Altkleider und links ist es kälter als rechts

Es ist ja nun nicht so, dass meine Füße immer begeistert sind, wenn ich bei schattigen, windigen und feuchten 4 ° barfuß los trabe, zumindestens auf den ersten ca. zwei Kilometern nicht. Danach geht es in der Regel. Aber heute war da schon etwas kurioses, während sich nämlich der rechte Fuß so allmählich an die widrigen Umstände gewöhnte und erwärmte, blieb der linke Fuß, speziell der Fußballen vor Kälte taub. Kurz paßte er sich zwar einmal seinem rechten Genossen an, aber insgesamt blieb er doch etwas arg unterkühlt 🙂

Von diesem kleinen Ungemach abgesehen, war es allerdings ein netter 8 km-Lauf, die meiste Zeit auf butterweichem Untergrund.

Aufgefallen ist mir nur, dass ich obenrum in Altkleidern unterwegs war 😆 Das blaue Jäckchen entstammt tatsächlich aus meinen allerersten Laufanfängen, während einer Kur im Jahre 2005. Es stammt aus einem Karstardt Sport in Goslar und ist eigentlich noch gar nicht viel getragen. Annähernd genauso alt ist auch das ebenso blaue Laufshirt. Den Kauf kann ich zwar nicht mehr genau zeitlich zuordnen und es stammt wohl aus irgendeinem Intersport, aber es ist auch ein Uraltteil und eines meiner absoluten Lieblingsstücke. Zwar zeigt es schon diverse Spuren des vielfachen Gebrauchs, aber ich glaube es ist immer noch fit für einige weitere Jahre 😆 Gemeinsam hatte ich die beiden Schätzchen aber schon ewig nicht mehr ausgetragen 🙂

Von einer kleinen Kneipp-Lauf-To(k)ur vor fünf Tagen abgesehen, war es das auch schon wieder an sensationellen Neuigkeiten 🙂

10 Kommentare zu “Altkleider und links ist es kälter als rechts

  1. Lieber Volker,
    das ist ja wirklich ein seltsames Ding mit deinen beiden Füßen…. das war dann die ganzen 8 km so? Vielleicht wollte der linke signalisieren, dass er Sommer und Sonne will…? Bin gespannt auf deinen nächsten Lauf in dieser Hinsicht!
    Hihi, „Altkleider“, würde ich aber so nicht sagen, „Retrostyle“ klingt doch viel trendiger! 😉 Aber interessant ist diese Art von Rückblick allemahl. Ich finde, die Jacke könnte auch heute genauso im Sortiment sein. Beim Shirt sind diese grauen Einsätze ein wenig verräterisch. Aber was solls, wenn sich die Sachen gut tragen, sind sie es wert, dir weiter Dienste zu erweisen.
    2005 … da fand ich 3 km schon eine tolle Laufleistung. Wenn mir da jemand gesagt hätte, dass ich mal 42 km laufen würde, ich hätte das für verrückt erklärt. So ändern sich die Zeiten…
    Nur Kneipp? Ich kenne jemand, der/die springt da voll ins Wasser!
    Ich wünsche weiterhin gute Läufe mit warmen Füßen!
    Liebe Grüße
    Elke

    • Liebe Elke,

      so gegen Mitte des Laufs war der linke Fuße auch einmal kurz warm, bzw. eher nicht kalt. Aber die meiste Zeit fühlte sich der Ballen taub an. Sollte der Fuß allerdings seinen Wunsch nach Sonne und Wärme geäußert haben, bin ich ganz bei ihm 😀

      Altkleider, ich will nicht immer trendig sein 😆 Du hast recht, die Jacke könnte heute noch genauso im Verkauf sein und die grauen Einsätze sind mir auch etwas als aus der Mode aufgefallen 🙂

      2005 war ein Marathon für ich auch weit jenseits meiner Vorstellungskraft, so ändern sich die Zeiten 😎

      Ich halte mich strikt an die Kneippsche Lehre. Mehr ist von mir in diesen Winterwochen nicht zu erwarten 😛

      Danke Dir und liebe Grüße
      Volker

  2. Lieber Volker
    Da bin ich aber erleichtert! Als ich den Titel las, dachte ich erst, dass du eine Tonne Altkleider an der Hunte gefunden hättest. Das wäre gar nicht schön gewesen. So ist es viel besser!

    Für nächste Woche plane ich etwas über das Übel „Fast Fashion“ zu schreiben. Diese Kleider-Wegwerf-Kultur, die weder der Brieftasche, der Umwelt, noch den Arbeitern in Asien was bringt.
    Und da bist du doch ein tolles Anti-Beispiel! Wie schön wäre es, wenn alle ihre alten Kleider von Anno 2005 austragen würden. Und wie unsere Fachfrau Elke sagt, sieht man die Jahre der Jacke und dem Shirt kaum an. Super!

    Ich hoffe, dass dein störrischer linker Fussballen wieder aufgewacht ist. Vielleicht öfters kneippen, dann läuft das! 🙂

    Viel Spass weiterhin auf deinen weichen Wegen, sogar mit etwas blauem Himmel!

    • Liebe Catrina,

      so schlimm ist es an der Hunte zum Glück doch nicht.

      Fast Fashion ist eine absolute Unkultur und ich hoffe, dass diese sehr bald wieder verschwunden ist. Meine Laufklamotten sind vielfach schon recht alt. Im Prinzip sind sie ja unzerstörbar und wenn sie auch noch gut sitzen, mag ich mich dann auch nicht trennen. Im Gegenteil, bei Laufhosen, bei denen der Reißverschluß von den kleinen Taschen den Geist aufgegeben hat, hat meine Ma neue eingenäht.

      Ich habe übrigens auch bei meinen Alltagsklamotten so manches Schätzchen. Und meine Lieblingsshorts für den Sommer ist auch schon asbachuralt 🙂

      Also noch mehr Abhärtung als ich gönnt wohl kaum jemand seinen Füßen, da würde ich lieber mal wieder kneipen statt noch mehr zu kneippen 😀

      Danke Dir und liebe Grüße aus dem wechselhaften, teils sonnigen, teils schnee- und graupelschaurigen Oldenburg
      Volker

  3. Lieber Volker,

    tja, wie das so ist mit den alten Klamotten und trendigen (Un)Kulturen! 😥

    Bei Alltagsklamotten, die man nicht mehr tragen will, oder die in die Jahre gekommen, aber noch gut zu gebrauchen sind, gibt es tolle Recyclingmethoden. Man kann sie einfach und unkompliziert in einen Second-Hand-Laden bringen und dort verschenken. Schwieriger ist es mit den Lieblingsteilen, die man ja wirklich nur weggibt, wegschmeißt, wenn sie richtig verschleißen! – Schlimmer noch mit den Laufklamotten, die ja so gar nicht zu altern scheinen, mal abgesehen von den trendigen Mustern, oder anderen Applikationen! Auch ich habe da noch solch uralte Teile … aber ob sie sooo alt sind, wie die deinigen??? 😆 Es könnte gut sein, dass ich da doch etwas häufiger durchwechsle. Da ich von 2001 bis 2005 jeweils deutlich mehr als 3100 km pro Jahr gelaufen bin, habe ich die Teile sicherlich auch stärker strapaziert und ‚entzweit‘! 😉 Hin und wieder möchte ich mir auch etwas Neues kaufen, man gönnt sich ja sonst nichts! 😛

    Dass deine Ma repariert, finde ich toll. Bei Hosen (Reißverschluss) und Rucksäcken (Reißverschluss, Halterung und Naht) habe ich sogar selbst schon mehrmals Hand angelegt.

    Aber dass deine Füße so unterschiedlich gelaunt sind … hatten die einen internen Streit? 😉

    Ich kenne das nur vom Arbeiten am PC. Die rechte Hand, näher am Fenster und mit der Maus ‚unterwegs‘, ist danach oft viel kälter. Nur scheint es bei mir einen Grund zu geben! Komisch, komisch!

    Schön ist aber, dass du dich nicht hast irritieren lassen, sondern deinen 8-km-Lauf durchgelaufen bist! … und denn haste uff’m Rückweg nicht mal Handschuhe gebraucht. Das könnte mir bei 4° wohl nicht passieren! 🙂

    Bleib dran mit deinen kurzen Laufeinsätzen, die bestimmt bald wieder (mehr) Routine sind!

    Aus dem nächtlichen Darmstadt, nach Sonne am Vormittag und leichtem Schneeregen am Nachmittag
    liebe Grüße Manfred

    • Lieber Manfred,

      wer mehr läuft verschleißt natürllich auch mehr, obwohl die Laufklamotten ja echt haltbar sind. Gelegentlich eine neue Klamotte gehört aber auch dazu, wobei ich in Corona-Zeiten bei mir echt nichts mehr passiert ist. Dafür durfte meine Mutter die Nähmaschine rattern lassen um die Tights wieder aufzumöbeln.

      Zum Second-Hand-Laden habe ich noch nie etwas gegeben. Liegt wohl daran, dass meine Klamotten in der Regel wirklich auf sind, wenn ich mit ihnen durch bin 😎

      Die kalte Computer-Maus-Hand kenne ich auch 🙂

      In Bezug auf kurze Läufe versuche ich wieder eine Routine aufzubauen, klappt bislang auch ganz gut. Wobei ich mich dabei ertappe wirklich schlechtes Wetter zu meiden 🙂

      Aus dem nach grauem Tag abendlichen Oldenburg liebe Grüße
      Volker

  4. Lieber Volker,
    das ist ja lustig. Ich kenne diese links-rechts Frierungleichheit eigentlich nur vom Radeln. Da ist immer einer der Füsse ein Eisklotz, während sich der andere im „schon-kühl-aber-geht-noch-Bereich“ befindet! Beim Laufen hatte ich das noch nie…
    Hihi- bei der Altkleidersammlung könnte ich auch mitmachen! Wenn ich meine Tights und Shirts nicht gerade durch Stürze schreddere, halten sie auch ewig und ich freue mich über jedes einzelne Stück Altbestand in meinem Kasten! 🙂

    • Liebe Doris,

      ich hatte das bislang weder beim Laufen noch beim Radeln. Wenn warm dann beide, wenn kalt ebenso. War schon lustig 🙂

      Mit den Altkleidern bleibt der Laufsport doch auch bezahlbar und wenn man nicht ständig neue Klamotten braucht ist auch Umweltgewissen etwas beruhigt 🙂

      Liebe Grüße
      Volker

  5. Moin Volker, was bei dir die temperatursensiblen Füße, sind es bei mir die Hände 🙂 Die linke Hand neigt immer dazu sich zu verkühlen, egal ob Handschuhe oder nicht. Ergründen konnte ich das nie. Bei den Füßen ist es natürlich doppelt interessant, da beide ordentlich arbeiten und den Boden „abtasten“. Aber hey, 8km?! Das klingt doch schon wieder richtig gut!
    Beim Altkleider-Contest kann ich mich beteiligen, die Klamotten werden getragen bis sie auseinander fallen. So lange sie passen zumindest. Ich wüsste echt keinen Grund es anders zu machen. Wenn ein Teil passt, heile ist und seinen Zweck erfüllt, wieso entsorgen? Gibt schon genug Müll auf der Welt. Meine „Kalt-Wetter-Regendicht“-Jacke ist auch noch vom ersten Einkauf anno 2010. Und die hat schon so einige Schrammen von diversen wilden Waldläufen, aber ist immer noch wetterdicht.
    Bleib dran, schön dass du wieder läufst!
    Liebe Grüße, Oliver

    • Moin Oliver, ich kenne das eigentlich weder von Händen noch von Füßen. Wenn kalt, dann sind immer beide kalt, keine Ahnung was mein linker Fuß da für ein Problem hatte. Ich werde es aber weiter beobachten, noch ist der Winter ja nicht zu Ende.

      Haha, wenn man viel läuft sollten die Klamotten ja auch bis zum bitteren Ende passen. Ich merke ja gerade erstmalig in meinem Leben, welchen Einfluß Nichtlaufen auf mein Gewicht hat. Allerdings hat es zum Glück noch nicht dazu geführt, dass die Laufklamotten nicht mehr passen 😉

      Meine gelbe Deichläufer-Allwetter-Jacke müßte inzwischen auch so alt sein wie Deine Jacke. Verschleißanzeichen: Null. Das hatte mir die (Runnerspoint)Verkäuferin damals auch schon gesagt, dass die Jacke nahezu unzerstörbar ist. Sie hat nicht übertrieben.

      Meine Läufe im Januar waren bislang alles zwischen 7 und 8 Kilometer lang, zusammen mit Extrem-Dehnen scheint das so gerade zu funktionieren. Hoffentlich kann ich langfristig darauf aufbauen.

      Danke Dir und liebe Grüße
      Volker

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