Härtefall

Ihr werdet es sicher schon lange gemerkt haben: Ich bin der ganz harte Typ, mit stahlharten Muskeln und darüberhinaus eine wirklich spannende Persönlichkeit.

Das hat mir auch der Physio bestätigt, knallharte Muskeln in der unteren Rückenpartie, rechts mehr als links, und total spannend ähmm verspannt 😦 Diese verspannte Härte geht dem Ischias im wahrsten Sinne des Wortes auf den Nerv mit spürbaren Folgen bis in die Wade. Soweit die Erklärung zum Sylvester Stallone im negativen Sinne 😛

Warum ich Euch damit noch einmal auf Eure Nerven gehe? Nun, es gab da diesen vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame, hier doch einmal zu zeigen, welche Übungen diesem Übel denn künftig einhalt gebieten sollen. Als höflicher Gentleman, der ich nun einmal bin, kann ich besagter Dame diesen Wunsch natürlich nicht abschlagen und voilà, hier zeigt sich der Profigymnast in seiner voller Pracht 😆

Zuerst einmal aber das dafür benötigte Werkzeug. Es reichen zwei Tennisbälle. Der Profi, der ich ja nun auch einmal bin, greift aber natürlich zum Profiwerkzeug, in diesem Fall dem Blackroll Duoball 08.

Der hat im Gegensatz zu den schnöden Tennisbällen den Vorteil, dass er sich genauer einsetzen läßt, während die Tennisbälle dem Profi immer wieder zur Seite entwischen wollen oder auf unterschiedlichen Höhen rollen. Damit sind wir auch schon bei den Übungen. Die sind, gelinde gesagt, sehr simpel, um den Profi nicht gleich zu überfordern.

So suche man sich eine Wand, klemme den Duoball 08 zwischen Wand und Rücken ein und rolle damit die Wand rauf und runter. Demo:

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Diese Übung tut übrigens richtig gut!

Zweite Übung, man legt den Duoball an die Wand und setzt anschließend den schmerzenden Ischiaspunkt darauf und drück für 30 bis 40 Sekunden fest dagegen bis der Schmerz nachläßt. Okay, dass mit dem Schmerzen nachlassen übe ich noch, aber dazu übe ich ja, aua 🙂 Demo:

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Und dann gibt es da noch so ganz simple Dinge, wie einfach mal einfach mal nach der Decke strecken oder ein paar Rumpfdrehungen und überhaupt den Oberkörper immer mal wieder durchbewegen und recken und strecken.

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Nix wildes also und somit absolut deichläuferkompatibel 😀 Wenn es denn noch hilft, wäre ich natürlich happy. Falls Ihr also irgendwann mal Probleme mit dem Ischias bekommen sollte, wisst Ihr ja jetzt Bescheid, was Ihr dann zu tun habt.

Special greetings to South Africa! 😀 😎

19 Kommentare zu “Härtefall

  1. Hi Volker, tolle Anleitung, ich hoffe nur, die Wand leidet nicht zu sehr unter der Massage 😉
    Und noch ein Tipp für die Sparer: man kann die Tennisbälle auch in ein Säckchen stecken (z.B. eine Socke – wenn man sowas noch hat…) und zuknoten, dann rollen sie auch nicht mehr auseinander.
    Gute Besserung!
    Forbi

    • Moin Forbi,

      wegen der Wand mache ich das ja extra im Büro! 😆 Nein, im Ernst, die Rauhfaser verknust das, glaub ich, ganz gut und die habe ich zuhause auch.

      Mit dem Spartipp kommst Du jetzt, wo ich mir das teure Profiwerkzeug gekauft habe. Eine Socke aus früheren Zeiten hätte ich sicher noch aufgetrieben 😉 Aber so ein Profiteil sieht dann doch einfach erheblich professioneller aus als Tennisbälle in Socken und das Auge übt ja auch mit 😛

      Danke Dir und viele Grüße
      Volker

  2. DANKE DIR, VOLKER!!!! 👏🏻👏🏻
    Das ist wirklich nett von dir, dass du so schnell mein Wunsch erfüllt hast! Sogar mit Video Clips! 😄 Ich finde es immer interessant, was für Physio-Übungen empfohlen werden. Und jetzt weiss ich auch, wie dieser komische Doppelball eingesetzt wird. Ich glaube, diese Wandübung würde vielen guttun.
    Mein Physio hat mir dieses einfache Rumpfdrehen und Strecken ebenfalls empfohlen. Das geht im Alltag gerne vergessen. 😬
    Jetzt wünsche ich dir, dass die Übungen schnell ihre Wirkung zeigen und die steinharten Muskeln weicher werden!
    Ganz liebe Grüsse aus dem warmen, sonnigen Cape Town! 😊

    • Das habe ich sehr gerne gemacht, liebe Catrina 😀

      Die Wandübung ist wirklich angenehm, auch wenn sie rechts schon etwas schmerzhaft über die Verhärtungen rubbelt. Der Doppelball spart dabei zuverläßig die Wirbelsäule aus.

      Mein Physio sagt auch, einfach mehr Bewegung in die Rücken bringen, immer und überall, Gelegenheiten gibt es genug.

      Das warme sonnige Kapstadt würde mir auch gut tun. Das naßkalte Winterwetter hier trägt bei mir nämlich auch immer seinen Teil zu den Verspannungen bei 😦

      Ganz liebe Grüße zurück aus dem heute immerhin trockenen und verhältnismäßig milden Oldenburg
      Volker

  3. Also Voooooolkeeeeer,
    ein klein bisschen mehr Begeisterung hättest du aber schon in deine Mimik bringen können, wenn du hier schon so tolle Videoanleitungen reinstellst. 😆 Das sieht bei dir ja nach höchster Konzentration und harter Arbeit aus…. 😛
    Danke für die Tipps, da hab ich gleich wieder mal Übungen, die ich selbst schon lange nicht mehr gemacht habe, für meine nächste Dehn-/Rolleinheit. 🙂
    Schönes Wochenende!

    • Haaallloooo, liebe Doris, ein ernstes Thema muß auch ernst rübergebracht werden und dazu gehört auch ein ernstes, konzentriertes und von harter Arbeit zeugendes Gesicht! 😆

      Gerne doch, ich roll jetzt auch noch mal ne Runde! 🙂

      Dir auch ein schönes Wochenende und liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,
    was ein Service: gleich mit Videoanweisung!
    Ja, der Doris muss ich recht geben: du hättest etwas mehr Enthusiasmus rüber bringen können. Aber dir sei verziehen wegen der perfekten Ausführung 😆
    Ich glaube uns würden allen die Wetterbedingungen in Cape Town gut tun 🙄
    Im Moment ist es ja sowas von ungemütlich hier. Da kann man schon mal verspannen.
    Ich wünsch dir bald weiche und entspannte Muskeln. Aber ich denke, bei deiner Herangehensweise kann kaum was schief gehen 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    • Wenn schon denn schon, liebe Helge 😎

      So ein Sylvester Stallone-Type lächelt nicht so grenzdebil vor sich hin, da gehört sich so ein strenges Gesicht! 😆

      Ich neige bei naßkalter Witterung tatsächlich zu solchen Verspannungen und das Frühjahr ist noch so fern und trockene Kälte nicht in Sicht. Da Cape Town aber auch nicht gerade auf meinen Strecken liegt, heißt es halt durchhalten :-/

      Danke Dir und liebe Grüße
      Volker

  5. Spannend, lieber Volker,
    so ein Teilchen fehlt mir noch in meiner Blackroll-Hartscaum-Kollektion. Aber – toi-toi-toi – der Ischias lässt mich zum Glück derzeit in Ruhe. Ich brauche eher die harte Rolle für den Rücken 😉

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Lieber Rainer,

      meine Blackroll-Kollektion umfaßt inzwischen auch schon große und kleine Rolle, Einzelball und nun Doppelball. Was will uns das sagen? Unsere Körper müssen offensichtlich immer mehr malträtiert werden um zu funktionieren! 😦

      Alles Gute für Deinen Rücken!

      Liebe Grüße
      Volker

  6. Lieber Volker,
    dann wäre die Sursache also gefunden und Stahlhärte als nicht in allen Lebenslagen sinnvoll identifiziert!
    danke für die fotounterstützte Demo. Dein Gesichtsausdruck ist dabei ja megacool! 🙂 Anstelle des Profiwerkzeugs kann man auch 2 Tennisbälle in eine Socke stecken und die entsprechend abbinden.
    Wann hängst Du denn die beiden schönen Winterbilder auf? Oder mussten die nur der Übung weichen?
    Ich wünsche erfolgreiches Rollen und gute Besserung!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      wenigstens Du erkennst meinen Gesichtsausdruck richtig, megacool, genau das ist er 😛

      Den Sockentrick hat oben auch schon Forbi verraten, aber wie schon bei ihm geantwortet, das Auge übt ja auch mit. Außerdem passen Tennisbälle in Socken einfach nicht zu megacool! 😆

      Es lohnt sich nicht mehr die Winterbilder an die Wand zu nageln, weil schon in Kürze mal wieder ein interner Umzug ansteht. Ich kann schon gar nicht mehr zählen, in wieviel verschiedenen Büros ich in meinem Berufsleben schon gesessen habe.

      Danke Dir und liebe Grüße
      Volker

  7. Lieber Volker,

    ach, bei so einem Vergleich mit olle Sylvester schneidest du doch locker besser ab, oder willste so ein entstelltes Gesicht? 😳

    Dass du ein stahlharter Typ bist, wusste ich ja, dass sich das aber so blöd auf den Ischias auswirkt … zu doof. Leider hab ich genau das gleiche. Das erste, was verspannt ist bei mir der Piriformis und dann setzt es sich über die Oberschenkel in die Wade fort. Grrrrrr – Heute hat die Wade gehalten, die ich leider äußerst verspannt aus der Rhön mitgebracht habe! 😥

    Übrigens ist der Duoball noch spezifischer einsetzbar und die Tennisbälle sind für manche Anwendungen zu weich. So kommst du mit dem Duoball auch tiefer! Hab ihn schon ne Weile im Haus! 😉

    Aber die Veranschaulichungen sind super!!! … und bei den Schmerzen hast du ja fast noch ein entspanntes Gesicht – wusste doch stahlharter Typ, auch beim Ertragen von fiesen Schmerzen! 😉

    Bleib dran, es wird sich auszahlen!

    LG Manfred

    • Lieber Manfred,

      das Gesicht vom Sylvester ist schon alles andere als schön, da haste recht, da bin ich doch lieber ich 😀

      Die Stahlhärte kann sich halt leider auch einmal negativ auswirken. Nicht schön, dass es Dir gerade genauso geht. Aber immerhin können wir noch weiter laufen, dass macht das Ungemach etwas erträglicher.

      Der Duoball ist sicher eine gute Investition und läßt sich ggf. auch anders einsetzen, ich hoffe aber, dass das nicht unbedingt notwendig sein wird.

      Die Schmerzen sind ja glücklicher Weise nicht so massiv, sonst wäre auch wohl Essig mit Laufen und so kann ich noch ein halbwegs entspanntes Gesicht machen 😉 Sie sind halt nur hartnäckig und bevor sie zu einem richtigen Problem werden, lieber jetzt handeln.

      LG Volker

      .

      • Lieber Volker,

        sehr wohl, lieber jetzt handeln! Aber du hast ja jetzt eine gute Anleitung, „auch“ wenn sie von dir ist! 😆

        LG Manfred

      • Ich bin ja nur der Ausführende, die Anleitung stammt ja von meinem Physio. Also gutes Gelingen, mein lieber Manfred 😎

    • Wir sind ja sogar offiziell angehalten im Büro Gymnastik zu machen, also paßt das schon. Bodenübungen sind aber bis dato keine dabei, aber das kann ich ja ändern!

      Danke, die wünsche ich Dir auch!

      Liebe Grüße
      Volker

  8. Pingback: immer wieder – Laufend dankbar sein

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