Stadtlauf, kein Lauf, Morgenlauf

Eine bremsale Unpässlichkeit nötigte meinen kleinen automobilen Freund zu einem Werkstattaufenthalt. Da setzt immer der Klassiker ein: Auto nach Feierabend zur Werkstatt bringen und von dort die 10 km nachhause laufen. Gleiches galt für die Abholung. Zum Feierabend im Büro in die Laufklamotten geschmissen und ab zur Werkstatt. Allerdings hatte ich das noch nie von meinem jetzigen Bürostandort aus gemacht. Der liegt nämlich im Westen Oldenburgs und die Werkstatt ganz weit im Osten.

Aber so einem Stadtlauf zur Rushhour kann man durchaus etwas abgewinnen, wenn sich einem das Eversten Holz

… und der Schloßgarten

… quasi in den Weg werfen. Da fiel die verbleibende Strecke durch den Verkehrstrubel erfreulich kurz aus und ich konnte deshalb sogar lässig darüber hinweg sehen, dass es zwar den ganzen Tag, als ich den Außendienst mit dem Fahrrad bestritten hatte, fleißig vor sich hin genieselt hatte, pünktlich zum Lauf dann aber wieder die Sonne heraus kam.

Nach den beiden großen innerstädtischen Grünanlagen brauchte ich nur noch die Hunte überqueren und der Versuchung zu widerstehen erotisch zu shoppen …

… um kurze Zeit später schon wieder aus dem Innenstadtwuhling heraus zu sein und dem Tweelbäker See zuzustreben. Nach der heimeligen Autobahnuntertunnelung war ich dann nach 10,5 km bei der Werkstatt und konnte meine Karosse wieder in Empfang nehmen.

Den Utkiek-Lauf habe ich diese Woche geschwänzt. Nach einem anstrengenden Arbeitstag war ich einfach nur restlos kaputt und totmüde, Stecker raus, aus die Maus, Sofa statt Lauf, mußte sein. Körper und Kopf waren sich da selten einig, da darf man dem auch mal nachgeben.

Dafür waren die beiden beim Morgenlauf tags drauf wieder top ausgeruht und frisch. Frisch und klar wie die Luft, auch wenn der angekündigte Regen mehr oder minder um mich herum fiel. Dafür war die Licht- und Wolkenstimmung 1A.

Die 10,1 Barfuß-Kilometer auf nassem Asphalt verliefen ebenfalls vorzüglich, genauso wie die 5,2 Kilometer, die ich auch nochmal irgendwann in dieser Woche barfuß gelaufen war. Genügend Laufabwechselung war somit drin, in einer eigentlich ganz normalen Woche.

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14 Kommentare zu “Stadtlauf, kein Lauf, Morgenlauf

  1. So, so, lieber Volker,
    hatte dein Kleiner wieder mal ne Unpässlichkeit. 😥
    Oder soll ich sagen, dass du ihm dafür danken kannst, die städtischen Grünanlagen auch mal kennen gelernt zu haben! 😉
    Ein Utkiek ohne dich ist für die anderen hoffentlich zu verkraften, viel wichtiger ist „umgekehrt“, dass dein Kleiner dich wieder sicher durch die Lande fährt.
    Schönes WE und
    LG Manfred

    • Tja, lieber Manfred,

      der Kleine wird auch nicht jünger 😉

      Die Grünlagen kenne ich zwar sehr gut, aber für einen One-way-Lauf hatte ich sie noch nie durchquert.

      Ich denke, dass der Utkiek meine Abwesenheit unbeschadet überstanden hat, ich werde demnächst mal wieder nachschauen 😆

      Der Kleine fährt und bremst nun wieder zuverlässig 🙂

      Dir auch ein schönes WE und LG Volker

  2. Lieber Volker,
    das Nützliche mit dem Erfreulichen verbinden ist doch immer wieder sehr befriedigend, da braucht es dann auch keinen „Schmuddelladen“ um sich gut zu fühlen 🤣
    Die Grünanlagen sind ja meistens gut besucht, was aber auf Deinen Bildern gar nicht so den Anschein erweckt. Also war es ja gar nicht so schlimm.
    Autos brauchen leider immer wieder ungeplante Zuwendung, aber wie geschrieben, schön wenn man so einen Werkstattbesuch mit dem Lieblingshobby verbinden kann. Ich wünsche Dir und Deinem italienischen Flitzer weiterhin gesunde Kilometer.

    Salut

    • Lieber Christian,

      ich hatte ja auch keine Taschen dabei für einen eventuellen Einkauf 😆

      Es war in der Tat wenig los im Eversten Holz und im Schloßgarten. Das lag wohl daran, dass es bis kurz vorher noch den ganzen Tag genieselt hatte.

      Der kleine Italiener muß ja in den letzten Jahren richtig ackern, da ich ihn täglich dienstliche einsetzte. Da geht dann auch schon mal was kaputt, aber insgesamt schlägt er sich sehr wacker 🙂

      Gut, dass ich bei der Gelegentheit das Notwendige mit dem Erfreulichen verbinden kann. Sonst wäre es manchmal auch etwas schwierig, die Werkstatt liegt nämlich wirklich am AdW :-/

      Danke Dir und Moin Moin
      Volker

  3. Lieber Volker,
    oh da war der Kleine mal wieder zuwendungsbedürftig. Gut dass er wieder fährt – und stehen bleibt!!! 😉
    Den Stadtpark kenne ich doch – da waren wir doch auch spazieren, stimmts? 😀

    Mir gefällt am besten das erste Freitagfoto – diese Wolkenstimmung ist ja einfach nur wunderschön. Da hast du (auch ohne Bergtraining) eine tolle Laufwoche hinter dir. Und dein Barfußanteil ist wirklich beachtlich! 🙂

    • Liebe Doris,

      nun fährst und bremst der Kleine wieder zuverlässig und meine Läufe wenden sich wieder ausschließlich dem Laufen zu 😀

      Genau, wir waren damals im Schloßgarten unterwegs. Ich glaube an dieser Balustrade waren wir auch.

      Die Morgenstimmung mit den Wolken und dem Licht war wirklich genial. Regenasser Asphalt ist für mich barfuß bekömmlicher als trockener. Da gehen schon mal locker die 10 km 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Moin Volker, dein Auto bringt dich also nicht nur zum Laufen, sondern bringt dich auch noch dazu zu laufen 😀 Aber besser geplant in die Werkstatt und einen schönen Lauf dafür dranhängen, als ungeplant irgendwo liegenbleiben. Und statt im stockenden Verkehr festzustecken, durch die Parks und Gärten zu laufen, das hat doch was.
    Berlin naht, jeder Kilometer zählt 😉
    Liebe Grüße, Oliver

    • Tja, Oliver, mein Auto ist ein echter Menschenfreund 😀

      Ich finde es cool welche Alternativen zu den Hauptverkehrsrouten man als „Fußgänger“ in der Stadt so hat.

      Berlin naht, aber wenn es weiter so läuft mit dem Laufen bin ich sehr zuversichtlich. Der ein oder andere Kilometer läßt sich da sicher noch sammeln 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Moin Volker,
    wozu hat man auch sonst ein Auto – damit es einen zum Laufen bringt! 😉 Sieht schön aus, Deine „Autoroute“, die könnte doch Dein Laufstreckenrepertoire dauerhaft bereichern.
    Ach und die Wolkenstimmungen, und noch Regen dazu herrlich!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Moin Elke,

      ich hoffe doch, dass mir mein Auto keinen Anlaß bietet diese Laufstrecke dauerhaft in mein Repertoire aufzunehmen 😆 Für den Laufalltag kann ich die Strecke Büro – Werkstatt sonst nämlich nicht gebrauchen 🙂

      Der Regen war zwar sehr sehr spärlich, aber die Wolkenstimmung hat das allemal wett gemacht 🙂

      Liebe Grüße in die Berge
      Volker

  6. Lieber Volker,
    so ein Werkstattaufenthalt ist einfach ab und zu einfach unvermeidlich. Super, dass Du diesen immer noch mit dem Laufen verbinden kannst, auch wenn Dein Bürostandort sich verändert hat! Ein Stadtlauf zur Rushhour… bildlich stelle ich mir da was ganz anderes vor, als was Deine Fotos berichten – schön konntest Du den ärgsten Trubel umlaufen 👍
    Ab und zu braucht der Körper einfach Ruhe, dann nützt es nichts auf Biegen und Brechen los zu laufen. Wenn sich Körper und Kopf dann noch einig sind… da hat man ja sowieso keine Chance mehr 😝
    Dafür war der Morgenlauf ja umso schöner – alles richtig gemacht!! 😊
    Liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      so ist man einfach mit dem Laufvirus infiziert, dass man immer und überall ans Laufen denkt und seine Chancen dazu nutzt 🙂 Und wenn man denn noch die Rushhour-Blechkarawanen so schön umlaufen kann, Herz was will man mehr 🙂

      Der Morgenlauf hat den Streik von Kopf und Körper ja wieder wettgemacht. Da konnte ich das doch schon mal durchgehen lassen 😆

      Liebe Grüße
      Volker

    • Moin Jörg,

      ich liebe es immer irgendwie Abwechselung in die Laufstrecken zu bringen, was im Alltag nicht gerade einfach ist. Deshalb nutze ich solche Gelegenheiten nur zu gerne. Es lohnt sich, wie geschrieben 😀

      VG Volker

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