Slipers

Achtung, dat Ding is lang!

Venlo 2019, mein erster Verstoß gegen meine Absicht dieses Jahr keine Wettläufe absolivieren zu wollen. Aber die Utkiek-Truppe lag mir schon so lange in den Ohren, dass der Venloop ein Muss ist, dass ich mich zu einer Anmeldung hatte überreden lassen 🙂 Und ein Halbmarathon geht schließlich immer, wenn bei mir auch nicht oft. Die letzten halbwegs ernsthaft gelaufenen waren im Oktober 2014 der Kaiserlauf im schönen Salzkammergut und der JVA-Marathon. Danach kam nur noch der Ahrathon, der allerdings beabsichtigeter Weise eher in Weinseligkeit versank 🙂

Nun also Venlo. Das niederländische 100.000 Einwohner-Städtchen an der Maas macht einen riesigen Aufriss um den Halbmarathon, den 10er, den 5er und die Bambini-Läufe am Sonntag und die Wanderungen von 7,5 bis 40 km am Samstag. Alle Disziplinen zusammengerechnet sollen 24.000 Teilnehmer dabeigewesen sein, gigantisch.

Gigantisch auch der Trubel in der Stadt. Es herrschte Volksfeststimmung und die Stadt quoll über vor Menschen. Aber was soziophobe Menschen zum Therapeuten treibt und mir am Samstag, als wir Marion und Sylke zum Ende ihrer 30 km-Wanderung ins Ziel geklatscht hatten, teilweise fürchterlich auf den S…, Verzeihung auf die Nerven ging, sollte ich am Sonntag noch genießen.

Zurück zum Halbmarathon: Meine heimliche Hoffnung als bescheidenes Ziel mal wenigstens unter 2 Stunden zu bleiben habe ich gleich wieder begraben, nachdem 2019 für mich mental sehr schwierig gestartet war und ich mich deshalb nicht noch mit irgendeiner Art von Tempotraining belasten wollte. So war mir von vornherein klar, dass bei diesem Halbmarathon tempomäßig kein Blumentopf zu gewinnen war. Deshalb habe ich mir gedacht, dass ich dann doch etwas experimentieren könnte, mit den Pies Sucios und auch barfuß. Angepeilt hatte ich dabei nicht mehr als eine Zielzeit 2:15 Stunden.

Der Halbmarathon startete erst um 14:00 Uhr, da blieb vorher noch viel Zeit in der Stadt noch Tee und Kaffee zu trinken. Jens, der mich zu meiner großen Freude begleitet hat, und ich setzten uns vom Rest der Truppe ab, setzten uns vor ein Café und ließen uns an dem sehr frischen Vormittag von der Sonne bescheinen. Um 12:00 startete der 10 km-Lauf und es dauerte eine gute Viertelstunde bis kurz nach dem Start das gesamte Teilnehmerfeld auf Sichtweite zum Café an uns vorbeigelaufen war, wie gesagt gigantisch. Auf dem Weg zum meinem eigenen Start verweilten Jens und ich noch etwas an der Strecke, verpaßten allerdings Freya, sahen dafür aber einen Barfußläufer.

Orga-mäßig haben die Venloer ihr Mega-Event voll im Griff. Im Vorfeld ist alles super gelaufen und am Lauftag klappte von der Taschenabgabe bis zur Startaufstellung alles wie am Schnürchen. Als um 14:00 der Start erfolgte, dauerte es sage und schreibe eine Viertelstunde bis ich die Startlinie überqueren konnte, gigantisch!

Und damit bin ich nun endlich beim „Rennen“ selber. Zu meiner großen Überraschung konnte ich ab der Startlinie frei laufen und der erste Kilometer durch die Innenstadt verlief mit einer 5 vor dem Doppelpunkt schon ebenso überraschend flott. Ich lief die ersten Kilometer noch mit meinem Wegwerf-Shirt, da es mir anfänglich einfach noch zu frisch war. Nach Kilometer 4 erst legte ich es am Wegesrand ab, die Venloer mögen mir die späte Entsorgung nachsehen. Für mich lief es easy und ich war flotter unterwegs als ich mir vorgenommen hatte. Nur vier der 21 km hatten eine 6 vorne stehen und als ich bei einem abgepiepsten Kilometer etwas von 5:37 laß, entfuhr mir ein überraschtes „Fuck“, was meinen Nebenmann veranlaßte mich zu fragen, ob alles in Ordnung sei 😆

Was Venlo wirklich einzigartig macht ist die Stimmung an der Strecke. Immer wieder sind ganze Straßenzüge geschmückt, überall wird Musik gespielt, live und aus großen Anlagen, und es sind unglaublich viele Menschen an nahezu der gesamten Strecke, die dort Party machen und anfeuern.

Meine grobe Planung war es die ersten 11 Kilometer in den Pies Sucios und die letzten 10 km barfuß zu laufen. Weil es aber so gut lief, verschob ich das Ausziehen der Sandalen immer weiter nach hinten, zumal auch die Qualität einiger Straßendecken für mein Barfußauge etwas zu wünschen übrig ließ. Aber alleine schon mit den Sandalen war ich der Hingucker. Immer wieder schrien Zuschauer auf, wenn sie mich sahen und ich hörte immer wieder der läuft in „Slipers“. Immer wieder wurde auch mein Name gerufen. Auch aus dem Läuferfeld gab es Interesse von „Guck mal, der läuft in Badelatschen“ über „Haben die denn noch etwas Dämpfung“ bis hin zu Respektbekunden war alles dabei.

Viereinhalb Kilometer vor dem Ziel hatte ich die Sandalen dann in den Hosenbund gesteckt und bin barfuß weitergelaufen. Leider folgte kurz darauf noch einmal richtig schlechter Asphalt, aber ich konnte trotzdem mit Ach und Krach mein Tempo halten. Ein Läufer mit ein paar Pfunden zuviel auf den Rippen, der es auf der ganzen Strecke offensichtlich nicht verknusen konnte, wenn ich ihn in den Sandalen überholte und dann immer wieder anzog, ließ mich barfuß entgültig ziehen und kundete mir sogar Respekt. Für die Zuschauer war ich nun noch mehr der Hingucker, wobei ich die Bemerkungen auf niederländisch leider nicht verstanden hatte 🙂 Auf dem letzten Kilometer ging es zurück in die Fußgängerzone. Ab hier glich die Strecke einem Hexenkessel. Noch nie habe ich soviel dröhnende Musik erlebt und noch nie ein so frenetisches Publikum gesehen. Auf den angenehm zu laufenden Pflastersteinen konnte ich noch einmal richtig aufdrehen und war nur noch am überholen. Eine Läuferin sagte zu ihrer Partnerin völlig entgeistert „Der überholt uns barfuß“ und auch die Zuschauer wurden immer wieder auf meine baren Füße aufmerksam und ständig wurde mir etwas zu- oder mein Name gerufen. Ich kann nur sagen, wer in Sandalen oder barfuß läuft, ist in Venlo so eine richtige Rampensau und sticht jeden Läufer in Verkleidung locker aus 😆

Aber nun, episch langes Geschreibsel, kurzes Ergebnis: Nach 2:04:17 Stunden lief ich über die Ziellinie und konnte überraschend unter 6er-Schnitt bleiben. Das absolut Genialste aber war, dass es in den Sandalen und barfuß einfach rund lief und ich die ganze Strecke entspannt und ohne Ansprengung laufen konnte. So konnte ich mir treu bleiben, mir macht es eben am meisten Spaß wenn ich mich nicht quälen muß und in meiner Komfortzone bleiben kann 😛 Und Spaß hat mir dieser Halbmarathon gemacht, defintiv!

Ich ließ mir von einem Herrn im schwarzen Anzug und mit Fliege die Finishermedaille umhängen und nachdem wir uns alle wieder versammelt hatten, blieb noch ein Teil unserer Truppe bis die allerletzten Läufer ins Ziel kamen. Ganz großes Kino: Bei immer noch viel Publikum und mit Polizeimotorrädern mit Blaulicht und Sirene als Eskorte liefen die letzten beiden Läufer ins Ziel. Gigantisch!

Fazit: Es ist wirklich gigantisch was diese vergleichsweise kleine Stadt da für ein Läuferevent auf die Beine stellt, sowohl das Organisatorische auf der einen Seite als auch die Beteiligung der Bevölkerung auf der anderen Seite. Die vielen Menschen auf und neben der Strecke und den ganzen Trubel muß man dabei allerdings mögen. Aber warum nicht mal? Meine Ruhe habe ich ab sofort wieder an der Hunte.

Was ich aber wirklich nicht gedacht hätte ist, dass das Laufen in den Sandalen und barfuß (immer noch) so viel Aufmerksamkeit erregt. Auch das muß man mögen 😀

Glückwunsch auch an die gesamte Oldenburger Gang, die alle gut ins Ziel gekommen sind, ob wandern oder laufend. Es war mir ein Fest! 🙂

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26 Kommentare zu “Slipers

  1. Lieber Volker,
    da bist Du wohl zum holländischen Publikumsliebling mutiert mit den Sandalen und dann auch noch ohne…wahrscheinlich hättest Du ohne Hosen weniger Aufmerksamkeit erregt bei unseren nordwestlichen Nachbarn 🤪🤣

    Gratuliere zum Finish und auch zur guten Zeit, Ziel erfüllt und das ist ja wohl das, was am meisten Stolz hervorruft, also genieß zukünftig die Ruhe an der Hunte und hoffentlich fehlt Dir das Gekreische des Publikums nicht…denn Deine Groupies an der Hunte sind ja eher verhaltener…mähhhhh 😉

    Salut und erhol Dich gut

    • Lieber Christian,

      ohne Hosen weniger Aufmerksamkeit? Mag sein, das wäre zu beweisen. Ich bin jetzt gerade gelaufen, könntest Du das vielleicht übernehmen? :mrgreen: 😆

      An der Hunte ist es sogar noch ruhiger. Da der Schäfer aufgehört hat, gibt es dort dieses Jahr wohl leider keine Määähdrescher 😦

      Danke Dir und Moin Moin
      Volker

  2. Moin Volker,
    Sport-Events organisieren und feiern, das haben die Niederländer echt drauf, ich erinnere mich noch gut an den perfekten HM in Egmond. Und so fühlt man sich als Läufer trotz Massenveranstaltung einfach sauwohl, das ist ja nicht selbstverständlich.
    Gratuliere zum erfolgreichen Finish, dafür dass du „mit wunderlichem Schuhwerk“ gelaufen bist, überhaupt nix geplant hattest und alles bewusst entspannt angegangen bist, ist das ein wunderbares Ergebnis. Und du dürftest vielen in Erinnerung geblieben sein, vor allem den anderen Läufern die du überholt hast 🙂
    Erhol dich gut und liebe Grüße, Oliver

    • Moin Oliver,

      es gibt Läufer, die möppeln über die magere Verpflegung auf der Strecke und im Ziel. Unterwegs gibt es nur zu trinken und im Ziel nur Bananen. Aber man muß sich ja auf einem Halbmarathon auch nicht dick und rund fressen, oder? 🙂 Ich fand das unbedeutend, deswegen kann ich Deine Aussage nur unterschreiben und habe mich als Läufer wirklich sauwohl gefühlt.

      Ich bin auch sehr zufrieden. Ich habe nichts erwartet und einen wunderbaren Halbmarathon geschenkt bekommen. Das ich auf dem Schlußkilometer noch so viele barfuß überholen war dann noch das Sahnehäubchen 😀

      Danke Dir und liebe Grüße
      Volker

  3. Lieber Volker,

    die Stadt Venlo wirkt auf den erste Blick nicht so einladend, die Stimmung beim Lauf, die auf deinen Bildern erkennbar ist und die du beschreibst, macht das offenbar wett. Die Aufmerksamkeit der Massen konntest du dank deiner Badelatschen- und Barfußlauferei auch gewinnen, warst superfix (wie ich finde!) unterwegs und hattest vor allem dein Herzblatt an der Strecke, was ja bei deinen Laufreisen alles andere als selbstverständlich ist. Rundum gelungen also, diese Exkursion – herzlichen Glückwunsch zu einem tollen Lauf als Krönung eines schönen Wochenendes!

    Liebe Grüße und gute Erholung
    Anne

    • Liebe Anne,

      zur Maas hin zeigt sich Venlo sehr modern, ich mag das wohl. Die Niederländer gehen insgesamt sehr entspannt mit moderner Architektur um. Die alte Innenstadt hat auf mich allerdings keinen großen Eindruck hinterlassen, wohl auch, weil man sich vor lauter Menschen kaum auf sie konzentrieren konnte.

      Die ungewohnt hohe Aufmerksamkeit der Leute war für mich schon ein neue Erfahrung, irgendwie war es aber auch cool. Wo sonst hatte ich schon einmal die Gelegenheit so aus der Masse herauszustechen? 😎

      Ich bin mit dem Tempo auch hochzufrieden, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Das Jens mit dabei war, war natürlich super. Ich kann aber gerade durch so einen Mega-Event auch verstehen, dass er das nicht immer möchte. Für einen Nichtläufer ist so wuseliges Drumherum auch nicht unbedingt das Höchstattraktive.

      Danke Dir und liebe Grüße nach Berlin
      Volker

  4. Lieber Volker,
    das ist jetzt aber schon ein wenig enttäuschend, dass du nach nur 90 Tagen schon deinen Prinzipien untreu wirst! Wohin soll denn das noch führen? Tststs….. 😆
    Gratuliere zu dem tollen Utkiekrundenausflug! Ihr wart ja eine Riesengruppe. Ich wußte gar nicht, dass da soviele Bergläufer bei euch unterwegs sind. Toll, dass ihr euch so zahlreich und in ehrenvoller Begleitung!! auf den Weg gemacht hat. Das ist schon was besonderes. 😀
    Scheint ja wirklich eine ganz besondere Stimmung in Venlo zu sein. So ab und an kann man sowas ja mal mitmachen, wie du schreibst, die Ruhe ist dir an der Hunte ja wieder sicher. 🙂
    Aber einsperren hätten sie dich wegen deiner Schuhverweigerung deshalb nicht gleich müssen… oder wußten sie, dass der JVA-Lauf dein letzter HM war und wollten daran anknüpfen?

    • So bin ich, liebe Doris, absolut disziplinlos 😛

      Die Utkiek-Truppe besteht ja zum Großteil aus Läufern vom Team Laufrausch, die haben diese noch entsprechend vergrößert.

      Wegen der besonderen Stimmung in Venlo haben mich die Utkieker ja schon die ganze Jahre behobelt mal mitzufahren 🙂

      An der Schuhverweigerung kann das Einkerkern nicht gelegen haben, war ja eine Sammelzelle und alle anderen hatten Schuhe an 😆

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Lieber Volker,

    ich bekenne mich offen und ehrlich zu den soziophoben Menschen – jedenfalls wenn es um große Menschenmengen und riesige Laufveranstaltungen geht. Da „verstecke“ ich mich lieber in meinen Bergen 😂 Ich meine, ein Startfeld wo es 15 Minuten dauert bis Du die Startlinie überqueren kannst… 😱 Das einzige was mich eventuell zu so einem Lauf überreden könnte, wäre die Stimmung an der Strecke – ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es sich damit sogar auch etwas leichter Läuft.

    Herzlichen Glückwunsch zum sehr guten Ergebnis 🏆 aber was noch viel wichtiger ist, Du hattest viel Spaß an der Sache und einen schönen Tag! 👌
    Ich wünsche Dir gute Erholung!

    Liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      glaube mir, Laufveranstaltungen sind das einzige wo ich in Bezug auf Menschenmengen mal über meinen Schatten springe. Deshalb ist mir der Samstag ja auch schon so auf die Nerven gegangen.

      Viele Menschen auf der Laufstrecke sind halbwegs zu ertragen weil sie ja wenigstens alle in eine Richtung laufen 😀 Und so einen Hexenkessel auf der Zielgeraden puscht schon ganz schön.
      So konnte ich trotz der vielen Menschen meinen Spaß haben 😀

      Danke Dir und liebe Grüße
      Volker

  6. Ich bin genauso soziophob wie Anna. Diese Massenveranstaltungen sind auf den ersten Blick irgendwie nichts meins. Zu viel Trubel, zu laut. Auf den zweiten Blick, kann ich kann mir aber vorstellen, dass es da durchaus auch den ein oder anderen netten Plausch und angenehme Begegnungen gibt. Mit deinem Schuh-Setup sowieso. Na ja, wenn alles glatt läuft mach ich dieses Jar auch noch einen Wettkampf. Ansonsten kämpfe ich lieber gegen mich selbst 🙂

    Auf jeden Fall: Gut gemacht Volker!

    • Moin Daniel,

      wie bei Anna geschrieben, sind Laufveranstaltungen auch wirklich das einzige wo ich mal über meinen Schatten springe. Ansonsten meide ich jede Art von Massenveranstaltungen. Nicht umsonst ist mir der Samstag in Venlo schon auf den Sack gegangen.

      Ich selber suche bei solchen Läufen in der Regel kein Gespräch, weiche dem aber auch nicht aus, wie bei diesem Lauf, wenn ich auf mein „Schuhwerk“ angesprochen wurde.

      Von einem Wettkampf habe ich in all den Jahren bei Dir nichts gelesen. Da bin ich ja echt mal gespannt. Doch ein Marathon?

      Danke Dir! VGV

  7. Jetzt mal ehrlich: Die 4 Minuten wären auch noch drin gewesen. Wahrscheinlich sogar entspannt wenn es vorab gewusst hättest 😉
    Aber klar, so n Ding muss man erstmal entspannt finishen, egal mit welcher Besohlung

    • Moin Markus,

      im Nachhinein ist das leicht gesagt. Aber zum einen waren dafür die ersten Kilometer nicht schnell genug, was widerrum bedeutet hätte, dass ich die weiteren Kilometer hätte noch mehr Dampf machen müssen und zum anderen wäre mir das in Bezug auf das Sandalen- und Barfußexperiment auch zu riskant gewesen. Geschweige denn, dass es dann mit dem entspannten Laufen definitiv Essig gewesen wäre.

      Nein nein, ich bin hochzufrieden so wie es gelaufen ist. Vielleicht ein anderes Mal oder auch nicht 🙂

      VGV

  8. Herzlichen Glückwunsch, schöner Mann mit schönem Namen!

    Das ist nicht nur großes Kino, das ist eine Riesenleinwand und darauf läuft der Film: „Volker Barfuß – Superstar!“. Tolle Party! Wann und wo lässt du es als nächstes auf leisen Sohlen krachen?

    • Danke Dir, liebe, schöne, symphatische Lizzy! 🙂

      Superstar lieber doch nicht. Superstars werden doch alle depressiv, nehmen Drogen und bringen sich um. Dann doch nur lieber gelegentlich eine leicht gesteigerte Aufmerksamkeit 🙂

      Auf leisen Sohlen krachen lassen ist nicht so einfach. Barfuß stürze ich mich nicht gerne ins Unbekannte. Zu recht wie mir die miese Asphaltqualität in Venlo gezeigt hat. Ich glaube da brauchen meine Füße noch jahrelanges Training, wenn es überhaupt dazu kommt. Außerdem habe ich dieses Jahr ja ein wettlauffreies Jahr 😀

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Moin Volker,
    jaja, so ist das mit den Vorsätzen. Wie bei Dir ein Laufjahr ohne Wettkampf aussieht, wissen wir nun, und gerade hat ja erst der April begonnen! 😉 Gaaaanz herzliche Glückwünsche zu diesem Super-Ergebnis! Tja, wenn man mal immer so locker sein könnte bei Wettrennen. Und dass Du den puren Spaß hattest, liest man aus jeder Zeile. Da war es doch richtig, sich überreden zu lassen, oder? Und dann warst Du ja fast in unserer „Ecke“! Vom Venloop habe ich auch schon oft gehört, aber immer nur Gutes und das, was Du beschreibst, Stimmung! Für Bestresultate soll der Lauf ohnehin kaum geeignet sein, wegen der Staus unterwegs. Wird höchste Zeit, dass ich da auch mal mitlaufe.
    Wüsste ich es nicht besser dank Deiner Posts, ich hätte ja auch gedacht, dass da einer in Badelatschen läuft. Aber nachher noch andere barfuß übersprinten – jesses, Volker Du Granate!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Moin Elke,

      wie sagt man so schön: Ausnahmen bestätigen die Regel 😀 Und zu dieser Ausnahme hat sich das Überreden lassen in der Tat gelohnt! Wenn soviel Spaß doch nur verläßlich planbar wäre 😎

      Also Staus hatte ich von Anfang bis Ende nicht. Die Strecke war zwar immer voll, aber es lief auch immer, ähnlich wie in Berlin. Ich kann Dir den Lauf wirklich empfehlen, zumal Ihr ja wirklich quasi um die Ecke wohnt.

      Also ich finde ja, dass die Adilette doch immer noch etwas anders aussieht als die Pies Sucios 😀

      Der Schlußsprint war genial. Da stimmte einfach alles: Hexenkessel, barfuß, Tempo, überholen und auf einer Videosequenz sieht man wie mir selbst der Sprecher beim Zieleinlauf hinterher schaut 😀

      Ganz lieben Dank und liebe Grüße
      Volker

      • Apropos „Adiletten“: du weißt schon, dass mal jemand (wie hieß der noch … aus dem l-a-Forum … ) den Jungfrau-Marathon in Badelatschen gelaufen ist?

      • Nö, wußte ich nicht, keine auch kein 1 a Forum. Ich hatte vor langer Zeit aber mal gelesen, dass ein Hersteller von Flipflops in seinem eigenen Produkt mal einen Marathon gelaufen ist. Geht alles 😀

      • https://forum.runnersworld.de/forum/threads/9503-Badenschlappenbestzeit

        http://www.tuerlings.de/index.html?/marathon_ffm01.html

        Selber bin ich meinen ersten HM in Beachwalkern 2012 gelaufen (ohne vorher zu ahnen, dass ein Großteil der Strecke aus frischem, noch scharfkantigem grobem Schotter besteht)

        https://forum.runnersworld.de/forum/threads/72929-Zeitverlust-oder-gewinn-beim-Wettkampf-barfuß-oder-in-Minimalschuhen

        Habs trotzdem noch mehrfach wiederholt und laufe ja eh schon ewig meist minimal. Aber barfuß doch selten und wenn, dann nur privat kurze Zwischenstreckchen (inzwischen – anfangs gabs da auch kleine Wettkampf-barfuß-Zwischeneinlagen aber mittlerweile weiß ich den Schutzfaktor von Schuhsohlen viel zu sehr zu schätzen 😉

      • Guck, der lief Marathon in Badeschlappen noch schneller als ich in „normalen“ Laufschuhen 🙂

        „P.S. Obwohl ich den Lauf anstrengend fand, waren Füße und Beine anschließend sofort wieder topfit. Keine „Nachwehen“ sondern im Gegenteil ein extrem entspanntes Fuß- und Beingefühl“ Das erlebe ich mit meiner Minimal-/Barfußlauferei auch. Ich brauche weniger bis keine Regerationszeit zwischen den einzelen Alltagsläufen. Das war vorher in „normalen“ Laufschuhen nicht so.

        Der Schutzfakor durch Schuhsohlen ist auch nicht zu unterschätzen, deshalb kicke ich auch gerade so auf die Sandalen. Schutz an den Fußsohlen und trotzdem so nah dran am Barfußgefühl wie nichts anderes.

  10. Lieber Volker,
    da ist man mal ein paar Tage weg und schon stapeln sich hier so die Neuigkeiten an, das ich erstmal jede Menge „Nachlesen“ musste 🙂
    Die gelaufene Zeit ist echt Hammer, und das mit Sandalen und barfuß. Hut ab. Und du bist der Renner beim Publikum 😆
    Sehr coole Story. Und vielleicht hast du keinen Blumentopf gewonnen, aber jede Menge Anerkennung und Respekt und das ist doch viel mehr Wert. Und ich glaube, so ganz unspaßig war es ja auch nicht 🙂
    Da hast du wohl alles richtig gemacht.
    Gratuliere lieber Volker 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    • Man darf sich hier einfach nicht wegtrauen, liebe Helge 😆

      Wäre der Asphalt auf der Barfußetappe nicht teilweise so schlecht gewesen, hätte ich sicher noch ein paar Sekündchen rausschlagen können, aber das ist so nebensächlich, weil der Lauf einfach nur genial war 😀 Deshalb habe ich den Blumentopf auch gerne gegen die Aufmerksamkeit (war es Anerkennung? 🙄 ) getauscht 🙂

      Herzlichen Dank und liebe Grüße
      Volker

  11. Lieber Volker,
    ich hatte ähnliche Gedanken, wie Helge. Dabei war ich nicht mal weg, hatte mich nur in einen Stapel Abi-Arbeiten vergraben. Jetzt sind die bei der Zweit-Korrektorin und ich muss wohl erst mal Fleißarbeit leisten! 🙂
    … und ich weiß jetzt, wie ich bei einem so großen Event, wie in Venlo doch in Ruhe gelassen werde … indem ich einfach nicht minimal, oder barfuß laufe. Da haben andere das Tamtam und ich hätte meine „Ruhe“! 😛
    Und wenn du mal eine klitze Kleinigkeit deine Komfortzone verlassen willst, ziehe ich dich auch unter die 2-Stunden-Marke! 😉 … aber das schaffst du auch ohne mich!
    Tolles Event, schöner Bericht … und das Café vorher, hätte ich mir auch gegönnt! 😉
    LG Manfred

    • Lieber Manfred,

      ich hatte mir schon Gedanken macht und war kurz davor eine E-Mail zu schreiben. An die Korrektur von Abi-Arbeiten denkt so ein ehemaliger Realschüler wie ich natürlich nicht 😆 Da freut es mich, dass es nur das war, was Dich hat abtauchen lassen.

      Ich glaube mit der „Ruhe“ klappt es auch in normalen Laufschuhen nicht, eben dafür ist Venlo berühmt, dass dort so ein überbordende Stimmung herrscht. Da haben alle etwas von 😆

      Lieber Manfred, die 2-Stunden-Marke zu knacken schaffe ich ohne Dich nie und nimmer!!! Wenn ich so einen neuerlichen gemeinsamen Lauf mit Dir herausschlagen kann 😉

      Nein, im Ernst, seit Venlo weiß ich, dass eine Sub2 wohl einigermaßen locker machbar wäre, wenn ich die Komfortzone in Richtung fordernd verlassen würde. Das wäre dann immer noch weit weg von Qual. In Venlo stand allerdings die Sicherheit im Vordergrund und dafür das sich dann auch noch soviel Spaß einstellte fand ich die Zeit einfach klasse 🙂

      LG aus unserer Lieblingsstadt
      Volker

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