Darf man das?

In dieser Zeit über so etwas Banales wie seine alltägliche Lauferei schreiben? Ich würde sagen jetzt erst recht und tue es einfach. Schließlich kommt einem Corona inzwischen schon zu den Ohren raus und unser Sport bietet uns nun, neben allen bekannten Vorteilen, auch noch etwas Normalität.

Starten möchte ich aber gar nicht mit Laufen, sondern mit einer schönen Fahrradtour in die Mitte Berlins. Bislang war ich nur mit den Öffis Richtung Zentrum unterwegs gewesen. Vorgestern war der Verkehr sonntagsbedingt auch ohne Corona mäßig und ich tourte entspannt durch die Straßen Berlins gen Brandburger Tour. Nur der groben Richtung folgend, hatte ich teilweise keinen genauen Plan wo ich da langgeradelt bin, habe aber das Herz der Stadt problemlos gefunden 😀 Die Fahrt lies sich darüberhinaus in kurzer Hose und Neoprenschläppchen gegen kalte Füße und stachelige Fahrradpedale genießen.

Auch zurück habe ich gut gefunden, ohne mich zu verfransen. Inzwischen kenne ich diverse Eckpunkte der Stadt halt doch schon ganz gut 🙂

Nun aber zu meinem heutigen Lauf. Der wäre eigentlich gar nichts besonderes gewesen, wenn ich nicht erstmals in Berlin von Haustür zu Haustür barfuß gelaufen wäre. Allerdings sind es auch nur gute 700 m bis zum Tempelhofer Feld, wo es sich eh insgesamt wunderbar barfuß laufen läßt. 10,5 km war ich unterwegs.

Nachmittags bin ich dann noch einmal mit dem Fahrrad zum Tempelhofer Feld aufgebrochen, einfach nur um die Sonne zu genießen, dem Treiben zuzuschauen und andere dabei beobachten wie sie große Sprünge machen, ein Kite-Skateboarder hob immer mal wieder beeindruckend ab 🙂

Leider war der kräftige Wind, der dem Kiteboarder das Vergnügen bereite, doch noch etwas frisch und so trollte ich mich bald wieder, mit dem guten Gewissen mir die maximale Frischluftdosis gegeben zu haben.

Leute, macht es Euch so schön wie möglich, außerhalb und innerhalb der eigenen vier Wände 🙂

17.03.20 06

 

10 Kommentare zu “Darf man das?

  1. Du musst sogar, lieber Volker! Ich glaube, wir können zur Zeit alle etwas mehr Normalität im Alltag gebrauchen.
    Danke für diese virtuelle Fahrradtour! Berlin sieht ja sehr ruhig und sonntäglich aus. Das Brandenburger Tor habe ich noch nie so leergefegt gesehen – als wir im August 2019 da waren, war es immer knallvoll mit Touristen, Taxis und Falun Gong Demonstranten.
    Schön, dass du so herrliches (wenn auch windiges) Frühlingswetter hattest. Nimmst du eigentlich dein Fahrrad jeweils mit oder hast du eines bereits in Berlin stationiert?
    Ein erster 100% Barfusslauf in Berlin! Cool! Ich denke, das wird der erste von vielen sein dieses Jahr.
    Ich wünsche dir weiterhin einen wunderschönen, entspannten Berlin-Aufenthalt, innerhalb und ausserhalb deiner vier Wände!
    Liebe Grüsse aus dem sonnigen, ruhigen Cape Town!

    • Liebe Catrina,

      man kann sich dem Thema ja kaum entziehen, im Radio, im Fernsehen laufen immer die gleichen Infos in Dauerschleife und machen die Leute verrückt. Man ein spannendes Filmchen wäre ganz nett, aber Fehlanzeige 😦

      Nun, zum einen ist es noch früh im Jahr und Berlin eh noch nicht so voll und zum anderen sind halt schon erheblich weniger Touristen in der Stadt, aber einer Geisterstadt kommt Berlin noch nicht gleich.

      Um rein barfuß zu starten habe ich zum Tempelhofer Feld keine Alternativen. Für den normalen Alltagslauf kann ich das also häufiger machen, sonst aber eher nicht 🙂

      Ich habe hier zwei Fahrräder, beide nicht unbedingt die allerbesten, aber für meine Zwecke hier reichen sie.

      Heute ist das Wetter noch einmal vom feinsten, deshalb geht es gleich noch einmal wieder auf eine Barfußstandardrunde und danach aufs Fahrrad.

      Danke Dir, Dir auch eine so gut es geht entspannte Zeit in CapeTown.

      Liebe Grüße
      Volker

  2. Lieber Volker,
    leider kommt man ja an dem Thema momentan nicht vorbei. Deshalb geniesse ich auch die Zeit beim Laufen und Radfahren fernab vom Gedankenmachen. Wir beschäftigen uns leider täglich damit, da Julia ja immer noch hier zu Hause ist. Aber wir bleiben optimistisch. Also bleib gesund und achtet auf euch.
    Liebe Grüße
    Karina

    • Nein, liebe Karina,man kommt an dem Thema nicht vorbei. Ich denke es ist auch wichtig sich auf dem Laufenden zu halten. Aber dosiert und nicht in Dauerberieselung. Ich versuche mich diesbezüglich jetzt etwas zu beschränken um nicht wahnsinnig zu werden.

      Mit Julias Reise wird das sicher noch etwas dauern, ich wünsche Euch die nötige Geduld. Versuchen wir optimistisch zu bleiben und gesund!

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Lieber Volker,

    natürlich darf man das. Ich glaube auch, das es uns gut tut von so normalen Sachen wie Laufen und Radfahren zu lesen und zu schreiben.
    Man darf auch nicht vergessen, das die Grippewelle 2017/18 die schlimmste bis dato war und alleine in Deutschland 25100 Totesopfer forderte. Die Frage, die sich mir stellt, ist warum man nun plötzlich so ein Geschrei um einen sehr sehr milden Virus macht.
    Es scheint als würde dieser Virus auch ganz speziell groß gemacht werden. Ich will hier nix verharmlosen, speziell die Risikogruppen haben halt keine Möglichkeit zur Impfung und der Virus ansich verbreitet sich wohl auch schneller als die Grippe, aber irgendwie glaube ich nicht, das wir mit dem Corona Virus auch nur annähernd an 25000 Tote komme.
    Das ist zumindest meine Hoffnung
    Aber wei es wie es ist, wir müssen damit leben was gerade so abgeht, und wenn du da mittendrin übers Laufen berichtest, bin ich zumindest dir sehr dankbar 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    • Liebe Helge,

      ich gestehe den offiziellen Stellen zu, dass man diese Epidemie nicht mit einer Grippenwelle vergleichen darf und erkenne auch das massive Risiko für unser Gesundheitssystem, wenn die Fallzahlen explodieren. Aber ich weiß nicht, wie man die Infektionswelle so lange eindämmen will bis es man entweder impfen kann oder ein Massenimunisierung stattgefunden hat. Letzteres würde mit den jetzigen Maßnahmen ja Jahre dauern. Es ist schwierig und ich möchte im Moment auch nicht in der Haut unserer Entscheidungsträger stecken.

      Aber gerade weil die weitere Perspektive nicht absehbar ist, ist es wichtig, solange und soviel es geht die Normalität und den Alltag aufrechtzuerhalten. Versuchen wir unser Bestes!

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Moinsen,
    klaro darf man das, und wie! Ich finde, in diesen außerordentlichen Zeiten, wo so vieles aus den Fugen gerät, darf man sich gern sein Stück Normalität bewahren, sich an der frischen Luft bewegen und versuchen, munter im Kopf zu bleiben, statt sich von Hysterie irre machen zu lassen. Solange man keine Gefahr für sich und andere schafft, ist das alles gut.
    Insofern, wir haben es ja schon bequasselt, genieße Deine Zeit in Berlin und pass auf Dich auf!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Moin Elke,

      es wird mit der Normalität in naher Zukunft wohl eh nicht einfacher. Halten wir die Fahnen hoch so lange es geht und versuchen in Bezug auf die Nachrichtenflut die Nerven zu bewahren.

      Ich hoffe Ihr seid gut zuhause angekommen!

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Logo, lieber Volker, man muss! 😉

    Will mal zur Ablenkung auf Karikaturen hinweisen. Web.de verlinkt immer wieder mal welche, wie z. B. hier:

    https://web.de/magazine/unterhaltung/comic/karikaturen-18584042

    Auf der 20. Tafel wird gefragt: Hysterie oder Coronavirus – Was ist eigentlich ansteckender?

    Wir sind heute mit dem Radl zur Enkelin, natürlich auch zur Tochter samt Schwiegersohn. Auch weil wir einfach mal raus mussten. Home-Office ist am Anfang viel anstrengender, als die normale Lehrtätigkeit im Klassenzimmer, oder in der Sporthalle.

    Warum? – Die Arbeit ist doch nur so gut, wie Eltern und Schüler mitmachen. Einige Haushalte sind einfach nicht erreichbar. Zum einen werden die Adressen nicht aktualisiert, oder die Postfächer werden nicht geleert. t-online stellt doch bestimmt nicht zu wenig Speicher zur Verfügung, oder?

    Egal, war mal aus dem Nähkästchen … 😛

    Bleibe weiter munter: auf dass uns der Himmel nicht auf den Kopf falle! 😆

    Aber VIELEN DANK FÜR DIE SCHÖNE TOUR durch mein, nee, unser BERLIN!!!

    LG Manfred

    • Deswegen mach ich da auch, lieber Manfred 😉

      Karikatur 20 trifft es sicher schon ganz gut.

      Home-Office kommt auf mich auch zu, wenn ich kommende Woche wieder arbeiten darf. Jetzt darf ich endlich das machen, was mein lieber Arbeitgeber mir bislang immer verweigert hat 😛

      Gleich soll es laufend einmal auf eine neue Tour durch Berlin gehen. Mal sehen ob ich das genauso gut gebacken kriege wie mit dem Fahrrad 🙂

      LG Volker

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s