Privilegiert

Mal ganz davon abgesehen, dass wir generell schon privilegiert sind, weil wir in diesem unserem wohlhabenden Land mit nicht nur einem gut ausgebauten Gesundheitssystem leben dürfen, sind speziell wir Läufer in der augenblicklichen Situation privilegiert. Wir können nahezu ohne Einschränkungen unserem Sport nachgehen, sofern wir kein Problem damit haben alleine unterwegs zu sein. Zugeben, mir fällt es auf, dass ich dieses Privileg verstärkt teilen muß, da jetzt schon auffällig viele Läufer unterwegs sind. Aber da bin ich schon Gönner, wenn sich andere Sportler nun auf das Laufen besinnen 😉

Das Laufen führt mich zum Glück auf Strecken, auf denen nicht zuviel los ist, so dass sich die Abstandsregeln gut einhalten lassen. Prima, ich habe schließlich nicht nur wegen dem bösen C-Wort gerne meine Ruhe.

Privilegiert bin ich aber auch, weil ich meine Brötchen weiterhin im Home-Office verdienen kann, das mich bei dem momentanen Sonnenschein auch noch mit sommerlichen Temperaturen verwöhnt.

24.03.20 04

Und schlußendlich habe ich auch noch das Privileg, dass ich meine üppige Haartracht auch ohne die augenblicklich geschlossenen Friseure bändigen kann 😆 :

24.03.20 08

Also genieße ich alle meine Privilegien, so lange ich sie habe. Es besteht schließlich kein Rechtsanspruch darauf ❗

22 Kommentare zu “Privilegiert

  1. Lieber Volker,
    schöne Sonnenuntergangsbilder! Aber Dein Thermometer will uns doch ein wenig foppen, oder? Hat sicher noch die Mittagstemperatur von gersten dazu addiert ;-)…
    Mir fiel auch schon auf, dass sich anscheinend die Zahl der Läufer eröht hat. Vielleicht, weil auch sie den Nutzen und die einfache Durchführbarkeit des Laufens erkannt haben…?
    Schön, dass auch Du daheim arbeiten kannst. Es ist wirklich ein Privileg und ich denke oft an die, die raus müssen und dafür schuften, dass das Leben weitergeht.
    Liebe Grüße, bleibt gesund!
    Elke

    • Liebe Elke,

      das Thermometer steht in unserem Wohnzimmer unter Dach, da haben wir mit über 10 m² Fensterfläche einen Wintergarten-Effekt. Deshalb stimmt die Temperatur 😎

      Ich denke schon, dass jetzt auch viele Mannschaftssportler erst einmal laufen um die Kondition zu erhalten. Die Läuferzahlen werden sich nach Ende der Krise sicher wieder „normalisieren“ 🙂

      Die die jetzt schuften müssen sind die einen, die, die generell um ihre Jobs fürchten müssen die anderen. Da können wir schon fast einen Kniefall vor Dankbarkeit machen.

      Liebe Grüße und Wünsche für die Gesundheit zurück
      Volker

  2. Genau so ist es, lieber Volker!
    Gerade gestern habe ich darüber nachgedacht, wie verdammt gut es uns geht in dieser Ausnahmesituation.
    Wir können ungehindert unserem Sport ausüben – keine Abhängigkeit von Sportstudios, schweren Sportgeräten oder Sportkollegen. Wir können einfach raus – in deinem Fall sogar ohne Laufschuhe! Und danke für die schönen Bilder!
    Ich freue mich sehr auf meinen ersten Lauf im heimischen Wald heute. Es ist jetzt gerade nicht so warm wie bei dir.. eher im Minusbereich, dafür sonnig.
    Haha, da bist du Haar-technisch klar im Vorteil! Ich schaue mir schon mal YouTube Tutorials an, um dann Kai einen „professionellen“ Schnitt zu verpassen 😉
    Ganz liebe Grüsse und viel Spass im sonnigen Home Office!

    • Super, liebe Catrina, dass Du heute schon in die heimischen Wälder starten kannst, ich hoffe es wird ein Genuß!

      So warm ist es auch nur in unserem sonnendurchfluteten Wohnzimmer. Draußen hat und hatte es keine 10° und morgentlichen Frost, aber Hauptsache die Sonne scheint! 😀

      Dann wünsche ich Dir schon einmal viel Erfolg an Kai`s Kopf. Sollte es schiefgehen, kann ich meine „Frisur“ empfehlen 😆

      Danke Dir und ganz liebe Grüße in die Schweiz
      Volker

  3. Lieber Volker,
    ich habe mir bereits Haarspangen gekauft …. ich war mit dem Friseurtermin schon seit Wochen überfällig und jetzt ist es zu spät.
    Aber meiner Schönheit tut das natürlich keinen Abbruch 😆
    Wunderschöne Bilder. Aber genau wie Elke verwundert mich das Thermometer. Aber das sind die Temperaturen im Haus, oder?!
    Ich sehe es wie du: wirklich Grund zum Meckern haben wir nicht. Wir sollten nutzen was wir im Moment noch Nutzen können und sollten uns unseres Lebens freuen. Wir sind tatsächlich mehr als nur in einer Hinsicht priviligiert.
    Liebe Grüße
    Helge

    • Liebe Helge,

      wallendes Haar wird Deine Schönheit natürlich nur noch mehr (sofern das überhaupt geht) unterstreichen! 🙂

      Klar sind das die Temperaturen im Haus und auch nur im Wohnzimmer unterm Dach. Du kennst es ja, es hat über 10 m² Fensterfläche, da wird es jetzt so richtig schön muckelig 😀

      Natürlich ist es auch für uns nicht einfach uns unseres Lebens zu freuen. Nicht nur die Sorge um die Gesundheit und die Sorge um liebe Mitmenschen, die um ihre Existenz bangen, belasten schon. Aber sofern wir gesund bleiben oder notfalls hoffentlich wieder gesund werden, geht es für alle irgendwie weiter, dafür haben wir in diesem Land die besten Voraussetzungen. Machen wir also das Beste draus und ersparen uns das Meckern 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,
    ich habe zwar noch zwei Wochen ärztlich verordnete Laufpause. Aber wie viele Menschen derzeit laufend und auf zwei Rädern unterwegs sind, ist mir bei Spaziergängen auch schon aufgefallen.
    Ab morgen bin ich wieder im Dienst, dann überwiegend auch im Homeoffice. Mal sehen, wie das wird. Und beim Thema Haare hatte ich auch schon ganz wilde Phantasien 😉

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Zwei Wochen ärztlich verordnete Laufpause, lieber Rainer? Was ist passiert? Muß ich mir Sorgen machen?

      Wilde Phantasien beim Thema Haare? Willst Du sie mit uns teilen? Wir haben für alles Verständnis! 😆

      Liebe Grüße
      Volker

      • Ein Problem mit den Augen. Erschütterungen nicht erwünscht. Aber noch kein Grund, um sich ernsthaft Sorgen zu machen.
        Das mit der Frisur ist noch nicht akut. Aber wenn es soweit ist … 😉

        Liebe Grüße
        Rainer 😎

      • Dann wünsche ich schnell gute Besserung für die Augen!

        Auch wenn ich neugierig auf Deine Frisur-Phantasien bin, hoffe ich in unser aller Sinn, dass es nicht soweit kommen wird … 🙂

        Liebe Grüße
        Volker

  5. Lieber Volker,

    was bin ich doch schlecht dran, wenn ich mich mit dir vergleiche 😉 keine „Kurzhaarfrisur“, im Gegenteil … mal sehen, ob ich am Ende so aussehe, wie in den 70ern 😛 und kein sooo warmes Wohnzimmer, quasi mit Solarheizung. 😉

    Aber ich will schön ruhig und bescheiden bleiben, hab ich doch nicht nur ein warmes Dach über dem Kopf, hab Brot und Arbeit und kann mich so frei bewegen, wie ich will … so als Indivisualsportler und so. … und doch meckern wir so oft über Null- und Nichtigkeiten, regen uns über (fast) jede Kleinigkeit auf … !!! 👿

    Wie recht du da hast, wir sind so privilegiert! – Vielleicht können wir (als Gesellschaft) wenigstens das der Zeit um diesen fiesen Virus C abgewinnen, dass wir mal wieder runter kommen, entschleunigen und über uns, unsere tolle Ausgangslage und auch über Gott und die Welt reflektieren! … wir sind wirklich nicht nur als Läufer privilegiert! Wohl wahr! – Schade, dass das sooo wenigen bewusst ist! 😥

    In diesem Sinne, lass uns bewusst genießen und dort helfen, wo es möglich ist!

    LG Manfred

    • Lieber Manfred,

      soooo schlecht geht es Dir im Vergleich zu mir nun auch nicht. Du hast wenigstens noch die Alternative die Haare wachsen zu lassen, bei mir hingegen scheidet die aus 😛 Und das Dach über dem Kopf, Brot und Arbeit haben wir ebenso gemeinsam wie das Laufen 😀

      Von der Chance zum Runterkommen, Entschleunigen und zum Reflextieren hört man mittlerweile immer öfters. Es wäre schön, wenn da nach Ende der Krise irgendetwas Positives von hängen bleiben würde. Allzu optimistisch bin ich allerdings nicht :-/

      Machen wir aber für uns das Beste draus!

      LG Volker

  6. So ist das lieber Volker, sich einfach mal klarmachen wie gut es einem geht, hilft oft ungemein. Es gibt sicher immer irgendwelche guten Kritikpunkte im Krisenmanagement, aber vieles ist einfach nur Stammtischblödsinn und Ignoranz, Hauptsache laut sein. Wem es zur Zeit wirklich schlecht geht, hat keine Zeit laut zu sein.
    Wer wie wir das Privileg hat kreativ und positiv durchs Leben geht, befolgt jetzt einfach ein paar simple Regeln und alles ist gut. Das sollte man sich immer erhalten.
    Bleib gesund und liebe Grüße, Oliver

    • Lieber Oliver,

      „Wem es zur Zeit wirklich schlecht geht, hat keine Zeit laut zu sein“, da sagst Du was. Diejenigen die noch mit Polemik um sich werfen, haben da aber keinen Blick für, denen fehlt jegliche Empathie, Hauptsache sie können ihr eigenes Unvermögen durch Lautstärke überdecken.

      Wir befolgen die Regeln, die uns sogar noch Luft für unseren Sport lassen, das ist der Beitrag, den wir als Bevölkerung leisten können. Ein geringer Beitrag im Vergleich zu denen, die jetzt harte und auch nicht ungefährliche Arbeit leisten.

      Bleib auch gesund und liebe Grüße an den Rhein
      Volker

  7. Du sprichst mir mit diesem Beitrag komplett aus der Seele, Volker: ich finde auch, dass wir nicht jammern sollten, sondern froh sein, dass wir trotz der Krise unseren Sport noch ausüben können.

    Das mit der Haarpracht ist jetzt nicht so ein Privileg bei mir – aber ich mache mich gerade mit dem Langhaarschneider vertraut. Und nein: Bilder gibt es davon NICHT. 🙂

    Herzliche Grüße und bleib gesund!

    • Moin Eddy,

      ich denke das gehörte einfach mal geschrieben. Wobei ich nicht verhehlen will, dass es genügend Menschen in Deutschland gibt, die sich jetzt wirklich sehr um ihre Existenz fürchten. Das ist alles schlimm genug. Wer, wie ich, ein gesichtertes Einkommen hat und auch noch seinen normalen Sport weiter betreiben kann, aber hat keinen Grund zum jammern.

      Keine Bilder vom Hairstylisten Eddy? Wie schade! 😉

      Grüße zurück nach Bremen, bleib auch gesund!
      Volker

      • Ich stimme Dir zu, stelle aber fest: vielen Menschen ist einfach nicht bewusst, wie gut es ihnen geht. Und die jammern und nörgeln dann auf einem unglaublich hohen Niveau – ohne zu wissen, wie egoistisch sie dabei sind…

      • Diesen Menschen ist einfach nicht zu helfen, genauso wenig wie den Ignoranten in dieser Krise. Ein (Groß-)Teil der Menschheit sind halt Arschkrampen, damit müssen wir uns abfinden 😦

  8. Hallo Volker,
    schön, dass du das immer so positiv siehst.
    Bin gerade über einen Betrag gestolpert, wie andere trainieren:

    Marathon auf einem 7m Balkon.
    Komm´gut durch die Zeit. Bis demnächst am Utkiek.
    Grüße, Ralf

    • Moin Ralf,

      ich finde halt, dass man das nicht aus den Augen verlieren darf. Stell Dir mal vor wir würden jetzt in den USA leben. Die Firmen dort schmeißen die Menschen jetzt zu Millionen auf die Straße. Kein Kündigungsschutz, kein Kurzarbeitergeld, kein Beamtenstatus …

      Marathon auf dem Balkon, puuuhhh. Davon abgesehen, dass er ja die Zeit hat, ist das schon ziemlich abgefahren. Ich würde mich sicher verzählen, bei 6028 mal hin- und herlaufen. Ich glaube nämlich nicht, dass eine GPS-Uhr das gemessen bekommt. Aber Respekt vor seinem Durchhaltewillen.

      Halte Dich auch tapfer, bleib gesund und bis hoffentlich bald am Bersch!

      Liebe Grüße
      Volker

      • Sorry, mein Kommentar ist falsch zugeordnet. Er bezeiht sich auf:

        Diesen Menschen ist einfach nicht zu helfen, genauso wenig wie den Ignoranten in dieser Krise. Ein (Groß-)Teil der Menschheit sind halt Arschkrampen, damit müssen wir uns abfinden 😦

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