Die stille Seite

Ich gebe zu, der Reiz von Sylt liegt für mich an der Westseite. Hier wo die Insel ihre fast 40 km lange Flanke der offenen See zuwendet, rauscht das Meer und tobt die Brandung, speziell wenn -wie gestern- eine steife Brise pfeift.

Aber Sylt hat auch eine ruhige, stille Seite, die Ostseite. Diese ist dem Wattenmeer zugewandt. Der stetige Westwind wird hier von der Insel abgefangen und hier zieht sich das Meer zweimal täglich im Wechsel der Gezeiten zurück und es läßt sich durch das Watt laufen. Auf dieser geschützten Seite liegt auch der Hafen von Hörnum.

Nach täglichen Läufen am Weststrand hat es mich heute einmal in diese Stille gezogen. Menschen sind hier nur wenige unterwegs. Auf der Wattenseite befindet sich die Kinderstube der Vogelwelt, deshalb kann man nicht überall uneingeschränkt laufen. Auch heißt es beim Trab durchs Watt ein Blick auf die Muscheln zu halten, sonst könnte das Barfußlaufen aufgrund der Scharfkantigkeit durchaus schmerzhafte Folgen haben.

Was an der Wattenseite auch fasziniert sind die ganz anderen Lichtverhältnisse, das Watt und die ruhige See spiegeln in der Sonne und auch der Himmel wirkt noch einmal höher als über der rauhen See. So hat auch die Stille durchaus ihre spektakulären Seiten.

12 Kommentare zu “Die stille Seite

  1. Lieber Volker,

    sehr stimmungsvolle Bilder, mal rau und wild, mal still und andächtig. Kontraste eben 😊
    Du scheinst Deinen verdienten Urlaub zu genießen und ich gönn es Dir!
    Lass die Muscheln ganz und Deine Füße unversehrt, wie beim laufen auf Trails, immer schön den Untergrund scannen 🤣

    Salut

    • Lieber Christian,

      wer hier nicht seinen Urlaub genießt ist selber Schuld und ich will schließlich nicht Schuld sein 😉

      Das Untergrundscanning im Watt ist wichtig, schließlich will ich den gerade gesundeten Fuß und seinen Kollegen ja nicht gleich wieder kaputtmachen 🙂

      Moin Moin
      Volker

  2. Moin Volker,
    ach bei Deinen Bildern bin ich gleich in Gedanken voll auf der Insel! Stimmt, die beiden Kontrastseiten, westlich knabbert das Meer den Strand weg, wie Du es ja perfekt eingefangen hast, und östlich ist alles ruhig, relativ. Im März sind wir erstmals am Ellbogen spaziert. Solche Ruhe vermutet man dort gar nicht. Stimmt, Muscheln können Barfüßern ganz schön gefährlich werden, also Obacht!
    Und noch weitere schöne Momente am Meer!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Moin Elke,

      Ost- und Westseite sind wirklich von sehr unterschiedlichen Charakter. Insgesamt ist mir das brausende Meer lieber, aber zwischendurch tut die Ruhe auch einfach mal gut. Da kann man dann auch entspannt die Augen bezüglich der Muscheln aufhalten 🙂

      Danke Dir und liebe und heute sehr stürmische Grüße
      Volker

  3. Lieber Volker,
    ich würde wohl auch eher der wilden, lauten und ungestümen Seite meine Aufmerksamkeit widmen, aber die ruhige Seite ist wohl auch ganz wunderbar, wie deine Bilder beweisen.
    Und immer schön auf die Füße aufpassen, ich befürchte, so eine scharfkantige Muschel bekommt man ganz schlecht wieder aus der Fußsohle raus 🙄
    Und weh tut das bestimmt auch.
    Noch schöne erholsame Tage auf Sylt und liebe Grüße an Jens
    Liebe Grüße
    Helge

    • Da sind wir uns wohl einig, liebe Helge, die wilde und ungestüme Seite ist schon genial. Aber ab und zu den Kontrast genießen hat auch was.

      Ich möchte so scharfkantige Muscheln erst gar nicht in der Fußsohle drin haben, weil es muß ja nicht gleich wieder eine neue Verletzungspause sein 😯 Außerdem habe ich nicht so gerne Aua 🙂

      Danke Dir und liebe Grüße, auch von Jens zurück
      Volker

  4. Lieber Volker,
    den Vorteil eines Laufes in der Stille genießen! Warum nicht? – Im Gegenteil!
    Genieße beide Seiten und erholt euch gut!
    LG Manfredl

  5. Lieber Volker,
    so beeindruckend die „wilde Seite“ der Insel auch sein mag, ich persönlich schwelge in den Fotos der ruhigen Küste. 🙂 Die Fotos von den beiden gegensätzlichen Teilen der Insel sind dir wunderbar gelungen!
    Weiterhin schöne Tage für euch!! 😀

    • Beide Seiten haben so ihre speziellen Reize, liebe Doris. Wobei ich die „wilde Seite“ doch schon bevorzuge. Aber immer wenn man gerade Ruhe und Frieden braucht, ist man auf der Ostseite bestens aufgehoben.

      Danke Dir und liebe, stürmische Grüße
      Volker

  6. Moin Volker, ist doch wunderbar wenn man sich einfach für die nach Laune passende Seite entscheiden kann, Gischt um die Ohren oder leises Plätschern um die Barfüße. Sylt ist ja nicht so breit und dadurch alles relativ schnell erreichbar.
    Geniess es weiterhin und habt noch einen schönen Urlaub! Und nicht nicht Muscheln treten! 😉
    Liebe Grüße, Oliver

    • Moin Oliver,

      genauso sehe ich das auch 😎 Zumal im Bereich Hörnum die Insel wirklich schmal ist.

      Langsam geht die Zeit hier schon wieder zu Ende. Ich hoffe, dass es mir bis zum Schluß gelingt den Muscheln auszuweichen 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

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