Entdeckungen

Heute erfolgte Lauf Nr. 2 in 2022, wieder zusammen mit Torben. Diesmal erfolgte die Anreise zu ihm automobil, da ich das dringende Bedürfnis hatte weiterzufahren, um mal wieder in den Bornhorster Wiesen und an der Hunte zu laufen, die für mich laufend zur Zeit außer Reichweite liegen. Das hatte auch den Vorteil, dass ich diesmal auf den Schmuck langer Beinkleider verzichten konnte. Darüberhinaus wollte ich doch mal antesten, was meine verweichlichten Fußsohlen zu den ersten Barfußkilometern dieses Jahres sagen.

So vier bis fünf Grad waren temperaturmäßig jetzt zwar nicht so der Fußsohlen-Burner, zumal der Asphalt feucht war, aber nach zwei Kilometern waren die Füße warm und, das sei schon einmal vorweggenommen, sie haben die insgesamt sieben Kilometer schadlos überstanden. Zur Not hätte ich aber Sandalen im Laufrucksack dabei gehabt.

Trübe Aussichten

Winterzeit ist auch immer Entdeckungszeit an der Hunte. Im letzten Winter gab bis hin zum Fiat 500-Rutscherauto einiges zu sehen. Unsere heutige Ausbeute war allerdings wenig spektakulär. Eine kaputte Thermoskanne, die erhaben aufrecht im Gras stand und ein ebenso aufrecht stehendes Blechfaß, das einmal „Lagerfett“ enthielt.

Nicht entdecken konnten wir heute allerdings die Krebse, die wir bei einem Lauf am 12.11.21 in einem Fleth gesehen hatten, obwohl wir intensiv nach ihnen Ausschau hielten.

Dieser kurze, gechillte Lauf verlief gut und ohne Probleme und hat uns beiden trotz des trüben Wetters Spaß gemacht. Mal gucken, was es bis zum Ende der Hochwasser-Saison noch zu entdecken gibt. Vielleicht findet sich ja noch etwas für meine kleine Sammlung 🙂

14 Kommentare zu “Entdeckungen

  1. Lieber Volker,
    genau richtig, man sollte sich läuferisch kleine Anreize setzen, und in diesem spannenden Lauf- und Find-Revier warst du eine Weile nicht. Schön, dass ihr einen angenehmen Lauf hattet und auch die Fußsohlen sich schnell erinnern, wie schön es sich schuh-befreit läuft!
    Ist ja echt verrückt, was da an den Wiesen immer so angeschwemmt wird! Stimmt, Glöckner & Co würden sich über Verstärkung freuen. Ich bin sicher, bei weiteren Exkursionen findet sich was, ich bin gespannt! Und vor allem wünsche ich dir weitere aufmunternde Lauferlebnisse! Auch wenn das Wetter trübe war, ich finde die beiden Landschaftsbilder am Anfang so … stimmungsvoll, besinnlich kontemplativ. Ich „muss“ heute bei Sonne laufen…
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      irgendwie fühle ich mich in den Bornhorster Wiesen und diesem Bereich der Hunte immer am wohlsten. Ich mag einfach diese Weite. Ganz nebenbei ist der dortige Weg auch der perfekteste Barfußuntergrund 😎

      Mal sehen, ob diesen Winter noch etwas Reizvolles angeschwemmt wird. Sechs bis acht Wochen sind noch Zeit bevor der ganze Unrat an der Hunte entfernt wird.

      Natürlich hat auch dieses trübe Landschaftsbild sein Reiz. Ich will auch gar nicht meckern, immerhin war es trocken 🙂 Aber ich war auch nicht böse, dass ich bei einer heutigen Runde auch etwas Sonne „ertragen“ mußte 😉

      Liebe Grüße
      Volker

      • Lieber Volker,
        dann hattest du wohl doch mehr Sonnenglück als ich, denn als ich dann endlich loskonnte, hatte sich das Wetter völlig in Richtung Hochnebel geändert 😦
        LG
        Elke

  2. Lieber Volker
    Endlich wieder an der Hunte! Wunderbar! Schön, dass Torben wieder mit dabei war.

    Ich bin mit Elke einig, die Fotos sind sehr stimmungsvoll und ausdrucksstark.
    Die Thermoskanne sieht aus wie ein antikes Tongefäss-Relikt aus Römerzeiten – cool! Würde sich aber neben Quasimodo und Kroki nicht so gut machen.

    Wie haben denn deine „verweichlichten“ Fusssohlen die 7km überstanden? Irgendwelche Spätfolgen oder alles in bester Ordnung? Und – obligate Kontrollfrage 🙂 – machst du deine Physio-Übungen?

    Liebe Grüsse aus dem sonnigen und ziemlich warmen Cape Town!

    • Endlich wieder einmal Hunte, ganz genau, liebe Catrina. Das hat mir echt gefehlt. Da konnte auch das trübe Umfeld nichts dran kaputtmachen. Seine ureigene Stimmung hatte es definitiv.

      Solche Relikte wie die kaputte Thermoskanne werde ich bestimmt nicht einsammeln, dann hätte ich nämlich ganz schnell ein Platzproblem und so wirklich schön sind sie auch nicht.

      Die verweichtlichen Fusssohlen zeigten sich unbeeindruckt, lediglich der rechte kleine Zeh war ganz leicht angeschraddelt. Aber Sohlen und Zeh haben heute auch noch einmal 4,5 km überstanden. Sie können es also noch 😎

      Ja, Mama, ich mache ganz brav und intensiv meine Physio-Übungen 😀

      Liebe Grüße aus dem heute auch einen Hauch sonnig gewesenen und fast milden Oldenburg
      Volker

      • Danke, liebe Catrina, manchmal braucht es ja durchaus einen Anschubser von außen. Obwohl man ja eigentlich was, dass es nur zum eigenen Besten ist 🙂

  3. Lieber Volker,
    oh wie schön, die Fusssohlen durften wieder Hunteboden spüren, das freut mich für sie und ihren Besitzer! Aber sag mal… das mit der wiederholten Lauferei… wird das jetzt zur Gewohnheit??? 😀
    Ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an, auch mir gefallen die grauen Stimmungsbilder. Sehr kontemplativ. (Und trotzdem habe ich mich gefreut, als Mitte der Woche die Sonne mal wieder hier vorbeigeschaut hat.)

    • Liebe Doris,

      die Fußsohlen durften eher wieder Hunteasphalt spüren, aber der ist ja auch von sehr angenehmer Qualität 🙂

      Ich war heute sogar wieder laufen und werde morgen mal genau horchen was die Ferse sagt.

      Komtemplativ hin oder her, auch wenn es mich vorgestern nicht gestört hat, war ich heute auch nicht böse, dass sich wieder ein paar Sonnenstrahlen blicken ließen 😎

      Liebe Grüße
      Volker

  4. Huhu, lieber Volker,

    mich gibt es auch noch, stell dir vor! 😛 Hatte diesen Beitrag auch schon gelesen, aber das siehst du ja nicht, hast also nix davon, deshalb jetzt verspätet ein Kommentar von mir. Ich freue mich nämlich, dass du ganz langsam und vorsichtig wieder zum Wiederholungstäter wirst!!! … und dass du Torsten zum Komplizen auserkoren hast, hält euch ja beide fit.

    Schade, dass ich so weit weg wohne, sonst könnten wir beide in der Gegend rumwildern und … uns an unsere Übungen erinnern, oder auch mal gemeinsam machen. Ich bin da ja auch nicht so der Held, aber ich habe, erstaunlicherweise, jetzt schon ziemlich lange durchgehalten und eigentlich jeden Tag mindestens ein kleines Grundprogramm gemacht! 🙂

    Kontemplation hin und her, aber wenn sich die Sonne nicht mal vor ein paar Tagen gezeigt hätte, würde ich anzweifeln, dass es sie noch gibt! 😛 Wir leben in einem trüben (Hessen-)Land!

    … naja wenn schon die Minister stottern, weil sie was auf den Kopf gekriegt haben, 😛 dann brauchen wir uns auch nicht zu wundern, dass sie panisch werden. … und das scheint sich sogar aufs Wetter auszuwirken … nur mal so am Rande! 😛

    Eine antike Amphore würde ja vielleicht so eine Qumran-Rolle beinhalten, aber so ne hässliche Thermoskanne … nee, die brauchste wahrlich nicht mit nach Hause zu nehmen. Bin gespannt, ob ihr noch was findet?! 😉

    Bleib dran, es geht bestimmt in kleinen Schritten aufwärts!
    Aus dem trüben Darmstadt
    liebe Grüße Manfred

    • Lieber Manfred, es besteht weder eine zeitliche noch ein generelle Verpflichtung zum Kommentieren 😉 Ich schaffe es auch noch nicht wieder in meinem sonst üblichen zeitlichen Rahmen zu lesen und zu kommentieren. Aber ich freue mich natürlich, dass Du es noch getan hast! 😀

      Ich übe mich in der Wiederholungstat, so richtig problemlos verläuft es leider noch nicht. Aber immerhin tut es sehr gut wieder ein ganz klein wenig Fahrt aufzunehmen. Mal mit und mal ohne ein paar Sonnenstrahlen. Alles der Jahreszeit entsprechend.

      Etwas weniger Entfernung wäre wirklich schön. Aber es ist leider wie es ist, so müssen wir uns eben auf diesem Wege unterstützen 🙂

      Wer weiß, vielleicht enthielt die olle Thermoskanne auch irgendwelche Botschaften, ich habe gar nicht nachgesehen 🙂

      Ich übe mich weiterhin in den kleinen Schritten

      LG aus dem gute auch wieder grau gewesenen Oldenburg
      Volker

  5. Moin Volker, und Schritt für Schritt (und damit genau richtig) fängt der Deichläufer wieder das Deichlaufen an. Mit Torben auf Entdeckungstour an der Hunte, ein gutes Team, es müssen ja nicht immer irgendwelche angeschwemmten Autos sein (schlimm genug dass da ein Lagerfett-Fass rumliegt), die Gegend an sich ist ja offensichtlich sogar beim grauem Wetter ein „Wohltuer“ für Dich. Lauf schön weiter, in Deinem Tempo und Distanzen wie sie grade passen. Und bald gehts wieder in den See 🙂
    Liebe Grüße, Oliver

    • So ist es! Moin Oliver.

      Mein Hunterevier tut mir eigentlich bei nahezu jedem Wetter gut. Da braucht es wirklich keine Lagerfett-Fässer für. Aber es ist nunmal die Zeit wo alles mögliche angeschwemmt wird. Immerhin war das Fass leer und der Deckel fest drauf, so dass offensichtlich keine Reste das Huntewasser verdreckt haben.

      Im See war ich vorgester, allerdings nur bis zu den Oberschenkeln 😉

      Liebe Grüße
      Volker

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