden oft Schafe als Rasenmäher auf großen Grünflächen auf dem Hauptfriedhof und im Rombergpark eingesetzt. So schön und so beruhigend, wenn die vierbeinigen Wildwiiesenschneider so friedlich und ruhig vor sich hin nagen. Seufz.

    • Moin liebe Annette,

      darin besteht natürlich auch noch eine Hoffnung, auf ein spätes Erkennen, dass es ohne Schafe nicht geht. Aber bis dies zu einer Trendumkehr führt wird wohl Jahre dauern.

      Und in der Deichpflege, im Deichschutz geht es ja auch noch um etwas mehr als nur den Rasen kurz zu halten.

      Liebe Grüße
      Volker

      • Moinsen lieber Volker, fragt sich, weshalb die verantwortlichen Entscheidungsträger diesen Aspekt der Deichpflege nicht berücksichtigen. Unkenntnis? Liebe Grüße, Annette

  4. Lieber Volker,
    schrecklich die Vorstellung, das da bald gar keine Schafe mehr sein sollen 😦
    Da wird das natürliche, schöne, normale auf Grund von Vorschriften, Steuern, Abgaben zerstört. Dabei sollte man doch gerade solche Berufe (oder Berufungen) unterstützen.
    Ich kann Schäfer Fred verstehen, hoffe aber, das sich doch noch jemand findet.
    Liebe Grüße
    Helge

    • Liebe Helge,

      die Bürokratie bringt uns noch alle um. Das könnte sie bei ungepflegten Deichen im schlimmsten Fall sogar wirklich tun. Für Fred ist die Schäferei definitiv Berufung, das schmeißt er nicht ohne triftige Gründe so einfach hin. Ich hoffe auch auf einen Nachfolger, ob man aber jemanden konkret dazu raten kann? Wohl eher nicht 😦

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Lieber Volker,

    die Bürokraten gewinnen letztendlich immer, entweder durch die direkte Bürokratie oder durch die wirtschaftlichen Folgen…kann den Schäfer gut verstehen. Mal sehen, wer die Deiche dann mäht, Du könntest Dich doch bewerben, bist doch eh ständig dort unterwegs 🤣

    Salut

    • Lieber Christian,

      so ist das mit der ausufernden Bürokratie und schlußendlich darf es wieder die Allgemeinheit auslöffeln, im schlimmsten Fall durch brechende Deiche. Dann wird das Geschrei wieder groß sein.

      Also ich habe ja schon einen großen Appetit, aber gegen 600 Schafe komme ich doch nicht an, außerdem schmeckt mir Gras nicht :mrgreen: Und beim Laufen einen Rasenmäher vor mir her zu schieben habe ich auch keine Lust drauf 🙄 Da muß also eine andere Lösung her 😛

      Moin Moin
      Volker

  6. Lieber Volker,
    in unserer Nähe gibt es wieder Schafe, da eine ehemalige Schülerin darin ihre Passion gefunden hat. Sie unterstützt, bzw. kooperiert gleichzeitig mit einem „Waldkindergarten“!
    Schade, wirklich schade, wenn solche tollen Engagements wegbrechen! 😥
    LG Manfred

    • Lieber Manfred,

      Passion braucht man sicherlich schon für diesen Job. Bei Fred ist der Beruf wirklich noch im Wortsinn Berufung. Schade, dass so eine wichtige Arbeit dermaßen zu Grunde gerichtet wird.

      LG Volker

  7. Lieber Volker,
    danke für diesen Beitrag. Das ist wirklich sehr schade und ich frage mich wie die Deichpflege wohl gestaltet wird. Aber ihr habt Wölfe? Grusel – nicht, dass die Läufer jagen, wenn es keine Schafe mehr gibt.
    Herzlichen Gruss

    • Liebe Roni,

      dass der Wolf schon in meinem Lieblingslaufrevier unterwegs, weiß ich auch erst durch dieses Fernsehbeitrag. Angenehm finde ich den Gedanken auch nicht gerade, wenn ich an winterlich, dunkle Läufe durch die dortige Einsamkeit denke. Da kann man mir noch soviel erzählen, dass der Wolf nicht an den Menschen geht.

      Liebe Grüße
      Volker

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