Das will ich wissen

Gestern stand der Besuch beim Osteopathen an. Eine ganze Stunde hat sich der Mann Zeit genommen und mir in dieser Zeit soviel Input gegeben, dass ich diesen über die kommenden Tage erst einmal in Ruhe verarbeiten muß.

Das Positive vorweg, er war von meiner Barfuß-/Minimallauferei sehr angetan, trägt selber auch nur Barfußschuhe. Das Negative aber gleich hinterher: Zum einen ist es um meine Beweglichkeit eher suboptimal bestellt. Genauer gesagt ich bin steif wie ein Brett. Zum anderen ist meine Ernährung … naja, ist ja nicht so, dass ich das nicht schon wußte.

Mein Fuß selber war zur Untersuchung, von der Ferse mal abgesehen, erwartungsgemäß ganz brav, so dass der Osteopath lediglich die Zehen einmal ordentlich zum Knacken gebracht (das ging aber auch am rechten Fuß) und mir darüber hinaus „nur“ Fazien-, Dehn- und Gymnastikübungen gezeigt hat. Darüberhinaus offenbarte mein ganzer Körper die oben bereits erwähnte Steife. Zur Anschauung hat mich der Osteopath mit meinem eigenen Smartphone fotografiert. Das hat nicht nur den Vorteil, dass ich mir nicht nur das Elend immer wieder anschauen, sondern Euch an dem Bild des Jammers auch noch teilhaben lassen kann. Allerdings auch gleich an dem allersten kleinen Erfolg (siehe Bilder vom durchgestreckten Bein)

Der Osteopath kann mit durchgestreckten Beinen locker die gesamten Handflächen auf dem Boden aufsetzen. Und jetzt kommt`s: Auf mein bodenloses Staunen sagte er mir, dass ich das bei täglicher Ausübung der mir beigebrachten Übungen in vier Wochen auch könne. Das will ich wissen! Deshalb und nicht nur deshalb wird jetzt regelmäßig geübt. Die Notwendigkeit meinen Körper zumindestens ansatzweise etwas geschmeidiger zu bekommen sehe ich ein. Schlußendlich könnte ich dadurch sogar etwas schneller werden, faszinierend aber zweitrangig.

Auch an meiner Ernährung werde ich arbeiten um den Körper zu entsäuern, in diesem Zusammenhang besteht nämlich auch die Hoffnung meine permanente Müdigkeit, für die es bis dato keine medizinische Erklärung gibt, zu vertreiben.

Fazit: Das war eine lehrreiche Stunde, die mir in einigen Punkten noch einmal die Augen geöffnet hat. Nicht nur den Fuß (der offensichtlich in den vergangenen sechs Wochen gut gesundet ist), sondern gleich den ganzen Körper DAUERHAFT zu mobilisieren und obendrauf an der Ernährung zu arbeiten, wobei auch Jens gerne mitmachen will, sind schon ziemlich hehre Ziele. Aber das Wissen um meine Defizite schlummerte schon länger in mir und hoffe, dass der gestrige Tag der notwendige Tritt in den Hintern war selbigen endlich über das Laufen hinaus hochzukriegen.

20 Kommentare zu “Das will ich wissen

  1. Lieber Volker,
    ja, die liebe Beweglichkeit. Ausdauersport belastet unseren Körper eben nur einseitig. Gerade das Laufen.
    Ich gebe zu, ich dehne fast jeden Tag. Und selbst ich habe noch Defizite 😯
    Und dabei liegen bei mir ebenfalls die Handflächen bei durchgedrückten Knien auf 😆
    Ich finde es gut das du es anpackst. 🙂
    Ich kann mir aber gar nicht vorstellen das du dich so falsch ernährst. Was isst du denn was so verkehrt ist?
    Liebe Grüße
    Helge

    • Liebe Helge,

      gerade das Einseitige und wenig Koordination verlangende liegt mir als Bewegungslegastheniker am Laufen ja so sehr. Aber Handlungsbedarf ist nicht mehr von der Hand zuweisen und wenn es auch mit den Handflächen vielleicht nicht klappen wird, dann wenigstens mit den Fingerspitzen 🙂

      Zur Ernährung: Ich esse jeden Tag Süßigkeiten und Kuchen, gerne auch mal ne Fertigpizza und einiges an tierischen Produkten. Das ich nicht dick werde täuscht aber auch zu leicht darüberhinweg, dass das eben trotzdem nicht gesund ist und dem Körper nicht gut tut. Ich will jetzt auch nicht zum Müsliapostel werden, aber etwas mehr Obst und Gemüse und einiges weniger an Zucker sollte es schon sein.

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Hi Volker, doch, das geht noch schlechter! Ich bin so ungelenk und steif dass ich mit meinen Händen nicht mal so tief runterkomme wie du. 😩🙊🙈 Ich habe witzigerweise in gut 2 Wochen auch meinen ersten Termin bei einer Osteopathin. Allerdings wegen meinen Schulter- Nacken- Ohren Problemen. Ich habe mir jetzt noch einen Hörsturz eingefangen und muss dringend mein Stresslevel reduzieren- gar nicht so einfach. Ich wünsche dir weiterhin eine gute Heilung für den Fuß und das die Übungen deine Beweglichkeit verbessern. 👍🏼😀 LG, Susanne

    • Moin Susanne, schön Dich zu sehen. Aber nicht schön von Deinen gesundheitlichen Problemen zu lesen. Ich hoffe, dass Dir Deine Osteopathin auch helfen kann, aber ich bin da sehr zuversichtlich.
      Hörstürze hatte ich vor vielen Jahren schon mehrmals, Entspannungsübungen a la Autogenes Training können da Wunder bewirken.

      Danke Dir und auch für Dich gute Besserung auf allen Feldern und liebe Grüße
      Volker

  3. Lieber Volker,

    zuallererst mal ein lautes „Hipp-hipp-hurraaaaaa“ für deinen gesundeten Fuß!!! 😀

    Dass du zu einem so sympathischen Osteopathen gekommen bist, ist ja super – da kann man Optimierungsvorschläge doch viel leichter annehmen, als von einem Ungustl. 😉 Mit der (fehlenden) Beweglichkeit hast du bei mir auch einen Punkt getroffen und ich habe mir gerade feierlich versprochen, wieder regelmäßig zu üben. (Von der Ernährung will ich hier mal nichts schreiben… das ist bei mir sicher eine der größten Baustellen!)
    Ich wünsche dir jedenfalls viel Spass beim üben und freue mich schon, hier über deine Erfolge lesen zu können. 😀

    • Danke danke, liebe Doris. Hoffentlich hört das auch die Ferse, die mich jetzt noch ausbremst 🙂

      Diese feierlichen Versprechen kenne ich bei mir auch zur Genüge und ich weiß, dass es auch diesmal wieder die größte Herausforderung sein wird am Ball zu bleiben. Das gilt auch für die Ernährung, wobei ich gestern und heute echt lecker fleischlos gekocht habe 🙂

      Ich komme heute schon nach zweimal üben etwas weiter mit den Fingerspitzen gen Boden, verrückt oder? Ob es aber irgendwann mal für die Handflächenauflage reicht …. schaun wir mal 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,
    für was Osteopathen alles gut sein können? Ich bin da ja eher zurückhaltend, was die Begeisterung anbetrifft. Schulmediziner halt 🤣

    Ich wünsche Dir, dass Du bald beweglicher, schmerzfrei und vielleicht sogar schneller bist…egal wie Du das erreichst. Bleib gesund!

    Salut

    • Lieber Christian,

      Begeisterung ist ein großes Wort. Ich fand halt vieles recht logisch, was mir der Osteopath erzählt hat. Wobei es mich schon gewundert hat, dass er auf das Thema Ernährung eingegangen ist.

      Das sich die Schulmediziner bei mir nun nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben weißt Du ja. Was halt speziell bei Fachärzten in meinen Augen unglücklich ist, ist das sie kaum über ihren fachlichen Tellerrand hinausschauen. Wenn sich z. B. Orthopäden nicht einmal mit Faszien und Co. befassen oder auskennen, finde ich das schon krass.

      Von den Ernährungshinweisen abgesehen, hat mir der Osteopath ja mehr in physiotherapeuter Hinsicht Input gegeben, dass kann kein Fehler sein.

      Danke Dir und Moin Moin ins Ländle
      Volker

  5. Moin Volker,
    grade gestern gehört: „Wir denken klug, aber handeln doof“. Alle wissen wie wichtig ein beweglicher Körper ist, aber die wenigsten kümmern sich darum. Bis es dann schmerzt 🙂
    Mit fortschreitendem Alter wird das alles ja nicht besser, deshalb: einfach anfangen. Jeden morgen eine halbe Stunde ist das bei mir, anfangs nervig, mittlerweile Wohlfühl-Routine.
    Und die Ernährung, naja, siehe oben „klug-doof“ 😉 Oft hilft es schon den Zucker zu reduzieren.
    Aber du wirst schon die beste Methode für dich finden, vielleicht war der Fuß nur ein Wachrüttler.
    Bleib dran und vor allem gesund, liebe Grüße, Oliver

    • Moin Oliver,

      genauso ist es und diese Denk- und Handlungsweise scheint wohl einfach nur allzu menschlich zu sein.

      Einfach anfangen ist nicht das Problem, sondern das am Ball bleiben. Auch das kenne ich über die Jahre zur Genüge. Deshalb meinen höchsten Resept für Deine morgentliche halbe Stunde.

      Bei der Ernährung möchte ich auch nicht zum Müsli-Apostel mutieren, aber wie Du es sagst, einfach mal im Auge behalten was man so alles isst und den Zuckerkonsum wie auch den Konsum tierischer Produkte reduzieren. Das sollte eigentlich gar nicht so schwer sein.

      Mal schauen, was mir da so gelingt und was auch eine gewisse Halbwertzeit hat.

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Lieber Volker,

    das mit den knackenden Gelenken kenne ich. 😉 Im Rücken war da nichts zu hören? Na ja, dann ist es bei mir doch ein wenig anders … Ja, schön üben, dann wird das wieder. Und nach dem Sport schön dehnen, gelle? Auch nach dem Radeln.

    Danke für die visuellen Reize!

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Lieber Rainer,

      wer kennt knackene Gelenke nicht? Mein Schultergelenk z. B. kann ich auch selber regelmäßig morgens zum Knacken bringen 😎 Nein, im Rücken hat es nicht geknackt, darauf hat der Osteopath es aber auch nicht angelegt.

      Die dauerhafte Regelmäßigkeit ist die Herausforderung, die ich auch etwas skeptisch sehe, ich kenne mich ja. Ich hoffe, dass ich diesmal die Kurve kriege.

      Liebe Grüße
      Volker

  7. Lieber Volker,

    wenn ich jetzt auch im kalten Zustand deutlich beweglicher bin, heißt das, dass ich dann doch noch gar nicht soooo alt bin? 😆

    Ein bisschen Vorsicht würde ich walten lassen und nicht gleich diese große Fortschritte innerhalb von 4 Wochen erwarten! Aber der Osteopath hat Recht, es ist eine Menge zu erreichen, wenn man dran bleibt … also … wenn man dran bleibt! 😉 Das ist nämlich sehr schwer! – Ich hoffe, aber dass du es schaffst und wünsche es dir auch!

    Süßigkeiten müssen ja nicht täglich sein, aber ab und zu … ab und zu darf man doch genießen, oder? … so am Wochenende und bei besonderen Anlässen … so, wenn ich Geburtstag habe … und so? 😛

    LG Manfred

    • Lieber Manfred,

      die Beweglichkeit hat doch nichts mit dem Alter zu tun, dann wäre ich als Kind bzw. Jugendlicher schon alt gewesen, Gelenkigkeit war nämlich noch nie meins 😛

      Aus heutiger Sicht glaube ich sowieso nicht daran in vier Wochen die Handflächen auf den Boden zu bekommen, deswegen werde ich da keinen Zwang reinsetzen. Aber wenn sich Erfolge einstellen, will ich schon wissen, wie weit ich komme und Erfolge sind nach zwei Tagen schon sichtbar!

      Das hüpfende Komma ist tatsächlich die Kontinuität, dessen bin ich mir voll und ganz bewußt, ich kenne mich ja auch schon einen Tag länger. Das hält mich aber zumindestens nicht gleich vom Anfangen ab.

      Genuß werde ich mir auch in Zukunft weiter können, wahrscheinlich sogar immer noch mehr als gut ist 😎 Aber auch hier hoffe ich wenigstens etwas gesündere Ernährung im Alltag etablieren zu können.

      Wenn Du Geburtstag hast geht an Genuß doch gar kein Weg vorbei, an so einem Tag muß man sich was gönnen! Ist ja auch nicht mehr lange hin, gelle? 😉

      LG Volker

  8. Moin Volker,
    das liest sich wirklich nach einem erkenntnisreichen Besuch beim Fachmann! Habe sofort die Bück-Übung gemacht und war halbwegs beruhigt. Dennoch, auch ich dehne viel zu wenig und müsste mal wieder… Wenn die Helge auch fleißige Dehnerin ist, dann ist sie vielleicht deswegen so flott unterwegs – ein Grund mehr!
    Los, Volker, lass uns deeeeeeehnen!!
    Ich hätte auch nach den Ernährungstipps gefragt, die hast Du ja bereits Doris erläutert. Klingt logisch. Zucker habe ich schon länger reduziert (aber ohne gehts nicht) und Fleisch auch. Bin gespannt, wie Du die Tipps umsetzt!
    Und prima, dass der Fuß im Lot ist.
    Liebe Grüße
    Elke

    • Wie weit kommst Du denn runter, liebe Elke? 🙂

      Ganz ohne Zucker muß es auch nicht gehen, denke ich. Fleisch zu reduzieren hat ja auch gleich noch den Vorteil, dass es auch unserem Klima hilft. „Basische“ Rezepte ausprobieren macht mir gerade echt Spaß, heute kommt schon das dritte in Folge dran 🙂

      Jo, der Fuß hat keine gravierenden Probleme mehr und für die Ferse hatte ich heute auch eine Lösung. Ich werde berichten 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

    • Im Fitnessstudio ist das auch quasi ein Selbstläufer, so man denn regelmäßig hingeht. Ich war auch einige Jahre im Fitnessstudio, aber darauf habe ich inzwischen keine Böcke mehr. Mal sehen, wie lange ich dieses Mal zuhause die Kurve kriege.

      Liebe Grüße in den Süden
      Volker

      • Wir hatten wegen Besuchen und eigenen Reisen jetzt auch ein bisschen eine Pause im Fitnessstudio. Aber nächste Woche geht es wieder los, vielleicht schon am Samstag 🙂

        Ich kann auch verstehen, dass Fitnessstudio einem irgendwann über ist. Ich habe bewusst geschaut, dass ich gemeinsam mit meinem Mann hingehe, dann motivieren wir uns gegenseitig.

        Viele liebe Grüße aus dem nicht mehr stürmischen Süden
        Talianna

      • Die gegenseitige Motivation ist natürlich eine tolle Sache. Bei den unregelmäßigen Arbeitszeiten meines Mannes können wir das allerdings leider knicken 😦

        Liebe Grüße aus dem auch einigermaßen pustigen Oldenburg
        Volker

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s