Besser barfuß als Hartz IV

Knapp fünf Wochen Blogpause, die längste seit Beginn meiner Schreiberei hier vor neun Jahren, sollen jetzt zu Ende gehen. Vorab möchte ich ein kurzes Statement zu meiner Befindlichkeit abgeben:

Es geht mir inzwischen um einiges besser, aber noch nicht wirklich wieder richtig gut. Dessen bin ich mir bewußt und ich stelle mich darauf ein, dass es auch noch einige Wochen bis Monate dauert bis das wieder der Fall sein wird. Ich nehme zur psychischen Stabilisierung ein Medikament und beginne morgen eine ambulante Therapie. Nach fünf Wochen Krankschreibung werde ich wohl aller Voraussicht nach kommenden Montag wieder arbeiten gehen. Dies erzähle ich, weil ich von meiner psychischen Erkrankung kein Tabuthema machen möchte. Aus einem Beinbruch, einer Blinddarmentzündung oder einer chronischen Bronchitis macht man ja schließlich auch kein Geheimnis. Zusätzlich wird in Kürze einem chronischen Husten auf den Grund gegangen und die Fersen-Geschichte ist ja auch noch immer da. Nach knapp drei Wochen Laufpause habe ich diese ohne jegliche Besserung abgebrochen. Ich laufe wieder und daneben physiotherapiere ich nicht nur meine Ferse, sondern den ganzen Bewegungsapparat. Mein Dank für gute Tipps geht an Lizzy und an meinen Physio. Zwar ist der Erfolg noch mässig, aber ich merke schon Verbesserungen. Läuferisch bewege ich mich jetzt schon wieder grob geschätzt auf Dreiviertel meines normalen Niveaus, was ich schon nicht schlecht finde. Allein zu meiner Person gibt es also noch ein paar Baustellen.

Bedingt durch die Ferse und den „Kopf“ macht das Laufen vielfach noch nicht uneingeschränkt Freude, aber das Wissen um den physischen und den psychischen Effekt treibt mich nach draußen. Da mir dabei das reine Barfußlaufen am besten bekommt, laufe ich bis auf wenige Ausnahmen ausnahmslos barfuß. Feststellen darf ich zur Zeit, dass ich nahezu nicht in der Lage bin halbwegs flott zu laufen. Mein Tempo dümpelt augenblicklich bei gerade mal 6:45 bis knapp unter sieben rum, dabei fühle ich mich so als würde ich mein sonst übliches Tempo laufen. An die 6:00 bis 6:15 heranzukommen bedeutet für mich ungewohnte Anstrengung zu der ich augenblicklich keine Lust habe, also laß ich es. Positiver Effekt: Ich kann zur Zeit fast alle Untergründe barfußlaufen, mit denen ich mich sonst schwer getan habe. Grober Asphalt und Rollsplitabschnitte haben ihren Schrecken verlorgen. Ist doch auch schon einmal was.

Als ich nach der Laufpause wieder angefangen bin, bin ich mit dem Fahrrad zur meiner Lieblings- und barfußfreundlichsten Huntestrecke geradelt und da ein paar wenige Kilometer rumgetrabt.

Ohne Fahrradanreise ging es des öfteren zur Huntebrücke und dort rauf und runter. Mal mit und …

… mal ohne Heukunstwerke.

Einmal misslang es mir zwischen zwei Gewittern durchzulaufen und während in Oldenburg etliche Straßen absoffen, verkrümelte ich mich hoch unter die Huntebrücke um überhaupt trocken bleiben zu können. Obwohl das Regenradar recht harmlos aussah, erwischte ich das schwerste Unwetter seit langem. Zum Glück hat der Spuk nicht sehr lange gedauert.

Ein weiteres Mal begleitete ich Jens zu einem beruflichen Termin nach Emden und während er arbeitete, durfte ich bei einem Läufchen feststellen welch schöne Seiten diese Stadt hat. Dieser Tripp endete anschließendmit einem maskenfreien und somit entspannten Einkaufen im niederländischen Winschoten.

Meine Krankschreibung ermöglichte mir auch acht Tage in Berlin zu verbringen, die ich sehr zur Entspannung nutzen konnte und bald wird ein frisch aufgearbeiteter, antiker Esstisch meine Wohnung zieren. Auch in Berlin setzte sich die Unempflindklichkeit meiner Fußsohlen fort und ich trabte erstmals kilometerlang direkt über die rauen Startbahnen des Tempelhofer Feldes, statt daneben auf dem Rasen zu laufen.

Wieder zuhause gelang es mir sogar einen Wettlauf gegen die „Opal“ zu gewinnen. Sie war aber auch so freundlich, mich schon mit einer sagenhaften Pace von 6:15 davonziehenzulassen. Zwei Tage später übermittelte ich dann einem Baseler Flußkreuzfahrtschiff Grüße in die Schweiz 🙂

Schließen möchte ich für heute mit einer kleinen Anekdote: Während ich vor drei Tagen an einer Ampelkreuzung auf Grün wartete, stand neben mir einer mit Fahrrad, Arm voll tättowiert und Kippe in der Hand. Da kam jemand mit einem Six-Pack Bier auf der Schulter vorbeigelaufen. Offensichtlich hatte er schon mehr Bier intus als auf der Schulter und rief so etwas wie: „Höhhh, barfuß hehehe“. Mit einem missbilligenden Blick in seine Richtung äußerte mein Fahrradnachbar „Besser barfuß als Hartz IV“. Als die Ampel grün wurde, verabschiedete er sich mit „Schönen Abend noch, Kumpel“ Ich bedankte mich mit einem Dito und staunte nicht schlecht, ehrlich gesagt hätte ich ihn selber auch in diesem Milieu verortet, so kann man sich offensichtlich täuschen.

So viel also erst einmal zur Lage im Deichläuferland. Ich freue mich wieder zurück zu sein!

20 Kommentare zu “Besser barfuß als Hartz IV

  1. Lieber Volker!

    Schön, dich wieder zu lesen und auf Bildern wieder zu sehen!! 🌸
    Da ist ja sehr viel bei dir passiert!

    Danke, dass du offen über deine psychischen Probleme sprichst. Als ich den Erste Hilfe Kurs für psychische Notfälle machte wurde es immer wieder thematisiert, wie die Gesellschaft das Problem stigmatisiert und so zu einem noch grösseren Problem macht.
    Ich wünsche dir eine gute Besserung, sowohl psychisch wie auch mit der Ferse und dem Husten.

    Langsam zu laufen hat Vorteile! Schön, dass es mit dem Barfusslaufen gut klappt! Und wie ich sehe, hast du das Velo doch noch hervorgezogen. Cool.

    Ich bin immer noch am Rumdoktern mit meinem Oberschenkel… wenn es nicht in 10 Tagen besser ist werde ich wohl zum Arzt gehen müssen 😬

    Liebe Grüsse aus dem dem abendlichen Zürich!

    • Danke, liebe Catrina,

      es ist viel passiert und wird noch einiges passieren, aber ich hoffe, dass es im Wesentlichen positive Dinge sind.

      Es ist in der Tat so, dass psychische Probleme gesellschaftlich stigmatisiert werden, dabei ist es schon fast ein Volkskrankheit. Allerdings bin ich als homosexueller Mann Stigmatisierungen auch schon hinlänglich gewohnt. Ebenso ein Stück weit durch mein alltägliches Barfußsein. Man gewöhnt sich langsam dran. Allerdings habe ich auch den Vorteil meinen Job nicht verlieren zu können und am Ende meiner Karriereleiter bin ich auch angekommen. So können mir Menschen, die mit irgendeinem oder allen dieser Punkte in meinem Leben nicht klarkommen auch geflissentlich den Buckel runterrutschen 😉

      Das Velo ist allerdings mein Alltagsrad, das Rennrad ist aus dem Schuppen immer noch nicht herausgekommen 😉

      Ich wünsche Dir für Deinen Oberschenkel gute Besserung und dass es bis dahin gar nicht noch erst 10 Tage dauert!

      Liebe Grüße aus dem abendlichen frischen Oldenburg
      Volker

  2. Lieber Volker,
    wie schön, hier wieder von dir zu lesen! Deine Posts haben mir sehr gefehlt. 🙂
    Toll, dass du wieder regelmässig läufst – ich glaube, dass das ein ganz wichtiger Faktor ist (neben der Therapie und Medikamenten), um deine psychische Ausgeglichenheit wieder zurück zu bekommen. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen, dass es so ist.
    Und deine Barfussanteile werden ja immer noch beeindruckender. Wow! Ich finde den Titelspruch ja einfach grandios. Manchmal kommen die besten Meldungen völlig unerwartet! 😀
    PS: Bei dem Bild mit dem Rad dachte ich übrigens auch ganz kurz, du hättest dein Rennrad wiederaktiviert! 😉

    • Danke, liebe Doris.

      Ich weiß um die Wichtigkeit des Laufens, in meiner ersten großen Krise vor acht Jahren hat es mir auch extrem geholfen, da hatte ich aber zum Glück keine Probleme im Laufapparat. Jetzt muß ich das Laufen leider etwas dosieren.

      Den Titelspruch mußte ich einfach aufgreifen, die Situation war einfach zu köstlich 😀

      Rennradfahren? Ich? Wo denkst Du hin? 😉 Ist ja schon fast das zweite Schwimmen geworden 😦

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Lieber Volker,
    schön, dass wir wieder hier von Dir lesen dürfen! Auch wenn Dich da doch einige Baustellen belasten, tut es doch (hoffentlich) gut und ist auch richtig, das mal rauszulassen. Das Leben ist eben eine Achterbahn, mal ist man oben, mal unten. Und nur weil es Täler gibt, gibt es auch Höhen. Und die wissen wir eigentlich oft erst zu schätzen, wenn mal wieder ein Tal hinter uns liegt. Aus Deinen Zeilen lese ich zwar den Frust, aber doch auch den Blick nach vorn. Und das freut mich! So eine Auszeit hilft doch sehr, den Kopf mal zu entrümpeln, den Gedanken eine andere Richtung zu geben. Gute ärztliche Unterstützung ist ein weiterer Baustein.
    Schön auch, dass es Dir gelingt, im Negativen Positives zu entdecken: Du konntest mal wieder in Berlin entspannen, mit Jens nach Emden gehen. Entdecken, dass barfuß nun doch auch auf schwierigem Untergrund geht 🙂 Dass das Tempo derzeit nicht nach Deinen Wünschen ist, lass mal, das kommt wieder. Auch die Lauffreude. Es gibt Dinge, die kann man nicht erzwingen, das kommt von selber.
    Ich schicke Dir eine gaaaanz dicke Umarmung! Manch Dinge brauchen einfach ihre Zeit, und unser Deichläufer ist den Stürmen des Lebens gewachsen, auch wenn es ihn mal zauselt…
    PS: Was ist das denn für ein witziges Café?
    Liebe Grüße
    Elke

    • Danke, liebe Elke.

      Nein, Frust ist es nicht, den Du da aus meinen Zeilen liest. Es ist einfach eine Situationsbeschreibung, frustriert bin ich nicht. Das bin ich über andere Dinge, die vielleicht meine Gesundheit von außen mit beeinträchtigen. Natürlich ist es nicht schön, dass meine Psyche sich gerade in den Tiefen rumtreibt und das Laufen nicht unbeschwert ist, aber ich muß da halt geduldig sein und bin das erstaunlicher Weise auch recht gut. Frustuation würde mich nur noch mehr belasten.

      Ich habe mir in den Wochen in der Tat so viel wie möglich Gutes getan. Kleine Ausflüge und natürlich Berlin waren da sehr hilfreich. Das witzige Café ist die Villa Neukölln an der Hermannstr., echt total kurios eingerichtet, coronabedingt ist die Möblierung mit Tischen und Sesseln leider etwas ausgedünnt und auch in den Ballsaal im Stile der 50iger und 60iger Jahre konnte ich leider keinen Blick werfen. Aber es ist gar nicht weit weg von mir und da gehe ich sicher noch wieder hin 🙂

      Ich danke Dir für die dicke Umarmung! 😀

      Lieb grüßt der von den Stürmen des Lebens gerade etwas zerzauselte Deichläufer
      (was für eine tolle Formulierung :- ) )

  4. Lieber Volker,
    ich freue mich sehr wieder von Dir zu lesen! Und endlich wieder Bilder aus dem norddeutschen Flachland 🙂
    Krankheiten die man nicht sieht zu banalisieren, ist ja leider Alltag in unserer Gesellschaft, egal ob Rückenschmerzen, Migräne oder die vielfältigen psychischen Probleme. Wer sie hat, leidet, da gibt es überhaupt nichts drum herum zu reden. Davon mal ab, dass unsere Gesellschaft mit Sicherheit mehr von psychischen Problemen gebeutelt ist als man sich das vorstellen kann, daraus ein Tabu zu machen hilft niemanden. Du machst das schon völlig richtig, ich wünsche dir weiterhin gute Besserung.
    Und ob du jetzt flott oder weniger flott läufst, ist doch völlig unwichtig. Du bist draussen und läufst, das zählt. Dazu noch Barfuß mit offenbar sehr abgehärteten Fußsohlen, darum beneide ich dich ein wenig. Für die Ferse wird sich hoffentlich auch noch eine Lösung/Therapie finden, solchen hartnäckigen Spaßbremsen auf den Grund zu gehen ist ja leider auch nicht immer einfach.
    Zur Überschrift und Anekdote kann ich nur sagen: nicht jeder schwer tätowierte Typ ist ein Vollpfosten 🙂 Schöne Begegnung auf jeden Fall.
    Lass dich nicht unterkriegen, schön dass du wieder da bist und liebe Grüße, Oliver

    • Moin Oliver,

      danke für Deinen Zuspruch. Unsere Gesellschaft ist in Bezug auf Kurzänderungen in Sachen Akzeptanz oder Toleranz träger als ein Supertanker auf hoher See. Da ist so und wird sich wohl auch nie grundlegend ändern. Aber das soll weitestgehend nicht (mehr) mein Problem sein. Ich kann erst einmal nur an mir arbeiten, damit habe ich schon genug zu tun.

      Du beneidest mich einwenig um meine abgehärteten Fußsohlen und ich Dich um Dein elegant gelaufenes hohes Tempo, so hat jeder seins 😉

      Ich wußte, dass Du auf die Anekdote anspringst. Aber ich kann Dich beruhigen, schwer tätowierte Typen haben sich mir gegenüber schon öfters als schwer in Ordnung dargestellt. Aber Du hättest den Biker sehen sollen, Kippe, Klamotten, das Fahrrad und dann noch die Tattoos, das sprach schon eine deutliche Sprache und trotzdem lag ich falsch. Aber solche Irrtümer freue ich mich sehr 🙂

      Nochmals danke für Deinen positiven Kommentar und
      liebe Grüße Volker

  5. Dann wünsche ich dir erst mal gute Besserung.
    Letztlich ist doch egal, in welchem Tempo man unterwegs ist.
    Doch auch ich hadere gerade wegen körperlicher Malaisen.

    Jörg

    • Dann wünsche ich Dir gute Besserung zurück, Jörg.

      Als kleinen Trost kann ich Dir aber sagen, dass körperliche Malaisen in der Regel schneller wieder in den Griff zu bekommen sind als psychische.

      Viele Grüße
      Volker

  6. Lieber Volker,

    ich freue mich, wieder von Dir zu lesen. Immer wieder habe ich mir vorgenommen, mich bei Dir telefonisch zu melden. Aber Du weißt, wie das mit guten Vorsätzen sein kann …

    Schön ist es auch, Dich gemeinsam mit Jens auf einem Bild zu sehen!

    Wie das mit Deinen unempfindlichen Fußsohlen zustande kommt, ist mir allerdings ein großes Rätsel. Nun ja, das ist vermutlich tatsächlich etwas Positives an der ganzen Sache.

    Ich würde mich sehr freuen Dich/Euch mal wieder zu sehen. Du weißt ja, wie die Wege zur Mosel führen. Das muss auch nicht barfuß sein … 😉

    Liebe Grüße
    Rainer 😎

    • Lieber Rainer,

      keiner hat so viel Verständnis für das Verbaseln von guten Vorsätzen wie ich 😉

      Ja, der kurze Tripp von Jens und mir nach Holland war wie eine Reise in eine andere Welt, dass mußte natürlich für die Nachwelt festgehalten werden.

      Irgendwie habe ich immer gestaunt, was erfahrene Barfußläufer so alles unter die Sohlen nehmen können. Jetzt scheine ich da auch ein kleines Stück weitergekommen zu sein.

      Wir würden uns sehr freuen, Euch endlich mal wiederzusehen, aber sei mir bitte bitte nicht böse, über unseren bald anstehenden Sylt-Urlaub und die gelegentlichen Berlin-Tripps hinaus werde ich / werden wir keine Reisen mehr in diesem Jahr unternehmen. Die Umstände sind Jens und mir einfach zu anstrengend und es macht uns keinen Spaß ständig irgendwelche Infektionszahlen beachten und überall mit dem schwachsinnigen Mundschutz rumrennen zu müssen. Laß uns das auf das hoffentlich bessere neue Jahr verschieben, obwohl ich dafür leider auch nocht nicht sehr hoffnungsvoll bin. Solltet Ihr hingegen etwas unempfindlicher sein und rein zufällig Richtung Norden kommen, seid Ihr uns natürlich aufs Herzlichste willkommen!

      Liebe Grüße
      Volker

      • Lieber Volker,

        kein Thema, dann lass‘ uns in Ruhe im neuen Jahr schauen. Vielleicht merkst du Dir das erste Juli-wochenende vor. Da müsste dann hoffentlich wieder der Hospizlauf stattfinden. Das Staffelprojekt ist schließlich noch nicht realisiert 😉

        Liebe Grüße
        Rainer

      • Lieber Rainer,

        laß uns das so machen und da die Planungen für 2021 noch nicht weit fortgeschritten, sprich noch gar nich begonnen sind, kann ich damit mit dem ersten Juli-Wochenende beginnen 🙂

        Liebe Grüße, auch an Karin und (sofern im Hause) die Großen
        Volker

  7. Lieber Volker,
    ach ich bin sehr froh, das der Deichläufer wieder da ist. Und das es dir besser geht, ist noch viel besser.
    Du hast meinen allergrößten Respekt, dafür, dass du über deine psychische Erkrankung sprichst, es gibt tatsächlich Sachen, die immer noch Tabu zu sein scheinen. Ich wünsche dir einfach gute Besserung. Lass dich nicht unterkriegen!
    Das du wieder läufst ist wunderbar und hilft sicherlich auch. Und mach dir bitte keinen Kopf wegen Geschwindigkeit. Die ist ja relativ und völlig unwichtig. Wichtiger ist, das du draußen bist, den Kopf frei bekommst und dich bewegst.
    Und deinem Barfußlaufen scheint das langsame Laufen ja gut zu tun 🙂
    Irgendwann läufst du auch über glühende Kohlen ohne zu zucken 😆
    Pass auf dich auf
    Liebe Grüße
    Helge

    • Danke auch Dir, liebe Helge! Ich mag mich einfach nicht verstecken müssen. Ich gebe aber auch zu, dass es mir der sichere Job auch leichter macht das zu tun. Andere haben es da sicher schwerer. Über den Job hinaus können sich Leute, die damit nicht umgehen können, gerne von mir fernhalten. Du siehst, so schnell wird es zum Unterkriegen nicht kommen 😉 Deshalb komme ich auch mit dem niedrigen Tempo problemlos zurecht 🙂

      Barfuß und langsam scheint sich tatsächlich so gut zu vertragen, dass sich die Fußsohlen anderen Herausforderungen widmen können 🙂

      Zu den glühenden Kohlen: Ich glaube da muß ausnahmsweise wirklich schnell drüberlaufen, also lasse ich das lieber 😆

      Liebe Grüße
      Volker

  8. Lieber Volker,

    wenn ich mich auch jetzt „erst“ melde, freue ich mich umso mehr, wieder von dir zu lesen! 🙂

    Und um deinen Berlin-Besuch beneide ich dich, aber man kann ja nicht alles haben. 😉 Ich war u. a. in Dresden … aber das Café in Neukölln müssen wir mal gemeinsam besuchen, okay! 😉

    Schön, dass du auch wieder Laufen kannst … aber zum Tempo: seit ich zurück bin aus dem Urlaub geht auch bei mir (noch) nix Schnelles. Hoffentlich ist es nicht wieder der Rücken (Reisegepäck?). Eisenmangel? Die Hitze tut ihr Übriges … da bin ich einfach nicht resistent gegen. 😥 Mal sehen, was mein Physio morgen sagt. Einen Termin hatte ich (zum Glück) noch. So laufe ich kurze Sachen und du behältst deinen Vorsprung (vorerst)! 😛

    Einen imaginären Hut ziehe ich vor deiner Offenheit. Das haste ja selbst in „privatimen“ Beratungsgesprächen nicht immer. Selbst da wird z. T. (leider) hinterm Berg gehalten. Unsere Leistungsgesellschaft trägt dazu bei … Hauptsache du funktionierst, der Rest ist sehr wohl Privatsache! 👿

    Und dann immer diese Vorurteile: ich freue mich auch immer, wenn man bestimmte Schubladen neu „bedienen“ muss. Ich mag das Unkonventionelle, obwohl ich selbst eher bieder daher komme, hab aber (da und dort) den Ruf ein verkappter 68er zu sein … bin nur eher zu jung dafür! 😆

    Ich wünsche dir, dass du wenigstens ein bisschen Münchhausen sein kannst und dich ein bisschen selbst aus dem „Sumpf“ ziehen kannst. – Als Drohung 😛 ich ruf mal wieder an! 😉

    Mache gut und ganz liebe Grüße aus dem heißen Südhessen! Manfred

    • Lieber Manfred,

      was heißt hier „jetzt erst melden“? Du liegst doch gut in der Zeit! 😀

      Sag mir wenn Du in Berlin bist, dann sehe ich zu auch dort zu sein und dann geht es in die Villa Neukölln mit hoffentlich viel viel Zeit zum Quatschen und vielleicht sogar für eine Runde übers Tempelhofer Feld?

      Ich habe das Glück, dass ich mich dieser „Leistungsgesellschaft“ nicht (mehr) stellen muß, dass macht mir dieses weitere „Outing“ wesentlich leichter.

      Bei einem verkappten 68er spielt doch das wahre Alter gar keine Rolle, oder? 😉

      Selbst helfen muß ich mir sowieso, alles weitere sind Hilfsmaßnahmen, die mich dabei unterstützen. Ich kenn das Spielchen ja schon. Das macht es leichter und auch schwieriger, weil ich ja eigentlich schon geschult bin. Aber es wird schon werden!

      Auf die Umsetzung Deiner Drohung freue ich mich schon!

      Liebe Grüße zurück aus dem leicht unterkühlten und somit herrlich frischen Nordwesten
      Volker

  9. Lieber Volker,

    ich freue mich dass du wieder bloggen magst, das ist doch ein kleines Stückchen aufwärts. Das du die psychischen Problem mit uns teilst, schätze ich sehr. Sonst würde ich ja gar nicht verstehen, wie ernsthaft das Ganze ist. Ich hoffe wir können dir hier ein verstänisvolles Ohr bieten und auch sonst ein wenig unterstützen.
    Physiotherapie kann ich sehr befürworten. Bei meiner Kniegeschichte wurde eigentlich auch der ganze Körper rangenommen und das hat letzendlich gut geholfen. Langsam oder nicht – alles ist relativ und eigentlich auch egal. Von 6:45 kann ich ja nur träumen.
    Sei gedrückt und liebe Grüße über den Teich!

    • Liebe Roni,

      dass ist mit ein Punkt, wenn ich nur um den heißen Brei drumherumreden würde, würde niemand verstehen was wirklich Sache ist und so bekommt man auch kein Verständnis.

      Mein Physio ist ein Genie, der findet auch sofort die Punkte, wo es klemmt und bearbeitet sie lediglich mit Druck auf diese Punkte. Den Rest kann ich dann alleine durch die Übungen erledigen.

      Du kannst von meiner Pace nur träumen? Haha, ich kann nur von Deinen Distanzen träumen! 🙂

      Danke für den Drücker, den ich gerne zurückgebe und ganz liebe Grüße zurück über den großen Teich.
      Volker

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