Friesoythe

Gestern verschlug es mich wieder einmal in das knapp 40 km von Oldenburg entfernte Friesoythe. In dieser Kleinstadt bin ich geboren und aufgewachsen und habe dort bis vor 20 Jahren gelebt. Hier ist auch mein früh verstorbener Vater beerdigt und es stand Grabpflege an. Nach deren Erledigung habe ich meine Mutter zu ihrer Freundin auf die alte Nachbarschaft gebracht und endlich einmal in die Tat umgesetzt, was ich schon lange einmal wollte: Mir laufend noch einmal die Gegend erschließen, wo ich als Kind und Jugendlicher rumgestromert bin.

Ich habe zu Friesoythe ein sehr zwiespältiges Verhältnis. Zum einem habe ich die Kindheit auf dem Land (Wir haben knapp hinter dem Ortsschild gewohnt) in guter Erinnerung, zum anderen bin an dieser extrem katholischen Kleinstadt im Oldenburger Münsterland fast erstickt. Trotzdem bin ich meinen Eltern zur Liebe und auch mangels anderer Idee in der Stadt geblieben.

Direkter Nachbar zu der Freundin meiner Mutter ist der Betrieb, der meine Familie nach Friesoythe verschlagen hat. Hier hat meine Vater viele Jahre gearbeitet.

Auf der anderen Straßenseite stand das kleine Reihenhaus für die Meister des Betriebes, dort bin ich groß geworden.

Schornstein und Anbau gab es damals noch nicht. Rechts des Schornsteins lugt das Fenster meines späteren Zimmers.

Nach fünfhundert Metern befand ich mich auf dem ehemaligen Bahndamm der Bahnstrecke ins Saterland. Dieser wurde offensichtlich nach unserem Wegzug irgendwann einmal geteert und ich konnte aufs Barfußlaufen umsteigen. Vorbei an der ehemaligen Stammkneipe meines Vaters (die Wirtin war ein absolutes Original, so man denn ihren ausgesprochen derben Humor vertragen konnte), in der jetzt Flüchtlinge untergebracht sind, überquerte ich den alten Friesoyther Kanal. Unvorstellbar, dass auf diesem zum Rinnsal verkommenen Kanal früher einmal Schiffe getreidelt wurden. Wenig später bog ich auf einen Sandweg ab. Inzwischen steht Wald wo früher Moorflächen gewesen sind, wie sich doch so manches verändert. Hier befindet sich aber immer noch der Modellflugplatz, von dem auch Ultraleichtflugzeuge starten.

Weiter ging es zum Küstenkanal, wohin ich meinen alten Herrn oft zum Angeln begleitet hatte. Später habe ich mich dort auch viel mit meinem Schulfreund Christoph rumgetrieben. Zwei Kilometer lang ziehe ich die Sandalen wieder an, da der Sandweg mit Schottersteinen gespiekt ist. Dann bin ich wieder am Friesoyther Kanal, die parallel führende Straße ist inzwischen asphaltiert. Früher war sie gepflastert und ich kann mich noch gut an den Singsang der Autoreifen erinnern, wenn man Vater sie mit 100 km/h langgebrettert ist. Tempolimits waren zu der Zeit noch eine Seltenheit 😀 Zum Barfußlaufen kommt mir der Asphalt aber sehr entgegen.

Ich biege über die alte Zugbrücke ab, vorbei an dem Dachdeckerbetrieb, für den mein Vater am Samstag schwarzgearbeitet hatte. Von der Höhenfestigkeit meines alten Herrn habe ich so gar nichts abbekommen.

Ich komme am Bauernhof meines ersten Schulfreundes Uwe vorbei und nähere mich wieder meinem alten Zuhause und wieder der Zufall es so will, treffe ich die jetzigen Eigentümer unseres ehemaligen Reihenendhauses. Ruckzuck bin ich zu einer kleinen Besichtigung und ein Glas Wasser eingeladen. Ich staune über den nagelneuen Anbau und darüber, wie klein „unser“ Wohnzimmer und „unsere“ Küche doch sind. Irgendwie hatte ich das alles großzügiger in Erinnerung und ich schmunzel über die Dinge, die sich seitdem nicht verändert haben, die Türen, die Fliesen usw.

Rechts hinten haben wir gewohnt, das ganze rechte Fenster der Dachgaube gehörte zu meinem Kinderzimmer 😀

Hi

Nach dem Schnack und der Erfrischung lief ich weiter in die Stadt. Über die Soeste hinweg (die ist auch so schmal 😯 ), wo ich als Kind immer dem rauschenden Wasser zugeguckt habe, hin zu meiner alten Schule. Mehr als Realschule und anschließender Höhere Handelsschule ist es bei mir ja nicht geworden. Vorbei an der Sportstätte des Grauens (die Sporthalle, ich habe Schulsport ja gehaßt wie die Pest) lief weiter zu meiner ehemaligen Grundschule, die durch zahlreiche Anbauten kaum wiederzuerkennen ist. Es gab zwei Grundschulen in Friesoythe, die andere war nur für katholische Kinder. Zum Glück war die eh weiter weg.

Am Elternhaus meines Schulfreundes Christoph vorbei lief ich zu meiner Doppelhaushälfte, in die ich direkt aus meinem Elternhaus eingezogen bin. Nachdem mein Vater gestorben ist habe ich sie nach nur viereinhalb Jahren wieder verkauft um nach Oldenburg zu ziehen. Eine Nachbarin suchte damals ein Haus für ihre Eltern, die aus Düsseldorf zu ihr nach Friesoythe ziehen wollten. Es war die Zeit meines Coming Outs und heute weiß ich, dass sie mein Haus nicht gekauft hätten, wenn sie gewußt hätten, dass ich schwul bin. Dafür hängt heute links neben der Haustür so ein Marienhäuschen, mich gruselt es, wenn ich so etwas sehe.

Überhaupt war die fast ganze Straße froh (ich hatte ein recht alte Nachbarschaft), dass ich weggezogen bin, als bekannt wurde, dass ich schwul bin. Der Einladung zur Verabschiedung nach Oldenburg sind sie dann aber nahezu alle gefolgt und es war ein sehr schöner Abend. Vielleicht hat sich bei einigen von ihnen dadurch doch noch etwas geradegerückt.

Abschließend bin ich durch die Innenstadt zurück in die alte Nachbarschaft gelaufen.

Hier ist mir dann noch der vierzig Kilo schwere Jagdhund vom Schwiegersohn von Mutters Freundin auf den Fuß gestiegen 😆 Das macht er immer und bei jedem, sagte Arnold 😀

Nach 18 km beende ich den Erinnerungslauf mit gemischten Gefühlen. Bis auf einige wenige nette Nachbarn habe ich in dieser Stadt nichts zurückgelassen und bin froh, dass ich weg bin. An meine Kindheit habe ich aber nahezu durchweg gute Erinnerungen.

Immerhin sehr barfußfreundlich ist dieses gediegen gepflegte Städtchen und die Umgebung und ich war nur knapp drei Kilometer in Sandalen unterwegs.

31 Kommentare zu “Friesoythe

  1. Lieber Volker
    Ein 18km trip down memory lane!
    Natürlich kennt Kai Friesoythe und als ich ihm die Bilder gezeigt habe, erkannte er sogar das Fabrikgebäude. Was für eine kleine Welt! Und auch eine sehr schöne Welt, dein Friesoythe.

    Und was für ein Zufall, dass du die jetzigen Eigentümer deines ehemaligen Elternhauses getroffen hast. Als ich mal unser altes Haus gesehen habe, ging es mir so wie dir – alles ist so klein geworden!!

    Das war aber nett, dass damals vor 20 Jahren alle zu deiner Verabschiedung gekommen sind. Immerhin eine Indikation, dass die Leute dein Coming Out gut verdaut haben – vielleicht hat es einfach etwas Zeit gebraucht?

    Liebe Grüsse aus dem sonnigen Zürich!

    • Liebe Catrina,

      weiß Kai auch, was für ein Fabrik das ist, sprich was dort hergestellt wird? 🙂

      Erstaunlich, wie sich die Wahrnehmung über die Jahre geändert hat, also das Haus war früher wirklich viel viel größer 😀

      Sie werden das Coming Out verdaut haben oder auch nicht nicht. Ich habe nahezu keinen mehr von ihnen wiedergesehen. Und die Käufer bzw. deren Tochter waren damals zur Verabschiedung nicht dabei.

      Liebe Grüße nach einem sonnigen Tag aus dem abendlichen Oldenburg
      Volker

      • Das war natürlich auch meine erste Frage!
        Kai hat in Erinnerung, dass die Fabrik Gurten herstellt, damit zum Beispiel Baustellenkrane schwere Lasten anheben können.

        Jetzt bin ich gespannt, was du dazu meinst. 🙂

  2. Lieber Volker,
    da hast du ja eine für dich sicher spezielle und für mich ebenfalls interessante Reise in deine Kindheit und Jugend unternommen! Da kam ja einiges zusammen! Und witzig, dass man dich gleich einlud, nochmals ins alte Elternhaus zu kommen! Ha, als ich nach vielen Jahren wieder mein Elternhaus betrat, kam mir auch alles so klein vor! Interessant, dass du das auch so empfindest.
    Dass du es zeitweise etwas schwer hattest mit deiner Orientierung, kann ich nachvollziehen, aber natürlich nicht gutheißen. Ich war das einzige evangelische Kind in einem erzkatholischen Dorf, nicht immer pures Landidyll.
    Dein erstes Haus war aber auch schon eine schmucke Bleibe, aber so ein Marienhäuschen wäre auch nicht meins.
    Aber schön, dass du das heute alles mit Abstand sehen kannst und mit deiner Mutter doch so ein netter Ausflug zustande kam! Wie ist für die so eine Fahrt in den alten Wohnort?
    Danke für die Eindrücke und liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      die Einladung war wirklich überraschend. sie wurde sogar noch ergänzt konkret wiederzukommen mit meiner Mutter zusammen. Das werden wir auch machen.

      Einziges Kind im erzkatholischen Dorf? Dann kannst Du es ja in gewisser Weise nachvollziehen.

      Meine Mutter hat dort in der alten Nachbarschaft zwei Freundinnen, inzwischen hochbetagt, die sie gerne noch einmal besucht, ansonsten ist sie eigentlich nie richtig heimisch in Friesoythe geworden und fühlt sich dafür in Oldenburg um so wohler.

      Liebe Grüße
      Volker

  3. Lieber Volker,
    ha! Sowas ähnliches hab ich mal in Dornbirn gemacht. Ich bin damals Wege abgelaufen, die ich früher geritten bin, hab mir die alte Volksschule, die Kirche und noch ein paar oft besuchte Stellen angesehen. Mir kamen die Strecken dann auch so „harmlos“ und kurz vor. Früher waren das Megaentfernungen.
    Aber dass du in das Haus von früher rein konntest, ist natürlich das Tüpfelchen auf dem i! 😀

    • Liebe Doris,

      woran das wohl liegen mag, dass alles kleiner und kürzer wirkt? Im Vergleich zur Kindheit, wo man ja tatsächlich selber klein und alles andere groß war, kann ich das ja noch verstehen. Aber im Vergleich zur Jugend und den jungen Erwachsenenjahren? 🙄

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,
    das ist ja viel mehr als ein Lauf. Quasi eine ganze Aufarbeitung der Kindheit und Jugend und dass in einem so idyllischen Dorf. Wie spricht man das eigentlich aus? Frie-seute? Sehr nett, dass du eine Führung im Kindheitshaus bekamst. Meine Eltern wohnen immer noch in meiner Kindheitswohnung, so dass mir die Verkleinerung nicht so auffällt, komme ich da doch noch öfters vorbei.
    Ich bin in einer sehr katholischen Familie gross geworden und fand das sehr einengend und bin mittlerweile Atheistin. Trotzdem mag ich kleine Marienbildchen und Kapellen in Gärten sehr. Irgendwie laden sie zu innerem Frieden ein für mich. Weiss auch nicht warum.
    Liebe Grüße!

    • Liebe Roni,

      der Lauf hat da in der Tat einiges hervorgekramt. Es war sogar noch viel mehr, aber das alles aufzuschreiben hätte hier den Rahmen gesprengt.

      Exakt, genau richtig, man spricht es Frie-seute.

      Jedem seinen Glauben, aber sich so ein Marienhäuschen direkt neben die Haustür zu nageln finde ich schon krass. Ich z. B. liebe das Geläut von Kirchenglocken, das gibt mir das, was Dir die Marienbilder und Kapellen im Garten geben.

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Moin Volker, da hast Du uns aber auf einen ordentlichen Trip in die Vergangenheit mitgenommen. Das dürfte sehr emotional gewesen sein, besonders der Besuch (mit Einladung, echt nett!) im alten Zuhause. Das finde ich besonders spannend, weil Dir alles viel kleiner vorkam. Sowas ähnliches hab ich auch mal erlebt, verrückt was das Gedächnis mit uns macht.
    Immerhin sehr barfuß-freundlich in Deiner alten Heimat, dass Du da mal langstrabst, hätte wohl niemand erwartet 🙂
    Aber dass das Thema schwul oder nicht echt immer noch ein Thema ist macht mich immer wieder fassungslos… Du hast hoffentlich/vermutlich den nötigen Abstand dazu.
    Danke fürs Mitnehmen und liebe Grüße, Oliver

    • Moin Oliver,

      dass ich mir meine alte Heimat mal laufend erkundige, hätte ich in der Tat nie gedacht, und das denn auch noch barfuß. Nicht nur schwul sondern jetzt noch restlos durchgeknallt. Aber ich glaube es hat mich eh niemand gekannt.

      Nun wollen wir den alten Nachbarn mal zugutehalten, dass es 20 Jahre her ist. Ich hatte damals mit meinem Coming Out insgesamt so wahnsinnig positive Erfahrungen gemacht, dass mich das seinerzeit schon nicht mehr erschüttern konnte. Nur wenn der Verkauf des Hauses deswegen geplatzt wäre, das wäre schon bitter gewesen.

      Gerne, war einmal was ganz anderes, gelle?

      Liebe Grüße
      Volker

  6. So so, lieber Volker,

    da warst du wieder mal in der „Friesen-Inselsiedlung“. So wird zumindest die Bedeutung des Namens bei Wikipedia erklärt.

    Netter Rundlauf bei dem ich ganz gerne dabei gewesen wäre, auch weil ich dann deine Erklärungen und Erinnerungen noch viel besser hätte nachvollziehen können.

    Nur hätte ich mich in so nem konservativem Nest auch nicht wohl gefühlt!!! … und Olivers Erstaunen kann ich nur teilen, obwohl ich ja selbst religiös bin. Wie kann das heute noch solch ein Thema sein? – Meiner Meinung nach hat das eher mit einer traditiert konservativen Grundhaltung zu tun, als unbedingt und zuerst mit der religiösen Einstellung. Leider ist aber beides oft „gepaart“ und kommt auch eher in ländlicheren Gegenden vor. – Aber Marienfiguren oder Marienhäuschen sind auch nicht so meines.

    Die Barfußtauglichkeit hat hoffentlich wieder gut getan, da werden zumindest bestimmte „Straßenbeläge“ gut gepflegt, oder? – Für deine Mutter ist es auch schön, wenn sie ihre beiden Freundinnen nochmal besuchen kann. Das wirst du ihr bestimmt ermöglichen.

    Ob sie mich in unser ehemaliges Haus reinließen? – Vielleicht werde ich es nie erproben können, da ich keinen Bezug zur Herzoglichen Residenz Coburg mehr habe. Noch interessanter wäre das Haus meiner Großeltern, wo wir wegzogen, als ich 3 war … ist aber auch in Coburg (damals Vorort).

    Also vielen Dank, Herr Dank, für den Rundgang! 😉

    LG Manfred

    • Lieber Manfred,

      diese Bedeutung des Namens war mir tatsächlich bis dato komplett unbekannt. Man lernt nie aus.

      Unser „Lastenheft“ füllt sich, wenn Du uns hier einmal besuchen kommst. Es läuft sich ja ganz nett dort, wenn auch komplett ohne Höhenmeter 😉

      Es kommt ja immer darauf an, wie Religiösität gelebt wird. Glauben und Toleranz müssen sich ja nicht ausschließen. Wo es das doch tut, kommt es eben zu solchen Haltungen bis hin zu Kriegen. Ein weites Feld… Aber inzwischen sind Jahre vergangen und im Kreise der alten Nachbarschaft meiner Eltern hat es auch nie Probleme gegeben. Ich kann mich noch gut an den Spruch einer anderen Nachbarin und Freundin meiner Mutter erinnern, als sie es erfahren hat: Immerhin besser als wenn sie Drogen nehmen 😆

      Also Friesoythe ist nahezu zu 100 % barfußtauglich, da könnte sich Oldenburg tatsächlich mal ein Beispiel nehmen 😀 Zu entsprechenden Anlässen kutschiere ich Muttern schon mal nach Friesoythe, ansonsten fährt sie auch alle Jubelmonate mit dem Bus zu ihren Freundinnen.

      Hast Du denn in Coburg jemals von außen geguckt wo Ihr da gewohnt habt?

      Sehr gerne, Herr Woysch! 🙂

      LG Volker

      • Huhu, lieber Volker,

        unser eigenes Haus, in dem meine Eltern nach ihrer Berliner Zeit noch ungefähr 25 Jahre lebten, habe ich seit dem Verkauf (~ 6-7 Jahre her) noch nicht wieder von außen gesehen. Das Haus der Großeltern wurde um einiges früher verkauft. Das habe ich im Vorbeifahren immer wieder mal gesehen. Mein jüngerer Bruder hatte die Nachbesitzer mal angesprochen, dabei aber „nur“ das Grundstück betreten.

        Aber „Lastenheft“ hört sich sehr bedrohlich an. Da müsste ich ja baldmöglichst kommen, sonst wird es zu ner echten Gefahr. 😳

        Bis dannowansky (oder ohne y?)
        LG Manfred

      • Lieber Manfred,

        deswegen hatte ich das Lastenheft extra in Anführungszeichen gesetzt, um dem Ganzen das Bedrohliche zu nehmen. Wir wollen doch schließlich Spaß an der Freude haben, oder? 😀

        Tschüssikowski bis dannowanski!? Ist doch egal, hauptsache bis denne! 😎
        LG Volker

  7. Hey Volker,

    diese prägenden Lebensstationen: Orte der Kindheit, Elternhaus, Schule und erste Stationen ins selbstbestimmte Erwachsenenleben, die sind schon eindeutig alle emotional stark besetzt. Ob so oder so … das alles in einem Lauf mitzunehmen, fast ein Lebenslauf 😉

    Danke für‘s (mit)teilen!

    Ganz anderes Thema: schon häufig ist mir aufgefallen, dass deine Blogberichte auf meinen mobilen Geräten ungewöhnlich lange laden. Bei diesem war es extrem: locker eine Minute wenn nicht länger, bis die Seite stand … leider sehe ich nicht einfach, welche Größe die Bilder haben. Aber ich frage mich und jetzt dich: geht das nur mir so oder haben andere das bei sich auch schon bemerkt?

    • Moin Lizzy,

      ja, diese prägenden Lebensstationen, sie lassen einen doch nie los. Müssen sie ja auch nicht. Sie gehören ja zu unserem gelebten Leben. Lebenslauf, wie passend. Ob man sich zum Ende hin den zweiten Teil auch noch erlaufen kann? 😉

      Zum anderen Thema, ich habe da bislang noch nie weitere Rückmeldungen erhalten. Die Bilder dampfe ich bei der Bearbeitung immer auf 18 % ihrer Urspungsgröße, die sie auf der SD-Karte haben, ein. Da dürfte es eigentlich nicht dran liegen und wenn ich meinen Blog auf meinem Smartphone aufrufe geht es ruckzuck. Ich bin da etwas ratlos 😦

      Liebe Grüße
      Volker

      • Dann wird es an meinen Geräten liegen. Vielleicht kennen sie mich zu gut und wollen mir klar machen, dass der Mensch sich für die guten und wichtigen Dinge immer genug Zeit lassen und nehmen sollte 😉

      • Das kann es nur sein, liebe Lizzy. Hach, das hast Du so schön geschrieben. Das klingt doch viel netter als die schnöde technische Erklärung von Manfred, die ich allerdings durchaus für plausibel halte 😀

    • Zum Thema Ladezeiten:
      es braucht schon auch bei mir etwas länger auf meinem Smartphone, als mit dem PC, hält sich aber in Grenzen. In der Regel hängt es mit dem Phone, dem Arbeitsspeicher und der Prozessor-Geschwindigkeit und damit letztlich auch mit der Software-Version zusammen.
      LG Manfred

  8. Lieber Volker,
    wow, was für eine tolle Idee. Eine Zeitreise (barfuß) … mit schönen und weniger schönen Erinnerungen. Ich finde das echt toll gemacht.
    Das ist schon bewegend wenn man nach so langer Zeit sich das alles nochmal anschaut und auch in Erinnerungen schwelgt.
    Ich höre heraus, das du mit deiner Entscheidung dort wegzugehen aber immer noch sehr zufrieden bist. Kleine Städtchen (noch dazu katholische) können für einen weltoffenen Menschen doch sehr erdrückend wirken (und auch sein).
    Glaube mir, ich weiß wovon ich rede 😆
    Das dir die Zimmer von früher kleiner vorkommen ist glaube ich normal. Ich glaube das wir im Laufe der Jahre einfach unseren Blickwinkel ändern (und damit meine ich jetzt nicht die eigene körperliche Größe).
    Ich finde das ist eine wirklich gute Idee gewesen, diese Reise in die Vergangenheit. Danke fürs Mitnehmen 🙂
    Liebe Grüße
    Helge

    • Liebe Helge,

      eine Barfußlaufzeitreise, die das Damals allein schon auf diese Weise mit dem Heute verbunden hat.

      Die Entscheidung aus Friesoythe wegzugehen war die beste überhaupt. In Oldenburg lebt es sich schon viel freier und vielfältiger. Und jetzt auch noch Berlin! Da liegen keine Welten sondern Universen dazwischen.

      Die Idee mit dieser „Reise in die Vergangenheit“ hatte ich schon seit ein paar Jahren, jetzt hat es endlich mal gepaßt. Freut mich, dass sie Dir gefallen hat 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  9. Lieber Volker,
    ein Nostalgie-Lauf vom Feinsten 👌 Da kommen die verschiedensten Erinnerungen und Gefühlen auf, oder.
    Wenn ich sowas machen würde, müsste ich durch viele Städte Schwedens laufen und in jedem hätte ich ganz andere Erinnerungen und andere Gefühle – wir haben nicht länger als 4 Jahre in eine Stadt gewohnt (durch den Job meines Vaters).
    Ich fand es sehr schön, von deiner Kindheit und deine Erinnerungen zu lesen. Cool, dass du in deinem Elternhaus eine kleine Besichtigung machen konntest. Wir hatten über eine längere Zeit ein Sommerhaus und da bin ich mal wieder zurück, ich konnte zwar nicht ins Haus aber ich hatte die Wege und Pfade wo ich als Kind rumgesprungen bin viel größer und länger in Erinnerung 😅
    Liebe Grüße Anna

    • Liebe Anna,

      da bist Du in Schweden ja ganz schön rumgekommen. Kannst Du noch durchzählen wie oft Du bisher in Deinem Leben umgezogen bist? Bei mir waren es gerade zwei Mal (beziehungsweise drei Mal, aber beim ersten Umzug war ich noch kein halbes Jahr alt 🙂 )

      Ein Sommerhaus in Schweden, dass klingt so verheißungsvoll, vermisst Du das gar nicht?

      Liebe Grüße
      Volker

      • Insgesamt bin ich in meinem ganzen Leben 14-mal umgezogen (10-mal in Schweden und 4-mal in Österreich) – bei den ersten Umzügen war ich natürlich auch noch sehr klein, aber ab dem 4. Umzug kann ich mich daran erinnern 😜

        Unser Sommerhaus war am Beständigsten, das hatten wir sehr lange und dort habe ich alle meine Sommerferien verbracht – das waren immer die schönsten Zeiten in meiner Kindheit 🥰 Ich vermisse es nicht so sehr da ich ich jetzt fast so wie in unserem schwedischen Sommerhaus wohne – nur in den Bergen 😉🤗

      • Puh, 14 mal umgezogen, das ist schon eine Hausnummer!

        Umso erfreulicher, dass Dir Dein jetziges Zuhause sogar das Sommerhaus in Schweden ersetzt. Ich wünsche Dir, dass es Dir lange erhalten bleibt!

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